Neues vom Schaukelpferd

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Mandalo
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Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon Mandalo » Do 20. Sep 2018, 06:23

Du drehst deine Zwingen per Trick 17 zu? :shock:
Ja warum dass denn? Hast du denn ein Handicap :?:
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter

RockinHorse

Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon RockinHorse » Do 20. Sep 2018, 07:56

Mandalo hat geschrieben:...Hast du denn ein Handicap :?:

Moin Dieter,
nöö bei mir ist noch alles dran und der Doktor freut sich immer, wenn er mich dann wenigstens 1 mal im Jahr zu sehen bekommt.

Man könnte vielleicht auch Einhandzwingen nehmen, wenn man mit denen die Kraft aufbringen könnte, was ich aber bezweifle. Oder aber ich müsste die Form so umbauen, dass man den Griff der Zwinge mit der Hand besser umfassen kann. Ein Hilfestellung bietet zwar der Druckbalken, mit dem ich das Leistenpaket vorspanne, aber zum Schluss muss die Zwinge doch die Kraft aufnehmen. Dazu kommt noch der zeitliche Aspekt, dass es schnell gehen muss. In Bezug auf die aufzuwendende Kraft, reicht der CXS am Ende auch nicht, da muss ich noch mal mit einem Schlüssel nachsetzen.

RockinHorse

Neues vom Schaukelpferd (7)

Beitragvon RockinHorse » Fr 21. Sep 2018, 00:10

Nach drei Versuchen habe ich die Routine erlangt, endlich in Serie gehe zu können. Es wird auch Zeit, meine Einschätzung der letzten Woche war wohl etwas zu optimistisch, aber dennoch hoffe ich, den Zeitverlust wieder aufholen zu können. Wie versprochen, will ich die Bilder nachliefern. Dabei beginne ich zunächst mit einem gestellten Bild, weil ich während des Verleimprozesses keine Kamera in die Hand nehme.

DSC_4604s.jpg

Die temporäre Fixierung eines Leistenstapels zu Beginn beim Setzen der Zwingen. Der Anfang des Stapels wird am ersten Formteil (rot umrandet) mit zwei Zwingen fixiert. Diese Zwingen müssen besonders fest sitzen, damit sich die einzelnen Leisten nicht gegenseitig in der Höhe verschieben. Fehler, die hier beim Zwingen setzen entstehen, können im weiteren Verlauf der Rundung nicht korrigiert werden. Mit den beiden Niederhaltern schafft man die Voraussetzungen, die für den Anfang des Stapels so wichtigen Zwingen auch wirklich sauber und mühelos zu setzen. Nach dem Setzen der Zwingen müssen diese beiden Niederhalter demontiert werden.

DSC_4601s.jpg

Nur noch ein geringer Versatz der Leisten. Dies ist also der erste Bogen, der meinen Vorstellungen entsprach. Drei Versuche waren vorausgegangen. Diese Versuchsmuster sind aber nicht verloren, denn es folgen schließlich noch weitere Arbeitsgänge, die ich an den Versuchsmustern ausprobieren kann, so dass ich keinen Verlust eines guten Bogens beklagen müsste, wenn ein solcher Arbeitsgang mal misslingt.

DSC_4602s.jpg

Zwei weitere Niederhalter sorgen für eine einwandfreie Ausrichtung des Leistenstapels.

DSC_4603s.jpg

Etwa 12 mm springt ein Bogen auf. Da ich dieses Aufspringen auch schon bei den letzten beiden Versuchsmustern beobachtet hatte, habe ich dies durch eine Veränderung der Verleimform berücksichtigt.

Was auch immer wieder eine Frage ist, welche Leimmenge aufgetragen werden muss? Bei diesem Bogen habe ich den Eindruck, als wenn ich zu sparsam gewesen bin. Doch der Eindruck täuscht, zumindest eine Belastungsprobe hat dieser Bogen ohne Probleme überstanden. Beim nächsten Bogen habe aber trotzdem wieder etwas mehr Leim aufgetragen.
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RockinHorse

Neues vom Schaukelpferd (8)

Beitragvon RockinHorse » So 23. Sep 2018, 15:46

DSC_4612s.jpg

Bequemlichkeit geht über alles. Bei der Ausführung der Formverleimung kommt es letztendlich auf die Schnelligkeit an. Alle Handhabungen, die in irgendeiner Form umständlich ablaufen, sind zumeist auch irgendwie unbequem. Wenn ich bei einem fertigen Bogen die Zwingen löse, dann deponiere ich sie auch gleich wieder griffbereit und in der richtigen Reihenfolge. Als Ablagefläche verwende ich einen meiner beiden Werkstatthelfer, die ich hier in meinem Projekt schon vorgestellt hatte. Wenn ich die Verleimform für den nächsten Vorgang säubere und vorbereite, kann ich den Werkstatthelfer mit den so vorbereiteten Zwingen zur Seite rollen und habe danach die Zwingen wieder parat.

DSC_4613s.jpg

Ein Ganzkörperkondom für den Akkuschrauber. Bei der Formverleimung mit PU-Leim schütze ich meine Hände mit Einmal-Handschuhen aus Latex. Bei der Hantierung des Leistenstapels zum Auftragen des PU-Leims oder beim Transfer in die Verleimform führt kein Weg am Gebrauch solcher Handschuhe vorbei. Das Problem ist, dass der Akkuschrauber während des Verleimprozesses unentbehrlich ist. Jetzt hatte das Teil in den letzten Tagen sehr gelitten und nach der gründlichen Reinigung widerstrebt es mir, den Akkuschrauber wieder mit PU-Leim zu bekleckern. Ein nicht zu knapp bemessener Plastikbeutel bewahrt mich nun davor, die gründliche Reinigung wiederholen zu müssen.

DSC_4614s.jpg

Für einen anderen Einsatz meines zweiten Werkstatthelfers habe ich dessen Tischfläche mit eine Spanplatte vergrößert. Mit sechs kleinen untergeschraubten Klötzchen ist die Spanplatte lose auf den Werkstatthelfer aufgelegt. Die Spanplatte stammt aus einer Lieferung, wo sie als Verpackungsmaterial verwendet wurde. Somit nutze ich meine Werkstatthelfer, um den Arbeitsfluss optimal zu gestalten. Die gehobelten Leisten werden gleich nach dem Hobeln bis zur Beleimung zwischengelagert.

DSC_4615s.jpg

Beleimung des Leistenstapels. Heute hatte ich eine Ausnahme gemacht und die Kamera gezückt. Ein zweites Paar Einmal-Handschuhe lag aber schon bereit, damit die Unterbrechung nicht allzu lange angedauert hat. Und man erkennt, dass die Spanplatte als Unterlage durch das Beleimen mit PU-Leim sicher nicht schöner wird.

DSC_4616s.jpg

Die Arbeitspause dauert nun bis zum nächsten Tag. Dann geht der ganze Prozess wieder von vorne los: Säubern der Arbeitsplatte, Zusammenstellen des Leistenstapels, Beleimen...
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Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon Klaus » So 23. Sep 2018, 20:22

Hallo Hubert,

ja, PU Leim ist eine richtige Dreckschleuder, deshalb nehm ich den auch nur, wenn's nicht anders geht. Die Flächen, wo er gar nicht hin soll klebe ich mit KIP Schutzband (PE) ab. Da hält auch kein PU Leim dran. Wenn Du also die Spanplatte damit beklebst könnte das die Aufräumarbeiten beschleunigen.

Btw - Deine kleinen neuen Helfer sind wirklich super zu gebrauchen, schade, dass ich den Platz dazu nicht hab. Bei den neuen Korpuszwingen von Bessey (KREV - https://www.bessey.de/pdfs/press_releas ... E-KREV.pdf) sind unten am Griff Inbusschrauben drin, Deine Idee macht also Schule :)

Gruss, Klaus

RockinHorse

Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon RockinHorse » So 23. Sep 2018, 20:58

Klaus hat geschrieben: Bei den neuen Korpuszwingen von Bessey (KREV - https://www.bessey.de/pdfs/press_releas ... E-KREV.pdf) sind unten am Griff Inbusschrauben drin, Deine Idee macht also Schule :)


Moin Klaus,

ich kann mir gut vorstellen, dass hierüber schon etliche Leute nachgedacht haben. Ich werde nach der Aktion, wenn ich mal wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser komme, da noch eine elegante Lösung finden. Zumindest habe ich es heute geschafft, den Ablauf für einen Bogen inkl. Beleimung und spannen innerhalb von 9 Minuten zu erledigen. Das war schon sportlich.

Ja, um die Spanplatte ist aber nicht schade. Der überflüssige PU-Schaum ist relativ fix entfernt. Übrigens, normales Packband tut es auch, damit habe ich die relevanten Flächen in der Verleimform abgedeckt.

RockinHorse

Neues vom Schaukelpferd (9)

Beitragvon RockinHorse » Di 25. Sep 2018, 22:25

DSC_4618s.jpg

Seit heute bin ich stolz wie Oskar. Heute bot sich erstmals die Gelegenheit den Selbstbau meiner Bandsäge in der Anwendung so zu testen, wie es meinem Ziel beim Start des Bandsägen-Projektes entsprach. Ich hatte von einem Ahorn-Brett (120x36 mm, Länge 1 m) zwei dünnere Bretter mit einer Dicke von 6 mm abgetrennt. Wow, das ging ab wie Schmitz Katze. Für mein aktuelles Projekt benötige ich zwei Deckflächen bei einer Stärke von 4 mm. Nach dem Hobeln konnte ich die gewünschten Formate als erledigt abhaken.

Übrigens, im Hintergrund sieht man einen meiner stillen Werkstatthelfer, der in der Höhe dem Sägetisch der Bandsäge exakt angepasst ist - so geht Sägen völlig stressfrei.

DSC_4621s.jpg

Das Sägeergebnis spricht für sich. Ich hatte es nicht unbedingt erwartet aber erhofft. Dass es jedoch so positiv ausgefallen ist, hat mich auch glatt vom Hocker gehauen. Ich bin stolz wie Oskar! :mrgreen:
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Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon Mandalo » Di 25. Sep 2018, 23:46

Sauber! Du kannst wirklich stolz wie Oskar sein!
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter

RockinHorse

Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon RockinHorse » Mi 26. Sep 2018, 09:05

Mandalo hat geschrieben:Sauber! Du kannst wirklich stolz wie Oskar sein!

Danke Dieter,

Ich hatte die Bandsäge schon in vielen Anwendungsfällen benutzt, aber noch nie zum Auftrennen von Blockware. Gestern war die Gelegenheit.

Jetzt bin ich mit den Maschinen in meiner Werkstatt endlich da, um meinem eigentlich angestrebten Hobby nachgehen zu können.

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Re: Neues vom Schaukelpferd

Beitragvon Zwackelmann » Mi 26. Sep 2018, 09:56

Hi Hubert,

da kannst du mit Recht stolz drauf sein.
Ist schon ein tolles Gefühl, wenn das was man sich aus dem Kopf gedrückt hat,
auch so funktioniert wie man sich das vorgestellt hat.

Wobei ich kenne Bandsägen aus dem Werkzeugbau, das war die primäre Aufgabe
Kurvenschnitte machen zu können.
Ist beim Holz wohl nicht so.

RockinHorse hat geschrieben:Jetzt bin ich mit den Maschinen in meiner Werkstatt endlich da, um meinem eigentlich angestrebten Hobby nachgehen zu können.


Las mich raten, Maschinenbau :?: :mrgreen:

LG Dirk


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