Woswasi hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 07:21 würd mich nicht wundern, wenn du bald Erz ausgräbst und dir selber Stahl kochst![]()
Hobeleisen selbst gemacht
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Die Hobeleisen müssen noch warten. Ich möchte in der Arbeit die Werkstoffe analysieren lassen, deswegen lasse ich sie momentan ruhen, bis ich nächste Woche die Prüfergebnisse habe.
Dafür hatte ich eine neue Idee. Ich wollte schon lange mal vernünftige Anreißmesser. Also hab ich mich mal schlau gemacht, wie sie aussehen. Nachdem ich den Griffen eine persönliche Note verleihen möchte, habe ich jeden Griff unterschiedlich gedrechselt. Bis ich das Optimum gefunden habe, hat es gedauert. Ideal ist eine Griffmulde für den Zeigefinger und eine 2. Mulde für den Handballen vom Daumen. Trotzdem gefallen mir die anderen Griffe auch sehr gut.
Als Material habe ich alles verwendet, was eigentlich im Ofen landet: Esche, Buche, Ahorn, Kantel in unterschiedlicher Länge und Abmessung. Das Messer mit der Zwinge war mein 1. Muster. Allerdings hab ich festgestellt, dass man überhaupt keine Zwinge braucht, wenn man an die Messer eine Angel anschleift. So eine große Spaltwirkung hat die Angel nicht, der Griff gespalten wird.
Nach dem Drechseln hab ich erst mal alles wieder sauber gemacht. 2 Eimer später, war wieder alles sauber.
Die Messereinsätze sind alte HSS- Hobelmesser, welche die Mindesthöhe schon unterschritten haben.
Ich möchte 2 Größen anfertigen: Breite 15 und Breite 20. Das Schleifen von dem Stahl stellte ich als Herausforderung das. Die Hobelmesser sind so extrem hart, dass ich beim Ablängen mit dem Winkelschleifer und feiner Trennscheibe gemerkt habe, das wird kein Spaziergang.
Den Winkel habe ich - wie immer - mit der Flachschleifmaschine angeschliffen. Die Schneide ist frei Hand auf dem Doppelschleifer angeschliffen, da ich sonst eine neue Vorrichtung bauen hätte müssen. Die Vorrichtung für den Spitzenwinkel ist auf 30° gefertigt. Nachdem ich aber die Messer auch noch um die 2. Achse drehen muß, hätte ich den Winkel erst per CAD ermitteln und dann eine neue Vorrichtung bauben müssen. Der Winkel der Schneiden ergibt sich wie ein Schifterschnitt. Mit der Hand hab ich mehr Gefühl und das geht verhältnismäßig schnell. Die Schneiden habe ich nicht rasiermesserscharf abgezogen, wegen der Verletzungsgefahr. Die Spitze ist aber extrem scharf.
Der eine oder andere wird sich fragen: Warum so viele Griffe? Was machst du mit so viele Anreißmesser?
Ich habe das Mustermesser ausprobiert und es gleich mal mißbraucht. Damit mit kann man problemlos Stahl anritzen. Der Spitze hat das überhaupt nichts ausgemacht. Allerdings ist der Stahl zwar hart, aber auch spröde. Beim Ablänge sind Teile aufeinander gefallen. Dabei ist gleich mal ein Eck ausgebrochen. Macht aber nichts wird, bei der Spitze schleifen sowieso weggeschliffen.
Ich brauch gleich mal in meiner Metallwerkstatt 2 oder 3 Stück, dann in der Maschinenwerkstatt, wo meine Drehmaschine, Fräse und die Bohrmaschine steht, ebenfalls 2 oder 3 Stück. Dann noch 3 oder 4 Stück in der Holzwerkstatt.
Der Rest wird wahrscheinlich an Freunde verschenkt.
Das Muster bekommt mein Arbeitskollege, mit dem ich dasselbe Hobby teile.
Dafür hatte ich eine neue Idee. Ich wollte schon lange mal vernünftige Anreißmesser. Also hab ich mich mal schlau gemacht, wie sie aussehen. Nachdem ich den Griffen eine persönliche Note verleihen möchte, habe ich jeden Griff unterschiedlich gedrechselt. Bis ich das Optimum gefunden habe, hat es gedauert. Ideal ist eine Griffmulde für den Zeigefinger und eine 2. Mulde für den Handballen vom Daumen. Trotzdem gefallen mir die anderen Griffe auch sehr gut.
Als Material habe ich alles verwendet, was eigentlich im Ofen landet: Esche, Buche, Ahorn, Kantel in unterschiedlicher Länge und Abmessung. Das Messer mit der Zwinge war mein 1. Muster. Allerdings hab ich festgestellt, dass man überhaupt keine Zwinge braucht, wenn man an die Messer eine Angel anschleift. So eine große Spaltwirkung hat die Angel nicht, der Griff gespalten wird.
Nach dem Drechseln hab ich erst mal alles wieder sauber gemacht. 2 Eimer später, war wieder alles sauber.
Die Messereinsätze sind alte HSS- Hobelmesser, welche die Mindesthöhe schon unterschritten haben.
Ich möchte 2 Größen anfertigen: Breite 15 und Breite 20. Das Schleifen von dem Stahl stellte ich als Herausforderung das. Die Hobelmesser sind so extrem hart, dass ich beim Ablängen mit dem Winkelschleifer und feiner Trennscheibe gemerkt habe, das wird kein Spaziergang.
Den Winkel habe ich - wie immer - mit der Flachschleifmaschine angeschliffen. Die Schneide ist frei Hand auf dem Doppelschleifer angeschliffen, da ich sonst eine neue Vorrichtung bauen hätte müssen. Die Vorrichtung für den Spitzenwinkel ist auf 30° gefertigt. Nachdem ich aber die Messer auch noch um die 2. Achse drehen muß, hätte ich den Winkel erst per CAD ermitteln und dann eine neue Vorrichtung bauben müssen. Der Winkel der Schneiden ergibt sich wie ein Schifterschnitt. Mit der Hand hab ich mehr Gefühl und das geht verhältnismäßig schnell. Die Schneiden habe ich nicht rasiermesserscharf abgezogen, wegen der Verletzungsgefahr. Die Spitze ist aber extrem scharf.
Der eine oder andere wird sich fragen: Warum so viele Griffe? Was machst du mit so viele Anreißmesser?
Ich habe das Mustermesser ausprobiert und es gleich mal mißbraucht. Damit mit kann man problemlos Stahl anritzen. Der Spitze hat das überhaupt nichts ausgemacht. Allerdings ist der Stahl zwar hart, aber auch spröde. Beim Ablänge sind Teile aufeinander gefallen. Dabei ist gleich mal ein Eck ausgebrochen. Macht aber nichts wird, bei der Spitze schleifen sowieso weggeschliffen.
Ich brauch gleich mal in meiner Metallwerkstatt 2 oder 3 Stück, dann in der Maschinenwerkstatt, wo meine Drehmaschine, Fräse und die Bohrmaschine steht, ebenfalls 2 oder 3 Stück. Dann noch 3 oder 4 Stück in der Holzwerkstatt.
Der Rest wird wahrscheinlich an Freunde verschenkt.
Das Muster bekommt mein Arbeitskollege, mit dem ich dasselbe Hobby teile.
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Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Schön gemacht, die Griffform erinnert mich teilweise an alte Füllfederhalter 
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Hallo Claus,
Deine Anreissmesser gefallen mir sehr gut.
Gruß
Volker
Deine Anreissmesser gefallen mir sehr gut.
Gruß
Volker
- Holzduebel
- Beiträge: 859
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Gefällt mir auch gut.
Ich hab mir vor ein paar Jahren einen von Narex bestellt und ihn glaube ich noch nie benutzt.
Die Maserung der Hefte haben was.
Eine kleine Zwinge in Messing oder Kupfer passt bestimmt auch gut auch wenn Du sie nicht brauchst, das Auge reißt ja mit an.
Ich hab mir vor ein paar Jahren einen von Narex bestellt und ihn glaube ich noch nie benutzt.
Die Maserung der Hefte haben was.
Eine kleine Zwinge in Messing oder Kupfer passt bestimmt auch gut auch wenn Du sie nicht brauchst, das Auge reißt ja mit an.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
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Re: Hobeleisen selbst gemacht
Hallo Uli,Holzduebel hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 21:41 Gefällt mir auch gut.
Ich hab mir vor ein paar Jahren einen von Narex bestellt und ihn glaube ich noch nie benutzt.
Die Maserung der Hefte haben was.
Eine kleine Zwinge in Messing oder Kupfer passt bestimmt auch gut auch wenn Du sie nicht brauchst, das Auge reißt ja mit an.![]()
ja an Kupfer habe ich auch gedacht. Das würde sich sicherlich sehr schön machen. Das Edelstahl sind alte Wasserleitungsrohre, die ich als Reste von meinem Spengler bekomme. Deswegen nehme ich diese im Normalfall.
Die Zwinge von dem Prototyp habe ich tatsächlich aus einem Vollmaterial schnell gedreht. Das hatte ich sowieso gerade in der Drehbank. Tatsächlich war das erste fertige Messer ein Versuch, ob ich ohne Zwinge arbeiten kann. Beim Einstielen hat Esche recht gut funktioniert. Allerdings war die Angel auch in einem sehr flachen Winkel ausgearbeitet, sodass die Spaltwirkung gering ausfällt. Ob das bei allen Hölzern so ist, wird sich herausstellen. Buche wird sicherlich nicht so gutmütig reagieren. Vielleicht klebe ich auch das Messer mit Epoxy ein, die Bohrung wird dann eben ein bisschen größer ausgearbeitet. Ahorn wahrscheinlich auch.
Fall jemand anderes auf die Idee kommt: Wichtig ist, die Faserrichtung vom Holz zu beachten. Der breite Teil der Angel muß parallel zur Faserrichtung verlaufen und nicht senkrecht dazu. So ist die Spaltwirkung geringer, da die stehenden Jahresringe nicht auseinander getrieben werden. Wenn man die Regel beachtet, ist das schon die halbe Miete.
Ja, auf Optik lege ich auch großen Wert. Deswegen nehme ich gerne auch zum Drechseln Holz das nicht unbedingt zum Schreinern geeignet ist. Daraus lassen sich die schönsten Sachen drechseln.
@alle anderen
Ich freue mich, dass euch meine verrückten Ideen und die Umsetzung immer noch gefallen.
@Baumbart
Ja, du hast recht. Die alten Pelikan- Füller sind von der Form ähnlich. Ich hab davon ein paar und finde die Form sehr angenehm in der Hand. Aber wie schon beschrieben, habe ich mich langsam an die Form herangetastet. Das ist was mir besonders gefällt: expiermentieren und probieren bis man zufrieden ist.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Moin Claus
So verrückt finde ich Deine Ideen gar nicht, eigentlich finde ich das richtig gut!
Grüße Mario
So verrückt finde ich Deine Ideen gar nicht, eigentlich finde ich das richtig gut!
Grüße Mario
- Holzduebel
- Beiträge: 859
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Hobeleisen selbst gemacht
Moin,
Ich könnte Dir einen Streifen Olivenholz abschneiden, es ist sehr hart und poliert bestimmt ein Hingucker. Olive musste du natürlich erst entfetten und dann mit D4 Leim oder 2k Kleber verleimen da es nachölt, da reicht kein normaler Weisleim.
Ich hab mir letzte Woche einen kleinen Abstecher (3x10mm HSS) gebaut, 2 Leisten mit je einer Nut die 1,5mm tief war gefräst. Erst die Klinge lose eingelegt und zusammen geleimt und nach dem trocknen gedrechselt. Die Teilung fällt kaum auf. Ich hab noch eine Messingzwinge gemacht und die Klinge dann mit 2k eingeklebt, hält Bombe.
Bei Olive würde die Zweiteilung natürlich auffallen aber zB bei Kirsch wie in meinem Fall würde es gehen.
Ich könnte Dir einen Streifen Olivenholz abschneiden, es ist sehr hart und poliert bestimmt ein Hingucker. Olive musste du natürlich erst entfetten und dann mit D4 Leim oder 2k Kleber verleimen da es nachölt, da reicht kein normaler Weisleim.
Ich hab mir letzte Woche einen kleinen Abstecher (3x10mm HSS) gebaut, 2 Leisten mit je einer Nut die 1,5mm tief war gefräst. Erst die Klinge lose eingelegt und zusammen geleimt und nach dem trocknen gedrechselt. Die Teilung fällt kaum auf. Ich hab noch eine Messingzwinge gemacht und die Klinge dann mit 2k eingeklebt, hält Bombe.
Bei Olive würde die Zweiteilung natürlich auffallen aber zB bei Kirsch wie in meinem Fall würde es gehen.
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Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
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Re: Hobeleisen selbst gemacht
Hi Claus
Schöner Beitrag und tolles Ergebnis. Was mich aber die ganze Zeit beschäftigt, warum die unterschiedlichen Längen und vor allen, warum sind die so lang? War das zum Ausprobieren, um die optimale Grifflänge für dich zu finden, oder steckt da noch mehr dahinter?
Gruß Michael
Schöner Beitrag und tolles Ergebnis. Was mich aber die ganze Zeit beschäftigt, warum die unterschiedlichen Längen und vor allen, warum sind die so lang? War das zum Ausprobieren, um die optimale Grifflänge für dich zu finden, oder steckt da noch mehr dahinter?
Gruß Michael
