Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
- michaelhild
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Das Teil war aber echt an der Grenze.
- michaelhild
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Denon DRA-F107
Mal was recht einfaches, bei dem ich den Schaltplan nur rauszücken musste um die Position vom Bauteil zu lokalisieren, bzw. was es macht.
Der kleine Denon wollte nicht angehen. Das Relais vom Hilfsnetzteil macht zwar klick, manchmal blinkte die Standby Taste auch orange, aber so richtig wollte er nicht.
Aber schön ordentlich der Kleine. Einmal schaltete er nach einer Weile Nichtstun ein, und das sagte meiner Nase, mit recht hoher Sicherheit ein Elko im Schaltnetzteil an seiner Grenze.
Viele, die in Frage kommen waren es nicht, also nach Pi mal Auge gesucht, direkt beim zweiten wurde ich fündig:
https://youtu.be/CLnOi9WTkX8
Ist dieser hier: Stützkondensator für die Betriebsspannung vom PWM Generator von einem der beiden Schaltnetzteile.
Diesen und zwei weitere getauscht, alle anderen aber geprüft und die kleine Kiste macht wieder Krach.
https://youtu.be/nuCt3t3Hejw
Der kleine Denon wollte nicht angehen. Das Relais vom Hilfsnetzteil macht zwar klick, manchmal blinkte die Standby Taste auch orange, aber so richtig wollte er nicht.
Aber schön ordentlich der Kleine. Einmal schaltete er nach einer Weile Nichtstun ein, und das sagte meiner Nase, mit recht hoher Sicherheit ein Elko im Schaltnetzteil an seiner Grenze.
Viele, die in Frage kommen waren es nicht, also nach Pi mal Auge gesucht, direkt beim zweiten wurde ich fündig:
https://youtu.be/CLnOi9WTkX8
Ist dieser hier: Stützkondensator für die Betriebsspannung vom PWM Generator von einem der beiden Schaltnetzteile.
Diesen und zwei weitere getauscht, alle anderen aber geprüft und die kleine Kiste macht wieder Krach.
https://youtu.be/nuCt3t3Hejw
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Hallo Micha,
ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber ich bin schwer beeindruckt!
Nimmst Du eigentlich auch Reparaturaufträge an?
Viele Grüße
Heike
ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber ich bin schwer beeindruckt!
Nimmst Du eigentlich auch Reparaturaufträge an?
Viele Grüße
Heike
- michaelhild
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Hallo Heike,
wenn ein Bekannter oder so auf mich zukommt und fragt, dann schau ich schon, ob ich was machen kann. Aber richtig offiziell mache ich das nicht.
wenn ein Bekannter oder so auf mich zukommt und fragt, dann schau ich schon, ob ich was machen kann. Aber richtig offiziell mache ich das nicht.
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Hallo Micha,
ah, alles klar. Vielen Dank für die Auskunft!
Viele Grüße
Heike
ah, alles klar. Vielen Dank für die Auskunft!
Viele Grüße
Heike
- michaelhild
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Philips dcm713
Das kleine Ding wollte sich nicht einschalten lassen.
https://www.youtube.com/watch?v=RRzv0SBOyZw
Deutet auf irgendwas mit dem Netzteil, bzw. Spannungsversorgung hin.
Netzteil an sich arbeitet, aber ne recht große Ripplespannung auf der 5 V Leitung.
https://www.youtube.com/watch?v=haW1SZwX2Zc
Irgendwann fing es an etwas "warm" zu riechen.
Chinaspielzeug Wärmebildkamera zeigte den Übeltäter. Bei genauer Betrachtung fand sich auch die Ursache. Ein Elko hat schon dicke Backen. Ausgebaut und 1000 µF sollte er haben. 15 µF waren es noch und ein ESR von um 100 Ohms. Das Ding ist tot und dadurch wurde der Widerstand stark belastet und fing an zu bruzzeln. Ausgetauschten Teile. Der Widerstand war zwar vom Wert noch in Ordnung, wurde aber thermisch stark belastet, also neu und noch zwei Elkos, die grenzwertig waren. Wenn eh schon halb zerpflückt, noch weiter zerlegt und das Display und dessen Scheibe von hinten gereinigt. Funktioniert wieder und man beachte, die wieder absolut saubere Spannung.
https://youtu.be/tlfmc_Gr3hA
https://www.youtube.com/watch?v=RRzv0SBOyZw
Deutet auf irgendwas mit dem Netzteil, bzw. Spannungsversorgung hin.
Netzteil an sich arbeitet, aber ne recht große Ripplespannung auf der 5 V Leitung.
https://www.youtube.com/watch?v=haW1SZwX2Zc
Irgendwann fing es an etwas "warm" zu riechen.
Chinaspielzeug Wärmebildkamera zeigte den Übeltäter. Bei genauer Betrachtung fand sich auch die Ursache. Ein Elko hat schon dicke Backen. Ausgebaut und 1000 µF sollte er haben. 15 µF waren es noch und ein ESR von um 100 Ohms. Das Ding ist tot und dadurch wurde der Widerstand stark belastet und fing an zu bruzzeln. Ausgetauschten Teile. Der Widerstand war zwar vom Wert noch in Ordnung, wurde aber thermisch stark belastet, also neu und noch zwei Elkos, die grenzwertig waren. Wenn eh schon halb zerpflückt, noch weiter zerlegt und das Display und dessen Scheibe von hinten gereinigt. Funktioniert wieder und man beachte, die wieder absolut saubere Spannung.
https://youtu.be/tlfmc_Gr3hA
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Ich bin total begeistert. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das ist für mich der heilige Gral.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
- michaelhild
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Trafo, Übertrager, Spule defekt???
Diese Teile sind im Grunde nur gewickelter Draht, trotzdem ist eine Diagnose ob noch 100% funktionsfähig nicht mal eben möglich.
Auch, so wie ich es euch jetzt zeige, gibt es kein Absolut, höchstens man hat ein Vergleichsbauteil. Man kann nur sagen, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Teil in Ordnung.
1. Schritt ist die Widerstandsmessung, da nur Draht, sollte der Wert bei wenigen Ohm liegen. Ist der Wert hoch oder unendlich, Thema erledigt, Teil kaputt. Ist der Wert in einem normalen Bereich, kann die Wicklung intakt sein, muss aber nicht.
2. An Spulen oder wenn vorhanden im Datenblatt, ist auch ein Wert für die Induktivität angegeben. Hat man ein LCR Meter kann man diesen Wert messen und darüber eine Aussage treffen.
3. Bei Trafos in Netzteilen oder Übertragern sieht es oft anderes aus. Angaben meist nicht vorhanden und da speziell für den Hersteller gewickelt, aussichtslos was zu finden. Neben komplett durchgebrannt, gibt es noch den "bösen" Windungsschluss. Bedeutet, eine oder mehrere Windungen einer Wicklung haben irgendwo elektrischen Kontakt. Dort ist dann der Isolierlack auf dem Draht durch Hitze oder Vibrationen beschädigt worden.
Dies kann dann zur Überlast, falsches Arbeiten von Schaltnetzteilen und falsche Ausgangsspannungen (durch geändertes Windungsverhältnis) führen.
Es gibt dazu spezielle Messgeräte, aber es geht auch mit "Hausmitteln". Die Methode dahinter ist die gleiche. Kondensator parallel und man hat ein RC-Glied, dass bei anlegen von einem Impuls nachschwingt. Die Messgeräte zählen die Schwingen.
Einfachste Methode ist mit einem Kondensator und Oszilloskop. Dabei muss für jeden Impuls, der Kondensator an einem Netzteil aufgeladen werden und das Oszi dann noch genau passend den Single Shot abgeben. Mühsam.
Ich habe ja einen einfachen Signalgenerator. Damit geht es eleganter. Er muss nur ein Pulssignal mit kurzem Puls und langer Pause erzeugen.
Hier sieht man den Aufbau.
Ein Übertrager (Der ist in dem Fall sein eigener Kondensator) an den Generator angeschlossen und parallel dazu das Oszi. Startet man den Versuch, sieht man schön auf dem Oszi den Spannungsimpuls und das Nachschwingen. Letzteres ist das wo drauf das Augenmerk liegt, Es sollte gleichmäßig und langsam nachlassen (Kommt durch ohmschen Widerstand und Verluste). Der krasseste Fall wäre ein kompletter Kurzschluss an der "gegenüberliegenden" Wicklung. Nach dem Impuls kommt nur noch ein halber Schwung und danach Zusammenbruch. Der Kurzschluss auf der anderen Seite "frisst" die induzierte Spannung im Grunde auf. So funktioniert auch bei Bürstenmotoren eine einfache Motorbremse, z. B. Akkuschrauber. Der Motor wird kurzgeschlossen, der vom Anker induzierte Strom bremst die Maschine ab (Blaue Funken an den Kohlen). Wie sieht es nun bei nur einem Windungsschluss irgendwo aus.
Das konnte ich mit dem Übertrager nicht simulieren, dafür habe ich ne Spule geopfert, bei der ich an die Windungen kam.
Hier der Aufbau, diesmal war ein Kondensator nötig. 1,5 µF damit da auch ordentlich was nachschwingt.
Das Nachschwingen sah dann so aus:
Um den Schluss zu simulieren, habe ich mit einem Skalpell durch den Isolierlack in einige Windungen geschnitten.
Man sieht deutlich, das Nachschwingen wird schnell ausgebremst.
So kann man zumindest grob prüfen ob z. B. ein Trafo einen Schaden hat oder nicht.
Siehe Prüfung mit dem Übertrager, die gegenüberliegende Wicklung muss Lastfrei sein, sonst wird das Ergebnis verfälscht.
Achtung: Etwas Halbwissen ist bei der Sache bei mir im Spiel.

Achtung2: Wer sich wundert, warum der Tisch anders aussieht, ich habs in der Firma nachgestellt. Extra für Euch.
Auch, so wie ich es euch jetzt zeige, gibt es kein Absolut, höchstens man hat ein Vergleichsbauteil. Man kann nur sagen, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Teil in Ordnung.
1. Schritt ist die Widerstandsmessung, da nur Draht, sollte der Wert bei wenigen Ohm liegen. Ist der Wert hoch oder unendlich, Thema erledigt, Teil kaputt. Ist der Wert in einem normalen Bereich, kann die Wicklung intakt sein, muss aber nicht.
2. An Spulen oder wenn vorhanden im Datenblatt, ist auch ein Wert für die Induktivität angegeben. Hat man ein LCR Meter kann man diesen Wert messen und darüber eine Aussage treffen.
3. Bei Trafos in Netzteilen oder Übertragern sieht es oft anderes aus. Angaben meist nicht vorhanden und da speziell für den Hersteller gewickelt, aussichtslos was zu finden. Neben komplett durchgebrannt, gibt es noch den "bösen" Windungsschluss. Bedeutet, eine oder mehrere Windungen einer Wicklung haben irgendwo elektrischen Kontakt. Dort ist dann der Isolierlack auf dem Draht durch Hitze oder Vibrationen beschädigt worden.
Dies kann dann zur Überlast, falsches Arbeiten von Schaltnetzteilen und falsche Ausgangsspannungen (durch geändertes Windungsverhältnis) führen.
Es gibt dazu spezielle Messgeräte, aber es geht auch mit "Hausmitteln". Die Methode dahinter ist die gleiche. Kondensator parallel und man hat ein RC-Glied, dass bei anlegen von einem Impuls nachschwingt. Die Messgeräte zählen die Schwingen.
Einfachste Methode ist mit einem Kondensator und Oszilloskop. Dabei muss für jeden Impuls, der Kondensator an einem Netzteil aufgeladen werden und das Oszi dann noch genau passend den Single Shot abgeben. Mühsam.
Ich habe ja einen einfachen Signalgenerator. Damit geht es eleganter. Er muss nur ein Pulssignal mit kurzem Puls und langer Pause erzeugen.
Hier sieht man den Aufbau.
Ein Übertrager (Der ist in dem Fall sein eigener Kondensator) an den Generator angeschlossen und parallel dazu das Oszi. Startet man den Versuch, sieht man schön auf dem Oszi den Spannungsimpuls und das Nachschwingen. Letzteres ist das wo drauf das Augenmerk liegt, Es sollte gleichmäßig und langsam nachlassen (Kommt durch ohmschen Widerstand und Verluste). Der krasseste Fall wäre ein kompletter Kurzschluss an der "gegenüberliegenden" Wicklung. Nach dem Impuls kommt nur noch ein halber Schwung und danach Zusammenbruch. Der Kurzschluss auf der anderen Seite "frisst" die induzierte Spannung im Grunde auf. So funktioniert auch bei Bürstenmotoren eine einfache Motorbremse, z. B. Akkuschrauber. Der Motor wird kurzgeschlossen, der vom Anker induzierte Strom bremst die Maschine ab (Blaue Funken an den Kohlen). Wie sieht es nun bei nur einem Windungsschluss irgendwo aus.
Das konnte ich mit dem Übertrager nicht simulieren, dafür habe ich ne Spule geopfert, bei der ich an die Windungen kam.
Hier der Aufbau, diesmal war ein Kondensator nötig. 1,5 µF damit da auch ordentlich was nachschwingt.
Siehe Prüfung mit dem Übertrager, die gegenüberliegende Wicklung muss Lastfrei sein, sonst wird das Ergebnis verfälscht.
Achtung: Etwas Halbwissen ist bei der Sache bei mir im Spiel.
Achtung2: Wer sich wundert, warum der Tisch anders aussieht, ich habs in der Firma nachgestellt. Extra für Euch.
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
...und ich wunderte mich schon über den Prüfaufkleber auf dem Oszilloskopmichaelhild hat geschrieben: Mi 2. Sep 2026, 14:27
Achtung2: Wer sich wundert, warum der Tisch anders aussieht, ich habs in der Firma nachgestellt.
Sehr interessanter und ausführlicher Bericht
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Oida, bist narisch, würde der gepflegte Österreicher sagen…
Da bin ich wieder genauso begeistert, wie seinerzeit bei meinem ersten Schwager, der hatte auch den ganzen Tisch voll von diesen Elektrik-Trick Sachen und konnte, soweit kein Totalschaden vorlag, auch alles reparieren. Der hat bei Siemens gearbeitet - Maschinen- und Steuerungsbau für Malysia.
Der ist übrigens auch daran schuld, dass bei mir damals, zu Commodore C64-Zeiten der Computer-Virus ausgebrochen ist und bis heute noch immer anhält – unheilbar, sozusagen…
Ich für meinen Teil versteh von dieser Seite unserer Elektronischen Freunde leider nur Bahnhof…
Interessant ist es aber trotzdem und wert, weiter verfolgt zu werden…
Servus, der Lothar
Da bin ich wieder genauso begeistert, wie seinerzeit bei meinem ersten Schwager, der hatte auch den ganzen Tisch voll von diesen Elektrik-Trick Sachen und konnte, soweit kein Totalschaden vorlag, auch alles reparieren. Der hat bei Siemens gearbeitet - Maschinen- und Steuerungsbau für Malysia.
Der ist übrigens auch daran schuld, dass bei mir damals, zu Commodore C64-Zeiten der Computer-Virus ausgebrochen ist und bis heute noch immer anhält – unheilbar, sozusagen…
Ich für meinen Teil versteh von dieser Seite unserer Elektronischen Freunde leider nur Bahnhof…
Interessant ist es aber trotzdem und wert, weiter verfolgt zu werden…
Servus, der Lothar

