So Freunde des Holzwerkens!
Ich muß feststellen, dass ich glatt 4 Wochen lang nichts mehr von mir hab hören lassen. Allerdings war ich nicht untätig. Die Tischplatte hat in Längs- und Querrichtung eingesetzte Gratleisten bekommen. Die langen Gratleisten haben mich etwas geärgert. Damit sich die Tischplatte nicht durchbiegt, habe ich die Füllstücke etwas zu stramm gemacht. Ich hab sie fast reinbekommen, aber eben nur fast und dann weder raus noch rein.
Also alles mit Stemmeisen herausarbeiten und neue Füllstücke machen. Die kürzeren Gratleisten waren erheblich leichter einzusetzen. Aber egal, Ende gut, alles gut.
Die Arbeit hat mich heute den ganzen Tag gekostet. Die Gratleisten habe ich schon vor 2 Wochen vorbereitet.
@Wolfgang. Ich hab für dich ein Bild gemacht, wo man die Einzelteile beim Verleimen sieht. Unten Goldband, das verhindert, dass später der Leim in die Gratnut gelangt und die Leisten mit der Nut verkleben. Leider mußte es schnell gehen, deswegen ist das Bild nicht besonders gut geworden.
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Hier nochmal die Erklärung: Links und Rechts sind die aufgetrennten Gratleisten. Mittig aufgestellt das Füllstück. Das Füllstück ist mit den Gratleisten über ein Goldband verbunden und läßt sich umblättern wie eine Buchseite. Nach dem Auftragen vom Leim wird das Füllstück herausgenommen und die Gratleisten in die Nut eingesetzt. Danach wird das Füllstück eingetrieben.
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Hier der Plan, wie die Gratleisten eingesetzt werden sollen. Diagonal versetzt zwei Gratleisten quer mit Platz für Schubladen. Der Länge nach 2 Gratleisten damit die Tischplatte sich später nicht so stark durchbiegt.
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Nachdem ich keine so große Frässchablone habe, habe ich mir einfach 2 Putzlatten aus Alu genommen. Die sind sehr gerade und hab mir mit Distanzklötzchen die Breite eingestellt. Wichtig ist nur, dass vorne und hinten die exakte Breite eingestellt ist. Die Füllstücke muß ich sowieso einpassen.
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Hier die aufgetrennten Gratleisten
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Die beiden Gratleisten längs sitzen. Das war ein ganz schönes Stück Arbeit. Da die Leisten nach dem Auftrennen ein bisschen verformt haben. Auch die Tischplatte war nicht mehr ganz eben, sondern hat sich leicht nach unten (also eigentlich nach oben, die Platte liegt ja verkehrt herum) in den letzten 2 Wochen verformt. Nach dem Einsetzen ist die Tischplatte noch leicht durchgebogen. Ich gehe davon aus, wenn sie richtig herum liegt, dass sie exakt eben und gerade ist.
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Hier die Gratleisten quer. Recht viel mehr hätten es nicht mehr sein dürfen, sonst komme ich mit meinen Zwingen an die Grenze. Ein paar hab ich noch, aber nicht mehr viele.
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Hier das Ergebnis, nach dem Verputzen. Ich habe die Füllstücke so gefertigt, dass die 2 bis 3 mm an allen Seiten überstehen. So kann ich sie beihobeln und beischleifen und man bekommt eine schöne ebene Fläche.
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Das Ganze nach dem Ölen. Die Tischplatte ist leicht fleckig geworden, weil das Holz unterschiedlich viel Öl absorbiert. Das ist normal. Nach dem 3. bzw. 4. Durchgang verschwinden die Flecken und Schatten und die Fläche ist dann homogen.
Aber das Finish mache ich erst, wenn ich die Butterflys auf der Oberseite eingestemmt habe.