Spannsägen/Gestellsägen mal anders

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Claus P
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Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von Claus P »

Ich arbeite gerne mit Spannsägen bzw. Gestellsägen. Was mich allerdings nervt ist, dass es keine vernünftigen Sägeblätter gibt, die wirklich schneiden.

Eine normale Bügelsäge für Brennholz mit groben Sägeblatt sägt besser, als die feine Zahnung von den Gestellsägen. Ich habe lange nach einer Alternative gesucht und bin fündig geworden. Es gibt Japansägeblätter, die man in die Gestellsägen einbauen kann. Allerdings passen die Hörnchen nicht zu den Sägeblättern. Also was tun? Es gibt von Feine Werkzeuge zwar Adapterbleche, aber das ist für mich keine wirkliche Alternative.

Also hab ich mir einfach selbst neue Hörnchen gedrechselt. Welches Holz? Natürlich Esche, was sonst....
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Die Nägel für das Sägeblatt sitzen dann nicht mehr außerhalb von den Holmen sondern innerhalb. Ich habe kleine Inbusschrauben genommen. So ist das Sägeblatt gut in den Hörnchen geklemmt.
Meine Hände sind recht groß, also hab ich die Hörnchen einfach ein bisschen größer gedrechselt.
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Das ist das Ergebnis: 3 Spannsägen mit Japanblättern. 2 der Sägeblätter besitzen die gleiche (feine) Teilung, ein Sägeblatt ist ein bisschen gröber.
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Das Ergebnis ist phänomenal. Ich habe gehofft, dass das Sägeblatt einen feinen Schnitt erzeugt und wirklich schnittig ist. Aber, dass das Sägeblatt durchgeht wie Butter hätte ich nie und nimmer gedacht. Ich mehr als zufrieden und kann allen, die mit Gestellsägen arbeiten, auf Japanblätter umzustellen wenn das Sägeblatt gewechselt werden muß. Der Unterschied ist wirklich gewaltig und das Sägen macht einfach nur Spaß.

Noch als Ergänzung:
Japansägen werden normalerweise im Zug verwendet und nicht im Schub, wie europäische Sägen. Ich habe die Sägeblätter trotzdem auf Schub eingebaut. Nachdem ich das Sägeblatt gut spannen kann funktioniert die gewohnte Arbeitsweise (Arbeiten auf Schub) genauso.

Ich bin vollauf begeistert.
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Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
Wolfgang EG
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Re: Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von Wolfgang EG »

Claus, Du hast mir den Anschub gegeben, meine Gestellsäge endlich ebenfalls umzubauen. Ich habe sie schon vor Monaten herausgesucht, um sie auf ein Japanblatt umzubauen. Aber wie es so ist bei mir, verlief das im Sande ...

Dann werde ich mich mal umsehen nach den Sägeblättern.

Wolfgang
Claus P
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Re: Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von Claus P »

@Wolfgang

Wenn deine Säge umbauen, aber nicht die Hörnchen neu drechseln willst, hab ich dir unten den Link von Dieter Schmid eingestellt:

https://www.feinewerkzeuge.de/Werkzeug/ ... ellsaegen/

Da findest du gleich ganz oben links die Adapterbleche und auch da weiter rechts das Japanblatt. Allerdings habe ich das nicht von Feine Werkzeuge gekauft, sondern bei anderen Anbietern.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von Sebastian »

Ich hätte aus den Bildern gesagt, du brauchst für das Blatt eine längere Säge.😅

Danke für den Hinweis auf die Japanblätter. Wusste ich nicht, dass es solche für diesen Sägentyp gibt.
live long and prosper
Sebastian
pumuckel
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Re: Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von pumuckel »

Hallo Claus
Schönes Projekt. Die Größe und Form der Griffe ist aber doch eigentlich egal, oder setzt du sie auch zum Fausten ein?
Die Schärfe der Japanblätter überzeugt mich auch immer wieder, das haben die richtig gut drauf. Selbst Veritas scheint seine Sägen in Japan schärfen zu lassen. Trotzdem bin ich da immer etwas zwiespältig. Die Möglichkeit nachzuschärfen schätze ich bei westlichen Sögeblättern. Aber bei nur gelegentlichem Sägen von Hand, würde ich auch zu Japansägeblättern greifen. Und eine Ryoba habe ich auch immer griffbereit liegen.

Gruß Michael
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Heike
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Re: Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von Heike »

Hallo Claus,

wie schön, dass Du Deine alten Sägen umarbeiten konntest! Ich bin ja nicht so der Freund von Immer-Alles-Gleich-Neu-Kaufen, deshalb gefällt es mir sehr gut, wenn Dinge nicht einfach entsorgt, sondern gegebenenfalls etwas modifiziert und dann weiter verwendet werden.

Claus P hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 20:59... Sägeblätter trotzdem auf Schub eingebaut ...
Ist es nicht völlig wurscht, wie herum man bei einer Gestellsäge das Sägeblatt einbaut? Die ist doch - bis auf die Spannschraube - symmetrisch, so dass man von beiden Seiten greifen und sowohl auf Zug als auch auf Druck sägen kann, je nachdem, wie es gerade besser passt?

Viele Grüße
Heike
Claus P
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Re: Spannsägen/Gestellsägen mal anders

Beitrag von Claus P »

Heike hat geschrieben: So 30. Aug 2026, 10:20 Ist es nicht völlig wurscht, wie herum man bei einer Gestellsäge das Sägeblatt einbaut? Die ist doch - bis auf die Spannschraube - symmetrisch, so dass man von beiden Seiten greifen und sowohl auf Zug als auch auf Druck sägen kann, je nachdem, wie es gerade besser passt?
Hallo Heike,

absolut richtig. Man kann mit der Säge auf Zug arbeiten, oder auf Schub. Allerdings ist die Seite mit der Spannschraube normalerweise an der Greifhand und die Bedienseite. Die Sägeblätter sind so eingebaut man an Schub arbeitet, wenn die Spannschraube auf der Bedienseite ist.
Dreht man die Säge um, arbeitet man auf Zug, so wie das Japanblatt eigentlich gedacht ist.

Aber du hast Recht im Grunde ist es egal. Man kann die Säge einfach so drehen, wie man sie gerade brauchen will. Gespannt und entspannt wird ja nur einmal zu Beginn der Arbeiten und am Tagesende und da spielt es keine Rolle ob man die Säge einmal dreht oder nicht.

Ich bin generell kein Freund davon immer alles sofort wegzuwerfen und was neues zu kaufen. Speziell was Handwerkszeuge angeht sind alte Sachen oft besser, als neue. Die Sägen hab ich beispielsweise alle für ein Butterbrot gebraucht gekauft, meine Stemmeisen größtenteils auch. Wenn man alte Werkzeuge wieder aufarbeitet, lernt man auch den Umgang damit und weiß sie besser zu schätzen und passt darauf auf.

Auch wenn es hier nicht unbedingt her gehört, bei uns landet keine Kleidung im Sack, außer vielleicht Wollpullover. Die Sachen, die nicht mehr so schön sind, um sie im Büro tragen zu können, werden zum arbeiten in der Werkstatt getragen und wenn sie dann Löcher bekommen, werden sie als Putzlappen weiter verwendet, bis sie irgendwann öl- oder dreckverschmiert im Abfall landen.
Das verstehe ich unter Nachhaltigkeit.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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