Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Hier könnt Ihr eure Werkstatt und Hobbyräume präsentieren
Benutzeravatar
the_black_tie_diyer
Beiträge: 969
Registriert: Mi 3. Aug 2016, 21:57
Kontaktdaten:

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon the_black_tie_diyer » Fr 11. Mai 2018, 05:34

Hallo Christoph,

Danke!

In der Tat, das ist wirklich kein Hexenwerk. :)

Wichtig ist zunächst das man den richtigen Heizkörper wählt bei dem der Nabenabstand stimmt. (Abstand Rohrmitte Zulauf <-> Rohrmitte Rücklauf) (Hier: 500 mm) Und einen Heizkörper der für den Betrieb an Eisenrohren geeignet ist. Meine Beobachtung: Oft werden sie explizit als "Austauschheizkörper" bezeichnet.

Dann Braucht es Konsolen zur Befestigung - ich würde hier die "Schnellmontage-Konsolen" statt der, meistens beiliegenden, klassischen "Bohrkonsolen" nehmen.

Was man außerdem im Auge haben sollte sind die Maße. Z.B. Abstand (Bestandsinstallation) Rohrmitte Zulauf/Rücklauf zur Wand, Abstand (Neuer Heizkörper) Rohrmitte Zulauf/Rücklauf zur Rohrmitte Zulauf/Rücklauf zur Bestandsinstallation im montierten Zustand usw.

Und dann kann man sich überlegen was man macht - ich wollte den Heizkörper wieder in der Nische haben - man hätte ihn aber auch nach vorne holen können durch einen Wandaufbau, und dann einfach einen geraden Anschluss gemacht ...

Was hilft ist natürlich das die Teile alle genormt sind - und wenn die Bestandsinstallation ebenfalls Normgerecht war, dann ist da nicht viel dabei.

Der Stufenschlüssel ist übrigens unabdingbar - nicht nur wegen der Installation an sich, sondern auch weil man damit, wenn irgendwo doch mal ein mm zu viel ist, nochmal nachsetzen kann. Es hilft auch, wenn man bei längeren Verbindungen statt 1 lange Hahnverlängerung 2 kürzere nimmt.

Beim Flachs muss man "einfach mal machen" - ich hatte bei der ersten Verbindung zu viel, dann bildet sich eine "Wulst" beim verschrauben - dann halt nochmal runter und neu. IMHO hat man das schnell raus und dann läuft es. Von dem Neo-Fermit habe ich meist 1 - 1 1/2 erbsengroße Teile genommen.

Wenn es dann soweit ist, natürlich Heizung aus und Wasser raus :mrgreen: ;)

Viele Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver - Follow me on Instagram: @the_black_tie_diyer - Jetzt auch auf Vero.

Benutzeravatar
RockinHorse
Beiträge: 270
Registriert: Mi 23. Nov 2016, 07:11
Wohnort: nahe bei Celle

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon RockinHorse » Fr 11. Mai 2018, 07:56

Moin Oliver,
the_black_tie_diyer hat geschrieben:Beim Flachs muss man "einfach mal machen"

das hast du super erklärt. Im modernen Heizungsbau gibt es sicher noch andere Dichtmittel und Dichtverfahren, die aber auch eine andere Technik voraussetzen. An Stellen, wo traditionell Hanf+Fermit eingesetzt wird, speziell bei Verbindungen mit Whitworth-Rohrgewinden, gibt es einfach kein besseres Dichtmittel - die Ansicht, dass man dort mit Teflonband moderner unterwegs wäre, ist aber irrig. Bei fabrikneuen Fittings aus MS sollte man das Gewinde mit einem Sägeblatt von der Bügelsäge vorher etwas aufrauen, damit der Hanf beim Aufziehen etwas am Gewinde haftet.
LG aus der Heide
Hubert

Es geht darum, dass man seine Zeit nicht verkauft, sondern nutzt. Georges Moustaki

Bobbl
Beiträge: 263
Registriert: Mo 26. Dez 2016, 20:57
Wohnort: Gilching

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon Bobbl » Fr 11. Mai 2018, 19:36

Hallo Oliver,
hallo Hubert,

vielen Dank für eure ergänzenden Hinweise. Aktuell steht gerade kein Austausch eines Heizkörpers an aber bisher habe ich es so gehalten, dass ich bei der Renovierung eines Wohnraumes auch den Heizkörper mit ausgetauscht habe (allerdings vom Installateur machen lassen). Dabei habe ich auch, wie Oliver angedeutet hat, die Heizungsnischen verschlossen und gedämmt.
Vielleicht versuche ich das bei der nächsten Renovierung dann auch mal selber.

Gruß,
Christoph

Benutzeravatar
the_black_tie_diyer
Beiträge: 969
Registriert: Mi 3. Aug 2016, 21:57
Kontaktdaten:

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon the_black_tie_diyer » Fr 11. Mai 2018, 20:07

Hallo Christoph,

Es bietet sich an, das gesparte Geld kann man dann gleich in was anderes investieren, das im Zweifelsfall auch mehr Spaß macht.

Ich gebe gerne zu, ich habe in der letzten Zeit einige Handwerker gefressen - und das war auch der Hauptgrund warum ich es selber gemacht habe.

Am Ende habe ich nicht schlecht gestaunt, ich habe für das, was mein Installateur für den letzten Heizungstausch genommen hat - das ganze Zimmer inkl. dem Heizungstausch und neuer Lampen - renoviert. Und ich habe keine Abstriche bei der Qualität der Teile gemacht.

Für den letzten Heizungstausch hatte ich 2 Angebote. Eines von einem "neuen" Installateur den ich eigentlich wollte - der kam mit knapp 1,5k Brutto um die Ecke, und mein "Haus und Hof"-Installateur, den ich eigentlich nicht mehr wollte, der bot für knapp 700 Brutto an. Jetzt muss man berücksichtigen das bei den 1,5k noch eine UK/Wandaufbau mit drin ist - der eigentlich unnötig ist - aber egal.

Und schaut man sich nur mal den Heizkörper an (Identisch!):

Angebot 1: 4XX,XX Euro Netto
Angebot 2: 3XX,XX Euro Netto

Ich den Heizkörper dann - ganz regulär nix Kumpelei oder so und inkl. Lieferung - für 130,- Brutto gekauft. Und länger gebraucht als der Installateur habe ich auch nicht.

Ich weiß so Diskussionen sind ein heißes Eisen, mache das auch wirklich nicht gerne - aber das musste einfach mal raus. Ich bin bei dem Thema zur Zeit, der Amerikaner würde sagen: "Spring loaded in/to the pissed off position" :lol:

Hallo Hubert,

Danke für den wichtigen Tipp mit dem anrauen der Gewinde! Bei den Viega Rotguss-Gewindefittings ist das zwar nicht nötig, die haben extra "Kerben" - aber bei allen anderen macht das absolut Sinn!

Beste Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver - Follow me on Instagram: @the_black_tie_diyer - Jetzt auch auf Vero.

Benutzeravatar
haifisch18
Beiträge: 782
Registriert: Mo 24. Jul 2017, 22:32
Kontaktdaten:

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon haifisch18 » Mi 16. Mai 2018, 00:25

Oliver,

ich saniere ja gerade ein Haus komplett und kann dich durchaus verstehen. Das geht so weit, das Facharbeiter ein Aufsatzwaschbecken nicht auf dem Unterschrank montiert bekommen weil Sie die Stehgewinde falsch montieren. Das wackeln wird dem Kunden dann erklärt mit "da muss noch Silikon Rundrum". Als er weg war hab ich abgeschraubt und richtig montiert, seitdem wackelt auch nichts mehr.
Und von diesen Stellen gibt es einige an denen ich selbst dann nachgearbeitet habe.
Angebote, die beauftragt und bestätigt werden, haben plötzlich den Status "ohne Auftrag" und das Material soll mal kurz 2500€ mehr kosten (ausgehend von 9000€ auf 11500€) und so weiter.

Ich mache daher auch viel selbst so wie jetzt als letztes den Spiegel. Am liebsten würde ich die Heizung und den Puffer auch selbst austauschen, da geht es nämlich weiter...
Mein Blog
Benedikt ;)

Benutzeravatar
michaelhild
Moderator
Beiträge: 1834
Registriert: Di 28. Jun 2016, 20:01
Wohnort: Im sonnigen LDK
Kontaktdaten:

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon michaelhild » Mi 16. Mai 2018, 07:06

haifisch18 hat geschrieben:Angebote, die beauftragt und bestätigt werden, haben plötzlich den Status "ohne Auftrag" und das Material soll mal kurz 2500€ mehr kosten (ausgehend von 9000€ auf 11500€) und so weiter.


Kurzes OT:
Das gibts nicht nur beim Bau.
Ich stecke ja seit drei Jahren in nem Rechtsstreit wegen nem Gebrauchtwagen. Mein Anwalt hatte für mich eine mobile.de Recherche bei einem Gutachter beauftragt. Das sollte 200-250€ kosten, als die Rechnung kam, waren es plötzlich 550€.
Von daher, man wird von jedem wo es nur geht beschissen.
Grüße
Micha

Was man tut, kann man auch gleich richtig machen.
Mein Holzblog

Bobbl
Beiträge: 263
Registriert: Mo 26. Dez 2016, 20:57
Wohnort: Gilching

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon Bobbl » Mi 16. Mai 2018, 07:49

Hallo,

ich bin mit meinem Installateur grundsätzlich sehr zufrieden. Er macht gute Arbeit und die Preise sind auch in Ordnung. Es ist ein 1- oder 2-Mann-Betrieb der die gesamte Nachbarschaft "versorgt".
Das Problem ist eher seine Auslastung. Es ist mittlerweile schwierig einen Termin zu bekomme, vor allem für Kleinaufträge. Klar, wenn es ein Notfall ist, kommt er sofort aber ansonsten ist es echt schwierig.
Und da denke ich mir halt, dass ich sowas vielleicht doch selber machen könnte. Und wenn es dadurch auch noch deutlich billiger wird ist´s umso besser.

Gruß,
Christoph

Benutzeravatar
the_black_tie_diyer
Beiträge: 969
Registriert: Mi 3. Aug 2016, 21:57
Kontaktdaten:

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon the_black_tie_diyer » Mi 16. Mai 2018, 17:44

Hi!

Benedikt, Micha - bin da voll bei euch!

Christoph, das kenne ich ebenfalls. Lustig ist wenn die dann nichtmal mehr zurückrufen.

Viele Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver - Follow me on Instagram: @the_black_tie_diyer - Jetzt auch auf Vero.

Bastelhorst
Beiträge: 79
Registriert: Mi 2. Nov 2016, 21:35

Re: Womit der Oliver ( aka @the_black_tie_diyer ) so werkelt...

Beitragvon Bastelhorst » Mi 16. Mai 2018, 18:50

Ich wohne auf dem Land, ein Dorf mit 5000 Einwohnern. Sämtliche Gewerke sind vertreten und arbeiten wirklich gut. Man kennt sich, und bescheißt sich nicht. Das Problem vieler Firmen, sie kriegen keine (guten) Azubis mehr. Dadurch sinkt die Qualität der geleisteten Arbeit. Die wenigen guten Leute machen so bald als möglich ihren Meister oder bilden sich zu Technikern u.s.w weiter. Zum Glück gibt es noch die rüstigen Rentner, für ein paar Flaschen Wein und 50 Euro im Briefumschlag wird manches möglich gemacht das in der Stadt aussichtslos ist.
Man soll Gott für alles danken auch für einen Unterfranken


Zurück zu „• Werkstattvorstellung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste