Die Hobeleisen müssen noch warten. Ich möchte in der Arbeit die Werkstoffe analysieren lassen, deswegen lasse ich sie momentan ruhen, bis ich nächste Woche die Prüfergebnisse habe.
Dafür hatte ich eine neue Idee. Ich wollte schon lange mal vernünftige Anreißmesser. Also hab ich mich mal schlau gemacht, wie sie aussehen. Nachdem ich den Griffen eine persönliche Note verleihen möchte, habe ich jeden Griff unterschiedlich gedrechselt. Bis ich das Optimum gefunden habe, hat es gedauert. Ideal ist eine Griffmulde für den Zeigefinger und eine 2. Mulde für den Handballen vom Daumen. Trotzdem gefallen mir die anderen Griffe auch sehr gut.
Als Material habe ich alles verwendet, was eigentlich im Ofen landet: Esche, Buche, Ahorn, Kantel in unterschiedlicher Länge und Abmessung. Das Messer mit der Zwinge war mein 1. Muster. Allerdings hab ich festgestellt, dass man überhaupt keine Zwinge braucht, wenn man an die Messer eine Angel anschleift. So eine große Spaltwirkung hat die Angel nicht, der Griff gespalten wird.
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Nach dem Drechseln hab ich erst mal alles wieder sauber gemacht. 2 Eimer später, war wieder alles sauber.
Die Messereinsätze sind alte HSS- Hobelmesser, welche die Mindesthöhe schon unterschritten haben.
Ich möchte 2 Größen anfertigen: Breite 15 und Breite 20. Das Schleifen von dem Stahl stellte ich als Herausforderung das. Die Hobelmesser sind so extrem hart, dass ich beim Ablängen mit dem Winkelschleifer und feiner Trennscheibe gemerkt habe, das wird kein Spaziergang.
Den Winkel habe ich - wie immer - mit der Flachschleifmaschine angeschliffen. Die Schneide ist frei Hand auf dem Doppelschleifer angeschliffen, da ich sonst eine neue Vorrichtung bauen hätte müssen. Die Vorrichtung für den Spitzenwinkel ist auf 30° gefertigt. Nachdem ich aber die Messer auch noch um die 2. Achse drehen muß, hätte ich den Winkel erst per CAD ermitteln und dann eine neue Vorrichtung bauben müssen. Der Winkel der Schneiden ergibt sich wie ein Schifterschnitt. Mit der Hand hab ich mehr Gefühl und das geht verhältnismäßig schnell. Die Schneiden habe ich nicht rasiermesserscharf abgezogen, wegen der Verletzungsgefahr. Die Spitze ist aber extrem scharf.
Der eine oder andere wird sich fragen: Warum so viele Griffe? Was machst du mit so viele Anreißmesser?
Ich habe das Mustermesser ausprobiert und es gleich mal mißbraucht. Damit mit kann man problemlos Stahl anritzen. Der Spitze hat das überhaupt nichts ausgemacht. Allerdings ist der Stahl zwar hart, aber auch spröde. Beim Ablänge sind Teile aufeinander gefallen. Dabei ist gleich mal ein Eck ausgebrochen. Macht aber nichts wird, bei der Spitze schleifen sowieso weggeschliffen.
Ich brauch gleich mal in meiner Metallwerkstatt 2 oder 3 Stück, dann in der Maschinenwerkstatt, wo meine Drehmaschine, Fräse und die Bohrmaschine steht, ebenfalls 2 oder 3 Stück. Dann noch 3 oder 4 Stück in der Holzwerkstatt.
Der Rest wird wahrscheinlich an Freunde verschenkt.
Das Muster bekommt mein Arbeitskollege, mit dem ich dasselbe Hobby teile.