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Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Sa 8. Aug 2026, 11:03
von Dikado
Die Präzision der Teile aus der Shaper ist beeindruckend, aber sie ist echt einfach zu bedienen. Grundmuster wie Kreise Vierecke Nuten oder auch Fingerzinken kann man direkt auf dem Display eingeben und los geht's. Wenn es mal einen von euch in meine Wekstatt verschlägt, kann ich sie euch gerne vorführen

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: So 9. Aug 2026, 15:55
von Dikado
Heute ist Sonntag und nicht viel passiert in der Werkstatt, außer, dass ich die Motorplatte zugeschnitten habe. In Fusion hab ich schon mal die Löcher gezeichnet, so dauert das Fräsen der Platte nur ca. 3 Minuten.
20260809_155433.jpg
Es fehlen noch vier Löcher für die Rampamuffen, aber da muss ich erst testen, wie groß die wirklich sein müssen, denn so oft arbeite ich nicht damit. An diesen Muffen wird dann die Zusatzplatte angeschraubt um dann auch senkrecht fräsen oder bohren zu können.

Den Fräslift habe ich gestern bestellt und werde diesen dann mit Shaper Trace auf das Holz übertragen. Da sicherlich kaum jemand weiß, was Trace ist, kurze Erklärung. Ich kann damit alles mögliche in die Maschine verfrachten. Unterschriften, Handskizzen etc. pp.
Es ist ein Rahmen mit Punkten drauf, an denen sich dann Shaper Studio, das ist die Software, orientieren kann. Also einfach ein Bild malen, Trace auflegen und ein Foto machen, welches dann mit der Software geöffnet wird. Dann noch glätten und digitalisieren. Die Shaper kann dann 1:1 das Bild auf das Holz bringen. Hier mal ein Beispiel, was ich damit schon gemacht habe.
20260809_155809.jpg
20260809_155829.jpg
Mit der Grundplatte des Fräslifts werde ich das dann ähnlich machen. Lift auf ein Blatt Papier legen, die Umrandung zeichnen und dann wird die Vertiefung ins Holz gefräst. Sicherlich kann man das auch frei Hand fräsen, aber das wird nicht so sauber.

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: So 9. Aug 2026, 17:37
von Bavarian-Woodworker
Hallo Dirk,

schönes Projekt, das Du da vor Dir hast. Bin schon auf die Endversion gespannt.

Ich hab mir die Shaper auch schon des öfteren angesehen.
Aber, was mich stört, ist der viel zu hohe Anschaffungspreis für die doch geringen Möglichkeiten gegenüber einer stationären CNC.

Betreibst Du einen Schreinereibetrieb, oder ist das, wie bei den meisten von uns, nur Hobby?

Mein, leider, immer noch nicht fertiggestellter, letzter Betriebsraum, hält mich zur Zeit noch davon ab, meine CNC zu bestellen.
Und auch die immer weniger werdende Auftragslage, bei der man so ein doch nicht wirklich billiges Teil, noch gewinnbringend einsetzen könnte, lässt einem doch noch ein wenig zögern, den Bestellbutton zu drücken.

Meinem Werbetechniker-Monk springt natürlich gleich das fehlende "i"-Tüpferl und die Punze vom "e", sowie das fehlende "©" ind Auge, war wohl ein Muster zum testen? ...:-)

Wenn Du den Moiré-Effekt (Streifenbildung) bei einer Bildschirm-Aufnahme aus Fusion 360 heraus vermeiden willst, probier mal in Fusion die Funktion unter "Datei / Bild erfassen", aus. Dann bekommst Du schöne Aufnahmen vom der Fusion-Arbeitsfläche.

Servus, der Lothar

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: So 9. Aug 2026, 18:56
von Dikado
Bavarian-Woodworker hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 17:37 Bin schon auf die Endversion gespannt.
Nicht nur du Lothar, ich auch :lol:
Bavarian-Woodworker hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 17:37 Aber, was mich stört, ist der viel zu hohe Anschaffungspreis für die doch geringen Möglichkeiten gegenüber einer stationären CNC.
Kann man so nicht sagen. Ja, der Preis ist heftig, aber man kann sie da einsetzten, wo du mit anderen CNC Fräsen gar nicht arbeiten kannst. So als kleines Beispiel: Intarsien im Parkett oder an Bauteilen, die für die CNC zu groß sind, da kann die Shaper ihre Stärken voll ausspielen. Ich habe z.B. Rampamuffen in meinen Esstisch gefräst. Das ging so sauber und gut ich war begeistert. Mit der Bohrmaschine wäre es auch gegangen, aber ich hätte mir erst den bzw. die passenden Bohrer kaufen müssen.
Ansonsten ist das meine dritte CNC Fräse. Angefangen habe ich mit einer selbst gedruckten Fräse (MPCNC), dann kam die Shaper und jetzt steht hier noch eine Issel die in Betrieb genommen werden will, aber es wird wohl auch nicht die letzte, ich will noch eine große bauen.
Bavarian-Woodworker hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 17:37 Betreibst Du einen Schreinereibetrieb, oder ist das, wie bei den meisten von uns, nur Hobby?
Eigentlich bin ich nur Hobby-Holzwurm, habe aber genug zu tun, weil alle Welt ständig ankommt ..... du sag mal, du kannst doch..... würdest du vielleicht mal......
Im richtigen leben haben ich noch 691 Tage und dann geht es in Pension und dann kann ich 24/7 in meiner Werkstatt basteln :D

Mein Vorteil ist gegenüber einem Gewerbetreibenden ist, dass sich bei mir keine Maschine bezahlt machen muss. Fräsen hab ich jetzt über 10 Stück...... und mit der Suhner kommt wieder eine.... keine Ahnung wieviel ich damit fräsen müsste, damit sie sich bezahlt machen. Andere geben ihr Geld für Drogen, Autos und leichte Damen aus, ich sammle halt Maschinen, bzw. arbeite ich auch damit. Irgendwann bau ich mir eine Vitrine und da stehen dann alle Fräsen drin :D
Es würde mich interessieren, welche CNC du dir aussuchen würdest wollen.
Bavarian-Woodworker hat geschrieben: So 9. Aug 2026, 17:37 Meinem Werbetechniker-Monk springt natürlich gleich das fehlende "i"-Tüpferl und die Punze vom "e", sowie das fehlende "©" ind Auge, war wohl ein Muster zum testen? ...:-)
Der Lothar hat ein gutes Auge ..... :lol:
Das Tüpfelchen vom i habe ich tatsächlich vergessen, weil es auch nur eine Fräs-Probe war. Beim e kann man halt nix machen, fällt halt von alleine raus.
Zum Thema "C": Es soll halt eine Lampe werden, bzw. Leuchtreklame. Da ich es nicht gewerblich herstelle und es eh nur ein Einzelstück wird und es auch nicht verkauft wird, kann ich das doch so machen oder nicht?

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Mo 10. Aug 2026, 22:44
von Dikado
Mambagrün und lichtgrau. Sieht doch für eine Maschine deutlich besser aus als nur Holz.
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Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Di 11. Aug 2026, 09:29
von Zwackelmann
Moin Dirk,

Ja, das Auge ist mit! :Daumen:

Ist aber auch Geschmackssache.
Für mich gehören Maschinen Hammerschlaggrün.
(Ich habe meine Lehre zum Werkzeugmacher 1979 begonnen. Das hat wohl etwas "geprägt" :roll: )

Bin gespannt, wie es weitergeht.
Fährst Du, wenn Du fertig bist, die Achsen mit der Uhr ab oder lässt Du die finale Ausrichterei?

LG Dirk

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Di 11. Aug 2026, 10:20
von Dikado
Natürlich werde ich die Achsen justieren, aber nicht mit der Uhr. Entscheidend ist, dass der Fräser genau mit 90 Grad auf das Werkstück trifft und dass der Abstand auf der gesamten Länge zum Schwenktisch gleich ist, also max. 0,1mm unterschied. Dass sollte für die Holzbearbeitung genau genug sein.

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Di 11. Aug 2026, 13:05
von Zwackelmann
Und eben das macht man (sofern man hat) mit einer Messuhr. :lol:

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Di 11. Aug 2026, 13:44
von Dikado
Du wirst lachen, ich hatte mal eine, konnte damit aber nie etwas anfangen.
Ich will das so machen, wie Guido es beschrieben hat. Einen geraden Rundstab in die Spannzange einspannen, Winkel dran halten, dann schauen, ob der Stab auf dem Tisch gleichmäßig aufliegt und zum Schluss nach rechts und links schieben und schauen ob er auch da auf beiden Seiten aufliegt. Das sollte reichen.

Re: Der Dreiachser aus dem Buch von Guido Henn

Verfasst: Di 11. Aug 2026, 14:57
von Zwackelmann
Klar, ist ja auch keine CNC.