Hallo Leute
Tja, das wurde dann doch etwas später als geplant mit dem Resümee über das Paulownia- Holz. Tut mir leid, für diejenigen, die das vielleicht doch interessiert.
Ich wollte ja schon viel früher ein paar Sätze zu dem Holz sagen, wollte aber erst noch mal meine Stemmeisen schärfen um eine möglichst objektive Einschätzung abgeben zu können in wie weit das Holz gut oder eben eher schlecht zu bearbeiten ist. Soweit es mir, als natürlich absoluter Profi

, überhaupt möglich ist.
Ich konnte es aber nicht mehr länger abwarten, und habe es ohne nochmaliges Schärfen ausprobiert, das Stemmen natürlich. Eigentlich waren meine Stemmeisen ja relativ scharf. Ich habe meine Eisen nicht geschärft, weil ich zur Zeit große Probleme mit meiner Haut habe. Das sind keine faulen Ausreden, ich bin nämlich Allergiker und habe des Öfteren doch größere Probleme mit meiner Haut. Deshalb muss ich ab und zu mal aussetzen, mit dem Rumgewerkel, leider.
So, nun aber genug rumgeheult und ein zwischenzeitliches Fazit abgegeben.
Warum habe ich dieses Holz gewählt?:
Es war im Baumarkt schnell verfügbar, es war vom Preis her annehmbar(naja, um 30 Euro pro qm waren`s auch), ich konnte es zeitlich passend gerade mal eben nach hause transportieren, es hat mir gefallen und ich wollte es halt gerne mal ausprobieren.
Es ist zudem noch sehr leicht, daraus resultierend für meine Anwendungen, zumindest habe ich mir das so gedacht, wahrscheinlich optimal.
Es ist wirklich irre, wenn man mal eine 2m-Platte in die Hand nimmt und denkt, "Man, muss ich mich jetzt aber anstrengen". dann kann man aber wider erwarten die Platte locker in eine Hand nehmen, ohne vorher jahrelang seine Zeit im Fitnesscenter verbracht zu haben,...unglaublich aber wahr!
Das ist für den Transport in die fünfte Etage ohne Fahrstuhl auch nicht gerade zu verachten.
Das Holz ist soweit sehr gut zu verarbeiten. Sägen, Bohren, Fräsen, Schleifen und Ölen geht sehr gut. Beim Schleifen verhält es sich ähnlich wie MDF, zumindest was die Kanten betrifft. Es lässt sich sehr leicht in Form bringen, also dementsprechend gut abrunden .
Die Flächen meines kleinen Regals z B., habe ich mit 320er Körnung geschliffen. Es fühlt sich aber trotzdem relativ stumpf an (nach dem Ölen und Trocknen), im Vergleich zu Buche, Birke oder Eiche, was ich vorher auch schon in der Art verarbeitet habe. Ich finde diese Haptik aber trotzdem schön, muss ja nicht unbedingt glatt wie Baby Popo sein.
Ich muss dazu sagen, dass ich nach dem Ölen nur mit Baumwolllappen poliert habe. Wenn man die Oberfläche noch glatter möchte, könnte man das sicher noch mit einem feinen Schleifpad erreichen.
So, jetzt zu dem, was man meines Erachtens nach nicht machen sollte, Stemmen.
Ich glaube normaler Weise kommt wahrscheinlich auch niemand auf die Idee etwas aus Paulownia zu bauen, bei dem man auch stemmen muss oder möchte.
Ich habe das aber getan, und zwar um eine Kabeldurchführung herzustellen. Ich habe vorgebohrt und wollte die Seiten dann mit dem Stemmeisen ausarbeiten. Die Bilder dazu hab ich mir mal verkniffen.
Hier aber noch ein paar Bilder zu meiner "Versuchsstemmerei" im Nachhinein.
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Längs zur Faser geht das ja noch so einigermaßen, quer geht ja überhaupt nicht. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, irgendwie als würde man Kork oder sowas in der Art bearbeiten. Die Fasern rollen sich nach unten regelrecht auf bzw. werden aus dem Werkstück herausgezogen. Also nicht das jemand denk ich hätte schon mal Kork mit dem Stemmeisen bearbeitet.
Hier mal zum Vergleich einfaches ganz billiges Nadelholz.
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Quer zur Faser sieht auch nicht besonders aus, aber lange nicht so wie beim Paulownia. Die Seitenwände bleiben zumindest stehen und brechen nicht aus.
Ansonsten gefällt mir das Paulownia erstmal sehr gut. Es hat eine meist recht feine Maserung, es ist trotz des geringen Gewichts und der sehr schlagempfindlichen Oberfläche stabil und lässt sich in fast allen Bearbeitungsdisziplinen gut verarbeiten.
Man muss halt bei der Verarbeitung sehr aufpassen und möglichst nirgendwo anecken!
Ich glaube für die Sachen, die ich damit vorhabe, ist das schon ok.
Grüße, Mario!