Weiter gings mit den Ladenböden und Rückwänden.
Los gings mit dem Zuschneiden. Einmal Tischlerplatte in 14mm Stärke für die Rückwände und Birkensperrholz mit 6,5mm Stärke für die Ladenböden. Habe jeweils eine Platte bestellt, ging sich ganz leicht aus.
Wichtig zu wissen, auf ner großen Säge sieht alles kleiner aus. Dachte schon ich habe mich bei der Rückwand verschnitten bis ich sie aufgestellt habe. Hat dann doch gestimmt
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Damit ihr mal seht wie einfach der Zuschnitt mit ner Formatkreissäge oder Handkreissäge ist. So hats bei den Ladenböden beim Zuschneiden ausgeschaut.
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Platten sind mit Übermaß zugeschnitten, weiter gings mit der Furnier. Erstmal ins Furnierlager und was passendes suchen.
Was da so rum liegt, ist wahrscheinlich teilweise schon 40 Jahre alt. Ausgesucht hab ich mir den Bund der in der Mitte am Boden liegt. Der ist schön breit, da geht das Furnierzusammensetzen schnell
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6 Furnierblätter und ein paar kurze Reste habe ich gebraucht.
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Bei der Furnier gehts im Prinzip fast wie beim Massivholz.
Erstmal ablängen. Geht entweder mit ner große Schere wenn man nur ein oder zwei Blätter auf einmal schneidet oder wenns mehr ist mit der Furniersäge.
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Und dann noch eine Längskante beschneiden und die zweite Parallel dazu. Der Vorteil bei Furnier. Hinter der Säge fährt gleich der Hobel nach.
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Hier gibts noch die Ausbeute nach dem Zuschnitt.
Das reicht für meine 2 Rückwände und 6 Ladenböden. Ein paar kurze Stücke sind übrig geblieben. Aber besser zu viel als zu wenig
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Jetzt kommt was, das freut sicher den ein oder anderen hier im Forum. Wir haben nämlich auch ne Dose Kitt rumstehen. Aber gleich mit nem Kilo drinnen. Dann noch jede Menge 1 Komponenten Kitt in Tuben in allen Möglichen Holzfarben, aber die brauch ich jetzt nicht.
Mit dem Kitt wurden alles Astlöcher und Risse ausgekittet.
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Während der Kitt trocknet, hab ich die Furnier zusammengestetzt. Geht entweder mit ner Zusammensetzmaschine oder wenns nicht viel ist auch einfach mit Klebeband. In der Arbeit haben wir nur das ganz normale Malerband. Geht zwar auch, ist aber nicht ganz optimal. Besser wäre das gelbe Malerband das es gibt. Das löst sich später besser.
Zuerste kurze Stücke über die Fuge, die die Fuge zusammenziehen. Wenn man ne schön glatte Furnier hat reicht das schon. Da meine Furnier etwas wellig war habe ich noch längs die Fugen auch noch überklebt damit die Fugen schön dicht werden.
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Furnier ist somit fertig. Vorm furnieren gehören nur noch die Trägerplatten einmal durch dir Breitband, damit alles schön gleich dick ist und der Kitt wird somit auch gleich verschliffen.
Zuerst ein Band mit Korn 60 rein, Dicke einstellen und dann alles einmal durch, Dicke umstellen und das zweite mal durch.
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Furnieren geht einerseits mit ganz normalem Weißleim oder mit Harnstoffleim, wobei zweiteres günstiger kommt. Dafür gehört der jedesmal frisch abgemischt und was man zuviel macht, kann man nicht mehr verwenden. Also erstmal Wasser in nen Kübel und noch ca 10% Weißleim zum Wasser dazu. Der ist damit der Leim etwas flexibler wird. Sonst ist er extrem Spröde. Der Leim ist dann ein weißes Pulver was dann gemischt nen braunen Leim ergibt.
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Leim in den Leimroller und los gehts.
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Zuerst die Platten abblasen damit der ganze Staub herunten ist. Dann gleichmäßig den Leim auftragen und Furnier auflegen. Auf den Bildern sieht man, dass sich die Furnier durch die einseitige Nässe des Leims nach oben biegt. Dagegen hilft ne Sprühflasche mit Wasser. Einfach ein bisschen befeuchten und die Furnier geht wieder nach unten.
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Auf der zweiten Seite nochmal das Selbe und dann rein in die Presse.
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Die Presse hat gut 60°. Da reichts wenn die Stücke ein paar Minuten in der Presse sind.
Solange die Platten noch warm sind, muss das Klebeband runter. Wenn man zu lange wartet, geht das Klebeband nicht mehr runter, ohne das Stücke der Furnier mit runtergerissen werden.
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Bei den Rückwänden konnten die Überstände mit dem Bündighobel abgeschnitten werden. Die Ladenböden sind dafür zu dünn. Da gings mit der einen Kante auf die Kantenschleife und die restlichen Überstände wurden beim finalen Beschneiden beseitigt.
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Damit die Platten auskühlen können ohne dass sie sich verziehen, gehören die ne Weile luftig aufgestellt.
Bei mir wars glaub ich etwas zu kurz oder es lag an den Platten, aber alles hat sich mehr oder weniger Verzogen. Dazu muss man aber auch sagen, das die Tischlerplatte von Haus aus extrem rund war.
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Da die Platten etwas rund waren, hab ich mich nicht getraut, die Furnier mit der Breitband zu schleifen. Deshalb wurde nur noch auf der Plattensäge auf Endmaß geschnitten und geschliffen wird dann mit dem Exzenter.