Eine weitere, wilde Pflanze, die in meinem Garten im Moment blüht, ist der
„Gemeine Hohlzahn“.
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Auch sie ist recht häufig zu finden und vielleicht einer genaueren Betrachtung wert.
Die Pflanze ist in allen Teilen essbar, die Blätter sind durch die enthaltenen Bitterstoffe nicht jedermanns Geschmack. Die Blüten schmecken dafür leicht süßlich und geben eine schöne Dekoration für Salate oder Süßspeisen ab.
Es gibt mehrere Arten des Hohlzahns, besonders bekannt sind:
Gemeine Hohlzahn (Galeopsis tetrahit) (der meinige)
Roter Hohlzahn (Galeopsis speciosa)
Gelber Hohlzahn (Galeopsis segetum)
Der gemeine Hohlzahn wächst strauchig und besitzt einen vierkantigen Stängel. Dieser ist behaart und unterhalb der Blattknoten auffällig verdickt. Das Gewächs erreicht eine Höhe von 20 bis 60 Zentimeter. Sie ist, wie auch der Lavendel, ein
Lippenblütler. Ich denke wohl kaum einer hier wird wissen was ein
Lippenblütler ist!?
Lippenblütler: Die Familie der Lippenblütengewächse umfasst etwa 7000 Arten. Ein Merkmal, ist die Blütenform, sie sieht aus, wie ein Mund mit Ober- und Unterlippe, daher auch die Bezeichnung Lippenblütler. Von den fünf Blütenblättern gehören zwei zur Ober- und drei zu der Unterlippe, letztere dient dabei als Landebahn für Bienen und Insekten.
(Wieder was gelernt!? Oder?
)
Bei unserem Hohlzahn ist Oberlippe helmförmig gewölbt, an der Unterlippe erkennt man beim näheren Hinsehen zwei Höcker, die den Namen Hohlzahn erklären. An der Oberlippe sitzen Staubfäden und der Griffel mit Narbe, mit der die Insekten in Kontakt kommen, wenn sie in die Blüte kriechen, um an den Nektar am Blütenboden zu gelangen. Auf diese Weise tragen sie unbemerkt auf ihrem Rücken das Bestäubungsmaterial von Blüte zu Blüte.
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Als einjährige Pflanze vermehrt sich Gemeiner Hohlzahn durch seine Samen, den sogenannten Klausenfrüchten. Das sind nussähnliche Zerfallfrüchte, welche, nach dem Verblühen, vierteilig in den stacheligen Kelchresten der Blüte stecken. Von oben sehen sie einem Kopf einer Kreuzschlitzschraube ähnlich. Sind sie reif, werden die Klausen durch Wind, dem Vorbeistreifen von Tieren, oder durch Vögel verbreitet.
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Der Hohlzahn wird vor allem als Tee angewendet, auch zur äußerlichen Anwendung kann ein kräftiger Tee auch als Wickel, für ein Bad oder für Spülungen herangezogen werden. Ebenso werden auch Tinkturen mit dieser Pflanze angesetzt. Zerquetschte, frische Blätter können ebenso als Kompresse verwendet werden.