Wer sich die Bilder vom Schraubenregal etwas genauer angesehen hat, der hat schon die nächste Baustelle entdeckt.
Das Chaos unter den Schrauben muss weg, das Chaos im Maschinenlager muss weg und überhaupt- Ich brauche endlich STAURAUM.
Eine ganze Weile schiebe ich es jetzt schon auf doch mittlerweile geht nichts mehr an dem Bau von Werkzeugschränken vorbei. Also hab ich etwas gemessen, ein paar Beiträge dazu hier im Forum gelesen und mich inspirieren lassen und auch etwas gerechnet.
Vorweg, ich habe die Korpusse aus OSB gebaut weil ich für Multiplexplatten das doppelte bezahlt hätte, das ist es mir nicht wert. Da es bei meinem Baustoffmarkt die Tage nur noch 25 und 18 er OSB gab und 15 erst wieder die Tage geliefert wird habe ich mich dann für 18 er entschieden.
Die Platten musste ich in der Garage zuschneiden da in der Werkstatt frisch lackierte Gartenmöbel von Kunden standen
Der Zuschnitt mit Tauchsäge und Führungsschiene an sich klappt ja gut nur in Zukunft muss ich mir für das Untergestell etwas einfallen lassen. Ich habe zwei Böcke verwendet und darauf eine Opferplatte gelegt, ideal ist was anderes. Hierzu werd ich aber beim Bau meiner Werkbank oder des Hubtisches nochmal zum Brainstorming aufrufen.
Zuerst habe ich die Platten auf die Tiefe geschnitten, hier macht sich die 3 Meter Schiene von Youtool echt bezahlt, eine der besten Anschaffungen der letzten Jahre.
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Danach war die Länge/ Höhe an der Reihe. Da ich die Tischkreissäge nicht nutzen konnte hab ich mir immer zwei Platte; übereinander gelegt und zusammen geschnitten, so habe ich zumindest für einen Korpus immer die selbe Plattenlänge.
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Das war dann auch schon der erste Teil der Fleißarbeit und ich konnte am nächsten Tag in die Werkstatt wandern.
Als Sockel habe ich 6x8er Kanthölzer verwendet die von einer Baustelle übrig waren. Ihr seht, das ganze ist ein Q&D Projekt mit Resteverwertung.
Probeweise habe ich einen Korpuss zusammengebaut bis es dann in die „Serienfertigung“ ging. Hier hat sich bezahlt gemacht das ich a) mehrere Akkuschrauber besitze und b) mein „Irgendwannmalhubarbeitstisch“ sich in der Höhe verstellen lässt.
Zum Zusammenbau brauche ich ja nicht viel zu schreiben, das könnt ihr wohl alle besser wie ich. Löcher vorgebohrt, etwas Leim dazu, Schrauben rein, oben noch die 24x48 Querlatten hin und fertig ist der Korpus.
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Eigentlich wollte ich Anstatt der Latten oben die 18er OSB Reststreifen nehmen, dies erschien mir dann aber doch zu Lüttig.
Bei der Rückwand habe ich etwas hin und her überlegt, eingekauft habe ich mangels 12 OSB Platten 18er. Da die Nische links zwischen den Werkstattschränken und der Säule später aber mal als Abstellplatz für den Hubtisch dienen soll wenn ich Platz in der Werkstatt brauche, habe ich mich dann dagegen entschieden.
Vor ein paar Jahren haben wir mal im Zuge einer Fachwerksanierung die Abdeckarbeiten der Fenster vor dem Sandstrahlen übernommen, da der Betrieb der diese Arbeiten ausgeführt hat kaum Zeit hatte. Seit diesem Zeitpunkt habe ich noch etliche Hartfaserplatten im Bestand des Hochlagers welche ich kurzerhand als geeignet einstuft habe. Schrankrückwände sind meist ja auch nichts anderes.
Zugeschnitten wurde wieder mittels Tauchsäge und Führungsschiene, befestigt mittels Drucklufttacker, da mir erst zu spät eingefallen ist das ich ja mittlerweile auch Rückwandschrauben besitze. Hierbei habe ich gemerkt das ich mir unbedingt einen Winkel bauen oder Kaufen muss an dem ich zum Ausrichten die Zwingen befestigen kann, manchmal fehlt einfach eine Hand.
Die Bauanleitungen dafür versteckt sich ja bereits im Forum, ich muss sie nur noch suchen
Unter die Kanthölzer kamen noch ein paar verstellbare Füße von Sotech, da ich nicht wusste wie genau ich wirklich arbeite. So kann ich später jeden Korpus einzeln ausrichten und miteinander verschrauben- auch wieder alles Tips aus Forenbeiträgen hier, dafür schon mal vielen Dank an Euch alle.
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Probeweise stehe die Korpusse jetzt schon mal an Ihrem Platz, ausgerichtet werden müssen sie noch.
Bei der Wahl der Arbeitsplatte habe ich auch als überlegt. Fahre ich in den Baumarkt und hole mir eine günstige Küchenarbeitsplatte, nehme ich eine Siebdruckplatte oder doch etwa... Ja genau, das ist es! Vor ein paar Jahren hat mein Nachbar alte Schreibtischplatten auf den Sperrmüll gestellt 2,00x0,80. Ich konnte nicht dran vorbei gehen, zu gut erschien mir Ihr Zustand, zu „Wertvoll“ um als Sperrmüll zu Enden. Kurz geklingelt und gefragt, na klar, unter Nachbarn kein Thema und Schwups standen sie bei mir im Lager. Sie sind nicht neu aber in einem wirklich guten Zustand für gebraucht, sie sind grau aber auch das stört mich nicht. Jetzt finden sie endlich eine richtige Verwendung und darüber bin ich froh. Geld gespart, Platz geschaffen und etwas altem zu neuen Leben verholfen. Sollten sie mal ne Macke bekommen ärgere ich mich nicht gleich und in ein Paar Jahren lässt sich das bei Bedarf noch leicht ändern.
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Weiter geht es dann demnächst mit dem Bau von Schubladen und den Einbau von Auszügen. Verwenden werde ich wohl Auszüge von Sotech, hier soll das Preis/Leistungsverhältnis ja stimmen.
Welches Material würdet ihr für die Schubladen verwenden, dachte an 12mm OSB oder spricht da etwas dagegen (zu dünn)? Die Blenden sollen später aus Multiplex oder Leimholz Fichte werden denke ich, wie Stark sollte ich dort das Material wählen?
Über Tips und Tricks besonders bei den Schubladen würde ich mich sehr freuen, auch wenn ich hier gegen alle guten Regeln verstoße und OSB verbaut habe
Gruß Stefan