Der Signal- und Quellenkram soweit entfernt.
Und irgendwann lag das Mainboard zugänglich auf der Werkbank.
Vom eigentlichen Fehler habe ich irgendwie keine Bilder (mehr), an einem Kanal waren die Endstufentransistoren durch, daher der Kurzschluss.
Es ging dann aber fröhlich weiter...
...über defekte Elkos...
bis zu schlechten Lötstellen war alles dabei.
Und das auf allen Boards.
Selbst (und das ist eher selten) die "kleinen" Ladeelkos der Surroundkanäle hatten einen weg.
Hier schon zu erahnen, dem einen geht der Hut hoch.
Ausgebaut besser zu erkennen.
Wobei man da acht geben muss, diese Isolierkappe wölbt sich auch manchmal, und der eigentliche Kondensator ist noch intakt, also einfach mal drauf drücken, ob der Deckel nachgibt. Wenn nicht, dann kaputt.
Ich habe den Deckel mal entfernt und ja, das ist schon kurz vor bumm.
So große Elkos sind mittlerweile Dank Schaltnetzteilen und Class D schwerer zu bekommen (und teuer).
Ich wollte eigentlich ne höhere Spannungsfestigkeit (Betriebsspannung +/- 56V), aber in der Kapazität nicht zu bekommen. Auch die 8,2 mF habe ich bei meinen Haupthändlern nicht gefunden, also zumindest da etwas mehr mit 10 mF.
Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
- michaelhild
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
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- michaelhild
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Re: Hifi Reparaturen - Reparieren statt wegwerfen
Weiter ging es am Bedienteil.
(Ich hatte den AVR zwischenzeitlich halb zusammen am Leben, nur Display zeigte nichts an)
Die nächsten Kandidaten.
Zwei absolut fertige Kondensatoren. Damit sollte es dann gut sein.
Weit gefehlt.
Der Receiver hatte ein DC Offset von 0,5 V an allen Kanälen.
Überall ist schon komisch und deutet auf ein weit vorgelagertes Problem hin.
Eine Messung zeigte, es fehlt den Operationsverstärkern die negative Betriebsspannung. Bedeutet den Endstufen fehlt ein richtiger Arbeitspunkt.
Der 7915 würde sicherlich gerne, kann aber nichts, weil er schon keine Versorgungsspannung bekommt.
Weitere Messungen zeigten, das Problem lag direkt hinter dem Netztrafo.
Die beiden 0R47 Sicherungswiderstände waren durch und hochohmig. Passiert aber nicht aus Jux.
Der kleine Keramikkondensator hinter den Widerständen parallel zur Trafowicklung hatte Kurzschluss.
Wer genau hinschaut erkennt auch das schwarze Loch. Solche Widerstände habe ich nicht, also auf deren Lieferung gewartet und eingebaut.
(Im Hintergrund kann man die provisorische Reparatur mit normalen Widerständen erkennen. Ich wollte ja wissen, ob nicht noch was im Ar*** ist. Spannungen gemessen +/-15 V waren da und der DC Offset mit um 10 mV wieder da wo er hingehört.
Jetzt also fertig?
Nein weit gefehlt.
Der Lautstärkeregler war sehr sprunghaft.
Also ausgebaut und den Inkrementalgeber gereinigt.
Vorher. Nachher. Beim ausbauen habe ich gesehen, da sind LEDs auf der Leiterplatte. Und was machen die? Genau. Nichts!
Betriebsspannungen vorhanden, leuchtet aber nichts. Zum Glück hatte ich noch passende blaue LEDs mit flachem Kopf da.
Nu aber!
https://youtu.be/W1lqTpx-88g
Nu ja, fast.
Der Ein/Aus-Taster reagierte nicht immer, bzw. löste auch manchmal andere Befehle aus. (Die Tasten bilden eine Widerstandsmatrix, je nachdem welche Taste gedrückt wird, liegt am Controllereingang ein anderer Widerstandswert vor, welcher ausgewertet wird). Da dieser Taster alles zwischen fast 0 und 120 Ohm darstellte....
Also auch einmal neu.
Jetzt aber. Zuerst die Ruheströme eingestellt (25,9 mV +/- 5%). Die meisten waren zu hoch, was sich auch in der Leistungsaufnahme des Gerätes beim Nichtstun zeigte. Kurz noch eine Überprüfung der Klangregler.
Dazu eignet sich ein Rechtecksignal gut, damit lässt sich der Einfluss der Regler auf das Ausgangssignal kontrollieren. Und ein Test der Kanäle auf Gleichmäßigkeit und max. Leistung. 70 W RMS an 8 Ohm soll der 335 an den Frontkanälen können, 78 W bei 1 kHz haut er raus, bevor das Clipping anfängt.
Habe fertig.
(Ich hatte den AVR zwischenzeitlich halb zusammen am Leben, nur Display zeigte nichts an)
Die nächsten Kandidaten.
Zwei absolut fertige Kondensatoren. Damit sollte es dann gut sein.
Weit gefehlt.
Der Receiver hatte ein DC Offset von 0,5 V an allen Kanälen.
Überall ist schon komisch und deutet auf ein weit vorgelagertes Problem hin.
Eine Messung zeigte, es fehlt den Operationsverstärkern die negative Betriebsspannung. Bedeutet den Endstufen fehlt ein richtiger Arbeitspunkt.
Der 7915 würde sicherlich gerne, kann aber nichts, weil er schon keine Versorgungsspannung bekommt.
Weitere Messungen zeigten, das Problem lag direkt hinter dem Netztrafo.
Die beiden 0R47 Sicherungswiderstände waren durch und hochohmig. Passiert aber nicht aus Jux.
Der kleine Keramikkondensator hinter den Widerständen parallel zur Trafowicklung hatte Kurzschluss.
Wer genau hinschaut erkennt auch das schwarze Loch. Solche Widerstände habe ich nicht, also auf deren Lieferung gewartet und eingebaut.
(Im Hintergrund kann man die provisorische Reparatur mit normalen Widerständen erkennen. Ich wollte ja wissen, ob nicht noch was im Ar*** ist. Spannungen gemessen +/-15 V waren da und der DC Offset mit um 10 mV wieder da wo er hingehört.
Jetzt also fertig?
Nein weit gefehlt.
Der Lautstärkeregler war sehr sprunghaft.
Also ausgebaut und den Inkrementalgeber gereinigt.
Vorher. Nachher. Beim ausbauen habe ich gesehen, da sind LEDs auf der Leiterplatte. Und was machen die? Genau. Nichts!
Betriebsspannungen vorhanden, leuchtet aber nichts. Zum Glück hatte ich noch passende blaue LEDs mit flachem Kopf da.
Nu aber!
https://youtu.be/W1lqTpx-88g
Nu ja, fast.
Der Ein/Aus-Taster reagierte nicht immer, bzw. löste auch manchmal andere Befehle aus. (Die Tasten bilden eine Widerstandsmatrix, je nachdem welche Taste gedrückt wird, liegt am Controllereingang ein anderer Widerstandswert vor, welcher ausgewertet wird). Da dieser Taster alles zwischen fast 0 und 120 Ohm darstellte....
Also auch einmal neu.
Jetzt aber. Zuerst die Ruheströme eingestellt (25,9 mV +/- 5%). Die meisten waren zu hoch, was sich auch in der Leistungsaufnahme des Gerätes beim Nichtstun zeigte. Kurz noch eine Überprüfung der Klangregler.
Dazu eignet sich ein Rechtecksignal gut, damit lässt sich der Einfluss der Regler auf das Ausgangssignal kontrollieren. Und ein Test der Kanäle auf Gleichmäßigkeit und max. Leistung. 70 W RMS an 8 Ohm soll der 335 an den Frontkanälen können, 78 W bei 1 kHz haut er raus, bevor das Clipping anfängt.
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