Anwendung von Acryllack

Was darf es für welche Oberfläche sein?
oldtimer
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Anwendung von Acryllack

Beitragvon oldtimer » Mi 16. Mai 2018, 22:47

Hallo,

wie ich im Einkaufsthread gezeigt habe, sind heute einige Produkte der Firma Jansen angeliefert worden, die ich hier vorstellen möchte und deren Anwendung ein wenig dokumentieren werde.
Diesmal werde ich nicht zur Lackierpistole, sondern zu Pinsel und Rolle greifen.
Angewendet werden die Produkte bei diesem Bauvorhaben viewtopic.php?f=43&t=103&p=33458#p33458

Da es sich um einige Quadratmeter Fläche handelt, werden die nächsten Abende mit Schleifen der Oberflächen, vielleicht Spachteln, und dann Grundieren gefüllt sein.

DSC02439.JPG


Ich verlinke hier einmal die Produkte:
Der Ahrweitex Schnellspachtel kann direkt auf Rohholz aufgetragen werden
https://www.jansen.de/de/produkte/spach ... htel-tube/

Allgrund als Isoliergrund
https://www.jansen.de/de/produkte/grund ... -allgrund/

und Acryl Seidencolor als Decklack
https://www.jansen.de/de/produkte/weiss ... idencolor/

Behandelt wird ein Korpus für den Aussenbereich. Der Acryl Seidencolor ist aber auch für innen geeignet.


Gruß
Volker
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oldtimer
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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon oldtimer » Do 17. Mai 2018, 21:43

Hallo,

heute Abend konnte ich dann mit den ersten Arbeiten beginnen.

Das erste Werkstück ist eine Rückwandplatte, die ich aus Rauhspundbrettern mit Nut und Feder gefertigt habe. Ihr Format ist 1630x1160 mm.

Diese habe ich mit der Rotex mit 80er Papier geschliffen.

DSC02440.JPG


Danach mit 120er und ein Feinschliff nach dem Spachteln wird mit 150er erfolgen.

Vor dem Verleimen hatte ich den Brettern eine Fase gefräst, so dass nach dem Verleimen eine V-Nut entsteht.
Hier einige Bilder dieses früheren Arbeitsschritts, im CMS-Modul der eingespannte V-Nut-Fräser und die verleimten Bretter.

DSC02252.JPG
DSC02253.JPG
DSC02254.JPG




Die V-Nuten habe ich dann mit dem Festool-Duplex und dem entsprechenden Schleifschuh geschliffen.

DSC02442.JPG


Allerdings, damit ich in die enge Nut hineinkomme, habe ich das Papier in der Mitte geknickt und spitz aufgeklettet, also nicht exakt auf dem Schuh.
Das mache ich häufiger und oft noch viel extremer, es garantiert aber immer ein Ausschleifen ansonsten unzugänglicher Stellen.

DSC02443.JPG


Der nächste Schritt war dann Fehlstellen und Harzgallen mit Feinspachtel aufzufüllen.

DSC02446.JPG


Dafür habe ich ein wenig Masse der Tube entnommen

DSC02447.JPG


und mit einem Modellierspachtel glatt gestrichen.

DSC02448.JPG


Nun muss der Spachtel trocknen. Jansen gibt für den Schnellspachtel 2 - 3 Stunden an.

DSC02449.JPG


Gruß
Volker
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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon Mandalo » Fr 18. Mai 2018, 06:16

Hallo Volker, ich würde dir empfehlen die Harzgallen vor dem Verspachteln, mittels Stemmeisen, auszukratzen und von Harz zu befreien. Ansonsten kann es leicht passieren daß das Harz irgendwann durchschlägt. Ansonsten vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter

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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon oldtimer » Fr 18. Mai 2018, 10:26

Hallo Dieter,

richtig. Zuerst hatte ich mich auch mit dem Stemmeisen genähert, dann aber gesehen. dass das Harz, nachdem die Platte 14 Tage gestanden hatte, abgetropft und verklumpt war, so dass ich mich lediglich auf das Ausbürsten mit einer Drahtbürste beschränkt habe.
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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon oldtimer » Fr 18. Mai 2018, 23:22

Hallo,

heute Abend ging es weiter. Zuerst die Kanten mit der kleinen Makitafräse abrunden,

DSC02450.JPG


ein Feinschliff mit 120er Papier,

DSC02452.JPG

DSC02454.JPG


entstauben,

DSC02455.JPG


Jansen Allgrund gründlich durchmischen,

DSC02456.JPG


und erst einmal in den V-Nuten die Farbe mit dem Pinsel vorlegen.

DSC02458.JPG



Gruß
Volker
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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon oldtimer » Sa 19. Mai 2018, 22:48

Dann die Fläche mit einer Schaumstoffwalze gerollt (entgegen des Datenblatts nehme ich keine Mohairwalze, ich komme einfach seit vielen Jahren mit den anderen hervorragend zurecht).

DSC02459.JPG

DSC02461.JPG

DSC02462.JPG


Während der Trockenphase habe ich im kleinen Werkraum ein Seitenteil vorbereitet. Dieses habe ich mit dem RS 3 geschliffen,


DSC02466.JPG


die Harzgallen ausgestemmt. Dieter hatte dies auch oben erwähnt. Hier glänzen sie so stark, dass sie entfernt werden müssen.

DSC02467.JPG


Danach

DSC02469.JPG


wird wieder mit Ahrweitex gespachtelt.

DSC02471.JPG



Und jetzt wünsche ich Euch

ein schönes Pfingstfest
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Klaus
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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon Klaus » Sa 19. Mai 2018, 23:06

Hallo Volker,

leider jetzt erst dazu gekommen, den Thread mit der gebührenden Aufmerksamkeit zu lesen. Sind ja jetzt schon ein paar interessante Sachen dabei. Welche Schaumwalzen von Storch verwendest Du für den Lösungsmittellack?

Gruss, weiterhin gutes Gelingen und auch Dir ein schönes Pfingsten
Klaus

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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon Mario » Sa 19. Mai 2018, 23:25

Hallo Volker
Ist es Wurscht mit welcher Farbe man über diesen Spachtel geht, oder funzt das nur mit dem Acrylzeugs?
Reicht da einmal spachteln aus oder muss man nachspachteln?

Grüße, Mario!

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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon oldtimer » Sa 19. Mai 2018, 23:26

Hallo Klaus,

die blauen von Storch oder die roten von Fries. Auf dem Bild habe ich wohl versehentlich Frieswalzen in ein Storchblister gepackt :lol: .
Für den Deckanstrich solltest Du aber beidseitig gerundete Walzen verwenden, das verhindert sichtbare Ansätze.

Beachte aber bitte, dass es sich bei diesem Objekt um eins für den Aussenbereich handelt.

Gruß
Volker
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RockinHorse
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Re: Anwendung von Acryllack

Beitragvon RockinHorse » So 20. Mai 2018, 12:08

Moin Volker und Klaus,
Klaus hat geschrieben:Welche Schaumwalzen von Storch verwendest Du für den Lösungsmittellack?

Der Jansen Acryllack/Acrylgrund ist doch frei von Lösungsmitteln? oder täusche ich mich?

Frohe Pfingsten wünsche ich auch.


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