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Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 08:17
von Woswasi
Ist der Lochbeitel ein großer Vorteil bei den tiefen Löchern? ein paar Mal hätte ich sowas auch schon brauchen können.
Der Eckstanzer ist aber nur für die ersten mm zu verwendbar oder?

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 09:23
von Klaus
Vielen Dank euch allen für die wertvollen Rückmeldungen :)
oldtimer hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 07:38 Die Ausführung der Stemmarbeiten gefallen mir , ein solcher Eckenstanzer sticht mir schon lange im Auge.
Obacht - das gibt hässliche Verletzungen :o (s. auch weiter unten)
oldtimer hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 07:38 Du erinnerst mich , endlich einmal ein Gestell zu bauen und die Lalo einzusetzen, irgendwie ist die überflüssig in meiner Werkstatt.
Hab beim Stemmen auch immer wieder über eine Lalo nachgedacht - aber wie oft brauch ich die im Jahr? Kleinere Verbindungen mach ich mit der DF500 und solche Oschies kommen halt doch einmal in fünf Jahren vor. Bei mir würde die Lalo also daselbe dasein fristen wie bei Dir, obwohl sie für sowas ungemein praktisch wäre. Ich bleib also dabei, wenn es mehr solcher Verbindungen braucht, dann wird's die DF700 :)
Sebastian hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:00 Die Ausführung der Stemmarbeiten gefällt mir auch sehr. Ich erinnere mich noch an meine Bank aus Esche, das kann anstrengend sein.
Ja, die Esche ist richtig elastisch und widersetzt sich hartnäckig. Da hilft nur sauscharfes Werkzeug - und auch das nur widerwillig. Sowas von Hand auszuarbeiten kann man schon mal machen. Ich bin da aber zu ungeduldig und die 16 Löcher waren mir einfach zu viel. Deshalb hab ich auch den 50mm Nutfräser gekauft, zumal der durch die Aktion bei Feine Werkzeuge mit ca. 75 Euro erschwinglich war.
Sebastian hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:00 Das ist ja richtig High-Tec, mit überlappenden Brennkammern :lol:
Spart halt auch Zündkerzen und Steuerungstechnik ;) Bleibt noch anzumerken, dass das Festool Bohrfutter mit 13mm hier nicht besonders gut funktioniert hat. Ist zwischendrin sogar ganz aufgegangen und hat die Bohrtiefe verändert. Hier kein Problem aber trotzdem ärgerlich.
Woswasi hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 08:17 Ist der Lochbeitel ein großer Vorteil bei den tiefen Löchern? ein paar Mal hätte ich sowas auch schon brauchen können.
Der Eckstanzer ist aber nur für die ersten mm zu verwendbar oder?
Ja, der Eckstanzer reicht für ca. 3-4mm. Aber da kann man dann schön mit den Beitel nach unten stechen. Das geht besser und vor allem schneller als mit nur geritzten Linien.

Im Woodworker Forum gibt's ja einen Thread zum Thema "braucht man Lochbeitel". Hab mir jetzt mal einen gekauft um mir selber ein Bild machen zu können. "Brauchen" würde ich nicht sagen, aber er hat schon seine Vorteile. Durch die rechteckige Form kann man die Ecken schön ausarbeiten. Die Länge hilft vor allem am Zapfengrund beim rausstemmen der letzten Reste in den Ecken. Zudem ist er halt deutlich stabiler und wuchtiger als die gewöhnlichen Stemmeisen. Das ist sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil. Deshalb hatte ich drei Werkzeuge im Einsatz. Einen MHG Stechbeitel mit 20mm für die kurzen Seiten, einen MHG Stechbeitel mit 42mm für die langen Seiten und eben den Lochbeitel für die Ecken und den Grund. Geklopft wurde mit meinem japanischen Genno mit 225g, der war vollkommen ausreichend. Ich denke, wenn man die Löcher komplett ausstemmt, dann kommen die Vorteile des Lochbeitels stärker zum tragen.

Für solche Stemmarbeiten wäre es schön, wenn die Hobelbank schon fertig wäre :) Der MFT federt da doch ganz schön und der Resonanzkörper drunter verstärkt den Krach. Aber ist ja hoffentlich bald soweit :)

Gruss, Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 10:32
von Mandalo
Es geht voran, sieht alles klasse aus was du machst, ich werde gespannt folgen.

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Fr 5. Dez 2025, 13:15
von Klaus
Mandalo hat geschrieben: Fr 5. Dez 2025, 10:32 Es geht voran, sieht alles klasse aus was du machst, ich werde gespannt folgen.
Dann muss ich mich natürlich besonders anstrengen :D

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 7. Dez 2025, 21:07
von Klaus
Dank etlichem Besuch nicht ganz so weit gekommen wir geplant, aber immerhin geht es voran ...

Erst noch die restlichen Zapfenlöcher ausstemmen
Hobelbank_20251206_0001.jpg
Das ging zum Ende hin richtig flott und wurde auch immer besser. War trotzdem froh als es vollbracht war.

Zapfenlöcher ohne Zapfen sind etwas öde, also hab ich mich mal an die Querzargen gemacht.
Erst mir der Kreissäge vorgearbeitet, damit es der Fräser leichter hat
Hobelbank_20251206_0002.jpg
Die Stege mit dem Hammer weggeklopft
Hobelbank_20251206_0003.jpg
Und ab auf die Fräse
Hobelbank_20251206_0005.jpg
Durch die Vorarbeit konnte ich die 50mm in einem Rutsch fräsen. Die Höheneinstellung mit der Anzeige am Frästisch hat hervorragend funktioniert für die Feinanpassung.
Hobelbank_20251206_0006.jpg
Die unteren Zapfen sind 80mm hoch, bei den oberen hab ich mich dazu entschlossen, auf 55mm runter zu gehen um oben mehr Holz am Bein zu haben. Der eine Zentimeter ist mir doch recht schwach vorgekommen. Auch das hat an der Fräse super funktioniert, Bilder dazu kommen dann bei den Längszargen, ist etwas abenteuerlich ...
Hobelbank_20251206_0007.jpg
Gruss, Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 7. Dez 2025, 21:30
von Sebastian
Toll, dass es weitergeht. Wie viel hast du denn geplant, ist doch ein ordentliches Stück Arbeit.

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 7. Dez 2025, 22:19
von Klaus
Danke Dir, Sebastian :)

Was meinst Du mit "wie viel ich geplant hab"? Zeit, Material? Beides komplett ungeplant ;)

Gruss, Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 7. Dez 2025, 22:27
von oldtimer
Tolle Arbeit, Klaus, und dann noch über die Fräse :o
Ich faule Sau hätte die schmalen Stege über die Kreissäge gezogen.


Gruß
Volker

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 00:23
von Mandalo
Ja, so ginge es mir wohl auch, die Arbeit hätte ich vollends mit der Säge vollzogen. Aber egal, was zählt ist das Ergebnis, und das sieht gut aus.

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 06:03
von Ghostwriter
Das wird großartig, ich verfolge denkbar weiter gespannt.