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Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: So 12. Jul 2026, 09:33
von Klaus
Servus Claus,

wieder so ein Monsterprojekt von Dir - die Platte ist ja ein Megateil, wow :shock: Bin aber überzeugt, dass Du auch dieses Monster bändigen und in ein tolles Möbel verwandeln wirst - ich schau Dir auf jeden Fall gerne über die Schulten :)

Beim schleifen mit dem Bandschleifer nutze ich inzwischen gerne den Schleifrahmen. Bei meiner Küchenwerkbank haben sich ganz leichte Wellen eingeschliffen, die zuerst gar nicht zu bemerken waren. Erst bei der intensiven Nutzung hat sich dort der Lack abgerieben.

Gruss, Klaus

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: So 12. Jul 2026, 11:16
von Sebastian
Hallo Claus (und Klaus :) )

Ein riesiges Teil hast du dir vorgenommen. Der soll auch in dein Büro? Wenn ja bin ich gespannt wie voll der Raum dann wird. Aus den Bildern von deinem Schreibtisch zu Urteilen, habe ich den Eindruck dass es kuschelig wird.

Das mit den Wellen durch den Bandschleifer kann dir auch mit dem Langbandschleifer genauso passieren. Vor allem wenn man, wie ich, ungeübt ist.

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: So 12. Jul 2026, 13:00
von Claus P
Klaus hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 09:33 Beim schleifen mit dem Bandschleifer nutze ich inzwischen gerne den Schleifrahmen.
Beim Schleifen ist wichtig nie an einer Stelle stehen bleiben und versuchen etwas herauszuschleifen. Immer vollfächig aufsetzen. Dann können Wellen kaum entstehen. Beim Schleifen ist wichtig immer die ganze Fläche zu schleifen auch wenn manche Stellen schon passen. So können Rillen oder Mulden kaum entstehen. Immer schön in Bewegung bleiben.
Sebastian hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 11:16 Das mit den Wellen durch den Bandschleifer kann dir auch mit dem Langbandschleifer genauso passieren. Vor allem wenn man, wie ich, ungeübt ist.
Ja genau. Das ist mir gleich am Anfang passiert, aber inzwischen nicht mehr. Mit der Langbandschleifmaschine ist es genau wie beim Bandschleifer: immer über die ganze Breite und Länge schleifen. Mit dem Schleifschuh max 2 cm über die Kante schleifen und den Tisch immer in Bewegung halten. Ich schleife auch quer zur Faser oder diagonal und drehe die Platte mehrfach. So bekommt man eine schöne, gleichmäßig ebene Fläche. Den Schleifschuh in der Länge immer um 1/4 der Schleifschuhlänge versetzen, dann bekommt man eine schöne Überdeckung.

Beim Bandschleifer mach ich das auch: quer zur Faser schleifen, dann diagonal und +/- 45°, erst wenn die Oberfläche sauber ist wird längs zur Faser geschliffen. So bekommt man die Riefen gut herausgearbeitet und die Fläche ist eben.

Alles eine Frage der Übung.

Ach übrigens, je länger der Schleifschuh bei der Langband, desto besser. Ich habe 3 verschiedene, je nach Plattengröße. Meist nehme ich den längsten. Der ist ca 500 lang. Drücken muß ich eigentlich nicht. Ich habe die Möglichkeit den Schleifschuh pneumatisch hoch und runter zu fahren und über einen Druckminderer den Anpressdruck einzustellen. So ist die Gefahr, dass man unterschiedlich stark andrückt ausgeschlossen.

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: So 26. Jul 2026, 13:17
von Claus P
Heute mal ein kurze Update:

Die Tischplatte habe ich doch mit der Langband schleifen können. Sie läßt sich umbauen und der Schutz von der Umlenkrolle wegklappen, damit man längere Teile schleifen kann. Man muß eben die Teile umdrehen und 2x schleifen, aber geht ganz gut.

Inzwischen sind die Risse gefüllt. Als nächstes werden die Schwalben eingesetzt.
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Heute hab ich noch ein paar Wurmlöcher gespachtelt, damit der Füller trocknen kann. Die Stirnseiten sind inzwischen auch besäumt. Das dunkle Bild täuscht ein wenig, da ich ohne (Tages)Licht fotografiert habe. Das ist die Unterseite.

Das hellere Bild, bei dem die Stirnseiten noch nicht besäumt sind, ist die Sichtseite.

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: So 26. Jul 2026, 18:32
von Sebastian
Schöner Fortschritt Claus. Interessant wie unterschiedlich die Farben der beiden Seiten sind.

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: Do 27. Aug 2026, 20:43
von Claus P
So Freunde des Holzwerkens!

Ich muß feststellen, dass ich glatt 4 Wochen lang nichts mehr von mir hab hören lassen. Allerdings war ich nicht untätig. Die Tischplatte hat in Längs- und Querrichtung eingesetzte Gratleisten bekommen. Die langen Gratleisten haben mich etwas geärgert. Damit sich die Tischplatte nicht durchbiegt, habe ich die Füllstücke etwas zu stramm gemacht. Ich hab sie fast reinbekommen, aber eben nur fast und dann weder raus noch rein.
Also alles mit Stemmeisen herausarbeiten und neue Füllstücke machen. Die kürzeren Gratleisten waren erheblich leichter einzusetzen. Aber egal, Ende gut, alles gut.

Die Arbeit hat mich heute den ganzen Tag gekostet. Die Gratleisten habe ich schon vor 2 Wochen vorbereitet.

@Wolfgang. Ich hab für dich ein Bild gemacht, wo man die Einzelteile beim Verleimen sieht. Unten Goldband, das verhindert, dass später der Leim in die Gratnut gelangt und die Leisten mit der Nut verkleben. Leider mußte es schnell gehen, deswegen ist das Bild nicht besonders gut geworden.
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Hier nochmal die Erklärung: Links und Rechts sind die aufgetrennten Gratleisten. Mittig aufgestellt das Füllstück. Das Füllstück ist mit den Gratleisten über ein Goldband verbunden und läßt sich umblättern wie eine Buchseite. Nach dem Auftragen vom Leim wird das Füllstück herausgenommen und die Gratleisten in die Nut eingesetzt. Danach wird das Füllstück eingetrieben.
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Hier der Plan, wie die Gratleisten eingesetzt werden sollen. Diagonal versetzt zwei Gratleisten quer mit Platz für Schubladen. Der Länge nach 2 Gratleisten damit die Tischplatte sich später nicht so stark durchbiegt.
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Nachdem ich keine so große Frässchablone habe, habe ich mir einfach 2 Putzlatten aus Alu genommen. Die sind sehr gerade und hab mir mit Distanzklötzchen die Breite eingestellt. Wichtig ist nur, dass vorne und hinten die exakte Breite eingestellt ist. Die Füllstücke muß ich sowieso einpassen.
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Hier die aufgetrennten Gratleisten
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Die beiden Gratleisten längs sitzen. Das war ein ganz schönes Stück Arbeit. Da die Leisten nach dem Auftrennen ein bisschen verformt haben. Auch die Tischplatte war nicht mehr ganz eben, sondern hat sich leicht nach unten (also eigentlich nach oben, die Platte liegt ja verkehrt herum) in den letzten 2 Wochen verformt. Nach dem Einsetzen ist die Tischplatte noch leicht durchgebogen. Ich gehe davon aus, wenn sie richtig herum liegt, dass sie exakt eben und gerade ist.
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Hier die Gratleisten quer. Recht viel mehr hätten es nicht mehr sein dürfen, sonst komme ich mit meinen Zwingen an die Grenze. Ein paar hab ich noch, aber nicht mehr viele. :-)
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Hier das Ergebnis, nach dem Verputzen. Ich habe die Füllstücke so gefertigt, dass die 2 bis 3 mm an allen Seiten überstehen. So kann ich sie beihobeln und beischleifen und man bekommt eine schöne ebene Fläche.
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Das Ganze nach dem Ölen. Die Tischplatte ist leicht fleckig geworden, weil das Holz unterschiedlich viel Öl absorbiert. Das ist normal. Nach dem 3. bzw. 4. Durchgang verschwinden die Flecken und Schatten und die Fläche ist dann homogen.

Aber das Finish mache ich erst, wenn ich die Butterflys auf der Oberseite eingestemmt habe.

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 05:25
von Wolfgang EG
:Daumen:

Wolfgang

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 16:01
von Dikado
Sieht doch schon echt gut aus.

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 17:38
von Sebastian
Wie immer, staune ich über dein Schaffen, Claus!

Nutzt du die Gratleisten gleichzeitig als Führung für die Schubladen?

Beste Grüße
Sebastian

Re: hochfahrbarer Besprechungstisch

Verfasst: Fr 28. Aug 2026, 20:12
von Claus P
Vielen Dank Euch allen.
Sebastian hat geschrieben: Fr 28. Aug 2026, 17:38 Nutzt du die Gratleisten gleichzeitig als Führung für die Schubladen?
Ja, hatte ich so geplant. Die Führungen habe ich schon zu Hause.

Heute habe ich die Füße fertig gemacht. Aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen Bilder zu machen. Diese folgen morgen.