Die neuen Werkstattknechte: MFWH

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RockinHorse
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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon RockinHorse » Fr 15. Jun 2018, 11:48

oldtimer hat geschrieben:Ich habe überlegt, ob es nicht einfacher ist eine fertige Zahnstange zu nehmen. Hettich hat so etwas aus Hartholz im Programm.

Moin Volker,

du hast recht, bei mir kostet die Zeit aber kein Geld, von daher... :mrgreen:

Das (noch) nicht gelöste Problem ist für mich viel ärgerlicher. Aber ich hab' schon eine Lösung im Hinterkopf, die muss nur noch ein Weilchen ausgebrütet werden. Auf jeden Fall werden dort die Zahnstangen wieder eingesetzt - lediglich das seitliche Anheben über den Liftbügel wird entfallen, was für die Stabilität des Wägelchens von großem Vorteil sein wird.

Peinlich ist für mich, dass mir das nicht vorher aufgefallen ist, dass mit der Wilmot-Konstruktion je nach Stellung der Transportrollen, der Kipppunkt auch außerhalb der Standfläche liegen kann :shock: :shock: :shock:

Wenn ich meine Lösung so hinbekomme, wie ich mir das so ausmale, dann wird es auch nicht notwendig sein, zum Absenken vorher immer die höchste Position anzufahren, dann wird das aus jeder beliebigen Höhe möglich sein :D
LG aus der Heide
Hubert

Es geht darum, dass man seine Zeit nicht verkauft, sondern nutzt. Georges Moustaki

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RockinHorse
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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon RockinHorse » Di 19. Jun 2018, 22:46

Hallo Gemeinde,

wenn man die Lösung sieht, fallen meistens die Bretter, die man für gewöhnlich vor dem Kopfe trägt, mit einem lauten Knall zu Boden.
MFWH 04-01-01 Lift GIF-Rev.gif

Ich hab' mir mal die Mühe gemacht, eine Lösung auszutüfteln, bevor ich in der Werkstatt wieder aktiv werde.

Anders als beim Wilmot-Modell steht die Zahnstange nicht fest, sondern ist am höhenverstellbaren Teil des Tischgestells montiert.
Zwei unabhängige Rasten werden benötigt.
  • Eine davon (gelb) steht auf einem kleinen Schlitten, der in der Höhe um 60 mm bewegt werden kann.
  • Die andere steht fest auf dem Grundgestell und ist nur drehbar gelagert.
Mit der repetierenden Bewegung der gelben Raste, wird die Zahnstange jeweils um 1 Position (30 mm) nach unten bewegt.
Diese Konfiguration kann sowohl beim Heben als auch beim Senken verwendet werden, das macht die Sache schon mal sehr attraktiv. In dem GIF habe ich aber nur das Absenken dargestellt. Für das Anheben gilt der gleiche Ablauf, jedoch in umgekehrter Reihenfolge!
Der Trick an der Sache ist nur noch die Kunst, die Rasten zum richtigen Zeitpunkt ein- bzw. auszuschwenken, d.h. die Zeitpunkte liegen fest, ich muss es mechanisch nur noch so gestalten, dass es zum guten Schluss auch funktioniert.

Zunächst werde ich das System modellhaft aufbauen, um noch die notwendigen Aufbauten zu studieren.

Mit dem Aufbau des neuen Systems, so denke ich, hat mein Werkstattknecht nur noch minimale Ähnlichkeiten mit dem Wilmot-Vorlage. Das sollte mich dazu berechtigen alle meine eigenen Zeichnungen zu veröffentlichen. Daher ergeben sich für mich zwei Optionen
  • den aktuellen Thread an dieser Stelle fortzusetzen oder
  • den Thread abzuschließen und einen neuen Thread zu starten, um den Bau dann auch kontinuierlich mit Planungen und Baufortschritten zu dokumentieren, wie es meinem persönlichem Geschmack entspricht.

Was meint ihr dazu?
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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon Mario » Mi 20. Jun 2018, 00:33

Hallo Hubert
Sehr interessante Lösung, und ich bin ehrlich gespannt, wie Du das auch hoffentlich hinbekommen wirst.
Ob Du das in einem neuen Thread, oder im selbigen machst, ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe. Hauptsache Du kommst damit klar.
Wenn ein neuer Thread, wäre es vielleicht nicht schlecht per Überschrift einen Zusammenhang bzw. einen Übergang zum Neuerdachten erkennen zu lassen.

Grüße, Mario!

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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon RockinHorse » Mi 20. Jun 2018, 01:03

Moin Mario,
Mario hat geschrieben:Sehr interessante Lösung, und ich bin ehrlich gespannt, wie Du das auch hoffentlich hinbekommen wirst.

Joa Mario, das war schon großes Kopfkino. Ich hab' mich einige Tage schwer getan, die Kinetik des Systems zu formulieren. Da gab es jede Menge an Anläufen in die falsche Richtung. So wie die Lösung jetzt vorliegt, denke ich schon, dass es machbar ist.

Mario hat geschrieben:Ob Du das in einem neuen Thread, oder im selbigen machst, ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe. Hauptsache Du kommst damit klar. Wenn ein neuer Thread, wäre es vielleicht nicht schlecht per Überschrift einen Zusammenhang bzw. einen Übergang zum Neuerdachten erkennen zu lassen.


Die Art der Dokumentation im aktuellen Thread war schließlich dem Urheberrecht geschuldet und da wollte ich mich nicht in die Nesseln setzen. Mit der neuen Lösung wird die bisherige auf Wilmot basierende Höhenverstellung funktional und auch sachlich komplett ersetzt, es gibt daher keine Berührungspunkte mehr zu wesentlichen Details des Wilmot-Designs. Das bedeutet für mich, dass ich ab sofort frei agieren kann.

Meine Idee ist daher so zu verfahren, den aktuellen Thread durch einen erläuternden Beitrag abschließend zu beenden. In dem neuen Thread habe ich dann die Gelegenheit von Anfang einen Ausblick zu geben, wo die Reise hingeht, das ist das, was mir bisher aus rechtlichen Gründen verwehrt blieb.

Mal sehen, da gibt es sicher noch die eine oder andere Meinung dazu.
LG aus der Heide
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Ein Silberstreif am Horizont

Beitragvon RockinHorse » Do 26. Jul 2018, 10:18

Moin Moin Allseits,

ich hab' schon fast nicht mehr geglaubt, dass ich dieses Projekt so hinbekomme, wie ich mir das am Anfang so vorgestellt habe. Na ja, von dem Glauben ist schließlich auch so einiges abgebröckelt. Eigentlich sah es vor mehr als 6 Wochen für die Fortführung des Projektes gar nicht so gut aus. Ausschlaggebend war mein ganz persönlicher Elchtest, mit dem ich reproduzierbar den Punkt nachweisen konnte, an dem statt das Tischgestell anzuheben, das ganze Gefährt sich auf die Seite zu legen drohte.

Trotz sorgfältigster Planung war mir diese Eigenschaft des Gefährts verborgen geblieben und um beim Anheben des Tischgestells diese Neigung im wahrsten Sinne des Wortes zu unterdrücken, geriet das Anheben selbst zu einer artistischen Übung, in dem man abwechselnd mit dem einen oder anderen Fuß in den Einfluss der Gravitation unterstützend eingriff, mit dem Problem, dass man bei einer bestimmten Stellung des Heberbügels, den einen Fuß, der bisher auf dem Gefährt stand, über den Heberbügel hinweg heben musste, um gleichzeitig den anderen Fuß unter dem Heberbügel hindurchlavierend auf das Gefährt setzen musste, um es wieder zu stabilisieren.

Diese Übung hätte ich durchaus über die nächsten Jahre hinweg bis zur Perfektion trainieren können, wenn sich bei mir nicht schon zerstörerische Gedanken breit gemacht hätten, das Projekt an den Nagel zu hängen. Dem entgegen wirkte mein Naturell und so ergab es sich, das Vehikel des Ideengebers immer wieder und wieder zu studieren. Ich wollte das Geheimnis lüften, warum sein Heberbügel funktioniert und wo bei mir der Hase im Pfeffer lag. Lange Rede - kurzer Sinn: Auch beim Heberbügel am Vehikel des Ideengebers waren die Grenzen des Machbaren erreicht. Bei der gegebenen Konstruktion eines x-beliebigen Heberbügels dieser Machart sind nur bestimmte Höhenunterschiede erreichbar. Will man mehr, dann muss das Gefährt eine andere Breite habe. Ich wollte einen größeren Höhenunterschied und gleichzeitig eine möglichst kleine Grundfläche - diese Vorstellung unter einen Hut zu bringen, sollte mit den Maßen, die ich mir vorgestellt hatte, nicht gelingen.

Da standen sie nun in meiner Werkstatt, die traurigen Reste eines angefangenen Projektes, wohlwissend, warum es nicht funktioniert hat und es auch nie funktionieren wird - und immer noch meilenweit von einer Lösung entfernt, um das Projekt weiterzuführen. Die Hindernisse waren fatal. Ich wollte zwei dieser Multifunktions-Wägelchen, für beide hatte ich den Zuschnitt gemacht und eines davon in Teilen aufgebaut. Von dem Material für die Hebevorrichtungen, dass zum größten Teil schon fertig bzw. fast fertig bearbeitet war, landet die Masse in der Abfallkiste und das ist per se schon mal eine ganze Menge, ganz zu schweigen von den vielen Arbeitsstunden, die damit auch in der Abfallkiste landen. Das Entsorgen wird irgendwann stattfinden, vielleicht findet sich ja eine Möglichkeit oder aber wenn das Projekt doch zu einem Ende kommt, dann sind die Schmerzen nicht mehr ganz so groß. Eine andere Zwickmühle in der ich mich befand, war das teilweise schon aufgebaute Wägelchen, wie ein richtig dicker Klotz am Bein. Ein Lösung, wie auch immer sie aussehen würde, musste für beide Multifunktions-Wägelchen passen, für das eine, das schon teilweise aufgebaut war und das andere, dessen Einzelteile auf einem großen Stapel in einer dunklen Werkstattecke ruhten.

So habe ich das Projekt in der letzten Konsequenz doch nicht aufgegeben und zunächst einmal eine gehörige Portion Gehirnschmalz darauf verwendet, die Kinematik des zukünftigen Systems in einer CAD-Simulation zu studieren, um daraus die Form bestimmter Bauteile abzuleiten. Das Ziel war, mit einer kleinen Hebelbewegung das Heben bzw. das Senken des Tischgestells repetierend zu bewirken. Denn anders als beim früheren Ideengeber, der nur schrittweise anheben konnte, wollte ich mit meinem System auch schrittweise absenken können. Bevor ich in die Tiefen des CAD eingetaucht war, hatte ich zunächst erste Studien an einem kleinen Holzmodell gemacht, da wurde noch eine mobile Zahnstange durch ein System aus einer ortsgebundenen und einer beweglichen Raste manipuliert. Bei den weiteren Überlegungen bin ich jedoch sehr bald mit dem Aufwand konfrontiert worden, um die Aktionen der beiden Rastsysteme - jeweils eines an jeder Tischseite - miteinander zu synchronisieren. Auch weil ich bereits ein halbfertiges Multifunktions-Wägelchen schon da stehen hatte, bei dem die Zahnstangen schon fest verbaut waren, habe ich die Idee der mobilen Zahnstange wieder verworfen. Nein - nicht ganz - ich habe die Positionen vertauscht: Aus dem System einer ortsgebundenen und einer beweglichen Raste habe ich eine kompakte Mechanik entwickelt und diese auf die linke und rechte Seite der Traverse beim Hubgestell positioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=82XtIptQ0QM
LG aus der Heide
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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon Fred » Do 26. Jul 2018, 14:53

Reife Leistung... und nun hast du das System hoffentlich zum Paten angemeldet oder hältst es geheim? Beides wäre verständlich, aber auch eine gute Doku zum käuflichen Erwerb...

Bin jedenfalls begeistert, wie auch von deiner Zinkenvorrichtung, die bei mir noch der Endmontage harrt.

Grüße
Fred

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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon RockinHorse » Do 26. Jul 2018, 15:50

Moin Fred,

Fred hat geschrieben:Reife Leistung... und nun hast du das System hoffentlich zum Patent angemeldet oder hältst es geheim?


Danke für die Blumen.

Nöö, geheim? Wenn ich es geheim halten wollte, dann würde es kein Video geben. Außerdem habe ich zwei Slow-Motion-Passagen eingefügt, die sind zwar lediglich mit 50 fps aufgenommen - mehr macht meine Nikon nicht, aber es bringt schon was.

Dokumentation? Ja sicher wird sie kommen. Aber da sind die Überlegungen noch im Fluss. Der zweite MFWH existiert bisher nur in teilweise vorbereiteten Einzelteilen und deshalb überlege ich, den Aufbau des ersten MFWHs an dieser Stelle zu stoppen, um mit dem vorgezogenen Aufbau des zweiten MFWHs eine dem Fortschritt entsprechende und durchgängige Dokumentation bereitzustellen.

Nach dieser Projektänderung ist die Problematik einer Urheberrechtsverletzung durch eine Veröffentlichung der Dokumentation nicht mehr gegeben, so dass ich mir vorgenommen habe, eine detaillierte Dokumentation zu liefern. Und natürlich kostenfrei.
LG aus der Heide
Hubert

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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon Baumbart » Do 26. Jul 2018, 16:39

Hallo Hubert,

schönes Video :D interessant deine Lösung für die Hubmechanik in Aktion zu sehen.

Wenn ich das jetzt richtig verstehe wirst du noch eine Tischplatte auflegen oder?

Wie ist das mit dem Betätigungshebel, ist das jetzt ein Provisorium oder bleibt der so?
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit :lol:

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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon RockinHorse » Do 26. Jul 2018, 17:05

Hallo Christian,

Baumbart hat geschrieben:...Wie ist das mit dem Betätigungshebel, ist das jetzt ein Provisorium oder bleibt der so?

Bildschirmfoto 2018-07-26 um 16.42.42.png

Ich hab' mal einen Screenshot gemacht, der vielleicht so einiges erklärt. Ganz zu Anfang des Videos nehme ich ein Stück Rundmaterial in die Hand, dass lose in das mittlere Alu-Bauteil gesteckt wird, diese Vorrichtung ist kein Provisorium, sondern es war so von mir geplant.

Baumbart hat geschrieben:...Wenn ich das jetzt richtig verstehe wirst du noch eine Tischplatte auflegen oder?

Da kommt noch was Spezielles, das sollte der eigentliche Clou der Sache werden. Aber durch den Umstand, dass die ursprüngliche Relaisierung der Hebermechanik nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hatte, wäre das Projekt beinahe geplatzt, wenn ich nicht bereits das gesamte Material schon zugeschnitten hätte. Es lohnt sich noch auf das Ende des Projektes zu warten :D
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Re: Die neuen Werkstattknechte: MFWH

Beitragvon Threedots » Fr 27. Jul 2018, 12:29

Hallo Hubert,

da hast Du aber wieder eine feine Mechanik aus dem Hut gezaubert. Das geht schon weit über das normale Maß hinaus, was wir Hobby Holzwürmer so in unserer Freizeit zaubern. Ich bin schonmmal auf Deine Fortsetzung gespannt.
____________
LG

Roland


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