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Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 13:01
von RockinHorse
Hallo felixna,
dass sich der Bandlauf ausschließlich durch die Neigung der Bandrolle (gewöhnlich ist das die obere) beeinflussen lässt, ist ein Irrtum. Bei einer neuen Bandsäge sollte mindestens die Koplanarität der Bandrollen überprüft werden. Das ist in der Regel kein leichtes Unterfangen und beschränkt sich nicht darauf, dass die Rollen nur "irgendwie" senkrecht übereinander stehen.
Koplanar heißt, dass jede der Kreisscheiben, die von jeweils einer Rolle gebildet werden, in EINER senkrechten Ebene liegen und dürfen nicht gegeneinander verschränkt sein, ein bildlicher Ausdruck: so wie 2 Geldmünzen flach auf einer Tischoberfläche liegen.
Der nächste Aspekt, ist die Bombierung. Es gibt eine Regel: So viel wie nötig und so gering wie möglich. Der Radius einer Bombierung sollte nach Möglichkeit nicht kleiner werden, wie der Durchmesser einer Rolle.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sollte der Bandlauf aber erst durch die Neigung der oberen Rolle beeinflusst werden, wenn ein Mindestbandzug vorhanden ist. Ohne diesen Mindestbandzug wird das nix.
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 14:31
von michaelhild
Hi Hubert,
schön, dass Du hier wieder aktiv bist.
Ähm ich denke Deine Ausführungen sind etwas zu kompliziert, auch wenn sie richtig sind. Felixna ist ja neu auf dem Gebiet Bandsäge und da ist das schon ne Hausnummer was Du schreibst.
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 18:43
von RockinHorse
Moin Micha,
michaelhild hat geschrieben:Hi Hubert,
schön, dass Du hier wieder aktiv bist.
Du weißt doch: Auch andere Mütter haben schöne Töchter
michaelhild hat geschrieben:Ähm ich denke Deine Ausführungen sind etwas zu kompliziert, auch wenn sie richtig sind. Felixna ist ja neu auf dem Gebiet Bandsäge und da ist das schon ne Hausnummer was Du schreibst.
Richtig, 'ne Bandsäge ist auch verdammt komplex. Ich hab's ja durch eigene Erfahrungen zu spüren bekommen.
Aber die Koplanarität ist überhaupt die wichtigste Einstellung, die überprüft werden muss. Daher auch mein Beispiel mit den Münzen, die auf einer Tischplatte liegen und die somit koplanar sind. Wenn diese Einstellung hergestellt ist, dann ist die halbe Miete schon gewonnen.
In dem anderen Forum sind auch nicht so viele Experten, die zur Bandsäge was sagen können. Sie alle waren ganz still, als ich meine Säge errichtet habe. Löbliche Ausnahme war Holz-Opa aus Mainz.
Mal sehen, ob ich meine Säge hier vorstellen sollte. Soll ich?
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 19:13
von Klaus
RockinHorse hat geschrieben:
Mal sehen, ob ich meine Säge hier vorstellen sollte. Soll ich?
Hallo Hubert,
also von mir aus gerne - hab ja schon einiges drüber gehört. Aber rein aus Interesse, beitragen kann ich dazu nix.
Gruss, Klaus
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 19:19
von the_black_tie_diyer
Hallo Hubert,
ich habe noch nichts darüber gehört, und würde sie gerade deshalb gerne sehen.
Viele Grüße & besten Dank,
Oliver
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 19:59
von wozo3561
Bzgl. der Koplanarität gibt es verschiedene Meinungen. Ich bin nicht der Spezialist für Bandsägen, aber wenn ich an anderer Stelle zwei Laufräder mit einer leichten Wölbung nehme und die exakt koplanar ausrichte, dann ist kein stabiler Lauf eines Bandes gegeben, da dieses quasi auf der Wölbung schwimmt. Klingt für mich logisch. Aber wie gesagt, ich bin kein Spezialist für Bandsägen und habe meine nach dieser Vorgabe hier eingestellt und das funktioniert hervorragend.
https://youtu.be/wGbZqWac0jU?t=361
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 20:59
von Bavarian-Woodworker
Hallo Hubert,
ich verfolge Deine "Projekte" im anderen Forum schon seit geraumer Zeit und bin immer wieder beeindruckt von Deinen Fähigkeiten, wie Du Maschinen planst und der Präzision Deiner Ausführungen bei der Erstellung derselben.
Ich würde mich, wie bestimmt auch alle anderen Holzwürmer hier, sehr darüber freuen, wenn Du Deine Bandsäge von Beginn an hier vorstellen würdest. Und nicht NUR Deine Bandsäge…
Projekte wie Deine bereichern ein Forum ungemein und auch wenn sich der Großteil der Holzwürmer nur „lesend“ beteiligen wird, so wäre es für die meisten dennoch sehr interessant mitzuerleben, wie so eine Bandsäge geplant und aufgebaut wird.
Wenn Du also „Bock“ drauf hast – dann nur zu! Du bist herzlich eingeladen, hier aktiv mitzumischen…
Servus, der Lothar (der grad den zweiten Teil des Sabre 450 Aktion-Films schneidet)

Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 21:19
von Klaus
Bavarian-Woodworker hat geschrieben:
Servus, der Lothar (der grad den zweiten Teil des Sabre 450 Aktion-Films schneidet)

Is scho recht - i sabber ja scho ...
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 22:53
von felixna
So, nachdem sich der Scheppach-Support nun die die ganze Woche nicht bei mir gemeldet hat (abgesehen von einer automatischen Antwort-Mail) und ich vermute, dass der Fehler der Säge sich nicht wirklich justieren lässt, sondern schlicht der Rahmen verzogen ist, habe ich sie heute eingepackt und dem Händler zurück geschickt. Beim Einpacken sind mir auch ein paar Löcher und Kratzer im Original-Karton aufgefallen, die auf eine recht unsanfte Behandlung hinweisen. Ich vermute daher, dass sie wohl "einen Treffer" abbekommen hat und schlicht verzogen ist.
Da das untere Rad direkt auf die Achse des Motors gepresst ist, ist es natürlich empfindlicher beim Transport als ein indirekter Antrieb mittels Riemen. Bekommt der Motor einen Schlag, ist die Lagerung schnell verzogen und Schluss ist es mit der Koplanarität. Davor schützt ein indirekter Antrieb natürlich auch nicht völlig, aber etwas besser dürfte es schon sein.
Vielen Dank allen für die Beiträge!
Viele Grüße
Felix
Re: Frage zur Bandsäge Führung
Verfasst: Sa 14. Apr 2018, 01:00
von Mandalo
RockinHorse hat geschrieben:Mal sehen, ob ich meine Säge hier vorstellen sollte. Soll ich?
Dafür!
