Wolfgang
Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
-
Wolfgang EG
- Beiträge: 185
- Registriert: Sa 4. Jan 2020, 06:32
- Wohnort: Brandenburg
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Micha, wenn Du solch alte Sachen reparierst, brauchst Du unbedingt auch ein dazu passendes nostalgisches Messgerät (hier ein russisches)...
Wolfgang
Wolfgang
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
- michaelhild
- Moderator
- Beiträge: 4790
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 20:01
- Wohnort: Im sonnigen LDK
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Uhi, cooles Teil.
-
Wolfgang EG
- Beiträge: 185
- Registriert: Sa 4. Jan 2020, 06:32
- Wohnort: Brandenburg
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Meines Wissens etwa aus den 1970er Jahren. Muss ich mal paar Meßleitungen anfertigen und probieren, ob es noch geht ...
Wolfgang
Wolfgang
- Holzduebel
- Beiträge: 917
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Da wirst Du außer trocken Elkos und krazigen Poti's nicht viele Probleme bekommen, vielleicht noch die Schalter mal ultraschallen.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
- michaelhild
- Moderator
- Beiträge: 4790
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 20:01
- Wohnort: Im sonnigen LDK
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Er soll wohl auf beiden Kanälen brummen. Ich habe ihn aber noch nicht angeschlossen, nur gestern ausgepackt.
Schade ist der Kratzer auf der Frontblende.
Schade ist der Kratzer auf der Frontblende.
- Holzduebel
- Beiträge: 917
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Kontrolliere die +/- Stromversorgung, meist 15V, gerade die negative SV ist oft durch und die OPVs machen dann Probleme.
Ab und zu sind es auch die dicken Dioden im Verstärkerkreis, du hast ja einen Oscar und der Signalweg lässt sich gut verfolgen.
Ab und zu sind es auch die dicken Dioden im Verstärkerkreis, du hast ja einen Oscar und der Signalweg lässt sich gut verfolgen.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
- michaelhild
- Moderator
- Beiträge: 4790
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 20:01
- Wohnort: Im sonnigen LDK
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Ja, der/die/das RC4195 ist ja gerne im Popo.Holzduebel hat geschrieben: Fr 2. Okt 2026, 12:47 Kontrolliere die +/- Stromversorgung, meist 15V, gerade die negative SV ist oft durch
- michaelhild
- Moderator
- Beiträge: 4790
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 20:01
- Wohnort: Im sonnigen LDK
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
So heute auf dem Tisch, bzw. immer mal wieder, ein Pioneer VSX-920.
Ein Monster, haufenweise Anschlüsse, inkl. LAN für Internetradio, aber auch vom Gewicht und vom Aufbau. Man kommt an nichts dran und um an was ran zu kommen, muss man im Grunde das ganze Ding auseinander reißen.
Fehler war, wie so oft, keine Funktion.
Mein Verdacht fiel, wie so oft, auf das Standbynetzteil, zumindest die erste Diagnose bestätigte dies auch. Das Ding soll 5,6 V erzeugen, zu messen, waren nur paar Millivolts. Da hat Pioneer aber, böse wie sie sind,eine Stolperfalle eingebaut. Die Masse von diesen 5,6 V ist NICHT die Gehäusemasse.
Mein erstes Stolpern.
Aber auch mit der korrekten Masse wurde es nicht besser.
Pioneer, wie gesagt böse, hat trotz der total verbauten Technik keine Serviceklappe im Gehäuseboden.
Also, um an die Platine mit dem Netzteil ranzukommen, muss das Ding komplett auseinander, weil die ist ganz unten. Und dann mal probeweise einschalten, kannste vergessen.
Gefühlt hundert Schrauben und dutzende Kabel später, hatte ich die Leiterplatte in der Hand. Alle potentiellen Bauteile geprüft, waren in Ordnung. Netzrelais an sich war auch in Ordnung.
Ich habe dann mit extern zugeführter Netzspannung, die Spannung vom Standbynetzteil geprüft. War plötzlich OK.
Ich wollte dann noch bevor ich die Platine wieder einbaue, noch die Funktion von der Ansteuerung des Netzrelais prüfen, vielleicht hapert es ja nur daran. Mit Labornetzteil das Einschaltsignal simuliert, Relais schaltet, Standby Spannung bleibt stabil und am Ausgang vom Relais, kommen 230 V raus. Schade hätte so einfach sein können.
Also Leiterplatte wieder ins Gehäuse und die Frontblende angesteckt. Zack, 5,6 V im Keller. Ich war dann etwas auf dem Holzweg, weil gedanklich nur an den Ein/Austaster gedacht. Daher zuerst mein Verdacht, das Standbynetzteil liefert fast keinen Strom und hat die 5,6 V nur im Leerlauf.
Ich habe dann Belastung mit einer Elektronischen Last simuliert. 100 mA schafft das Netzteil klaglos, mehr darf die Schaltung dahinter auch nicht ziehen. Dann habe ich mich dem Bedienpanel gewidmet, weil nach nem Kaffee war klar, der Fehler kann eigentlich nur da liegen.
5,6 V mit Labornetzteil simuliert und die Strombegrenzung langsam hochgedreht. Bei 0,5 A bekam ich Angst und habe mich auf die Suche begeben.
Chipkondensatoren in dem Zweig geprüft, die bekommen ja gerne mal nen Schluss. Nichts gefunden.
Aus den 5,6 V werden zwei Spannungen erzeugt. Verdacht war daher einer der Spannungsregler. Messen kann man die schlecht, also schnell ausgelötet. Problem weg. Spannungsregler mit dem Komponententester geprüft, kein Kurzschluss. Egal einen neuen eingebaut. Problem wieder da.
Ja und dann wurde es dünn und es blieb nicht mehr viel.
Ende vom Lied, der hier wars: Ähhh ja, recht eindeutig. Den ganzen Klump wieder zusammengebaut und er funktioniert.
Reparatur erfolgreich, der nächste bitte. Nein, leider bei weitem noch nicht.
Beim Zusammenbau ist mir das da bös ins Auge gesprungen: Viele der Elkos auf dem DSP Board verlieren Elektrolyt. Das ist im Grunde das Todesurteil für die Leiterplatte. Nicht nur, dass die Elkos nicht mehr ordentlich funktionieren, das Elektrolyt zerfrisst auch die Leiterbahnen.
Und damit begann eine Fleißarbeit.
Zuerst alle markiert, damit ich weiß, welche ich noch tauschen muss und dann Werte weise "ausgebaut". Das sieht zwar grob aus, ist aber die schonendste Methode. Den Kopf mit leichten Drehbewegungen entfernen und anschließend die Beinchen ablöten.
Unten sieht man auch Markierungen an Stellen, wo bereits die Elkos entfernt wurden. Die habe ich gemacht, weil es auch Stellen gibt, die nicht bestückt sind.
Nach über drei Stunden, waren alle Elkos gegen hochwertige von Panasonic mit höherer Spannungsfestigkeit getauscht und die Leiterplatte gereinigt. Ein Teil der Beute. Danach ging es an den finalen Test vor dem Zusammenbau.
Das Ding hat auch HDMI, also auch diesen per Notebook getestet.
Und da es ja bald wieder soweit ist, mit passender Musik.
https://youtu.be/IW57MH-CHdM
Alles in allem ein ganz schöner Aufwand, auch vom Material.
Ein Monster, haufenweise Anschlüsse, inkl. LAN für Internetradio, aber auch vom Gewicht und vom Aufbau. Man kommt an nichts dran und um an was ran zu kommen, muss man im Grunde das ganze Ding auseinander reißen.
Fehler war, wie so oft, keine Funktion.
Mein Verdacht fiel, wie so oft, auf das Standbynetzteil, zumindest die erste Diagnose bestätigte dies auch. Das Ding soll 5,6 V erzeugen, zu messen, waren nur paar Millivolts. Da hat Pioneer aber, böse wie sie sind,eine Stolperfalle eingebaut. Die Masse von diesen 5,6 V ist NICHT die Gehäusemasse.
Mein erstes Stolpern.
Aber auch mit der korrekten Masse wurde es nicht besser.
Pioneer, wie gesagt böse, hat trotz der total verbauten Technik keine Serviceklappe im Gehäuseboden.
Also, um an die Platine mit dem Netzteil ranzukommen, muss das Ding komplett auseinander, weil die ist ganz unten. Und dann mal probeweise einschalten, kannste vergessen.
Gefühlt hundert Schrauben und dutzende Kabel später, hatte ich die Leiterplatte in der Hand. Alle potentiellen Bauteile geprüft, waren in Ordnung. Netzrelais an sich war auch in Ordnung.
Ich habe dann mit extern zugeführter Netzspannung, die Spannung vom Standbynetzteil geprüft. War plötzlich OK.
Ich wollte dann noch bevor ich die Platine wieder einbaue, noch die Funktion von der Ansteuerung des Netzrelais prüfen, vielleicht hapert es ja nur daran. Mit Labornetzteil das Einschaltsignal simuliert, Relais schaltet, Standby Spannung bleibt stabil und am Ausgang vom Relais, kommen 230 V raus. Schade hätte so einfach sein können.
Also Leiterplatte wieder ins Gehäuse und die Frontblende angesteckt. Zack, 5,6 V im Keller. Ich war dann etwas auf dem Holzweg, weil gedanklich nur an den Ein/Austaster gedacht. Daher zuerst mein Verdacht, das Standbynetzteil liefert fast keinen Strom und hat die 5,6 V nur im Leerlauf.
Ich habe dann Belastung mit einer Elektronischen Last simuliert. 100 mA schafft das Netzteil klaglos, mehr darf die Schaltung dahinter auch nicht ziehen. Dann habe ich mich dem Bedienpanel gewidmet, weil nach nem Kaffee war klar, der Fehler kann eigentlich nur da liegen.
5,6 V mit Labornetzteil simuliert und die Strombegrenzung langsam hochgedreht. Bei 0,5 A bekam ich Angst und habe mich auf die Suche begeben.
Chipkondensatoren in dem Zweig geprüft, die bekommen ja gerne mal nen Schluss. Nichts gefunden.
Aus den 5,6 V werden zwei Spannungen erzeugt. Verdacht war daher einer der Spannungsregler. Messen kann man die schlecht, also schnell ausgelötet. Problem weg. Spannungsregler mit dem Komponententester geprüft, kein Kurzschluss. Egal einen neuen eingebaut. Problem wieder da.
Ja und dann wurde es dünn und es blieb nicht mehr viel.
Ende vom Lied, der hier wars: Ähhh ja, recht eindeutig. Den ganzen Klump wieder zusammengebaut und er funktioniert.
Reparatur erfolgreich, der nächste bitte. Nein, leider bei weitem noch nicht.
Beim Zusammenbau ist mir das da bös ins Auge gesprungen: Viele der Elkos auf dem DSP Board verlieren Elektrolyt. Das ist im Grunde das Todesurteil für die Leiterplatte. Nicht nur, dass die Elkos nicht mehr ordentlich funktionieren, das Elektrolyt zerfrisst auch die Leiterbahnen.
Und damit begann eine Fleißarbeit.
Zuerst alle markiert, damit ich weiß, welche ich noch tauschen muss und dann Werte weise "ausgebaut". Das sieht zwar grob aus, ist aber die schonendste Methode. Den Kopf mit leichten Drehbewegungen entfernen und anschließend die Beinchen ablöten.
Unten sieht man auch Markierungen an Stellen, wo bereits die Elkos entfernt wurden. Die habe ich gemacht, weil es auch Stellen gibt, die nicht bestückt sind.
Nach über drei Stunden, waren alle Elkos gegen hochwertige von Panasonic mit höherer Spannungsfestigkeit getauscht und die Leiterplatte gereinigt. Ein Teil der Beute. Danach ging es an den finalen Test vor dem Zusammenbau.
Das Ding hat auch HDMI, also auch diesen per Notebook getestet.
Und da es ja bald wieder soweit ist, mit passender Musik.
https://youtu.be/IW57MH-CHdM
Alles in allem ein ganz schöner Aufwand, auch vom Material.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
- Holzduebel
- Beiträge: 917
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Moin,
Das die normale Masse mit der Gehäusemasse nicht gleich ist ist auch bei Braun Atelier Geräten (zB.R4 oder CC4) gleich, da misst du viel Mist wenn du das nicht weißt, gerade auf der Prozessorplatine.
Der Standby Trafo ist auch bei den Braungeräten oft zu schwach dimensioniert, vermutlich aus Platzgründen.
Auch bin ich froh das da noch keine SMD Krabeler verbaut sind...
Du bekommst ein Elkotausch-Fleißbinchen
Das die normale Masse mit der Gehäusemasse nicht gleich ist ist auch bei Braun Atelier Geräten (zB.R4 oder CC4) gleich, da misst du viel Mist wenn du das nicht weißt, gerade auf der Prozessorplatine.
Der Standby Trafo ist auch bei den Braungeräten oft zu schwach dimensioniert, vermutlich aus Platzgründen.
Auch bin ich froh das da noch keine SMD Krabeler verbaut sind...
Du bekommst ein Elkotausch-Fleißbinchen
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
- michaelhild
- Moderator
- Beiträge: 4790
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 20:01
- Wohnort: Im sonnigen LDK
- Kontaktdaten:
Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Ich hätts ja wissen müssen, in die Mauerfall bin ich ja bei dem Teufel getappt.
