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Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Mi 15. Jul 2020, 09:35
von tmaey
Das sieht doch schon toll aus.
Ich hab jetzt nochmal den Bericht gelesen, weil mich die Frage beschäftigt hat, warum Du 8 Beine gemacht hast. War das nur „zur Sicherheit“, um 4 „A-Liga-Beine“ zu haben?

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Do 16. Jul 2020, 22:34
von Mario
Hallo Daniel
Dein Baubericht gefällt mir sehr gut, mach weiter so!
Ich geb Dir mal einen Tipp, falls Du nicht schon selbst drauf gekommen bist. Wenn Du solche Wasserspiele häufiger machst, solltest Du Deine MDF Platte vielleicht etwas behandeln, sonst quillt sie Dir doch noch auf. Etwas Arbeitsplatten Öl oder was so da ist drauf, hilft da schon Beulen zu vermeiden.

Grüße Mario

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Do 16. Jul 2020, 22:41
von Dozent
tmaey hat geschrieben:Das sieht doch schon toll aus.
Ich hab jetzt nochmal den Bericht gelesen, weil mich die Frage beschäftigt hat, warum Du 8 Beine gemacht hast. War das nur „zur Sicherheit“, um 4 „A-Liga-Beine“ zu haben?
Das mit den 8 Beinen liegt eigentlich bloß daran, dass das Material für die Tischplatte überraschend genau für zwei Tischchen reichte (geordert war ja nur eines). Viel zusätzliches Material kostet es auch nicht und wenn man die Maschine schon mal eingestellt hat ... so wurden es halt Beine für zwei :roll:

Habe noch ein Bild vom Verschrauben gefunden. Ja, ich hatte den Abstand der Löcher tatsächlich bewusst so gewählt, dass ich mit dem CXS-Winkelvorsatz da noch dran komme 8-)
LR - 2.jpg
Anschließend werden noch zusätzliche Stützdreiecke eingeleimt.
LR - 3.jpg
Geölt wird mit dem Möbel-Hartöl von naturalfarben und einem billigen Haushaltsschwamm. Einmal "satt" auftragen, nach ca. 15 Minuten noch mal nass in nass etwas hinterher und nach weiteren 30 Minuten die Überstände mit Haushaltsrolle abnehmen. So kommt ohne Zwischenschliff eine schön seidig-glatte Oberfläche heraus. Die könnte ich jetzt noch weiter aufpolieren, aber bei "Gebrauchsmöbeln" spare ich mir das in der Regel.
LR - 4.jpg
Leider ist die "schlimme Fuge" aus der B-Liga immer noch gut sichtbar :? Was macht man da? Binenwachs reindrücken oder so was? Oder sich einfach nicht dran stören ... (leichter gesagt als getan).
LR - 5.jpg
Morgen oder am Wochenende mache ich noch mal ein Bild vom Aufstellungsort, so dass man die Proportionen im Zusammenspiel mal sieht.

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Do 16. Jul 2020, 23:57
von Mandalo
Ist doch klasse geworden!
Dozent hat geschrieben:...Was macht man da?...
Das ist Handarbeit, das hat kein CNC-gesteuerter Vollautomatisch ausgespuckt - von daher bin ich der Meinung das darf man sehen. Die wenigsten Menschen nehmen so etwas wahr, geschweige denn sie bekommen ein Möbel nur annähernd so gut hin.

Wenn du es gar nicht sehen kannst, Wachs es aus: https://www.youtube.com/watch?v=MUe_NhhGIfA

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 07:25
von tmaey
Was macht man da? Binenwachs reindrücken oder so was? Oder sich einfach nicht dran stören ... (leichter gesagt als getan).
Ja, einfach nicht dran stören. Du wirst der Einzige sein, der das immer sieht.(ich weiss, wovon ich rede)

Sehr schön geworden.

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 10:07
von Dozent
tmaey hat geschrieben:Ja, einfach nicht dran stören. Du wirst der Einzige sein, der das immer sieht.(ich weiss, wovon ich rede)
Danke euch, genau das wollte ich hören :D

Daniel

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 10:11
von Woswasi
Sehr schöne Arbeit, bin fasziniert von der Präzision die du auf der GTS schaffst

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 14:47
von Dozent
Woswasi hat geschrieben:Sehr schöne Arbeit, bin fasziniert von der Präzision die du auf der GTS schaffst
Das ist eigentlich nicht so schwierig. Das Spiel am Schiebetisch bekommt man mit etwas Fummelei in den Griff. Hattest du schon mal in den Bosch GTS 10 XC, Tipps, Empfehlungen, Projekte-Thread geschaut?

Ansonsten hilft einfach Folgendes: Ich säge oder messe immer am Riss und nie mit den Skalen der GTS. Beim Einstellen des Parallelanschlags messe ich mit einem Metallmessstab den Abstand zum Zahn oder nehme den Riss ab anhand des Schlitzes im Nullspieleinsatz, der ja sehr exakt die Kanten des Sägeblattes wiederspiegelt. Beim Anlegen am Queranschlag entsprechend: Einmal hineingesägt habe ich eine extrem genaue Markierung der Sägekanten.

Vor allem der einsägbare Queranschlag hat sich echt bewährt. Klar, der "verbraucht" sich mit der Zeit, aber bei mir hält der in der Regel ein bis zwei Jahre; so ein Streifen MDF kostet nicht die Welt und die T-Nut-Schienen kann ich wiederverwenden (obwohl auch die stellenweise eingesägt werden).

Grüße,

Daniel

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Fr 17. Jul 2020, 15:32
von Woswasi
Den Thread kenn ich. Glaube der war es sogar der mich ins Forum geführt hat :D

Re: Meine Projekte – mit viel zu wenig Bildern

Verfasst: Fr 1. Jan 2021, 18:54
von Dozent
Hakenleiste für die Tochter

Die Tochter wünschte sich eine Hakenleiste für ihre Paracord-Arbeiten und weitere Dinge. "Am liebsten mit Haken aus Holz, so ein bisschen wie im Pferdestall!"

Puh, Haken aus Holz :shock: Sollen natürlich ein wenig was halten, aber Multiplex kommt optisch nicht in Frage. Also versuchen wir es mit Eiche. Ausgangspunkt ist ein Reststück stabholzverleimte Eichen-Küchenplatte:
IMG_1356.jpeg
Idee ist, dass aus jedem der 16 mm breiten Streifen nachher ein Haken wird. Dazu wird das Stück zunächst im Ganzen mit dem Nutfräser ausgekoffert:
IMG_1357.jpeg
Der Steg ist für den Übergang, der mit meinem Wasserrinnenfräser noch rund gemacht (andere Seite entsprechend):
IMG_1358.jpeg
Dann immer so viel wie möglich am ganzen Stück erledigen (Schleifen, Abrunden), bevor man auf der TKS jeweils einen 12 mm breite Streifen abschneidet:
IMG_1361.jpeg
Die jeweils andere Seite muss dann aber am Ministück gemacht werden. Mit einer Klemsia-Zwinge bleiben die Finger weit genug aus dem Spiel. Und falls man doch mal abrutscht, fräst man in nur in eine Holzwinge und ruiniert nicht direkt den Fräser.
IMG_1360.jpeg
Die eigentliche Hakenleiste selbst soll – passend zum übrigen Zimmer – aus Kiefer gemacht werden. Um dazu einen schöneren Kontrast zu erreichen, werden die Haken noch geräuchert:
IMG_1362.jpeg
IMG_1363.jpeg
Nach 24 Stunden im Ammionakdunst sind sie dunkelbraun, nach dem Ölen mit Leinölfirnis fast schwarz. So sieht das Ergebnis dann aus:
IMG_1401.jpeg
IMG_1402.jpeg
Verleimt habe ich von "oben nach unten und links nach rechts", also an die obere Leiste zunächst von links nach rechts die Zwischenstücken und Haken geleimt. Dann im Ganzen zum Fügen noch einmal an der TKS entlang geschoben, bevor die untere Leiste dagegen geleimt wurde. Auf diese Weise ist alles schön dicht geworden.