Alles mit Strom...

Ob Lego, Briefmarken oder der eigene Leguan - hier könnt ihr drüber quatschen...
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Derhobbist
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Alles mit Strom...

Beitragvon Derhobbist » Sa 27. Jan 2024, 00:30

Da ich ja viel mit Elektronik mache, richte ich hier mal einen Beitrag
ein, wo ich sowas rein setze.

Wer will, kann aber selber auch rein posten.

Den Einstieg macht meine neue Beleuchtung des Arbeitstisches im Keller:

20240125_114428(0).jpg


20240125_125533.jpg


20240125_125513(0).jpg


Dann meine "Angst-Steckdose":

20240118_094609.jpg


20240118_094730.jpg


Wenn man mal was repariert hat oder gebraucht bekommt, soll ja
nicht gleich alles dunkel werden.

Und ich hab meine Steckdosenleiste im Keller noch adäquat abgesichert:

20240126_230805(0).jpg


20240126_231910(0).jpg


20240127_000013(0).jpg


Das hänge ich dann vor meinen Hauptschalter an die "Reling".
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Sebastian
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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Sebastian » Sa 27. Jan 2024, 11:17

Hallo
Interessante Konstruktionen machst du da. Mal ein paar Gedanken die mir dabei durch den Kopf gingen

  • Dis Steckdosenleiste oberhalb der Lampe sieht irgendwie seltsam aus. Ich kann das nicht konkretisieren, vielleicht einfach nur weil ich diese nicht kenne.
  • Ist es eine gute Idee, Elektrische bzw Elektronische Bauteile mechanisch zu Belasten? Konkret, das zentrale Strukturteil für die Lampe sind die Röhren.
  • Warum benutzt du für deine Angststeckdose nicht einfach einen Trenntrafo? Der umgeht alles, weshalb du „Angst“ haben musst, denn du bist gegenüber der Erde potentialfrei.
  • Das Absichern einzelner Stromkreise ist immer eine gute Idee.
In Summe wäre ein bisschen mehr Beschreibung gut, da auf den Bildern nicht alles gut erkennbar ist. So nehme Ich mal an du hast RCDs verbaut, ist aber nicht ableitbar. Es könnten ja auch andere Sicherungsgeräte sein wie ein AFDD
VG
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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Dozent » So 28. Jan 2024, 01:25

Hm… der eigene FI bringt nur was, wenn er auch selektiver ist als der in der Hausverteilung. Sonst schlagen einfach beide durch. Wenn du, wie wir dich kennen, hier eher einen gebrauchten genommen hast, ist es schon unwahrscheinlich, dass der flinker ist.

Eigener LS ist grundsätzlich eine gute Idee, aber auch hier bringt das nur was, wenn er früher anspringt als im Kasten. Ist das hier ein B6 oder ein B16? Die Bezeichnung ist auf den Bildern nicht so ganz zu erkennen.

Daniel

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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon michaelhild » So 28. Jan 2024, 08:33

Ich lese da B6.
Grüße
Micha

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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Dozent » So 28. Jan 2024, 11:27

Danke, Micha, jetzt am Morgen erkenne ich auch die B6/1, wobei die 1 wohl für einpolig steht :mrgreen:

Das ist schon sinnvoll (wenn man nicht gerade einen Wasserkocher testen will).

Bei den FIs ist totale Selektivität durch einen Zwischenstecker kaum erreichbar, da der Standard-FI aus gutem Grund ohne Zeitverzögerung reagiert. Ich habe beim Gartenstrom extra einen mit 10 mA Auslösestrom dazwischen geschaltet (der Standard-Haushalts-FI hat 30 mA, manchmal findet man auch noch 300 mA). In den Tests funktionierte das wunderbar. Im Realfall ist der Fehlerstrom aber dann meistens doch so hoch, dass direkt beide auslösen oder es Glückssache ist.

Daniel

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Derhobbist
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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Derhobbist » Mi 31. Jan 2024, 12:33

Sebastian hat geschrieben:In Summe wäre ein bisschen mehr Beschreibung gut, da auf den Bildern nicht alles gut erkennbar ist. So nehme Ich mal an du hast RCDs verbaut, ist aber nicht ableitbar. Es könnten ja auch andere Sicherungsgeräte sein wie ein AFDD
VG
Sebastian

Ich kann das Ganze ja noch etwas weiter führen.

Ja, hab da FIs genommen mit 30 mA weil der, der bei uns in der
Verteilung 300 mA hat und ich traue dem nicht bedingungslos.

Ich hab "Angststeckdose" ja in Anführungszeichen gesetzt, weil bei uns
alles an einem FI hängt, also untere Wohnung plus Keller mit aller Elektronik.

Ich hab das übrigens mal ausprobiert mit einem Testwiderstand und bis jetzt
kam der 30er FI immer vor dem 300er. Müsste den bei Zeiten mal auswechseln,
aber dann müsste man die ganze UV Stromlos machen usw. und das mache ich
erst, wenn die anderen Mitbewohner mal paar Tage weg sind.

Die Steckdosenleiste ist deswegen etwas seltsam, weil da für die Erdung so ein Finger
raus steht. Ich weiß jetzt nicht genau, welches Land so Dosen hatte, aber es passt
auch EU genormtes rein.

Vorteil ist, man kann den Stecker verdrehsicher einstecken und weiß, dass der N
auch wirklich N ist und nicht auf der Phase liegt.

Und wegen dem Belasten der Röhren:

Das sind LED Röhren mit Alu Oberteil und Kunststoff Leuchtscheibe, also selbst wenn
die sich verformen sollten, was aber bis jetzt nie passiert ist, gehen die nicht kaputt.

Davon abgesehen hatte ich die Vorgängervariante davon schon 2 Jahre hängen, da ist
nie was passiert.

Eben weil es Röhren mit ALU sind, musste ich ja ne Zuleitung mit Erdungsdraht nehmen
um die Aluteile alle einzeln nochmal erden zu können.
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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Sebastian » Mi 31. Jan 2024, 19:20

Derhobbist hat geschrieben:
Ich hab das übrigens mal ausprobiert mit einem Testwiderstand und bis jetzt
kam der 30er FI immer vor dem 300er. Müsste den bei Zeiten mal auswechseln,
aber dann müsste man die ganze UV Stromlos machen usw. und das mache ich
erst, wenn die anderen Mitbewohner mal paar Tage weg sind.


Danke für die zusätzlichen Infos.
Wenn du nicht im Eigentum wohnst solltest du die Änderung der Gebäudeinstallation einer Elektrofachkraft überlassen und immer mit dem Eigentümer absprechen. Es ist zwar eine gute Idee den RCD gegen einen mit 30mA auszutauschen, wenn du das selbst machst bist du aber dafür Haftbar.

Das sind LED Röhren mit Alu Oberteil und Kunststoff Leuchtscheibe, also selbst wenn
die sich verformen sollten, was aber bis jetzt nie passiert ist, gehen die nicht kaputt.

Davon abgesehen hatte ich die Vorgängervariante davon schon 2 Jahre hängen, da ist
nie was passiert.

Eben weil es Röhren mit ALU sind, musste ich ja ne Zuleitung mit Erdungsdraht nehmen
um die Aluteile alle einzeln nochmal erden zu können.


Wenn ich für jedes mal, dass jemand mir sagt „da ist nie was passiert“ 10ct bekommen würde wäre ich unlängst Millionär. Das mechanische Belasten von elektronischen Bauteilen ist i.d.R. nur in gewissen Grenzen möglich. Diese spezifiziert der Hersteller. Alles andere ist nicht bestimmungsgemäße Verwendung. Das kann gut gehen, wenn aber nicht ist es in der Verantwortung des Verwenders.
Solange du das für dich machst ist das ok, sobald du deine Sachen in Verkehr bringst (Verkaufen oder Verschenken) bist du als Hersteller dann in der Verantwortung.

Ich hoffe du verstehst mich Richtig, deine Ideen sind wirklich Kreativ. Ich finde es auch gut, dass du Dinge ausprobierst. Mein Wunsch ist, dass du das auch in Zukunft gesund machen kannst ohne Ärger zu bekommen.
VG
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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Dozent » Do 1. Feb 2024, 00:03

Wenn ihr da tatsächlich noch einen 300er habt :shock: , dann ist deine „Angststeckdose“ in jedem Fall sinnvoll!

Da glaube ich auch, dass das mit der Selektivität klappt. Wobei… bist du sicher, dass dein Steckdosenstromkreis überhaupt über den Haus-FI geht? Der stammt ja offensichtlich noch aus der Zeit, in der oft nur die Badezimmer darüber abgesichert wurden.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Anlagen ohne FI noch in Betrieb sind. Habe gerade erst im Herbst bei einem Freund Steckdosen in der Gartenhütte gesetzt. Anschließend schön mit dem Prüfstecker getestet. War alles gut, nur der FI löste irgendwie nicht aus. Irgendwann im Keller nachgeschaut – es gab gar keinen. Dabei wirkte das Haus auf mich gar nicht mal so alt.

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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Sebastian » Do 1. Feb 2024, 21:25

Es gibt im Wohnbau keine direkte Nachrüst-Verpflichtung. Welcher Vermieter oder Häuslebesitzer gibt dafür gerne Geld aus? Traurig aber leider die Realität.
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Re: Alles mit Strom...

Beitragvon Derhobbist » Do 1. Feb 2024, 21:59

Sebastian hat geschrieben:
Derhobbist hat geschrieben:Alles andere ist nicht bestimmungsgemäße Verwendung. Das kann gut gehen, wenn aber nicht ist es in der Verantwortung des Verwenders.
Solange du das für dich machst ist das ok, sobald du deine Sachen in Verkehr bringst (Verkaufen oder Verschenken) bist du als Hersteller dann in der Verantwortung.


Ja, von der Produkthaftung und Klassifizierung usw. kann ich auch ein Lied singen.

Ein Freund von mir ist gerade dabei, durchzufechten, eine bestimmte Umbauvariante
eines Wechselrichters für Wohnmobile durch zu bekommen.

Von dem, was ich da so höre, wird mir ganz grün ums Herz.

Auf die Lampe bezogen:

Wenn man in eine Leuchte für normale Glühlampen auf mal LED Lampen einsetzt und
würde sie weiter verkaufen, ist man schon durch die bloße Änderung daran der direkte
Inverkehrbringer und mit allen Konsequenzen usw. haftbar.

Ich habe übrigens mal aus Spaß den Hersteller der LED Röhren angeschrieben, was der zu
seinem Produkt an Festigkeits- und Stabilitätsangaben hat und im Grunde sind die so
konzipiert, dass die ihr Eigengewicht achtfach tragen können.

Vorausgesetzt, die Aufhängung ist an den Enden.

Da diese hier um die Hälfte in die Mitte rutscht, ist der Hebel noch kürzer und die
Tragfähigkeit entsprechend höher.

Ist auch logisch, denn die müssen sich ja in einer normalen Leuchte auch selbst tragen.

Ich geh da ohnehin immer mit etwas Augenmaß dran. Man merkt ja, wenn eine Konstruktion
schon von der reinen Idee her zum Scheitern verurteilt ist.

Ich wette, einige wären gar nicht auf die Idee gekommen, zB. die Alukörper nochmal zu erden.

Wegen dem FI: Ja, ist unser Haus und wenn ich das umändern würde, würde ich da einen kommen
lassen, der nochmal eine Abnahme macht.
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