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Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 15:27
von dirk
Hallo zusammen,

gestern habe ich mir ein wenig Holz "organisiert", um in absehbarer Zeit mal mit dem Bohrtisch anfangen zu können. Parallel habe ich T-Nut-Schienen bestellt und habe auch schon eine ziemlich konkrete Vorstellung, wie das Ding am Ende aussehen könnte...

Einen ersten Rückschlag gab es schon beim Holzkauf:
Nachdem ich meine Zuschnittliste dem Herrn vom Baumarkt in die Hand gedrückt hatte, meine Frage: "Hamm se alles da?" Er, überfliegt die Liste und meint: "Klar."

Als ich 20 Minuten später das zugeschnittene Holz abholen kam, fehlte: Die Siebdruckplatte! Ich: "Da fehlt doch was?!" Er: "Ja, Siebdruckplatte war aus"...


Grrrrrrrr... :evil: :evil:

Habe jetzt umdisponiert und werde statt Siebdruck Mpx verwenden... geht ja auch.

Eine Frage hab' ich dann aber doch noch:
Elektroulli hat seinen Tisch lackiert, andere haben ihn unbehandelt gelassen.
Was macht am meisten Sinn?
Roh lassen (abgesehen mal vom Schleifen)?
Hartwachsöl?
Grundieren+Lackieren?

Herzliche Grüße

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 16:20
von Yeti
Hallo Dirk,

ich lasse in solchen Fällen die Oberflächen wie sie sind, also relativ stumpf. Denn ich möchte das Werkstück ja in der Regel fixieren, da muss ja nichts, wie beispielsweise beim Frästisch usw., gleiten. Aber jeder so wie er mag.

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 17:04
von Thomas
Harald hat geschrieben:Hallo Thomas,
ich kann deine Problematik nachvollziehen.
Ich habe es so gelöst, wie Du es haben möchtest. Ich kann die Platte auf den Bohrständer schrauben, ohne unter den Bohrständer zu greifen. Das war mir wichtig.
Hallo Harald,
danke für die Bilder und die Erklärung, das hilft mir weiter. Wie ich initial schrieb, ist eigentlich trivial *patsch*

Aber was hast du denn für lustige Muttern, die man mit einem Imbussschlüssel zu dreht?

Gruss
Thomas

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 17:26
von Yeti
Hallo Thomas,

auch wenn ich nicht Harald bin: Hülsenmuttern gibt es in diversen Ausführungen

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 19:20
von Harald
Hallo Thomas,

das sind Schrauben mit Inbuskopf Gesamtlänge ca 55mm. Hängt von der Brettstärke ab, zu lang dürfen sie nicht sein sonst bekommt man unten sie nicht seitlich eingeschoben. Unten ist eine ganz normale Mutter.
P1040837k.JPG
Gruß
Harald

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 21:48
von Thomas
Harald hat geschrieben:Hallo Thomas,

das sind Schrauben mit Inbuskopf Gesamtlänge ca 55mm. Hängt von der Brettstärke ab, zu lang dürfen sie nicht sein sonst bekommt man unten sie nicht seitlich eingeschoben. Unten ist eine ganz normale Mutter.
P1040837k.JPG
Gruß
Harald
Alles klar. Beim ersten Blick auf deine Bilder dachte ich die Schraube kommt von unten und oben sei eine Inbuss-Mutter. Die gibts aber auch wie ich hier gelernt habe.

Gruss
Thomas

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 00:10
von elektroulli
Hallo,
nach einigen Tagen Werkstattabstinenz bin ich heute endlich dazu gekommen an meinem Bohrständertisch weiter zu basteln.

Ich hatte ja neben den Nuten für die T-Nutschienen noch 2 Fräsungen mit ca. 1mm Tiefe eingebracht zur Aufnahme des Maßbandes.
Das habe ich heute eingeklebt. Als Nullpunkt habe ich die hinterste Position des Anschlags gewählt.
IMG_0804.JPG
IMG_0805.JPG
Ich hatte im letzten Bericht ja kurz angedeutet das ich den Ausschnitt für die Säule verdecken wollte. Dazu hatte ich ja schon ein Stück MPX soweit passig zugeschnitten und ein 35mm Loch passend eingebohrt.
Damit es auch fest auf dem Tisch sitzt wollte ich es festschrauben. Aber jederzeit wieder lösbar weil ich für Metallbohrerei den Tisch abnehmen möchte.
So habe ich 2 Rampamussen eingeschraubt. Bein Festdrehen ist mir der Kragen der Muffen abgerissen. Ist aber nicht schlimm, habe eh nicht vor sie wieder rauszudrehen.
IMG_0806.JPG
So sieht es dann aus wenn der Ausschnitt dicht ist.
Gefällt mir wesentlich besser als das blöde Loch.
IMG_0807.JPG
Im Anschlag ist auch eine Nut für eine T-Schiene. Die Schiene ist noch nicht geliefert.
Probehalber mal ein Reststück eingesteckt.
IMG_0808.JPG
Falls mal benötigt sollen daran Anschläge (Stopklötzchen) für Widerholbohrungen montiert werden.
Ich habe das mal auf dem nächsten Foto mit 2 Reststücken simuliert.
Der Bau ist mal eine Sache für zwischedurch. Keine dolle Sache.
IMG_0812.JPG
Wenn die T-Nutschiene da ist, wird diese noch angeschraubt und bei Gelegenheit die kleinen Anschläge gebaut.
Somit wäre mein Bohrtsch dann fertig.

Bericht Ende
Ulli
IMG_0810.JPG
IMG_0811.JPG
IMG_0809.JPG

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 00:22
von elektroulli
Nachtrag zum Bohrtisch:

Der Bohrtisch hat exakt die gleiche Höhe (11,5cm) wie der Auflagetisch meiner Kappsäge.

Ich habe diese Höhe extra so gewählt für den Fall (und der wird eintreffen) dass ich einen Unterschrank für ihn baue.
Ich brauche diesen dann nicht neu konstruieren sondern brauche nur die SketchUp-Datei für den Kappsägeschrank etwas in der Breite anpassen.
In der Höhe waren beide Schränke dann gleich.
Ulli
IMG_0813.JPG

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 00:53
von RockinHorse
Hallo Ulli,

an anderer Stelle hatte ich schon 'mal gefragt, warum bei einem Bohrtisch dieser Aufwand getrieben wird.
IMG_0811.JPG
Was steht dahinter? Aus meiner Sichtweise kann ich es nicht erkennen. Sicher, die Fläche des Wabeco-Gusstisches ist ein wenig arm. Aber es gibt andere Bohrständer, da ist die zur Verfügung stehende Fläche noch viel armseliger. Welchen Vorteil erhalte ich durch die eingelassenen T-Nutschienen?
Gibt es einen Vorgang, bei dem sie von Vorteil sind gegenüber dem freien Bohren mittels Anriss und ggf. einem Körnerschlag?

LG aus der Heide
Hubert

Re: Bohrtisch für Wabeco Bohrständer

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 02:27
von Mario
Hallo Hubert,
Du hast natürlich recht, wenn Du den Aufwand für so einen Bohrtisch anzweifelst. Man muss schon ganz schön intensiv nachdenken, um auf eine vernünftige Rechtfertigung für den Aufwand zu kommen. Ich versuch mal rauszufinden, ob oder ob nicht. Ich habe mir noch keinen Bohrtisch gebaut, wollte es aber schon ewig tun. Ich war auch noch nicht sicher wie und wofür brauch ich das eigentlich.
Erst mal zu dem Tisch an sich, Du hast ja schon geschrieben, dass die Auflage bei solchen Bohrständern nicht gerade sehr ergiebig ist. Da ist der Vorteil eines solchen größeren Tisches ja nicht von der Hand zu weisen und bedarf m.E. nach keiner weiteren Erklärung. Genau dafür möchte ich auch einen größeren Tisch haben.
Der Vorteil der T-Nutschienen ist einfach nur, dass der Anschlag komfortabel verschiebbar ist. T-Nuten an dem Anschlag sind von Vorteil, wenn man mit Anschlagreiter arbeitet, für die Wiederholgenauigkeit und die einfache Einstellbarkeit eines Maßes. Da halte ich auch die Anbringung einer Skala für sinnvoll. Eine Skala für die Tischplatte allerdings nicht unbedingt. Vor allem bei dem mit verstellbaren Ausleger bestückten Wabeco ist das glaube ich nicht von Vorteil oder einfach nur "sinnfrei". Ich erkenne jedenfalls keinen effektiven Nutzen.
Ich habe an meinem Frästisch auch eine Skala, nutze die aber nur für eine Grobeinstellung, wenn überhaupt. Ich glaube, selbst bei einer Tischkreissäge (im gehobenen Preissegment mal außen vorgelassen) würden sich die meisten Leute glaub ich eher nicht darauf verlassen. Ich messe bei meinem Frästisch auf jeden Fall "manuell" !
Sonst würde ich sagen, ja, es sieht gut und professionell aus und ich habe vorsorglich auch Incra`s mit Skala dafür gekauft, aber notwendig war das glaub ich nicht.
So, das waren meine Gedankengänge über den Sinn eines solchen Tisches, ob ich da recht habe...keine Ahnung. Wenn nicht, werden die anderen Holzwürmer mich schon verbal steinigen! :lol:

bis dahin, Mario! :lol: