Klaus hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 13:15
Servus Claus,
vielen Dank für Deine Erklärung, hört sich so an wie wenn der Soudal brauchbar wäre. Bei der letzten Flasche ist bei mir aber mindestens dreiviertel hart geworden. Und als bekennendes Weichei - wenn es dem Weissleim zu kalt ist, ist es mir das auch
Deine Eschebretter sehen teilweise schon sehr wild aus, das macht sie interessant. Also ich bin da wirklich drauf gespannt, wie der Tisch am Ende rauskommt.
Frei Haus Lieferung mit Merlo - so einen Luxus (und guten Freund) hat wahrlich nicht jeder
Gruss, Klaus
Servus Klaus,
gerne geschehen. Noch ein Nachtrag zu dem Soudal P4 Leim. Ich kaufe den immer in größeren Mengen, nicht in den kleinen Flaschen. Das Problem bei den Flaschen ist, dass du beim Auftragen immer wieder frische (feuchte) Luft in die Flasche ziehst und mit der Zeit der PU- Leim abbindet und hart wird. Dann kannst die ganze Flasche wegwerfen und der Spaß wird teuer und Müll prodiziert man noch dazu.
Ich gieße den Leim immer in leere Gläßchen mit Schraubverschluß und Deckel. Je nachdem wo ich gerade welche her bekomme. Mal Gläßchen in denen Babybrei war, kleine Marmeladengläser, Gläser von Oliven etc.
Die Gläßchen fülle ich meist 1/4 voll oder vielleicht auch mal 1/2 oder 3/4 voll. Durch den Schraubverschluß trocknet der Leim nur nach sehr langer Zeit aus (1/2 bis 3/4 Jahr oder länger). Wenn man öfter mit PU- Leim arbeitet, trocknet der praktisch in dem luftdicht verschlossenen Glas nicht ein. Man muß nur aufpassen, dass das Gewinde immer sauber ist und die Dichtfläche auch, sonst bekommt man den Deckel nicht mehr ab. Ich reinige immer das Gewinde mit Isopropanol. Das geht ganz gut.
Wenn ich größere Menge brauche, dann gieße ich einfach aus dem Gläßchen meinen Leim direkt auf die Leimfläche. Nachdem der PU- Leim nicht so dünnflüssig ist, wie Weißleim, kann man ihn gut dosieren, auch ohne Dosierflasche und streicht anschließend nur mit einem Spatel den Leim auseinander.
Dadurch dass ich den Kanister immer nur ganz kurz offen hab, und mir meinen Leim aus den Gläsern hole trocknet er praktisch nicht aus und man kann den Kanister bis zum Ende aufbrauchen, ohne daß der Leim fest wird.
Zum Auftragen nehme ich keinen Pinsel sondern einen kleinen Spatel aus einem Holzspan (die ergeben sich aus Abfall sowieso). Wenn die mit Leim eingesaut sind, wandern sie danach in den Ofen. Damit kann man wie mit einer Spachtel den Leim gleichmäßig und dünn auftragen und verteilen bzw. abziehen. So quillt er auch nicht so stark auf, dass es eine große Sauerei gibt.
Der Verbrauch an Pinsel ist zu groß, weil die anschließend in den Müll wandern. Ich kaufe mir zwar immer solche Chinesenpinsel in einer 50er Packung, aber so verschwenderisch muß man auch nicht sein, auch wenn die Dinger nicht viel kosten.
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Heute gibts bzgl. dem Schreibtisch nicht viel Neues. Deswegen hab ich keine Bilder gemacht. Nur soviel: an einigen Stellen hab ich nochmals Epoxy nachfüllen müssen, da es teilweise sehr stark in die Fugen eingesickert ist. Außerdem hab ich die Rückwand von dem Schubladenabteil von der Rückseite noch gefüllt. So kann jetzt alles die Woche über trocknen.
Das richtige Ergebnis sieht man erst, wenn der "Batz" entfernt ist und man nur noch die dunklen Risse sieht.
Ja, Esche ist manchmal sehr lebhaftes Holz. Genau deswegen liebe ich es so sehr. Je nachdem kann Esche einfach nur weißlich gelb und die Maserung sehr homogen sein, oder aber sehr verwachsen mit wilder Maserung bis hin zur "Olivenesche" bei der die Maserung tatsächlich Olivenholz gleicht. Da sind auch einige Bohlen dabei. Diese Bohlen sind mir die liebsten. Ich liebe Holz, das bei vielen Schreinern im Ofen langen würde. Genau die Äste, Risse, oder auch die extrem wilde Maserung ist, was ich suche.
Wenn man auch genau hinschaut sieht man im Spint viele Stellen mit Riegelwuchs. Das sieht im ersten Moment so aus, als ob das Abdrücke von der Riffelwalze der Hobelmaschine sind. Sind es aber nicht, da die Schattierungen nicht gerade sonder meist krumm und nicht so regelmäßig sind. Das gefällt mir unheimlich gut.
Momentan sind die Teile noch nicht geschliffen, deswegen sind an einigen Stellen Rostspuren zu sehen. Auf dem Unterflurtisch von meiner Hobelmaschine hat sich leichter Flugrost gebildet. Aber dazu in einem anderen Post. Wenn die Teile geschliffen sind, dann entfalten sie erst ihre volle Schönheit. Momentan wirkt alles noch sehr rustikal, aber das wird. Bei meinen Badmöbeln war das auch so, bis die Oberflächen geschliffen wurden.