Hallo zusammen,
Danke für das Feedback und den einen der meinen YT Kanal zusätzlich abonniert hat.
Jetzt noch 49.993 User mehr, und vielleicht kriege ich dann auch mal Werkzeug kostenlos
hinterhergeworfen.
Wollte an dieser Stelle noch mal kurz auf die eigentliche Steuerung eingehen,
dabei will ich versuchen, dies auch für den (interessierten) Laien verständlich rüberzubringen.
Zunächst hier noch mal ein Bild der fertig verdrahteten (Provisorischen) Schwenkeinrichtung.
1.JPG
Hie noch mal von der Seite, da man hier schön sieht das das Antriebsritzel rund 1mm von der Grundplatte absteht.
2.JPG
Zu eigentlichen Steuerung nehme ich eine in der Industrie gebräuchliche Speicher Programmierbare Steuerung. (SPS)
3.JPG
Bevor jetzt die Elektriker (mit Recht) entsetzt aufschreien, dass dies in keinster Weise
den gültigen Sicherheitsstandards entspricht. Möchte ich nur kurz sagen, dass dieser Kabelverhau
und auch die SPS nicht den Weg in die fertige Daddelkiste finden werden.
Das wird hinterher ein Andurino oder Raspberry übernehmen. Hier geht es nur ums Prinzip.
Bei genauen Hinsehen erweist sich selbst eine auf den ersten Blick leicht aussehende Steuerungsaufgabe,
wie das hin und herfahren zwischen 2 Endpunkten komplizierter als zuerst angenommen.
Wenn auch nur ein Prototyp wollte ich das hin und her fahren des Monitors komfortabel mit nur einem Taster realisieren.
Das Umschalten zwischen Rechts.-, Linkslauf und Motor-Aus erledigen zwei 24V Relais die
die 12V Gleichspannung zum Motor schalten bzw. umpolen.
Die eigentliche Schaltlogik wird per Software in der SPS abgebildet.
Dazu wird wenn der manuelle „Wechseltaster“ gedrückt wird, abgefragt welcher Endschalter grade betätigt ist
und somit die Position des Monitors bestimmt. Anschließend wird der Motor so angesteuert das der Monitor in Gegenrichtung schwenkt.
Und zwar solange bis der andere Endschalter erreicht ist.
Hubert hat so gesehen Recht, zur genauen Positionierung taugen diese Schalter nicht wirklich, da sie so eingebaut,
ein sehr enges Schaltfenster und rel. große Toleranz haben.
Wenn ich die Schalter so einstelle, dass sie erst sehr kurz vor Erreichen des Endanschlages auslösen,
kann es unter Umständen sein, das sie auch mal gar nicht auslösen, der Motor würde blockieren und so zerstört.
Daher Schalten die Endschalter nicht direkt den Motor sondern einen Software-Timer der mit einer Verzögerung
von 0,1 Sekunden den Motor abschaltet.
Das gibt mir mehr Sicherheit beim Einstellen der Endschalter.
So gesehen sind das also mehr
Kurz-Vor-Ende-Schalter
Und so ist auch sichergestellt, dass der Monitor sicher bis auf den gummigepufferten Endanschläge fährt.
Die 0,1 sek Verzögerung macht bei einer Schwenkzeit von 2,5 sek. Immerhin noch 3,6° aus.
Das reicht um den Monitor zuverlässig gegen den Endanschlag zu fahren.
Jetzt könnte es theoretisch passieren, dass der Monitor unterwegs klemmt und keinen Endschalter erreicht.
Hier würde der Motor blockieren und früher oder später dadurch zerstört werden.
In der Industrie hilft man sich bei großen Motoren mit s.g. Motorschutzschalter die den Motorstrom überwachen
und bei einer Überlast ausschalten.
Dies wäre hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Dennoch habe ich mir hier eine Krücke über 2 zusätzliche Timer gebaut.
Wir erinnern uns, das die Schwenkdauer bei 2,5 sek. von Endpunkt zu Endpunkt liegt.
Diese zusätzlichen Timer schalten den Motor spätestens nach 3,5 sek. Laufzeit aus,
egal ob der Monitor seine Endlage erreicht hat oder nicht.
Somit wird ein längeres blockieren des Motors zuverlässig verhindert.
Damit holen wir uns aber auch gleich ein neues potentielles Problem!
Mal angenommen der Monitor würde irgendwo in der Mitte stehen bleiben,
hätte ich keine Möglichkeit mit meinem Taster die Schose wieder in Gang zu bringen,
da ja keiner der beiden Endschalter betätigt ist, und so die Steuerung nicht „weiß“ in welche
Richtung denn nun geschwenkt werden soll.
Auch hier helfe ich mit einem weiteren Timer.
Sobald ich den Taster länger als 3 sek. betätige, wird der Monitor egal in welcher Stellung er grade steht,
wieder in Grundstellung gefahren. (Also horizontal ausgerichtet).
Fast geschafft nur noch ein letzter Punkt
Wenn ich den PC ausschalte, und der Monitor noch senkrecht steht, wäre das auch blöde,
da beim nächsten Start von Windows alles auf der Seite liegen würde.
Hier bietet die Steuerung einen s.g. Initialisierung-Merker.
Dieser wird einmalig für den ersten Programmzyklus nach dem Einschalten der Steuerung gesetzt.
Diesen nutze ich, um den Monitor beim Einschalten des PC’s und der Steuerung in die Grundstellung fahren zu lassen.
So, das war es im Wesentlichen auch schon.
Wenn Fragen, einfach fragen.
@Dieter,
sorry hatte deine Frage bezüglich der Graphik ganz vergessen.
Die meisten Emulatoren bieten die Ausgabe über Direkt-X oder open GL mit allen
Filtern und Kantenglättungen an. Das sieht schon besser aus wie das Original auf einem 42“ Plasma.
Aber aus Sch……. können die auch kein Gold machen.
Das tut dem Spielspaß bei den Retrogames aber keinen Abbruch, und gehört ja schon irgendwie dazu.
LG Dirk