Mein Bastelbereich

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wozo3561
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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon wozo3561 » Mi 6. Dez 2017, 16:32

Noch ein paar erste Eindrücke:
Das Außengerät ist leise - ein paar Meter weit weg hört man es kaum noch.
Das Innengerät ist superleise - man hört eigentlich nur das schwache Luftrauschen.
Was ich nicht wußte ist, daß das Teil abhängig von Außentemperatur bei Eisbildung zwischen den Lamellen einen etwa zweiminütigen Abtauvorgang einleitet - in dieser Zeit schaltet das Innenteil ab.
Dann noch etwas umgewöhnen: Der Heizlüfter hat immer gleich einen heißen Luftstrom erzeugt - das Ding nimmt die Raumluft, erwärmt diese um einige Grad und bläst das wieder raus - dürfte auch der Grund sein warum der Aufheizvorgang bei völliger Auskühlung recht lange dauert.
Hab' mal den Leistungsmesser dazwischen geschaltet: Bei Lüfterstufe 3 (1-4) zieht die Einheit (innen und außen) ca. 660 Watt. Mal sehen, wie das aussieht, wenn die eingestellte Raumtemperatur nur gehalten werden soll.
Also weiter mit dem Experimentieren...
Gruß Wolfgang

haifisch18
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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon haifisch18 » Mi 6. Dez 2017, 17:36

Ich habe mal einige Zeit in nem arabischen Wüstenstaat gelebt. Die Geräte die du dir da ausgesucht hast hatten wir damals schon auf der Wache, in den Büros und in den Wohnungen. Die liefen absolut zuverlässig und haben auch beim kühlen fein geregelt. Ich denke das du damit zufrieden sein wirst. Im Schlafraum müsste man sich übrigens erst dran gewöhnen, da war es etwas nervig mit dem rauschen.

Warum hast du kein Heizregister genommen?
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wozo3561
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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon wozo3561 » Mi 6. Dez 2017, 18:09

haifisch18 hat geschrieben:Warum hast du kein Heizregister genommen?


Das sagt mir ehrlich gesagt nichts. Was ist damit gemeint?
Gruß Wolfgang

haifisch18
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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon haifisch18 » Mi 6. Dez 2017, 18:47

Das sind kleine Gebläse die die Luft in der Werkstatt ansaugen, in einem Wärmetauscher erhitzen und dann wieder ausblasen. Die Wärme kommt dann meist von der Zentralheizung. Sozusagen das gleiche wie du es gerade machst, nur ohne Kühlfunktion und mit anderer Wärmequelle. Gibt es auch in groß für Industriehallen.
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wozo3561
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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon wozo3561 » Mi 6. Dez 2017, 18:56

haifisch18 hat geschrieben:Das sind kleine Gebläse die die Luft in der Werkstatt ansaugen, in einem Wärmetauscher erhitzen und dann wieder ausblasen. Die Wärme kommt dann meist von der Zentralheizung. Sozusagen das gleiche wie du es gerade machst, nur ohne Kühlfunktion und mit anderer Wärmequelle. Gibt es auch in groß für Industriehallen.


Aha, verstanden! Das geht hier nicht wegen der fehlenden Wärmequelle. Die Zentralheizung ist vorne im Haus und die beiden Werkstätten sind abseits im Garten. Das wäre vom Aufwand wahrscheinlich nicht zu vertreten und mit ziemlicher Sicherheit nicht günstiger. Aber danke trotzdem für den Hinweis! :)
Gruß Wolfgang

Lars
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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon Lars » Do 7. Dez 2017, 12:38

Hi Wolfgang,

Prinzipiell richtig - will aber eigentlich nicht die ganze Zeit Strom verballern. Das mit dem Auskühlen und Kondensat ist nicht so arg schlimm, da meine Werkstatt an und für sich recht trocken ist und meine Metallteile immer leicht geölt sind (oder sein sollten). Das Problem tritt richtig schlimm auf, wenn mit Gas geheizt wird. Hatte ich mal ne Zeit gemacht und wenn man nicht aufpaßt, wird aus einem Stechbeitel schnell ein Stück Rost am Stiel.
Das mit dem Auskühlen zieht aber einen anderen Nachteil hinter sich her: Es dauert sehr, sehr viel länger, die Bude aufzuheizen. Das habe ich heute nach der Fertigstellung der Anlage und den ersten Tests gemerkt. In der Werkstatt hatte alles und jedes so ca. 6.5°C nach 2 Wochen Auskühlen. Da hat es schon ca. 3 Stunden gedauert, bis im Laden 14-15°C waren. Ok, dabei war auch viel rein und raus, Tür auf und zu.
Der kleinere Nachbarraum mit der Fräse wurde viel schneller warm, da konnte man nach ca. 1 Stunde ohne Jacke rumlaufen. Der ist aber auch besser isoliert. Da muß jetzt erst mal ein Thermometer hin.
Ich werde in den nächsten Tagen mal diverse Tests machen und entsprechend berichten. Werde auch ein Leistungsmesser dazwischen hängen, damit man mal ein paar Zahlen zum Verbrauch/Kosten hat.
Jedenfalls --- reingehen, einschalten und ZACK --- WARM is nicht. (Hatte ich aber auch nicht erwartet) ;) Aber jetzt in die Werkstatt gehen und da sinds ca. 16°C ist schon sehr viel angenehmer als vorher. Bin erst mal zufrieden.
Weitere Daten und Tests folgen...


kondensierende Flüssigkeit wirst du in jedem Fall haben, wenn du die Werkstatt auskühlen lässt.
Grund: (Um es einfacher zu erklären ist der Ausgangspunkt, dass die Außentemperatur sich nicht verändert)
- Werkstatt ist kalt - kalte Luft hält wenig Feuchtigkeit (relative Feuchte hat einen Wert X)
- Werkstatt wird hoch geheizt - Luft erwärmt sich und die relative Feuchte X sinkt, da warme Luft im Verhältnis mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, als
kalte(die Luft hat aber nach wie vor die gleiche absolute Feuchte wie die kalte Luft)
- Werkstatt warm - relative Feuchte X hat den niedrigsten Wert erreicht (absolute Feuchte unverändert, denn es ist ja keine Feuchtigkeit dazu
gekommen, noch ist Feuchtigkeit entwichen...)
- Werkstatt warm wird benutzt - Du als Mensch gibst nun ordentlich Feuchtigkeit in die Umgebung ab (körperliche Belastung). Dadurch steigt nun die
relative UND die absolute Feuchte, denn es kommt ja Wasser in der Luft dazu!
- Nun kommt der Punkt der unterschiedlichen Temperaturen in der Werkstatt zum tragen. Hobeleisen, Stechbeitel, alles was aus Metall und etwas
massiver in Materialstärke ausfällt, hat noch eine wesentlich niedrigere Temperatur als die Umgebungsluft, welche nun eine höhere Feuchte in sich
trägt. Das Kondensieren beginnt.
- Du bist fertig mit werkeln und machst die Heizung aus, die absolute Feuchte hat nun ihren höchsten Wert erreicht und die relative Feuchte ist auch
gestiegen.
- Werkstatt kühlt aus und die relative Feuchte steigt rapide, denn die kältere Luft kann relativ gesehen, nicht so viel Feuchte aufnehmen. Jetzt beginnt
die Feuchte in der Luft richtig zu kondensieren. Das macht sie natürlich an den kalten Materialien, wie oben beschrieben. Das hält so lange an, bis
relative und absolute Feuchte wieder ca.den Ausgangswert vom ersten Punkt annehmen.

Das kondensieren wird natürlich gehemmt, wenn die Temperatur keinen starken Schwankungen unterliegt, deshalb mein Rat die Temperatur bei 12-15 °C zu halten. Was auch hilft, ist vor dem verlassen gut lüften! Die warme Luft mit viel Feuchte (absolut) verlässt die Werkstatt und kalte mit wenig Feuchte (absolut) kommt rein. Dadurch kann beim abkühlen der Luft auch nur wenig kondensieren.
Grüße Lars

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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon wozo3561 » Do 7. Dez 2017, 12:49

Hi Lars,

danke für die ausführliche Erklärung. :) Die physikalischen Grundlagen sind mir durchaus geläufig und Du hast auf jeden Fall Recht. Aber da ich nicht soooo oft in der Werkstatt bin, werde ich nicht die Heizung permanent laufen lassen. Das wird mir zu teuer. Da gehe ich lieber hin und konzentriere mich etwas stärker auf den Rostschutz. Weiterhin haben mir die Tests jetzt auch gezeigt, wie grottenschlecht meine Werkstatt isoliert ist. D.H. auch bei 12-15° würde das Teil die meiste Zeit volle Pulle laufen. Das geht gar nicht. Ich kann jetzt den Winter gut überstehen und im nächsten Sommer mache ich mir erst mal ein paar Gedanken zur Isolierung der Bude.
Gruß Wolfgang

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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon wozo3561 » Sa 9. Dez 2017, 12:23

Hi Leute,

also der erste Erfahrungsbericht: Im kleineren Raum funktioniert alles wie erhofft. Habe vorgestern bei 7° um 11:30 die Anlage eingeschaltet und hatte gegen 12:30 ca. 19° im Raum. Warm genug um was zu fräsen. Habe dann bis ca. 17:30 die Temperatur auf ca. 20° gehalten, was in einen Verbrauch von 2.6 kWh endete. Das gefällt mir richtig gut.
Noch kurz zum Fräsen: Habe zum ersten Mal Dibond gefräst (6mm Kunststoff mit 0.3mm Alu auf jeder Seite). Habe einen neuen Fräser genommen und dann gings los. Was für eine Sauerei. Überall Kunststoffschnipsel, die dank statischer Ladung aber auch überall hängen bleiben. Es ging dabei um eine Gefälligkeit. Ich zeige mal zwei Bilder, damit ihr auch mal seht, was so eine kleine Käsefräse für einen Dreck macht. Das Ergebnis war ganz ok - vielleicht erratet ihr ja auch, für wen das war:
dibond_2.jpg

tbw_dibond.jpg
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Gruß Wolfgang

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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon Mandalo » Sa 9. Dez 2017, 14:39

Da gratuliere ich dir herzlich zu deiner warmen Werkstatt! Damit du dich noch etwas mehr daran erfreuen kannst, ein Foto von meiner Temperatur im moment.

Für welchen Ami-Schreiner hast du denn deine Werkstatt versaut? ...und schnell weg....!

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Re: Mein Bastelbereich

Beitragvon Achim » Sa 9. Dez 2017, 19:44

Hallo Wolfgang,

Dibond Platten habe ich letztens auch bearbeitet; vorwiegend gesägt und gebohrt. Beim Sägen mit der TS konnte ich absaugen, das ging dann einigermaßen. Den Bericht dazu gibts auch bald ;)
Viele Grüße
Achim

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