Selbst angerührter Holzkitt.

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antonius99
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon antonius99 » Sa 18. Apr 2020, 21:51

Mario hat geschrieben:Hallo
Ich habe das mit Leim-Schleifstaubmischung auch schon gemacht, ist aber bestimmt schon 15 oder 20 Jahre her. Hat mich nicht wirklich überzeugt.
Wenn es im nicht sichtbaren Bereich ist, oder an Werkstattmöbeln, dann würde ich das vielleicht auch tun.
Sonst sehe ich das auch so, dass es bessere Methoden gibt. Ich stemme, fräse oder bohre schadhafte Stellen aus und passe mir ein aus dem möglichst selben Holz stammendes Stück an und leime das dann ein. Dabei achte ich auch wenn möglich auf Maserung, die dann wenigstens so ähnlich verläuft und aussieht, wie die im Werkstück.

Grüße Mario


Servus Mario
Ich mach das mit dem ausbohren, ausfräsen usw. auch so, nur nehme ich dann nicht das möglichst gleiche Holz zum einleimen, sondern ganz was konträres, das ist dann kein Pfusch, sondern Kunst, und somit sauteuer :lol:

Gruß Anton
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Mario
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon Mario » Sa 18. Apr 2020, 22:00

Hallo Anton
Ja, das ist natürlich auch eine schöne Art des Kaschierens :) , kommt aber auch auf den Bereich an, in irgendeine Ecke passt das sicher nicht immer unbedingt.

Grüße Mario

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antonius99
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon antonius99 » Sa 18. Apr 2020, 22:04

Mario hat geschrieben:Hallo Anton
Ja, das ist natürlich auch eine schöne Art des Kaschierens :) , kommt aber auch auf den Bereich an, in irgendeine Ecke passt das sicher nicht immer unbedingt.

Grüße Mario


schön sichtbar muß es sein, sonst hat es ja keinen Wert :lol:
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon oldtimer » Mo 20. Apr 2020, 14:32

antonius99 hat geschrieben:Kitt, auch selbstgemachter, ist für Holzwürmer ein absolutes NoGo




Die Aussage ist mir einfach zu pauschal. Es gibt genügend gerechtfertigte Anwendungsgebiete, als Beispiel eine sichtbare MPX-Kante. Dort ist das Verfüllen kleiner Löcher mit Holzkit oft erforderlich und der einzige Weg. Ebenso bei der Aufarbeitung alter Dielenböden. Da ist es nach dem ersten Abschleifen oft erforderlich die Nägel tiefer zu senken und anschließend diese Löcher zu kitten. Dazu mischt man auch schon mal eine Holzpaste aus vorhandenem Schleifstaub und Mischlack an. In vielen anderen Fällen ist eine Holzpaste durchaus diskreter als ein Flicken. Und das sind nun mal keine neueren Anwendungen, sondern werden schon ewig so durch geführt.
Oft ist es auch diskreter mit einem Reparatursystem, z.B. Cleho-Heißwachs zu arbeiten als Ausstemmen und neue Stücke einzuleimen. Mit Heißwachs lassen sich auch Adern und Strukturen nachbilden.

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antonius99
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon antonius99 » Mo 20. Apr 2020, 14:56

oldtimer hat geschrieben:
antonius99 hat geschrieben:Kitt, auch selbstgemachter, ist für Holzwürmer ein absolutes NoGo




Die Aussage ist mir einfach zu pauschal. Es gibt genügend gerechtfertigte Anwendungsgebiete, als Beispiel eine sichtbare MPX-Kante. Dort ist das Verfüllen kleiner Löcher mit Holzkit oft erforderlich und der einzige Weg. Ebenso bei der Aufarbeitung alter Dielenböden. Da ist es nach dem ersten Abschleifen oft erforderlich die Nägel tiefer zu senken und anschließend diese Löcher zu kitten. Dazu mischt man auch schon mal eine Holzpaste aus vorhandenem Schleifstaub und Mischlack an. In vielen anderen Fällen ist eine Holzpaste durchaus diskreter als ein Flicken. Und das sind nun mal keine neueren Anwendungen, sondern werden schon ewig so durch geführt.
Oft ist es auch diskreter mit einem Reparatursystem, z.B. Cleho-Heißwachs zu arbeiten als Ausstemmen und neue Stücke einzuleimen. Mit Heißwachs lassen sich auch Adern und Strukturen nachbilden.


Ok, war auch nicht böse gemeint, eher ein blöder Schmäh, wie man bei uns so sagt :)
Brauchst mir deswegen ja nicht gleich die Leviten zu lesen.
Aber überall, wo ich mit Kitt gearbeitet habe, hats nicht so recht gepasst
Vielleicht hab ich ja auch was falsch gemacht :oops:

Gruß Anton
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon oldtimer » Mo 20. Apr 2020, 15:09

antonius99 hat geschrieben:Ok, war auch nicht böse gemeint, eher ein blöder Schmäh, wie man bei uns so sagt :)
Brauchst mir deswegen ja nicht gleich die Leviten zu lesen.
Aber überall, wo ich mit Kitt gearbeitet habe, hats nicht so recht gepasst
Vielleicht hab ich ja auch was falsch gemacht :oops:

Gruß Anton


Ich lese hier niemandem die Leviten, ich denke nur, dass es gerade für Anfänger bei kleinen Missgeschicken hilfreich ist. Leider verhaut man sich auch oft mit der Farbe. Holzpaste im Farbton Fichte wirkt bei Fichte/Tanne viel zu hell, wobei dann Eiche mittel fast passt.

Hier mal ein Beispiel einer Pfuschreparatur. Bei einem kleinen Regal aus Eiche hatte ich bei der Herstellung von Leimholz einen Flachdübel falsch gesetzt. In dem Fall habe ich mit Lack und Patinierfarbe korrigiert und heute finde ich am Möbelstück den Fehler nicht mehr bzw. muss richtig suchen.

DSC08752.JPG


DSC08753.JPG
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Mario
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Re: Selbst angerührter Holzkitt.

Beitragvon Mario » Mo 20. Apr 2020, 17:45

oldtimer hat geschrieben:
antonius99 hat geschrieben:Kitt, auch selbstgemachter, ist für Holzwürmer ein absolutes NoGo




Die Aussage ist mir einfach zu pauschal. Es gibt genügend gerechtfertigte Anwendungsgebiete, als Beispiel eine sichtbare MPX-Kante. Dort ist das Verfüllen kleiner Löcher mit Holzkit oft erforderlich und der einzige Weg. Ebenso bei der Aufarbeitung alter Dielenböden. Da ist es nach dem ersten Abschleifen oft erforderlich die Nägel tiefer zu senken und anschließend diese Löcher zu kitten. Dazu mischt man auch schon mal eine Holzpaste aus vorhandenem Schleifstaub und Mischlack an. In vielen anderen Fällen ist eine Holzpaste durchaus diskreter als ein Flicken. Und das sind nun mal keine neueren Anwendungen, sondern werden schon ewig so durch geführt.
Oft ist es auch diskreter mit einem Reparatursystem, z.B. Cleho-Heißwachs zu arbeiten als Ausstemmen und neue Stücke einzuleimen. Mit Heißwachs lassen sich auch Adern und Strukturen nachbilden.


Hallo Volker
Ja, das stimmt allerdings, darüber habe ich auch gar nicht nachgedacht beim Schreiben. Es gibt natürlich auch Fälle, bei denen ein Kitten besser geeignet ist. Ich selbst habe das bei z B. Multiplex-Kante ja auch schon gemacht, gar nicht mehr dran gedacht. :roll:

Grüße Mario


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