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Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Mi 20. Mai 2026, 19:59
von Mario
Sebastian hat geschrieben: Mi 20. Mai 2026, 09:39
Hallo Mario
Die Oberfläche sieht wirklich toll aus. Gefällt mir sehr.
Riecht das Holz noch stark verbrannt, nachdem die Oberfläche behandelt wurde?
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian
Es riecht gar nicht nach Verbranntem, allerdings nach dem Büffelglanz, der Geruch übertüncht das ja sowieso erstmal. Mal schauen, wie sich das in ein paar Tagen verhält. Es wird sicherlich gar nicht wahrnehmbar sein, nur wenn man die Nase direkt dran hält.
Grüße Mario
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Mi 20. Mai 2026, 20:47
von Klaus
Servus Mario,
bin ja kein Fan von rustikalen Oberflächen aber Dein Werk gefällt mir trotzdem sehr gut. Gibt eine sollte seidige Oberfläche und das verkohlte ist nicht mehr so offensichtlich. Wieder mal eine gute Idee von Dir
Gruss, Klaus
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Mi 20. Mai 2026, 21:53
von Mario
Vielen Dank Klaus!
Die Leiste besteht übrigens aus vier zusammengeleimten mit Domino verlängerten Restholzleisten.
Falls es jemanden interessiert, hie das Probebrettchen...
20260520_192008.jpg
20260520_192034.jpg
...hab ich leider nicht so gut fotografiert bekommen. Links Schellack, Mitte Walnussöl und rechts Büffelglanz, original schimmert das noch schöner. Dieser schimmernde Effekt ist übrigens schon beim Abbürsten der Kokelschicht entstanden...
20260520_192842.png
...und das passiert beim Kokeln mit dünnen Brettchen, das schüsselt sich an der Leimfuge...wahrscheinlich auch bei durchgehendem Holz ohne Leimfuge.
Grüße Mario
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Do 21. Mai 2026, 06:58
von Holzduebel
Moin,
das Geflämmte hat ein bisschen was von lets bastel und wäre mir zu Aufwändig.
Wenn Du es so schön gleichmäßig hin bekommst sieht es versiegelt bestimmt aber gut aus.
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Do 21. Mai 2026, 08:07
von pumuckel
Hallo Mario
Danke für die Links. Interessante Erfahrungsberichte, auch von Micha. Büffelglanz scheint ja ähnlich gut polierter zu sein wie Briwax. Das wurde von Restauratoren in den 80ern und 90ern gerne genommen um schnell und einfach eine glänzende Wachsoberfläche auf einer Schellackgrundierung herzustellen. Hast du das mit Büffelglanz auch schon mal ausprobiert?
Die Wachsbeize überzeugt mich aber nicht so ganz. Von den Fotos und deinem Bericht ausgehend finde ich das Produkt von Rosner besser in der Anwendung und auch vielfältiger von den Farbtönen. Den Rotton finde ich aber klasse. Und wieder ein neues Produkt kennengelernt.
Das Ergebnis deiner Leisten gefällt mir. Hätte nicht gedacht, dass man auf diesem Weg so eine schöne Oberfläche hinbekommt. Normale Wasserbeize hätte ja auch nur wieder einen Negativeffekt bewirkt und mit Positivbeizen bekommt man diese dunklen Töne auch nicht hin. Sehr spannend. Werde ich mal im Hinterkopf behalten. Vielleicht kann ich es in Zukunft mal gebrauchen.
Gruß Michael
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Do 21. Mai 2026, 21:42
von Mario
pumuckel hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 08:07
Hallo Mario
und einfach eine glänzende Wachsoberfläche auf einer Schellackgrundierung herzustellen. Hast du das mit Büffelglanz auch schon mal ausprobiert?
Gruß Michael
Hallo Michael
Nein, ausprobiert hab ich das noch nicht, finde ich aber interessant. Du meinst Schellack als Untergrund, ja!?
Bin grad dabei, das so zu probieren. Den Schellack habe ich vorhin aufgetragen, Büffelglanz werde ich wohl erst morgen drauf tun.
Grüße Mario
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Do 21. Mai 2026, 22:18
von pumuckel
Hallo Mario
Ein ganz schnelles Verfahren habe ich mal bei einem Kollegen gesehen. Schellack einmal gestrichen und dann das Briwax mit Stahlwolle 0 aufgetragen. Also den Schellack mit dem Auftrag gleichzeitig geschliffen. Wäre jetzt nichts so meins, etwas Stahlwolle bleibt ja doch immer mal hängen.
Ich streiche mit Sanding Sealer (Schellack mit Bims) meistens 2mal vor mit Zwischenschliff (Schleifvlies), wachse dann, ziehe ab mit zusammengelegten baumwolltuch und poliere mit Baumwollballen. Bei den Wachsen, die ich bisher benutzt habe, hatte ich so immer das beste Ergebnis. Bürsten verwende ich nur bei Schnitzereien, etc zusammen mit einer Heißluftpistole. Da ist die Art des Wachsauftrages auch eine andere. Aber es gibt sicher x Varianten und Büffelglanz kannte ich bis gestern noch gar nicht. Von daher weiß ich auch nicht, wie man den am besten auftragen und polieren könnte.
Gruß Michael
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Do 21. Mai 2026, 23:22
von Mario
Ja Michael,
Stahlwolle würde ich dafür auch nicht nehmen.
Büffelglanz trage ich mit irgendeinem Stoffballen oder zusammengerolltem Etwas aus Baumwolle oder sonstigem auf und bringe das Ganze dann mit einer Schuhbürste oder ähnliches zum "Glänzen". Schellack mit Bims habe ich noch nie benutzt.
Ich trage bei den meisten Sachen auch nur einmal auf...ob Büffelglanz, Öl oder Hartwachsöl, meistens nur einmal und auch eher selten mit Zwischenschliff.
Grüße Mario
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Fr 22. Mai 2026, 23:22
von Mario
Moin
Hier mal das Ergebnis der Kombi von Schelleck und Büffelglanz...
20260522_221511.jpg
20260522_221526.jpg
...hier das leicht geflammte Brettchen, die linke Seite ohne einen Zwischenschliff und die rechte mit, merke keinen gravierenden Unterschied...
20260522_221540.jpg
20260522_221505.jpg
...hier ein Stückchen ohne Flambierung. Hmmm, es glänzt halt ein bissel, Schellack und Büffelglanz vertragen sich anscheinend gut.
Grüße Mario
Re: Mario Seine (Werkstatt)
Verfasst: Sa 23. Mai 2026, 09:39
von pumuckel
Kommt auch immer etwas aufs Holz an.
Hier hatte ich mal eine Probe mit und ohne Schellack auf Mutenye.
20231203_192531.jpg
Oder hier, da sind zwei Schichten Schellack mit Zwischenschliff und Hartwachs drauf. Gerade bei feinporigen Hölzern bringt das schon nochmal mehr.
20221220_180244.jpg
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