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Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 14:06
von Claus P
michaelhild hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 08:45
Wolfgang EG hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 05:12
Micha, ich führe das Holz erst mit Druck über den rechten Tisch, dann – wenn etwa die Hälfte auf den linken Tisch ist – übe ich nur noch da Druck aus. Hat sonst immer funktioniert.
Wolfgang
Ist aber nicht richtig.
Wieso soll das nicht richtig sein. So hobel ich auch und bei mir kommen schnurgerade Bretter raus. Da kannst ein Haarlineal drüber legen.
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 14:14
von michaelhild
Weils nicht richtig ist.
Siehe auch das Dokument der Holz BG, was im Maschinenbereich hier verlinkt ist.
Veranschaulicht auch hier:
https://youtu.be/RA3Ijdz0mh8?t=501&is=EmEYvFIzSW1qwycA
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 14:17
von Claus P
Micha,
genau so wie in dem Video hobel ich auch. Wolfgang beschreibt das auch so. Er hobelt das Brett bis zur Mitte, greift um und drückt dann nur noch am Abnahmetisch. Was ist daran verkehrt?
Ich verstehe das nicht.
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 14:52
von michaelhild
Es wird aber nicht prinzipiell bis zur Mitte gehobelt, sondern sobald genug Platz auf dem Abnahmetisch wird ausschließlich darauf Druck ausgeübt, das ist gerade bei den eher kleinen Maschinen die Referenzfläche.
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 15:54
von Wolfgang EG
Ich habe vorhin einen weiteren Versuch unternommen. Sozusagen nochmal Schritt für Schritt ...
Zum Schneidenflugkreis: Gefordert sind max. 1,1 mm. Bei mir sind es 2,1 mm, also deutlich zu viel. Nun ist die Frage, ob ich zuerst einmal die Messer so weit zurücksetze, dass max. 1 mm eingestellt sind. Ausgehend davon dann den rechten Tisch einstellt usw.
Unabhängig davon habe ich den linken Tisch versucht, fluchtend zum rechten einzustellen. Hat so weit auch gut geklappt. Allerdings, wenn ich den rechten Tisch so weit absenke, dass die Messer greifen, (rund 5 mm transportieren sie dann das aufgelegte Profil), dann stößt das abzurichtende Holz gegen den linken Tisch. Der geht nicht mehr tiefer zu stellen, ist am Anschlag.
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Das Handbuch habe ich mir mal runtergeladen. Ist recht wenig zum ordentlichen Einstellen drin. Aber ich denke, mit eurer Hilfe schaffe ich auch das.
Vielen Dank.
Wolfgang
PS: Ich kann mir immer noch nicht erklären, wie es zu so einer extremen Verstellung der HC 260 kommen konnte. Vielleicht doch mal zu derb an den Tischen gehoben ...
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 16:00
von Bavarian-Woodworker
Meine lieben beiden Holzwürmer,
nun kriegt euch mal wieder ein...
Als ich noch meine Scheppach-Hobelmaschiene hatte (die jetzt aus Platzgründen bei meinem Schwager im Bayerischen Wald steht und noch immer tadellos ihre Arbeit verrichtet) und die noch aus der Serie stammt, als man mit den Scheppach-Geräten noch ein anständiges Ergebnis erzielen konnte, habe ich, sobald das zu hobelnde Teil den Abnahmetisch in einem "guten Maß" erreicht hatte, auch nur noch da Druck ausgeübt. Das soll heißen, dass ich nicht darauf geachtet habe, ob das nun die Hälfte des Werkstückes war, sondern, ob ich da "unfallfrei" und mit genügend "Aufdruckfläche" Druck ausüben konnte.
Und natürlich sollte man an JEDEM Teil, dass sich Hobelmaschine nennen darf, den Abstand des Annahmetisches zur Hobelwelle einstellen können. Wie sonst sollte sonst eine Spanabnahme erfolgen?
Servus, der Lothar (der euch beide sehr lieb hat) ....

Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 17:24
von michaelhild
Wolfgang EG hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 15:54
allerdings, wenn ich den rechten Tisch so weit absenke, dass die Messer greifen, (rund 5 mm transportieren sie dann das aufgelegte Profil), dann stößt das abzurichtende Holz gegen den linken Tisch. Der geht nicht mehr tiefer zu stellen, ist am Anschlag.
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was Du da machst. Die Messer werden gegenüber dem Abnahmetisch eingestellt, nicht dem Aufnahmetisch.
Also ganz von Anfang. Die HC lässt sich nicht, wie "große" ADHs einstellen. Bei denen würden man zuerst die Messer gegenüber der Welle und danach die Tische einstellen. Das geht bei der HC nicht, weil der Aufnahmetisch fix ist und daher für alle Einstellarbeiten die Referenz ist!
-Zuerst prüfen, ob der Aufnahmetisch sauber in dessen Führungen läuft.
-Dann diesen auf 0 mm einstellen.
-Dann den Abgabetisch gegenüber dem Aufnahmetisch in einer Flucht einstellen. Bei 0 mm Spanabnahme, darf nichts am Abgabetisch anstoßen. Die Ebene vom Abnahme kann ruhig außen etwas nach oben zeigen, das Ding ist "weich" und bei Belastung gibt er eh etwas nach.
-Wenn das alles passt, werden die Messer nach dem Abnahmetisch eingestellt. Nicht gegenüber dem Aufnahmetisch!!
-Wenn das erledigt ist, Dickenhobel prüfen und ggf. dessen Tisch einstellen, was aber aufwendig ist.
Auch wenn theoretisch der Schneidenflugkreis ein A und O ist, bei der HC geht das halt nicht, da der Aufnahmetisch nicht eingestellt werden kann. Ist an dem Tisch was schief, oder an der Hobelwelle oder oder muss das mittels der Messer ausgeglichen werden, deswegen ist für alles (!) der Aufnahmetisch die Referenz.
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 18:33
von Claus P
michaelhild hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 14:52
Es wird aber nicht prinzipiell bis zur Mitte gehobelt, sondern sobald genug Platz auf dem Abnahmetisch wird ausschließlich darauf Druck ausgeübt, das ist gerade bei den eher kleinen Maschinen die Referenzfläche.
Diese pauschale Behauptung teile ich nicht. Das gilt vielleicht für Bretter, die gerade mal so lang sind wie der Abrichttisch. Aber wenn du ein Brett hast, das 3 oder 4m lang ist, geht das nicht.
Im Endeffekt spielt das auch keine Rolle, denn auf dem Zuführtisch liegt das Brett auf und auf dem Abnahmetisch auch. Welchen Vorteil sollte man haben, wenn man nur so einen kurzen Überstand nach der Hobelwelle hält. Die Hebelwirkung ist teilweise so groß, dass das Brett oder die Bohle vorne hochschnäbelt, weil man die Kraft nicht aufbringen kann, das Brett vorne runter zu drücken.
Wenn die Maschine sauber eingestellt ist, kann man so genauso arbeiten ohne dass es irgendeine Gefahr gibt.
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 18:41
von Claus P
Bavarian-Woodworker hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 16:00
Meine lieben beiden Holzwürmer,
nun kriegt euch mal wieder ein...
Als ich noch meine Scheppach-Hobelmaschiene hatte (die jetzt aus Platzgründen bei meinem Schwager im Bayerischen Wald steht und noch immer tadellos ihre Arbeit verrichtet) und die noch aus der Serie stammt, als man mit den Scheppach-Geräten noch ein anständiges Ergebnis erzielen konnte, habe ich, sobald das zu hobelnde Teil den Abnahmetisch in einem "guten Maß" erreicht hatte, auch nur noch da Druck ausgeübt. Das soll heißen, dass ich nicht darauf geachtet habe, ob das nun die Hälfte des Werkstückes war, sondern, ob ich da "unfallfrei" und mit genügend "Aufdruckfläche" Druck ausüben konnte.
Und natürlich sollte man an JEDEM Teil, dass sich Hobelmaschine nennen darf, den Abstand des Annahmetisches zur Hobelwelle einstellen können. Wie sonst sollte sonst eine Spanabnahme erfolgen?
Servus, der Lothar (der euch beide sehr lieb hat) ....
Danke Lothar,
genau so sehe ich das auch. Danke. Ich bin raus, das was ich zu schreiben hatte habe ich geschrieben. Ich bleibe dabei, mit der Maschine stimmt was nicht. Wahrscheinlich ist sie total verstellt. Ich habe Wolfgang angeboten mir die Maschine über Ostern anzuschauen. Ich bin sowieso alleine und hätte Zeit.
So eine Maschine ist doch keine Raketenwissenschaft. An einer Hobelmaschine ist doch nix dran. Ein paar Verstellspindeln und ein bisschen drehende Hobelwelle. Das wäre doch gelacht, wenn man die Maschine nicht sauber einstellen kann.
Re: Ursache für schlechtes Hobelergebnis beim Abrichten?
Verfasst: Sa 14. Mär 2026, 20:01
von michaelhild
Bavarian-Woodworker hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 16:00
Und natürlich sollte man an JEDEM Teil, dass sich Hobelmaschine nennen darf, den Abstand des Annahmetisches zur Hobelwelle einstellen können. Wie sonst sollte sonst eine Spanabnahme erfolgen?
Klar lässt sich auch an der HC260 die Spanabnahme am Aufnahmetisch wählen. Aber mehr an Einstellerei geht an diesem Tisch nicht.
Aber ihr bekommt das sicherlich hin.
PS: Hab Dich auch lieb.