Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Mal einen kurzen Zwischenbericht. Die Axtköpfe und Rindenschäler sind soweit fertig geschärft. Vorgegangen bin ich wie folgt. Zunächst auf dem Bandschleifer von 80er bis 400er geschliffen. Danach noch mit Diamantfeilen in 3 Abstufungen geschärft. Die beiden größeren Äxte(1000 und 1250g) haben eine normale Schneidenform wie bei einer Fällaxt bekommen. Orientiert habe ich mich an meinen Fiskarsäxten, die ich im Forst benutze. Die kleinere (750g) hat eine Schneidenform wie meine Bildhaueraxt bbekommen.Bei den Rindenschälern habe ich eine Schneide mit einseitiger Fase, die andere mit zweiseitiger Fase versehen, so wie ich sie bekommen habe. Mal schauen welche sich besser bewehrt. Vorgehen wie bei den Äxten. Mit allen Schneiden kann ich, händisch geführt, einen Span abhebenn. Das muss jetzt erstmal reichen. Nach dem Einstielen erfolgen dann erste Tests. Da ich alle Werkzeuge in einer Werkzeugkiste für Grünholzarbeiten aufbewahren möchte, überlege ich noch, die Schneiden mit einem Lederschutz zu versehen.
Das erste Ziehmesser gestaltete sich etwas schwieriger. Da ich dieses Zugmesser zum Schnitzen verwenden möchte, habe ich der Schneide zunächst wieder eine gleichmäßige Rundung angefeilt. Dabei fiel mir schon auf, dass ein kleiner Bereich sehr viel härter als der Rest der Schneide war. Hatte ich so auch noch nicht. Ging dann am besten, insbesondere bei der neuen Fase, mit Diamantsteinen und -feilen. Heute Mittag dann ein erster Versuch, einen Halbstab in Eichenholz herzustellen. Das hat dann auch gut funktioniert.
Jetzt überlege ich noch neue Griffe zu drechseln, da die alten nicht gut in der Hand liegen. Irgendjemand einen Vorschlag, wie ich die alten am besten abbekomme und die neuen wieder drauf?
Gruß Michael
Gruß Michael
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- michaelhild
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Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Ist ja genietet.
Den Nietkopf abschleifen, dann werden sich die Griffe entfernen lassen.
Die Neuen dann etwas kürzer wie die Alten herstellen, damit wieder genug Material da ist, zum vernieten.
Den Nietkopf abschleifen, dann werden sich die Griffe entfernen lassen.
Die Neuen dann etwas kürzer wie die Alten herstellen, damit wieder genug Material da ist, zum vernieten.
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Danke, eigentlich sollten die Griffe länger werden. Vielleicht vom Ende her eine Bohrung setzen. Oder die Griffe einbrennen oder aufbohren und kleben. Schwierig, hat das schon mal jemand an einem Ziehmesser gemacht? Die Kräfte wirken ja hier anders, als bei einem Beitel, etc.
Gruß Michael
Gruß Michael
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Michael,
das Problem hatte ich mit meinen Zugmessern auch. Die Angeln sind angeschmiedet. Auf die Enden der Angeln waren keine Scheiben aufgenietet, wie bei dir. Deswegen konnten sich die Enden über die Jahre die Griffe in die umgebogenen Angeln einarbeiten. Die Griffe sind auf die Angeln aufgeschoben und die Enden umgebogen. Nachdem sich ein Griff in das umgebogene Ende der Angel eingearbeitet hat und nicht mehr gut zu befestigen war, habe ich die Angel abgeschnitten und ein kleines Stück Gewindestange angeschweißt.
So konnte ich am Ende eine kleine Mutter (M4 oder M5) mit großer Karosseriescheibe anbringen und so die Griffe wieder richtig gut befestigen. So bekommt man auch eine gute Vorspannung, sodass man die Griffe, sollten sie sich mit der Zeit auf der Angel einarbeiten, wieder mit der Mutter nachspannen kann. Das hat sehr gut funktioniert.
Ich mache davon morgen mal ein Bild, wie das aussieht. Einer der beiden Griffe war auch gespalten, deswegen habe ich den Griff wieder geleimt.
Für einen besseren Gripp habe ich auf die Griffe einen großen Schrumpfschlauch aufgeschrumpft.
das Problem hatte ich mit meinen Zugmessern auch. Die Angeln sind angeschmiedet. Auf die Enden der Angeln waren keine Scheiben aufgenietet, wie bei dir. Deswegen konnten sich die Enden über die Jahre die Griffe in die umgebogenen Angeln einarbeiten. Die Griffe sind auf die Angeln aufgeschoben und die Enden umgebogen. Nachdem sich ein Griff in das umgebogene Ende der Angel eingearbeitet hat und nicht mehr gut zu befestigen war, habe ich die Angel abgeschnitten und ein kleines Stück Gewindestange angeschweißt.
So konnte ich am Ende eine kleine Mutter (M4 oder M5) mit großer Karosseriescheibe anbringen und so die Griffe wieder richtig gut befestigen. So bekommt man auch eine gute Vorspannung, sodass man die Griffe, sollten sie sich mit der Zeit auf der Angel einarbeiten, wieder mit der Mutter nachspannen kann. Das hat sehr gut funktioniert.
Ich mache davon morgen mal ein Bild, wie das aussieht. Einer der beiden Griffe war auch gespalten, deswegen habe ich den Griff wieder geleimt.
Für einen besseren Gripp habe ich auf die Griffe einen großen Schrumpfschlauch aufgeschrumpft.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Claus
Das ist auch eine gute Idee. Ich frage mich gerade, ob man auf die Angel nicht einfach ein Gewinde drehen könnte und die Angel/Erl dann mit einer Schraube zu sichern?
Der Dechsel ist inzwischen auch fertig geworden. Das Zurichten und Schärfen ging am besten mit Metallfeile und Wetzstein für die Sense. Nur mit dem Stiel bin ich noch nicht ganz glücklich. Etwas unhandlich für das, was ich ursprünglich mit dem Dechsel vorhatte. Meine anderen Ziehmesser habe ich dann noch gleich mitgeschärft, wenn man schon mal dabei ist.
Gruß Michael
Das ist auch eine gute Idee. Ich frage mich gerade, ob man auf die Angel nicht einfach ein Gewinde drehen könnte und die Angel/Erl dann mit einer Schraube zu sichern?
Der Dechsel ist inzwischen auch fertig geworden. Das Zurichten und Schärfen ging am besten mit Metallfeile und Wetzstein für die Sense. Nur mit dem Stiel bin ich noch nicht ganz glücklich. Etwas unhandlich für das, was ich ursprünglich mit dem Dechsel vorhatte. Meine anderen Ziehmesser habe ich dann noch gleich mitgeschärft, wenn man schon mal dabei ist.
Gruß Michael
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Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Michael,pumuckel hat geschrieben: Fr 6. Nov 2026, 22:38 Ich frage mich gerade, ob man auf die Angel nicht einfach ein Gewinde drehen könnte und die Angel/Erl dann mit einer Schraube zu sichern?
mußt du ausprobieren. Wenn die Angel weichgeglüht ist, dann kann das funktionieren. Normalerweise sind die Zugeisen aus Vergütungsstahl, der härtber ist. Bei meinen Zugeisen waren die Angeln sehr spröde. Die Angel ist ja angeschmiedet und das Material ist durch den Schmiedeprozess verdichtet. Gewindeschneiden war nicht möglich, deswegen habe ich einfach eine 4.6er Gewindestange aus dem Baumarkt angeschweißt. So hat sich das Material an der Schweißnaht auch nicht aufgehärtet.
Wenn du die Angel/Erl an der Spitze ausglühst, sollte Gewindeschneiden vielleicht machbar sein. Einen Versuch ist es wert. Abschneiden und ein Stück anschweißen kannst du immer noch. Hülsenmuttern für die Griffbefestigung sollte gut funktionieren.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
So, hier sind meine beiden Zugeisen. Das mit den blauen/schwarzen Griffen ist sehr hochwertig und gut. Bei dem ist mir einer der beiden Griffe gespalten, deswegen habe ich die Griffe abgebaut und geleimt. Beim Zurückbiegen der Erl ist mir eines, wie soll es denn auch anders sein, abgebrochen, deswegen habe ich die Gewindestangen angeschweißt.
Hält prima.
Das rote Zugeisen ist etwas klobig, weil die Schneide nicht so dünn ausgeschmiedet ist. Dort habe ich den Umbau ebenso gemacht, weil ich sehr gute Erfahrungen mit den Gewindestangen von dem blauen Zugeisen gemacht habe.
Gewinde sind M5
Hält prima.
Das rote Zugeisen ist etwas klobig, weil die Schneide nicht so dünn ausgeschmiedet ist. Dort habe ich den Umbau ebenso gemacht, weil ich sehr gute Erfahrungen mit den Gewindestangen von dem blauen Zugeisen gemacht habe.
Gewinde sind M5
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Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
