Meine Werkstatt im Dach

Hier könnt Ihr eure Werkstatt und Hobbyräume präsentieren
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Nachtuebernahme
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Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Nachtuebernahme » Mo 22. Okt 2018, 17:47

Hallo zusammen!
Einen Vorstellungs-Thread habe ich nicht gefunden (oder nicht genau genug gesucht?), deshalb hier ein paar Infos über mich:
Ich bin 43 Jahre jung und wohne am Rande des schönen Dachauer Landes mit meiner Frau und meinem kleinen Hund.

Vor ein paar Jahren hatte ich einen Burn-Out: Außerhalb meines Bürojobs war ich noch jedes dritte Wochenende als DJ und Veranstaltungstechniker unterwegs. Zu allem Übel sind in dieser Zeit leider einige gute Freunde verstorben, mein Vater hatte einen schweren Schlaganfall, Umzug weg von den Freunden usw… In dieser Zeit habe ich dringend einen Ausgleich gebraucht, einen Rückzugsort wenn man so will. Kurzerhand habe ich mir im Dachgeschoß unseres neuen Zuhauses eine kleine Werkstatt eingerichtet: ein alter Schreibtisch diente als Werkbank, ein altes IKEA-Regal für das vorhandene Werkzeug, und ein Schränkchen für Farben, Leim usw. Damit habe ich angefangen.
Das Planen, Bauen, Basteln, auch das Schimpfen und fluchen, und letztendlich trotz aller Widrigkeiten etwas (Er-)Schaffen hat mir mehr gegeben und geholfen als alle Therapiestunden beim Psycho-Doc!
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Nach und nach kamen natürlich jede Menge Maschinen hinzu: KZS, HKS, TKS, Dekupiersäge (inzwischen hab ich die Scheppach gegen eine Pegas 16" getauscht), Werkstattsauger, verschiedene Akku-Schrauber (inzwischen sind es glaube ich vier Stück), Bandsäge, Deltaschleifer, Exenterschleifer, Bandschleifer, Doppelschleifer, Tellerschleifer, Spindelschleifer, Standbohrmaschine, Elektrohobel, Oberfräse, Handfräse, Flex usw.
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Um die Staubentfaltung etwas einzudämmen habe ich mir aus Dachlatten und Folie einen Teil des Daches abgetrennt (extra nicht durchsichtig, damit meine Frau die jeweiligen Projekte nicht sieht. Meist sind es ja Geschenke für sie). Mein Kaminkehrer hat gelacht und sich bedankt, als er die „Schornsteinfeger-Serviceklappe“ das erste Mal gesehen hat!
Leider kann ich die Bilder nicht drehen...?
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Ich glaube nicht, dass ich meine Werkstatt irgendwann fertig eingerichtet habe: Derzeit harren auf Fertigstellung: Absauganlage mit Zyklonabscheider und Verrohrung, MFT, Rollschränke für Handwerkzeuge und Maschinen, Schubladenschränke für Schrauben und Kleinteile.

Im Winter ist es bitterkalt, im Sommer schier unerträglich heiß: der Dachboden ist nach Außen leider nicht Isoliert - das kommt auch irgendwann auf mich zu.

Viele Grüße,
Tobias
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Grüße, Tobias

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Bobbl
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Bobbl » Mo 22. Okt 2018, 18:58

Hallo Tobias,

herzlich Willkommen im Forum aus dem Münchner Westen, genauer aus Gilching.

Schön, dass dir das Holzwerken bei der Bewältigung deiner gesundheitlichen Probleme geholfen hat. Im übrigen hast du dir eine nette Werkstatt eingerichtet. Ich stelle es mir nur etwas schwierig vor das Baumaterial und auch die größeren Maschinen in den Dachboden hoch zu bringen.

Schöne Grüße,
Christoph

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Zwackelmann
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Zwackelmann » Mo 22. Okt 2018, 20:12

Hallo Tobias,

herzlich willkommen hier!

Ein schönes Männerzimmer hast du dir da eingerichtet.
Gab es die Pegas auf Grund ihrer medidativen Wirkung auf Rezept? :lol:

Bin ja selber gleich mit der Pegas eingestigen, daher die Frage wie der Umstieg von der Scheppach gelaufen ist?
Lohnt sich der Mehrpreis?

LG Dirk

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Achim
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Achim » Mo 22. Okt 2018, 20:13

Hallo Tobias,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Eine schöne Werkstatt hast Du Dir eingerichtet und Dein Werkzeugbestand ist auch nicht von schlechten Eltern. Allerdings kann ich mir die extremen Temperaturen im Sommer & Winter gut vorstellen. Und die Materialversorgung ist bestimmt auch nicht immer einfach zu realisieren, vor Allem wenn es mal größere Platten sind.

Dennoch sind wir gespannt auf Deine Projekte und was sonst so in Deiner Bastelbude entsteht...viel Spaß :!:
Viele Grüße
Achim

Achims Holzbox

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Mandalo
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Mandalo » Mo 22. Okt 2018, 20:34

Hallo Onkel Tobi! ;)
Auch von mir ein Herzliches Willkommen! Klasse Bastelecke hast du, bevor ich jedoch deine aufgezählten Objekte anfangen würde, wäre bei mir als aller erstes die Dachisolierung dran. Das ist doch ein ganz anderes Arbeiten und Heizkosten sparst du den Bewohnern darunter zudem.
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter

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Bastelhorst
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Bastelhorst » Di 23. Okt 2018, 08:35

Hallo Tobias,
herzlich willkommen im Forum. Dein kleines Reich finde ich klasse, und, eine Werkstatt muss nie fertig sein, Veränderungen gibt es im persönlichen Leben und dann eben auch in der Bastelbude. Deine Aussage über das "selber therapieren" kann ich nur bestätigen, nichts ist so heilsam wie die Beschäftigung mit einem Hobby und die Bestätigung die man darin findet. Glückwunsch auch zur Pegas, seit ich diese Maschine habe (21")macht es noch mehr Spaß zu Werkeln und den Umstieg kann ich nur zu gut nachvollziehen.
Dann bin ich mal auf viele Berichte von Dir und noch mehr Fotos gespannt. Hau rein Tobias.
LG Horst
Man soll Gott für alles danken auch für einen Unterfranken

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Nachtuebernahme
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Nachtuebernahme » Di 23. Okt 2018, 10:28

Danke für den freundlichen Empfang!

@Christoph: Lustig, ursprünglich komme ich aus Germering!
Die Maschinen hoch tragen, war schon ....ähemm... herausfordernd! Die Stiege ist doch recht schmal und eine Bandsäge hat einiges an Gewicht...

@Dirk: Leider gibt es die Pegas nur auf Privatrezept - als Kassenpatient hatte ich also leider 100% Zuzahlung... :(
Aber der Unterschied zur Scheppach ist immens! Auch wenn die Pegas fast 10x so viel kostet ->für mich war es das wert!

@Mandalo: Nach unten ist das Dach zum Glück mit 120mm Dämmplatten isoliert. Das weitere Ausbauen überlässt der Vermieter mir. Steht auch auf meiner Agenda, nur bin ich dazu leider noch nicht gekommen: zu viel zu tun, zu wenig Zeit. Ihr kennt das sicher...
Grüße, Tobias

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Mario
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Mario » Do 25. Okt 2018, 21:51

Hallo Tobias
Ja, so ein Hobby kann schon schön positiv ablenkend wirken. Ich hoffe, Du bekommst die Sachen mit Deiner Werkstatt gut und möglichst bald in den Griff. Unter solchen Bedingungen, wie Du es beschreibst, hat man ja doch auch nicht so viel zeitlichen Spielraum für`s Werkeln.
Von mir auch ein Herzlich Willkommen hier im Forum!

Grüße, Mario!

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Nachtuebernahme
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Nachtuebernahme » Mi 8. Mai 2019, 12:10

Hallo zusammen!
Wollte mich mal wieder zurückmelden - bin hier ja sonst eher der stille Mitleser und erstarre in Ehrfurcht vor den tollen Projekten die Ihr baut (@Klaus: dein Humidor hat's mir echt angetan! "Leider" rauche ich nicht mehr. Leider deswegen, weil ich dur's Aufhören doch fast 10kg mehr auf die Rippen bekommen habe...).

Dennoch wollte ich euch mal ein paar updates geben:

Im Januar hab ich mir einen mobilen Frästisch gebaut. Nix besonderes, ich wollte nur die kleine Einhandfräse stationär nutzen können:
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Im März habe ich mir den Triton Dickenhobel gekauft. Das Ding wiegt leider einiges und ich war es ziemlich schnell leid, die Maschine ständig hin und her zu wuchten. Deswegen hab ich mir kurzerhand einen Wendeplattentisch für den Hobel und meine KZS gebaut:
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Seit Anfang des Jahres arbeite ich zudem an meiner Hobelbank.
Ich habe mir eingebildet, hier so viel wie möglich mit Handwerkzeugen zu arbeiten. Das bedeutet natürlich auch, dass ich die Bankplatte nicht fertig kaufe, sondern aus einzelnen Dachlatten selber verleime. Und dies bedeutet natürlich, dass ich die Dachlatten erstmal von Hand hobeln, abrichten und fügen muss. Ehrlich gesagt: eine Sch...Arbeit!
Aber da ich sowas noch nie gemacht habe, habe ich hier unglaublich viel gelernt.
Zum Beispiel: Wenn du eine Hobelbank selber bauen willst, ist es hilfreich, eine Hobelbank zu haben, an der du die Bauteile für deine Hobelbank hobeln kannst... :lol:
Natürlich habe ich aber trotzdem auch Maschinen zum bauen benutzt.

Hier mal ein paar Bilder des Ist-Zustandes:
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Besonders freut es mich, dass die Arbeitsplatte kaum einen Höhenunterschied in Breite und Länge aufweist - nicht schlecht für's erste Mal mein' ich!
Mit einer Rauhbank ginge es natürlich noch etwas genauer; hab ich aber (noch) nicht.
Die Vorderzange steckte nur zur Passprobe drin.

Fertig bin ich allerdings noch lange nicht!
Soll irgendwann ja mehr oder weniger so aussehen:
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Letztes Jahr hab ich meiner Frau noch eine Küchenkommode gebaut. Heutzutage würde ich die etwas weniger rustikal und deutlich filigraner fertigen, aber damals wusste ich es noch nicht besser:
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Ansonsten bastel ich zur Zeit nur bisschen vor mich hin:
Schachbrett für die Nichte nebst Figuren:
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Ohrringe für meine Frau an der Deku gesägt:
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Messerblock für meine Schwester:
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Tischschmuck (Blumenvasen) für die Kommunion von Nichte und Neffe:
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Bandsägeboxen, mit Dekupiersäge oder Bandsäge gefertigte Schüsseln, Schalen und Körbchen, Brieföffner, Teeregal usw...
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Das nächste Großprojekt (neuer Wohnzimmertisch für meine Mutter) kann ich erst beginnen, wenn die Hobelbank fertig ist.




Soweit von mir.

Viele Grüße,
Onkel Bi
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Grüße, Tobias

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Nachtuebernahme
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Re: Meine Werkstatt im Dach

Beitragvon Nachtuebernahme » Mi 8. Mai 2019, 12:11

P.S.: warum manche Fotos richtig dargestellt werden und manche nicht ist mir ein Rätsel...
Grüße, Tobias

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