Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Tischkreissäge & Co. - Testberichte, Vorstellung, Besprechung
RockinHorse

Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon RockinHorse » Mo 21. Mai 2018, 21:33

Hallo Mario,
Mario hat geschrieben:Ich war ja zuerst auch mehr der Tormek zugetan, den Mehrpreis möchte ich jetzt aber nicht mehr zahlen wollen.

Das ist für mich einen entscheidende Aussage. Und wenn ich an meinen alten Herrn zurückdenke, würde ich ihn heute gerne zu seiner Technik befragen wollen. Der hatte weder eine Work Sharp Station, geschweige denn eine Tormek. Und die Eisen meines alten Herrn waren auch saumäßig scharf.

Sicher hat das Schleifen auf einer Maschine seine Vorteile und so denke ich schon geraume Zeit darüber nach,einen Motor mit einer Topfscheibe auszurüsten. Das aber nicht nur wegen Hobel- und Stemmeisen, sondern auch, um ganz profane Bohrer zu schleifen. Aber allein der Preis der Work Sharp Station macht die professionelle Station schon interessant.

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Mario
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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon Mario » Mo 21. Mai 2018, 21:37

Hallo Uli
Was meinst Du jetzt, Nachbau der WS oder der Tormek. Nachbau oder "Ähnlichbau" der Worksharp kenne ich nicht.
Über andere Maschinen wurde vielleicht auch in meinem Thread "Nassschleifmaschine???" berichtet, weiß ich jetzt nicht!
http://www.holzwurmtreff.de/viewtopic.php?f=47&t=229

Grüße, Mario!

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haifisch18
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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon haifisch18 » Mo 21. Mai 2018, 21:41

Ich habe so meine Erwartungen mit den asiatischen Nachbauten. Zwar nicht mit Holzmann, sondern mit Optimum. Die werden vom gleichen Importeur nach Deutschland geholt wie Holzkraft:

Meist bieten die Maschinen eine beeindruckende Ausstattungsliste für 30-50% des Preises deutscher Hersteller. Wenn man Glück hat, sind das wirklich interessante Maschinen für die gelegentliche, auch gewerbliche, Nutzung.
Unangenehm ist es, wenn man mal das Getriebeöl wechselt und da der Formsand vom Guß des Spindelstocks noch drin ist, die Gewinde in Guß ohne Buchsen genutzt werden und dann viel zu fest angezogen sind, so dass es nur noch Löcher sind...
Schwierig wird es erst, wenn man Probleme hat.
Entweder wartet man Ewigkeiten auf einen Techniker, oder man bekommt (sogar erstaunlich schnell) Ersatzteile geschickt. Blöd ist nur, dass man trotz Angabe von Maschinenseriennummer, Platinennummer und Bildern dann statt einer Steuerplatine mit 4 Anschlüssen eine mit 5 bekommt.

Man muss sich also klar sein, dass man einfach Glück haben kann und auch voll in den Eimer greifen kann. Vieles hängt vom Servicegedanken des Importeurs, seiner Qualitätskontrolle und der im Werk bezahlten Qualitätskontrolle ab.
Bei einer Maschine wie einem Nassschleifer wird das ganze nicht so kritisch sein, also wird die Glücksquote höher sein als zum Beispiel einer Drehmaschine oder Fräse. Sägen können die auch ganz gut, das ist aber auch eine der einfacheren Maschinen.
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Benedikt ;)

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Mario
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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon Mario » Mo 21. Mai 2018, 21:59

Hallo Hubert
Na klar, man bekommt Eisen auch irgendwie anders scharf, alles eine Frage der Technik. Und ich meine die Technik und das Gefühl des Schärfenden, nich wahr!?
Mein Onkel, der war Tischler, hatte mal ein Stemmeisen geschliffen, und zwar an einem einfachen billigen und groben Schleifbock. Da sind doch ein paar Funken geflogen, er machte sich aber gar nichts draus. Ich wollte ihn schon fragen, ob er denkt das ist so richtig sei, war dann aber bei meiner Erfahrung dann doch lieber still. Er hat das schon gefühlvoll gemacht und auch scharf hinbekommen, Eber als richtig empfand ich das nicht.
Also das war jetzt nicht auf Deinen Vater gemünzt, viel mir bloß spontan mal so ein.
Das mit Deiner Idee finde ich gar nicht so schlecht, da könnte man die Topfscheibe nach Belieben groß gestalten. Kann durchaus von Vorteil sein. Ich hätte mir das bei der Worksharp schon etwas größer gewünscht. Für mein Ziehmesser beispielsweise, aber auch alles eine Frage der Technik!
Da gibt es auch Laborschleifmaschinen, darauf war ich auch `ne Weile scharf, hat `ne recht große Fläche. Gebraucht natürlich, ich glaub neu sind die doch wohl recht teuer. Hab das auch mal hier irgendwo verlinkt.

Grüße, Mario!

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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon Threedots » Mo 21. Mai 2018, 22:10

Hallo Holzwürmer,

die WS3000 macht ja auch bei mir die Schleifjobs. Stemmeisen und Hobelmesser sind rasiemesserscharf. Und für einige Tormek-Zubehöre ist ein Aufnahmeadapter erhältlich.

Bisweilen bereue ich den Kauf in keinster Weise und 'ne Tormek ist schlichtweg einfach zu teuer.

Die anfallenden Schleifspäne, die, wie Michael bereits geschrieben hat, eher wie feine Stahlwolle aussehen, können mit einem kleinen Blechstreifen und daran angehefteten Neodym-Magneten sehr erfolgreich gefangen werden. Dann ist auch die Gefahr gebannt, dass pyrophores Eisen im Nachhinein irgendwas anderes ankokelt.
____________
LG

Roland

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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon RockinHorse » Mo 21. Mai 2018, 22:19

Mario hat geschrieben:Mein Onkel, der war Tischler, hatte mal ein Stemmeisen geschliffen, und zwar an einem einfachen billigen und groben Schleifbock.


Hallo Mario,

das hat mein alter Herr auch schon gemacht. Aber nur, wenn aus der Schneide eine große Scharte ausgebrochen war. Danach ging's wieder per Hand weiter. Zum Schluss hat er die Schneide auf einem gelblich wirkenden Stein fein abgezogen. Ich habe das damals auch schon hinbekommen. Aber das ist jetzt mehr als 50 Jahre her. Wenn ich nur wüsste, was das für ein Stein gewesen sein könnte :(

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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon Mario » Mo 21. Mai 2018, 23:36

Hallo
Das ist gut, dass der Roland auch mal die glühende Stahlwolle anspricht. Bei mir hat das auch schon des Öfteren geglüht, ist aber nicht so schlimm, wenn der Schleifplatz dementsprechend ringsherum gesichert ist. Die Glutnester werden auch eigentlich nicht sonst wie weit weggeschleudert, sondern fallen meist in die Maschine. Es passiert auch meist, wenn von unten geschliffen wird bin ich der Meinung, oder Roland, bin mir jetzt auch nicht ganz sicher. :shock:
Hubert, ich glaube man braucht zum Abziehen auch nicht unbedingt einen so besonderen Stein. Ich habe z.B. für ein Abziehen zwischendurch einen recht harten tropfenförmigen Stein, ich glaube aus dem slowakischen Mala Fatra Gebirge stammt der Stein.
Es geht aber mit bestimmten Steinen sicher besser als mit anderen. Das ist aber auch vielleicht immer so eine gewisse Ansichtssache, ob das alles wirklich beweisbar ist...naja, keine Ahnung.

Grüße, Mario!

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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon Baumbart » Di 22. Mai 2018, 00:23

Hallo Hubert,
könnte es sich bei dem gelben Stein um einen "Belgischer Brocken" gehandelt haben?
Die gibt es in gelb und blau und wenn du schreibst das es jetzt mehr als 50 Jahre her ist würde ich darauf tippen,
die heutigen Steine sind ja meistens aus Japan.
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit :lol:

RockinHorse

Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon RockinHorse » Di 22. Mai 2018, 10:50

Hallo Christian,
Baumbart hat geschrieben:könnte es sich bei dem gelben Stein um einen "Belgischer Brocken" gehandelt haben?


wie ich das sehe, liegst du mit deinem Tipp goldrichtig, hier ist ein Bild zu finden. Danke.

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Re: Schärfsystem Work Sharp WS 3000

Beitragvon Threedots » Di 22. Mai 2018, 10:58

Hallo Mario,

ja, die Späne fallen unter/ hinter die Maschine, wenn von unten geschliffen wird. Bei mir fing noch nichts an zu glühen, liegt wohl an der sauerstoffärmeren Luft in meinem Hobbybereich. Aber mit dem Blechstreifen und den Neodymmagneten konnte ich erfolgreich verhindern, dass die Späne sich hinter der Maschine anhäufen.
____________
LG

Roland


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