Hallo Uli
Mit zweimal werde ich es nicht schaffen, müsste ich mal ausprobieren, bzw genau drauf achten. Den Grat entferne ich, außer bei der Schruppröhre (aus Bequemlichkeit) eigentlich immer, habe aber auch noch nicht drauf geachtet, ob es was bringt, den Grat bei Röhren stehen zu lassen. Vom Winkel der Fase her eigentlich unlogisch. Aber vielleicht ist es beim Drechseln anders. Könnte ich mal probieren. Beim ziehenden finalen Schnitt kann ich es mir aber nicht so recht vorstellen, dass es was bringt. Wie ist es denn beim Engelshaarschnitt mit Grat?
Mit der CBN bekomme ich eine glattere Fase hin, als mit der Wassersteinscheibe. Am ehesten nervt mich an der Tormek, dass ich bei den Schabern keinen vernünftigen Grat hinbekomme. Zumindest nicht so, wie ich es gerne hätte, um so wenig wie möglich schleifen zu müssen. Daher auch immer mal der Gedanke, mir doch noch einen Langsamläufer zuzulegen. Irgendwelche Eisen umzuschleifen werde ich sicherlich nicht machen. Da kaufe ich mir lieber das Passende.
Um mal zu meiner eigentlichen Frage zurückzukommen. Ich habe heute meinen ersten Versuch gestartet, den Rost auf Schneiden und Zunder wegzubekommen. Als Möbelrestaurator fängt man ja immer mit dem sanftesten Mittel an und steigert sich dann nach und nach. Daher habe ich mit Schleifvlies und einem Multiöl von Fuchs (wahrscheinlich etwas ähnliches wie WD40) angefangen, erschien mir in dem Fall als das Schonendste. Das hat überraschend gut geklappt. Rost weg, Zunder ohne Beschädigung. Ein paar verkrustete Verschmutzungen mit Harzlöser von Stihl und einer alten Ziehklinge entfernt. Das war es schon. Danach habe ich dann den ersten groben Anschliff der Äxte und Rindenschäler mit dem Bandschleifer und 80er Papier vorgenommen. Immer mal zwischendrin in Wasser gekühlt, war auch das kein Problem. Hat dann aber, wegen ein paar Scharten, schon etwas mehr Zeit gekostet. Alles in allem (Entrosten und Grobschliff) bisher 2 Stunden.Dannach habe ich mich noch den zwei Ziehmessern gewidmet. Entrosten auch wie oben beschrieben und dann versucht zu schärfen. Ging zwar mit Feilen *Normal und Diamant) ganz gut, aber die Schneiden sind nicht mehr gleichmäßig rund bzw gerade. Da ich die nicht nur zum Entrinden, sondern auch zum Schnitzen einsetzen wollte, muss ich da nochmal dran und erstmal eine gleichmäßig runde bzw gerade Schneidenform herstellen.
Womit ich den Dechsel schärfe, weiß ich noch nicht. Der hat leider nicht nur innen eine Fase. Irgendein Tro.... ist mit irgendwas auch außen drüber gegangen. Das wird dann noch lustig werden. Ich fürchte, mit meinen Mitteln dürfte das extrem zeitaufwendig werden. Erstmal muss die Schneide 2 - 3mm runtergeschliffen werden und dann eine komplett neue Innenfase anschleifen.
Jemand eine Idee, womit man das mit möglichst wenig Zeitaufwand machen könnte?
Gruß Michael
Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Michael,pumuckel hat geschrieben: Mo 2. Nov 2026, 16:56 Erstmal muss die Schneide 2 - 3mm runtergeschliffen werden und dann eine komplett neue Innenfase anschleifen.
Jemand eine Idee, womit man das mit möglichst wenig Zeitaufwand machen könnte?
ich würde einen Geradschleifer probieren, mit kegeligen Stein. Der nimmt normalerweise gut was weg. Ein langer zylindrischer Stein geht auch. Zum Abziehen der Schneide dann einen Fächerschleifer mit 80er oder 120er Körnung einspannen. Damit bekommst du eine polierte Schneide. Aufpassen, der Geradschleifer dreht normal irgendwo zwischen 12000 und 26000 Upm. Nie lange an einer Stelle stehenbleiben, sonst wird das Eisen sofort blau. Und öfter mal mit Wasser kühlen.
Ich weiß aber nicht, ob ein Geradschleifer zu deinem Werkzeugsortiment gehört. Aber so würde ich die Aufgabe lösen.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Claus
Leider nicht. Würde da so ein einfacher, wie dieser hier von Makita reichen
https://www.bueromarkt-ag.de/geradschle ... d_source=1
Gruß Michael
Leider nicht. Würde da so ein einfacher, wie dieser hier von Makita reichen
https://www.bueromarkt-ag.de/geradschle ... d_source=1
Gruß Michael
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Na klar,, reicht. Hatten wir sogar im professionellen Bereich mehrere, mit Rauheinsatz an den Gleisbremsen...
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Merci, bestellt. Muss ja weitergehen.
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Ja Michael,pumuckel hat geschrieben: Mo 2. Nov 2026, 17:47 Würde da so ein einfacher, wie dieser hier von Makita reichen
für den gelegentlichen Gebrauch ist der ganz okay. Das einzige wozu ich dir noch geraten hätte, wären 8er Spannzangen. Aber eine 6er Aufnahme geht auch, die ist für die Maschinengröße üblich.
Ich habe bei meinen Fein Geradschleifern sowohl 8er als auch 6er Spannzangen. Die Schleifsteine mit 8er Dorn laufen ruhiger und vibrieren nicht so stark. Aber die Steine sind auch realtiv groß: D=60 und L=50.
Die Steine für den Geradschleifer sind höchsten 25 bis max 30mm im Durchmesser und haben eine Länge von 30 bis 40 mm. Besorg dir diese rosanen Korundschleifer. Die sind gut für den Grobschliff und haben eine gute Bindung. Allerdings ist der Abtrag nicht mit einem Winkelschleifer zu vergleichen.
Die Schleifsteine gibt es bei Amazon oder Ebay in verschiedenen Größen recht günstig. Für den Feinschliff bzw. das Polieren der Schneide sind kleine Schleifhülsen oder Fächerschleifer recht gut. Du mußt aber aufpassen, dass die für die hohe Drehzahl geeignet sind. Die Körnung nicht feiner als 100. Ich nehme normalerweise K80. Die Kleine Hülsen müßten die Drehzahl können. Die größeren Fächerschleifer können meist nicht mehr als 10.000 Upm.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
