Hobelbank aus Esche

Zweckmäßiges für unsere Werkstätten
Woswasi
Beiträge: 2119
Registriert: Mi 26. Sep 2018, 06:24

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Woswasi »

Ist der Lochbeitel ein großer Vorteil bei den tiefen Löchern? ein paar Mal hätte ich sowas auch schon brauchen können.
Der Eckstanzer ist aber nur für die ersten mm zu verwendbar oder?
LG Gerald
Benutzeravatar
Klaus
Beiträge: 7745
Registriert: So 3. Jul 2016, 13:39
Wohnort: Wohmbrechts (Bayern)

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Klaus »

Vielen Dank euch allen für die wertvollen Rückmeldungen :)
oldtimer hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 07:38 Die Ausführung der Stemmarbeiten gefallen mir , ein solcher Eckenstanzer sticht mir schon lange im Auge.
Obacht - das gibt hässliche Verletzungen :o (s. auch weiter unten)
oldtimer hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 07:38 Du erinnerst mich , endlich einmal ein Gestell zu bauen und die Lalo einzusetzen, irgendwie ist die überflüssig in meiner Werkstatt.
Hab beim Stemmen auch immer wieder über eine Lalo nachgedacht - aber wie oft brauch ich die im Jahr? Kleinere Verbindungen mach ich mit der DF500 und solche Oschies kommen halt doch einmal in fünf Jahren vor. Bei mir würde die Lalo also daselbe dasein fristen wie bei Dir, obwohl sie für sowas ungemein praktisch wäre. Ich bleib also dabei, wenn es mehr solcher Verbindungen braucht, dann wird's die DF700 :)
Sebastian hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:00 Die Ausführung der Stemmarbeiten gefällt mir auch sehr. Ich erinnere mich noch an meine Bank aus Esche, das kann anstrengend sein.
Ja, die Esche ist richtig elastisch und widersetzt sich hartnäckig. Da hilft nur sauscharfes Werkzeug - und auch das nur widerwillig. Sowas von Hand auszuarbeiten kann man schon mal machen. Ich bin da aber zu ungeduldig und die 16 Löcher waren mir einfach zu viel. Deshalb hab ich auch den 50mm Nutfräser gekauft, zumal der durch die Aktion bei Feine Werkzeuge mit ca. 75 Euro erschwinglich war.
Sebastian hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:00 Das ist ja richtig High-Tec, mit überlappenden Brennkammern :lol:
Spart halt auch Zündkerzen und Steuerungstechnik ;) Bleibt noch anzumerken, dass das Festool Bohrfutter mit 13mm hier nicht besonders gut funktioniert hat. Ist zwischendrin sogar ganz aufgegangen und hat die Bohrtiefe verändert. Hier kein Problem aber trotzdem ärgerlich.
Woswasi hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:17 Ist der Lochbeitel ein großer Vorteil bei den tiefen Löchern? ein paar Mal hätte ich sowas auch schon brauchen können.
Der Eckstanzer ist aber nur für die ersten mm zu verwendbar oder?
Ja, der Eckstanzer reicht für ca. 3-4mm. Aber da kann man dann schön mit den Beitel nach unten stechen. Das geht besser und vor allem schneller als mit nur geritzten Linien.

Im Woodworker Forum gibt's ja einen Thread zum Thema "braucht man Lochbeitel". Hab mir jetzt mal einen gekauft um mir selber ein Bild machen zu können. "Brauchen" würde ich nicht sagen, aber er hat schon seine Vorteile. Durch die rechteckige Form kann man die Ecken schön ausarbeiten. Die Länge hilft vor allem am Zapfengrund beim rausstemmen der letzten Reste in den Ecken. Zudem ist er halt deutlich stabiler und wuchtiger als die gewöhnlichen Stemmeisen. Das ist sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil. Deshalb hatte ich drei Werkzeuge im Einsatz. Einen MHG Stechbeitel mit 20mm für die kurzen Seiten, einen MHG Stechbeitel mit 42mm für die langen Seiten und eben den Lochbeitel für die Ecken und den Grund. Geklopft wurde mit meinem japanischen Genno mit 225g, der war vollkommen ausreichend. Ich denke, wenn man die Löcher komplett ausstemmt, dann kommen die Vorteile des Lochbeitels stärker zum tragen.

Für solche Stemmarbeiten wäre es schön, wenn die Hobelbank schon fertig wäre :) Der MFT federt da doch ganz schön und der Resonanzkörper drunter verstärkt den Krach. Aber ist ja hoffentlich bald soweit :)

Gruss, Klaus
Benutzeravatar
Mandalo
Beiträge: 9001
Registriert: Mi 19. Okt 2016, 08:18

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Mandalo »

Es geht voran, sieht alles klasse aus was du machst, ich werde gespannt folgen.
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter
Benutzeravatar
Klaus
Beiträge: 7745
Registriert: So 3. Jul 2016, 13:39
Wohnort: Wohmbrechts (Bayern)

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Klaus »

Mandalo hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 10:32 Es geht voran, sieht alles klasse aus was du machst, ich werde gespannt folgen.
Dann muss ich mich natürlich besonders anstrengen :D
Benutzeravatar
Klaus
Beiträge: 7745
Registriert: So 3. Jul 2016, 13:39
Wohnort: Wohmbrechts (Bayern)

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Klaus »

Dank etlichem Besuch nicht ganz so weit gekommen wir geplant, aber immerhin geht es voran ...

Erst noch die restlichen Zapfenlöcher ausstemmen
Hobelbank_20251206_0001.jpg
Das ging zum Ende hin richtig flott und wurde auch immer besser. War trotzdem froh als es vollbracht war.

Zapfenlöcher ohne Zapfen sind etwas öde, also hab ich mich mal an die Querzargen gemacht.
Erst mir der Kreissäge vorgearbeitet, damit es der Fräser leichter hat
Hobelbank_20251206_0002.jpg
Die Stege mit dem Hammer weggeklopft
Hobelbank_20251206_0003.jpg
Und ab auf die Fräse
Hobelbank_20251206_0005.jpg
Durch die Vorarbeit konnte ich die 50mm in einem Rutsch fräsen. Die Höheneinstellung mit der Anzeige am Frästisch hat hervorragend funktioniert für die Feinanpassung.
Hobelbank_20251206_0006.jpg
Die unteren Zapfen sind 80mm hoch, bei den oberen hab ich mich dazu entschlossen, auf 55mm runter zu gehen um oben mehr Holz am Bein zu haben. Der eine Zentimeter ist mir doch recht schwach vorgekommen. Auch das hat an der Fräse super funktioniert, Bilder dazu kommen dann bei den Längszargen, ist etwas abenteuerlich ...
Hobelbank_20251206_0007.jpg
Gruss, Klaus
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 1083
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 15:04
Wohnort: Dußlingen

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Sebastian »

Toll, dass es weitergeht. Wie viel hast du denn geplant, ist doch ein ordentliches Stück Arbeit.
live long and prosper
Sebastian
Benutzeravatar
Klaus
Beiträge: 7745
Registriert: So 3. Jul 2016, 13:39
Wohnort: Wohmbrechts (Bayern)

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Klaus »

Danke Dir, Sebastian :)

Was meinst Du mit "wie viel ich geplant hab"? Zeit, Material? Beides komplett ungeplant ;)

Gruss, Klaus
oldtimer
Beiträge: 9642
Registriert: Do 30. Jun 2016, 16:29

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von oldtimer »

Tolle Arbeit, Klaus, und dann noch über die Fräse :o
Ich faule Sau hätte die schmalen Stege über die Kreissäge gezogen.


Gruß
Volker
Benutzeravatar
Mandalo
Beiträge: 9001
Registriert: Mi 19. Okt 2016, 08:18

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Mandalo »

Ja, so ginge es mir wohl auch, die Arbeit hätte ich vollends mit der Säge vollzogen. Aber egal, was zählt ist das Ergebnis, und das sieht gut aus.
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter
Ghostwriter
Beiträge: 1210
Registriert: Sa 19. Okt 2019, 18:53
Wohnort: Nordhessen

Re: Hobelbank aus Esche

Beitrag von Ghostwriter »

Das wird großartig, ich verfolge denkbar weiter gespannt.
Gruß Stefan
Antworten

Zurück zu „• Werkstatt-Ausstattung“