Re: Testbericht RECORD POWER BM16 Stemmmaschine
Verfasst: Fr 11. Aug 2017, 17:00
Tja, Mario, hättest Du schon die Domino XL ... 
@OliverFür den Meißel verwendet man am besten einen Bohrlochräumer, ein Spezialwerkzeug, das an einen Senker erinnert. Der Führungszapfen des Senkers muss dabei der Größe des zu schärfenden Hohlmeißels entsprechen. Daher benötigt man ein spezielles, für die Meißelmarke geeignetes Schärfwerkzeug. Den Senker muss man allerdings nur benutzen, wenn das zu schärfende Werkzeug sehr stumpf ist. Ist das nicht der Fall, kann man direkt mit Formsteinen mittlerer Körnung beginnen.
Man montiert den Bohrlochräumer in eine Bohrwinde, schmiert mit etwas Öl und dreht den Senker langsam so lange, bis der gesamte Bereich bis zu den Spitzen am Meißel gesäubert ist. Anschließend verwendet man Formsteine mittlerer Körnung und bearbeitet die gesamte Innenkontur. Zum Schluss werden die viel Außenseiten leicht abgezogen, um Grate vom Schärfen zu entfernen und etwaige raue Kanten zu Glätten. Ziehen sie alle vier Seiten mit der gleichen Anzahl an Zügen ab. Wenige Züge auf einem Schleifstein mit Körnung 4000 sollten reichen, um eine glatt polierte Oberfläche zu erreichen.
Der in den Meißel passende Bohrer ähnelt stark einem Schlangenbohrer. Zunächst die Innenseite der Hauptschneide feilen und abziehen. Die einzelne Schneide muss an ihrer Ober- und Unterseite gefeilt werden. Die Seiten des Schlangenbohrers werden entweder durch Rollen des Bohrers auf einem Schärfstein oder durch Bearbeiten mit einem feinen Stein geschärft. Zum Schluss entgratet man die äußeren Kanten auf einem feinen Schärfstein.
Quellenangabe: Thomas Lie-Nielsen Schärfen-Grundlagen, Techniken, Ausrüstung (kein Provisions-Link)
Ein 6,35 mm² Zapfenloch wird in der Tat schwierig. Ketten müsste es ab 6 mm Breite geben, die Schlitze werden aber sicher mindestens ein paar cm lang sein. Ich hatte die von dir für das Vergleichsfoto hergestellten Schlitze im Kopf, für kürzere ist die BM16 sicher eine gute Möglichkeit.Bavarian-Woodworker hat geschrieben: Du willst jetzt nicht wirklich einen Kettenstemmer mit dieser kleinen Stemmmaschine vergleichen? Ich glaube kaum, das Du einen Kettenstemmer finden wirst, mit dem Du Zapfenlöcher mit 6,35 mm Breite anfertigen kannst. Für Arbeiten, bei denen man einen Kettenstemmer einsetzt, ist diese kleine Maschine, wie ich im Bericht geschrieben habe, auch nicht ausgelegt.
Ich sehe die Anwendung solcher Maschinen heute gerade im erweiterten Hobby-Bereich, in dem man mit Zeiteinsatz einfach mal etwas "Schönes" machen kann und darf. Eine sichtbarer rechteckiger Zapfen ist einfach schön - für mich zumindest. Eine unsichtbare Domino-Verbindung ist stabil - das war es dann aber auch. Und eine sichtbare Verbindung mit so einem Kunst-Zapfen mag ich persönlich nicht.Threedots hat geschrieben:Hallo Holzwürmer,
Ich sehe allerdings im Hobbybereich, vor allen Dingen, wenn eine Domino XL vorhanden ist, keinen echten Vorteil der BM16.
Die Stabilität der losen Zapfen in 14 mm, die die Domino XL maximal packt, ist für den Hobbybereich mehr als ausreichend, die 16 mm der Stemmmaschine bringen da keinen Mehrwert.