Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

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Baumbart
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Baumbart »

Sieht jetzt schon wieder ganz gut aus, der Länge nach betrachtet erinnern mich die Anordnung der Schmetterlinge an einen Reißverschluss 👍😁
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit :lol:
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Mario
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Mario »

Reißverschluss... :lol:
oder Frankensteins Produkte"! :mrgreen:

Moin Claus
Auf jeden Fall ein schönes Stückchen Holz, bin auf das Möbel schon sehr gespannt!

Grüße Mario
Claus P
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Claus P »

Baumbart hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 22:20 Sieht jetzt schon wieder ganz gut aus, der Länge nach betrachtet erinnern mich die Anordnung der Schmetterlinge an einen Reißverschluss 👍
Ja, kann man meinen. Die Butterflies stabilisieren die Platte sehr gut. Hätte ich nicht gedacht. Sieht fast so aus wie die Naht von Frankenstein.
pumuckel hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 21:39 ich hätte an beiden Seiten der breiten Bohle ein schmaleres Stück angeleimt. Ich glaube, das hätte die breite Bohle nochmal besser in Szene gesetzt.
Michael, das verstehe ich nicht, was du meinst. Ich möchte ja die Baumkante erhalten. Die Stirnseiten werden erst zugeschnitten, wenn ich die Platte geschliffen habe. Auch die Wurmlöcher möchte ich erhalten. Würmer sind keine mehr drin. Die Frage ist nur: farblos bzw. mit Eschestaub spachteln oder schwarz. Da bin ich mir noch nicht ganz schlüssig.

So, dann mal das Ergebnis von heute. Die eine Seite ist fertig. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zu frieden.
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Die Butterflies sitzen und bei der Gelegenheit hab ich dann gleich noch ein paar Faulstellen ausgebessert.
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Danach war erst mal saubermachen angesagt. Unglaublich, was mit dem Handhobel für ein Haufen voll Späne zusammenkommt.
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So ist es schon besser
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So sieht die Platte im ganzen aus.
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Dann wollte ich euch noch zeigen, wie ich die Ecken von den Butterfly- Löchern sauber bekomme. Ich habe mir Stemmeisen schräg geschliffen. Diese sind von Smalcalda und nicht so hochwertig wie die namhaften Werkzeuge. Aber für den Zweck sind sie ausreichend. Ich hab mir dien Pendants von Kirschen angesehen. Fazit: Für die Arbeiten unbrauchbar:

1. Winkel viel zu steil, der Winkel sollte nicht steiler sein als 30°
2. Die Stemmeisen von Kirschen sind viel zu breit. Für die schmalen Butterflies brauche ich schmale Eisen, damit ich in die Ecken komme. Die Kirschen sind ja gedacht um die Ecken von Schwalben auszuarbeiten. Da hat man ja dasselbe Problem. Ich frage mich wie man damit in die Ecken kommen soll?
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Dann das Ergebnis von heute vor dem Feierabend. Die kleinen Butterflies sind schon versenkt. Mit den großen geht es dann morgen weiter.
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Dann noch eine Frage in die Runde:

Ich habe beim Fräsen gemerkt, dass die Platte bis ca. 1cm Tiefe extrem hart ist. Wenn ich mit dem Fräser die Kavitäten herausarbeite fangen teilweise schon die Späne an Glutnester zu bilden und ich muß aufpassen, damit nichts Feuer fängt. Ist die erste Ebene herausgefräst, läßt sich die 2. Ebene mit demselben Fräser ohne Probleme mühlelos herausarbeiten. Die Feuchte habe ich gemessen. Die ist an der Oberfläche 16.5% und in 1cm Tiefe 16.2%. Das liegt in der Messtoleranz und ich würde sagen daran liegts nicht.
Auch beim Bohren mit dem Forstnerbohrer dasselbe. Man merkt direkt, wenn man ca. 1cm tief ist, dass dann der Bohrer viel leichter ins Material eintaucht. Ich kann mir das Phänomen nur erklären, dass die Bohle an der Sonne sich oberflächlich verändert hat.

Dann hab ich noch eine sehr schnelle Möglichkeit gefunden die Butterflies zu putzen. Ich trenne sie einfach vom Stab ab und schleife die Fläche auf dem Bandschleifer nach. Das geht recht schnell und man kann die Winkel sehr leicht korrigieren. Das gilt vor allem für die kleineren Butterflies.
Wenn man den Dreh heraus hat, geht das einstemmen sehr schnell:
Mit dem Anreißmesser die Kontur außen anreißen. Dann mit Forstnerbohrer in verschiedenen Größen die Kavitäten vorbohren und mit Oberfräse die Tiefe in 2 Schritten heraus arbeiten. Dann mit breiten Stemmeisen die Seiten vorstemmen (ca. 1mm stehen lassen), dann mit schmaleren Eisen die Stirnseiten vorstemmen. Dann Loch am Boden putzen und zum Schluß nochmals alle Seitenflächen nachstemmen und die Ecken sauber ausarbeiten. Fertig. Wenn man den Dreh raus hat, dauer ein Loch, je nach Größe zwischen 5 und 10 Minuten.
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Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Sebastian »

Hallo Claus

Die Platte sieht sehr gut aus. Die Butterflys kommen gut zur Geltung.
Zu deiner Frage mit der unterschiedlichen Festigkeit im Holz: eine wissens Antwort kann ich nicht anbieten. Jedoch würde ich deine Theorie unterstützen. Egal ob es Sonne (UV) oder Sauerstoff oder sogar beides ist, ich würde vermuten, dass die Verschiedenen Stoffe im Holz eine Art Polymerisation oder Quervernetzung durchlaufen. Holz ist ja einer der ältesten Verbundwerkstoffe. Wir haben Fasern aus Zellulose und eine Matrix aus Lignin. Lignin ist ein thermoplastisches Polymer, hat jedoch noch Doppelbindungen in der Struktur. Durch diese kann es quervernetzen, was bei wenigen Vernetzungen zum Elastomer und bei vielen zum Duroplast führt. Der Prozess kann durch UV oder Sauerstoff gestartet werden.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass das Lignin durch UV altert und wie jedes Polymer dadurch versprödet.

Beste Grüße
Sebastian
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Sebastian
Claus P
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Claus P »

Guten Morgen,

auch wenn es nicht ganz zur Überschrift passt, ich hab mich dem Thema mit der verhärteten Oberfläche beschäftigt. Eine Ursache könnte im Trocknungsprozess liegen. Wenn die Oberfläche zu schnell Feuchtigkeit abgibt, dann kann es sein, dass sogenannte Verschalung auftritt. Verschalung entsteht überwiegend bei der maschniellen Holztrocknung, wenn dem Holz auf der Oberfläche zu schnell Feuchtigkeit entzogen wird. Dann wird es auf der Oberfläche ca. 1 cm sehr hart.
Dies kann auch geschehen, wenn das Holz im Freien an einem zugigen Ort mit hoher Sonneneinstrahlung getrocknet wird. Wenn dann noch das Holz unter einem Blechdach liegt, kann Verschalung auftreten. Die Temperaturen müssen aber sehr hoch sein und die Luftfeuchtigkeit niedrig. Deswegen tritt Verschalung beim Einschneiden von Holz hauptsächlich im Sommer auf und kaum im Winter. Beim natürlichen Trocknen ist zwar Verschalung selten, aber trotzdem unter bestimmten Bedingungen möglich.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber als ich vor 10 Jahren das Holz gekauft habe, lag es - soweit ich mich noch erinnern kann - im Freien unter einem Blechdachvorbau.
Das ist die einzige plausible Erklärung die ich habe. Selbst ein befreundeter Schreiner, der auch Förster ist, konnte mir keine plausible Erklärung liefern.

Als ich letzte Woche beim Wertholzhändler war um meine Nuss zu holen, hat er mir von einem Händler in der Nähe erzählt, der zu schnell maschinell trocknet. Dabei tritt auch der Effekt der Verschalung auf. Das geht mitunter soweit, dass das Holz im äußeren Bereich Mikrorisse bekommt. Er hat mir von Eichenbrettern erzählt, wo er den Effekt selbst erlebt hat. Trennt man Bohlen weiter in der Dicke auf, kann man Eiche brechen wie Glas und es ist keine Festigkeit mehr vorhanden. Das Holz ist nur noch als Brennholz zu gebrauchen.
Deswegen trocknet er die ganzen Hölzer langsamer. Den Trocknungsprozess stellt er mindestens eine bis zwei Dickenstufen höher ein. Also bei einer Bohlendicke von 50 stellt er 60 oder 70 ein. Damit wird die Temperatur langsamer hochgefahren und auch die Luftfeuchtigkeit wird langsamer abgesenkt. So tritt dieser Effekt nicht ein.

Ich habe gestern die KI mal mit verschiedenen Randbedingungen gefüttert und so bin ich dem Phänomen auf die Spur gekommen. Ob das tatsächlich die Ursache ist, kann ich nicht sagen, aber plausibel wäre es.

Eines steht Fest. An Festigkeit hat die Esche nicht verloren - ganz im Gegenteil. Wenn ich von einer Bohle eine schmale Leiste heruntersäume, dann kann ich die extrem biegen. Bei Leisten, die ca. 3mm dick sind kann ich die auf einer Länge von 1m fast zu einem U biegen, bevor sie brechen.
Es gibt immer wieder solche Themen, die mich umtreiben und mit denen ich mich dann beschäftige. Das ist das schöne, man lernt nie aus.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Sebastian »

Hallo Claus
Das sind ja interessante Informationen. Das klingt nach einem mehr oder minder physikalischen Effekt, dass die obere Holzschicht zu dicht wird und vielleicht noch etwas „karamellisiert“ oder verschmitzt.

Ich frage mich, ob man diesen Effekt auch technisch nutzen könnte, z.B. für eine Abdichtung von Brettern.?

Spannend finde ich immer wieder, was für Bezeichnungen die Menschen früher diesen Effekten gegeben haben.
Schönes Wochenende
Sebastian
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Claus P
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Claus P »

Es gibt wieder ein paar Bilder.

Zwei Risse sind stabilsiert.
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Hab noch die restlichen butterflies angefertigt: Mit der Bandsäge aussägen, ablängen und dann die Kanten mit der Kantenschleifmaschine gerade schleifen.
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Geht recht schnell. Das ist das Ergebnis.
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Die Wurmlöcher möchte ich erhalten. Würmer sind schon lange keine mehr in den Löchern.
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Frage an die Allgemeinheit:

Wurmlöcher füllen: Farblos- transparent, Schwarz oder in dem Holzfarbton angepasst?
Spachtel 2K, Epoxy oder Woodrepair?


Ich persönlich bevorzuge Epoxy schwarz. Allerdings ist das Auffüllen der Wurmlöcher doch recht aufwändig. Aber gut. Der Schreibtisch soll ja auch was hermachen.

Die Arbeit steht morgen noch bevor. Mal schauen, wie weit ich komme.
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Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Sebastian »

Hallo Claus

deinen Vortschritt verfolge ich sehr interessiert. Ichvstell mir vor, wie viel länger ich für die Schritte brauchen würde.:roll:
Claus P hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 22:13 .

Frage an die Allgemeinheit:

Wurmlöcher füllen: Farblos- transparent, Schwarz oder in dem Holzfarbton angepasst?
Spachtel 2K, Epoxy oder Woodrepair?


Ich persönlich bevorzuge Epoxy schwarz. Allerdings ist das Auffüllen der Wurmlöcher doch recht aufwändig. Aber gut. Der Schreibtisch soll ja auch was hermachen.
Wenn du die Löcher erhalten willst, ist für mich holzfarben raus. Ich tendiere eher zu Farblos , wobei ich denke dass du die Löcher dann einfach stabilisieren könntest. Also mit Klarlack streichen/füllen. Die Löcher können ruhig spürbar bleiben.
Wenn du sie füllen möchtest, geht Epoxy vermutlich am besten. Auch wenn ich kein Freund von dem Zeug bin, da es selbst, und das damit verbundene Holz, am Ende Sondermüll ist.
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Sebastian
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Klaus
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Klaus »

Servus Claus,

endlich dazu gekommen, die Berichte von Dir und anderen konzentriert zu lesen. Wirklich sehr interessant, was Du da baust und vor allem auch wie. Vielen Dank, dass wir Dir über die Schulter schauen dürfen :)

Da hast Du Dir ja schon ein wildes Stück Esche aus Deinem Vorrat gefischt. Die Schmetterlinge für den Riss find ich sehr gut, für die Leimfuge wären die sicher nicht notwendig gewesen. Die Wurmlöcher würde ich transparent füllen, ansonsten wird's doch arg unruhig auf dem Schreibtisch. Hängt natürlich auch davon ab, ob man hinterher noch viel von der Oberfläche sieht oder ob das alles von Arbeit verdeckt wird ;)

Spannend finde ich auch die "Seitenthemen" zum Holzverhalten. Da kommen von Dir und Sebastian doch immer ausgesprochen interessante Beiträge.
Dein Chef geht sicher davon aus, dass Du am neuen selber gezimmerten Schreibtisch doppelt so schnell arbeiten wirst :mrgreen:

Bin auf den weiteren Entstehungsprozess gespannt, ist aber jetzt schon abzusehen, dass das Ergebnis wieder "typisch Claus" und damit toll sein wird :) Speziell die Aufhängung des Schubladenschranks interessiert mich.

Eine Anmerkung noch zur Feuchte, über 16% ist ja schon recht hoch und wird dann am Aufstellungsort deutlich weniger werden. Schon dafür werden sich die Einlegearbeiten lohnen um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen.

Gruss und weiterhin viel Spass
Klaus
Claus P
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Re: Großer hochfahrbarer Schreibtisch mit abgehängtem Schubladenschrank

Beitrag von Claus P »

Hallo Sebastian und Klaus,

ich zitiere euch jetzt nicht, da ich davon ausgehe, dass ihr beiden sowieso verfolgt was ich schreibe.

Erst mal freut es mich, dass euch meine Arbeit gefällt. Volker (oldtimer) hat mich auf einen sehr interessanten Ansatz gebracht. Vielen Dank dafür. Dieser ist, die Wurmlöcher mit Schleifstaub zu füllen. Allerdings braucht es dafür ein Bindemittel. Holzleim ist dafür die schlechteste Wahl:

1. Weißleim schwindet sehr stark und man muß mehrfach nachfüllen, bis tatsächlich die Löcher aufgefüllt sind. Ist mühselig, würde aber noch gehen.
2. Bei Weißleim in Verbindung mit Esche reagiert die Gerbsäure. Das Ergebnis ist, dass die Wurmlöcher schwarz werden. Angleichung des Farbtons ist nicht. Das hab ich bei meinem kleinen Schreibtisch gesehen. Dann kann ich gleich bei schwarzen Epoxy oder PU(R)- Spachtel schwarz bleiben. Beides ist einfacher zu verarbeiten.

Volkers Idee war: Nimm Mischlack... Nachdem ich keine Idee habe, welcher Mischlack geeignet ist, hat er mir den Tipp für ein Rosner- Produkt gegeben. Da hat es bei mir Klick gemacht. Das ist das Produkt:

https://www.amazon.de/Rosner-Fugenkitt- ... &hvexpln=0

Damit kann man Schleifstaub binden und nachdem der Fugenkitt nicht auf Wasserbasis die Bindung eingeht, wird es auch keine Verfärbung geben. Mein Fußbodenleger hat bei unserer Parkettsanierung immer den Siegellack (kein Wasserlack) benutzt um einen Brei aus Schleifstaub und Lack anzumischen und so kleinere Fugen zu füllen. Der Fugenkitt macht nichts anderes. Könnte also klappen.

Ich probiere das einfach aus. Dann weiß ich es, ob es funktioniert oder nicht. Ganz einfach.

@Klaus

Ich bin deiner Meinung, deswegen habe ich auch um Meinung gefragt. Die Risse werden mit Epoxy gefüllt. Das steht fest. Wenn ich die Wurmlöcher auch noch schwarz mache, wird die Platte ggf. zu überladen und verfehlt ihre Wirkung, da die Esche ohnehin so wild ist. Nachdem ich bislang keine Lösung, außer den oben beschriebenen hatte, stand für mich Epoxy fest. Allerdings werde ich jetzt eher den Weg gehen mit Schleifstaub zu arbeiten um die kleinen Fehlstellen zu kaschieren.

Du hast Recht, die Butterflies an der Leimfuge sind nicht notwendig. Der PU- Leim hält sehr gut und wird das auch zukünftig tun. Hier gehts eher um Optik und um die Leimfuge nicht zu verstecken. Von dem abgehängten Kastl gibts natürlich auch Bilder, wie ich das lösen werde. Die Idee hab ich schon und ich bin auch sicher, dass die bei relativ feuchtem Holz noch funktionieren wird. Aber ich greife nicht vorweg, laßt euch überraschen.

@Sebastian

Egal ob ich die Würmer mit Epoxy fülle oder nicht, am Ende kommt noch Hartwachsöl drauf und damit ist die Platte nicht mehr kompostierbar. Im Prinzip ist alles was nicht biologisch abbaubar ist, Sondermüll. Insofern habe ich mich damit abgefunden, dass die Platte Sondermüll ist. Aber sind wir mal ehrlich. Es gibt fast keine Möbel mehr, die man nach dem Gebrauch mit der Axt zerkleinern und einheizen kann - es sei denn es ist ein Möbel vor der industriellen Zeit, bei der ausschließlich Naturprodukte verarbeitet wurden. Das Wegwerfmöbel von den meisten Billigmöbeldiscountern sind alle mehr als bedenklich.
Insofern habe ich da auch keine Bauchschmerzen damit, auch wenn es vielleicht besser geht.

Am Ende bleibt alles ein Kompromiss.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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