Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Fragen vor Planung und Baubeginn
Matts
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Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon Matts » Mo 29. Okt 2018, 15:23

Hallo Forumsgemeinde,

ich weiss nicht ob ich hier richtig bin, ich bin eigentlich Anfänger in Sachen Holzbau, aber vielleicht bekomme ich hier einen Tipp von euch...

Ich möchte an einer Innenwand 3m und über Eck ca. 50cm Aussenwand eine Holzverkleidung ( ca. 120cm hoch) mit Landhausprofilen oder Sachsenstab erstellen. (ähnlich Beadboard - nur das zu kaufen ist uns viel zu teuer) Wie ich gelesen habe ist eine Unterkonstruktion wg. Hinterlüftung der Wand von Vorteil. Ich würde erst senkrecht Fichtenholz befestigen und darauf waagrecht ebenfalls das gleiche nochmal.
Nun zu meinen Fragen:
1. Welche Stärke sollte das Fichtenholz haben, damit es so wenig als möglich aufträgt, die Hinterlüftung aber gewährleistet wird ?
2. Wie groß sollte der Abstand zum Boden eigentlich sein ?
3. Oben soll dann ein Deckbrett öder ähnliches als Abschluss kommen. Auch hier müsst doch ein Abstand zur Wand von einigen mm sein ?

Ich kann mir das nicht vorstellen, dass dies dann optisch noch zufriedenstellend aussehen soll.
Vorab Danke

gruss

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Bastelhorst
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon Bastelhorst » Mo 29. Okt 2018, 15:45

zu 1 Ich würde das Fichtenholz (Dachlatten unbehandelt)nur Waagerecht machen und alle 40-50 cm das Holz mit einer 10er Bohrung versehen. dann wäre schon mal die Hinterlüftung geklärt.
zu 2 ich denke 3-4 Millimeter reichen damit die Luft ausgetauscht wird. Manche Bastler gehen bis zum Boden oder montieren eine Teppichleiste, bohren dann halt ein paar Löcher zusätzlich. Es gibt auch Einsätze aus Plastik oder Alu damit es besser aussieht.
zu 3 auch da genügt es wenn Du an einigen Stellen "Luftlöcher lässt, keinesfalls musst Du auf ganzer Länge einen Spalt lassen.
Bei einer Außenwand ist Hinterlüftung schon wichtig. Bei der Innenwand ist die Gefahr von Schimmel nicht so sehr gegeben.
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Matts
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon Matts » Di 30. Okt 2018, 07:20

Hallo,

vielen Dank für die Antwort.
Das mit den Bohrungen in die Unterkostruktion ist eine gute Idee. Dann wurde ich mir die zweite Lattung sparen und das ganze trägt nicht so viel auf.
Ich frage mich immer noch wie eine Hinterlüftung gewährleistet wird, wenn ich sauber bis zum Boden und Wand arbeiten würde. Mann müsste ja 3-4mm an den Stellen einen Spalt lassen, wie von Ihnen schon beschrieben - und ich kann mir nicht vorstellen das sowas gemacht wird. Allein vom optischen her...

gruß
Matthias

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Bastelhorst
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon Bastelhorst » Di 30. Okt 2018, 08:44

1. Wir sind hier per Du ;)
2. Du machst ja ein Deckbrett obenauf das sicherlich nach vorne hin auch Überstand hat. Sagen wir mal so 1,5-2cm sonst sieht es ja sch.... aus.
Du machst dann einfach jedes 5 oder 6. senkrechte Brett 3mm kürzer. Sieht keine Sau weil er sich nicht runterbückt und die Lüftung ist gewährleistet. Andernfalls genügt wenn Du knapp unter dem Deckbrett ein paar Löcher bohrst.
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon oldtimer » Di 30. Okt 2018, 10:24

Sehe ich völlig anders.
Mehr Abstand zur Wand, mindestens die Dachlatte noch einmal mit Stücken einer Dachlatte unterfüttern, unten deutlichen Luftschlitz, eventuell die Sockelleiste 1-2 cm über dem Boden montieren, oben einen ebenso deutlichen Schlitz, der auch optisch durch das Abschlussbrett verdeckt wird.
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon michaelhild » Di 30. Okt 2018, 13:05

Ich denke mal so richtig richtig machen kann man das nicht.
Entweder geht es zu Lasten der Hinterlüftung oder der Optik.
Standard Dachhlatte hat ja 24mm, das wären dann schon fast 5cm Wandabstand bei Aufdopplung. Den Vorsprung sieht man deutlich. Deckbrett steht ja nochmal über.

Wenn ich es machen würde, bedenken sollte man, es geht ja nur um nen halben Meter an Außenwand, dann wahrscheinlich Dachlattenstärke, mehr Luftlöcher (Nuten gingen auch), und unten/ oben so 8 bis 10 mm Schlitze für Belüftung.
Grüße
Micha

Was man tut, kann man auch gleich richtig machen.
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon Matts » Di 30. Okt 2018, 13:29

Hallo,

danke für die Rückmeldungen.
Ja das ist mein Problem... Hinterlüftung gewährleisten und die Optik sollte auch passen. Ich würde gerne ein ähnl. Bild einfügen wie ich mir das vorstelle,
leider weiß ich nicht wie das fuktioniert.

gruß
Matthias

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Bastelhorst
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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon Bastelhorst » Di 30. Okt 2018, 16:36

oldtimer hat geschrieben:Sehe ich völlig anders.
Mehr Abstand zur Wand, mindestens die Dachlatte noch einmal mit Stücken einer Dachlatte unterfüttern, unten deutlichen Luftschlitz, eventuell die Sockelleiste 1-2 cm über dem Boden montieren, oben einen ebenso deutlichen Schlitz, der auch optisch durch das Abschlussbrett verdeckt wird.

Hmm, warum mehr Abstand zur Wand Volker? Das erschließt sich mir nicht. Meinst Du mehr Luftraum ist gleich mehr Luftaustausch?
Ich habe eine lange in einer Akustikbaufirma ausgeholfen um mein Häuschen (leichter) abzahlen zu können. Innen haben wir immer ab 10mm bis Dachlattenstärke gearbeitet. Wichtig ist natürlich der Aufbau der Wand. Ich gehe jetzt mal von einer durchgetrockneten Gipswand aus. Bei einer feuchten Wand oder der Gefahr von Feuchtigkeit im Kellerbereich würde ich von einer Verbretterung abraten. Natürlich, man kann die Dachlatten im Bereich der Bohrung/Dübel nochmal mit Hilfe von Beilagscheiben oder Sperrholz 3mm von der Wand wegbringen. Das mag auch noch was bringen.
Man soll Gott für alles danken auch für einen Unterfranken

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Re: Beadboard, Wandverkleidung Landhausprofil

Beitragvon oldtimer » Mi 31. Okt 2018, 20:05

Hallo Horst,

bei der Sanierung unserer Altbauten und Hallen haben die Bauingenieure immer zu etwas mehr Abstand geraten. Bei der Sanierung meines Fachwerkhofs habe ich der Literatur entnommen, dass Dachlatten noch einmal unterfüttert werden sollen.

Gruß
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