Seite 6 von 30

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 09:32
von Sebastian
Klaus hat geschrieben: So 7. Dez 2025, 22:19 Danke Dir, Sebastian :)

Was meinst Du mit "wie viel ich geplant hab"? Zeit, Material? Beides komplett ungeplant ;)

Gruss, Klaus
Hallo Klaus,

ich bezog mich auf deine Aussage:

Klaus hat geschrieben: So 7. Dez 2025, 21:07 Dank etlichem Besuch nicht ganz so weit gekommen wir geplant, aber immerhin geht es voran ...
und aufgrund des soliden Fortschritts stellte ich mir die Frage, was hattest du denn noch mehr geplant?

Schönen Wochenanfang

Sebastian

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 11:12
von Klaus
Vielen Dank für eure Anregungen :)
oldtimer hat geschrieben: So 7. Dez 2025, 22:27 Ich faule Sau hätte die schmalen Stege über die Kreissäge gezogen.
Mandalo hat geschrieben: Mo 8. Dez 2025, 00:23 Ja, so ginge es mir wohl auch, die Arbeit hätte ich vollends mit der Säge vollzogen. Aber egal, was zählt ist das Ergebnis, und das sieht gut aus.
Das hatte ich durchaus überlegt. Bilde mir aber ein, mit der Fräse eine deutlich feinfühligere Kontrolle zu haben. Ich war mir der Konstanz meiner Zapfenlöcher definitiv nicht sicher ;)
Sebastian hat geschrieben: Mo 8. Dez 2025, 09:32 und aufgrund des soliden Fortschritts stellte ich mir die Frage, was hattest du denn noch mehr geplant?
Eigentlich wollte ich das Gestell fertig bekommen. Sind ja nur noch ein paar Zapfen und die Schraubverbindungen ...

Gruss, Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 19:23
von Claus P
Hallo Klaus,

die Zapfen von meiner Hobelbank habe ich auch auf der Kreissäge so hergestellt wie du. Allerdings habe ich mir die Fräsarbeiten gespart und wie Volker es schon beschrieben hat, auf der Kreissäge einfach die Zapfen verputzt.
Mir gefällt deine Arbeit sehr. Insbesondere der Erfahrungsbericht mit den Lochbeiteln hat mich nachdenklich gemacht. Ich kannte natürlich die Sorte von Stemmeisen, mit denen man hautsächlich Löcher stemmt, aber dass diese Art Lochbeitel heißen, war mir neu.
Ich hab mich dann eingelesen und festgestellt, dass zum Löcher stemmen die Lochbeitel Vorteile haben. Allerdings sind neue Lochbeitel recht teuer. Darum hab ich mich kurzerhand entschieden meine Lochbeitel selbst herzustellen.

HSS- Flachmaterial in unterschiedlichen Dicken und Breiten bestellt. Geschliffen werden die Rohlinge auf der Flachscheifmaschine. Die Hefte drechsel ich mir selbst. So kann ich für kleines Geld mir meine Lochbeitel selbst herstellen. Jetzt hoffe ich, dass die Rohlinge bis Jahresende bei mir eintreffen. Ich mach dann auch ein eigenes Thema auf und werde berichten.

Ich freue mich auf jeden Fall auf deine neuen Berichte und Bilder. Noch viel Spaß beim Bau.

Liebe Grüße

Claus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 20:49
von Klaus
Servus Claus,

herzlichen Dank für Deine Rückmeldung. Vielleicht probier ich das beim nächsten Mal wirklich mit der Säge aus. Diesmal war ich aber schon froh, das eine oder andere Zehntel einstellen zu können.

Und auf die Idee, seine Lochbeitel selber zu machen muss man auch erst mal kommen :) Meiner hat da schon einen ordentlichen Querschnitt (12mm breit, 15mm hoch), da käme ich für 32€ nicht auf die Idee, die selber machen zu wollen. Aber auf Deinen Bericht bin ich doch sehr gespannt.

Gruss, Klaus (und danke nochmal für Deine Tipps, haben sehr geholfen :) )

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mo 8. Dez 2025, 22:58
von Mario
Moin
Ich weiß nich, ich denke ich hätte es aber auch mit der Fräse gemacht, geht auf jeden Fall sauberer.

Grüße Mario

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 21. Dez 2025, 13:46
von Klaus
So, die letzten Tage und vor allem gestern wieder ein Stück vorwärts gekommen. Die Schrauben für die Montage des Gestells werden versenkt, also erst mal mit dem 30mm Forstner vorarbeiten ...
Hobelbank_20251213_0001.jpg
... und dann mit 12mm durchbohren
Hobelbank_20251213_0003.jpg
Die Zapfen an den Längszargen fehlen noch, die hab ich wie weiter oben beschrieben vorgesägt und gefräst. Nur die grosse Ausklinkung hab ich diesmal mit der Stichsäge gemacht
Hobelbank_20251213_0004.jpg
Bei der Feinarbeit war der grosse Falzfräser mal wieder sehr nützlich
Hobelbank_20251213_0005.jpg
So sind dann endlich auch die letzten Zapfen fertig
Hobelbank_20251213_0006.jpg
In der Zwischenzeit hab ich noch das gute Wetter am Donnerstag genutzt, um die Lamellen für die Tischplatte vom Stamm zu sägen
Hobelbank_20251219_0001.jpg
Die sollen sich jetzt noch ein paar Tage akkllimatisieren, das "Burgwächter" Schätzeisen hat 13% Feuchte angezeigt. Bei Miller gibt's grad ein kapazitives Messgerät im Winterangebot, vielleicht muss ich da mal aufrüsten. Bei den paar Einsätzen schmerzen halt die gut 200€ schon a bisserl ...

Gestern schliesslich die Feinanpassung der Zapfen und Löcher
Hobelbank_20251220_0001.jpg
Die Bohrpunkte für die Rampamuffen werden mit einem 12mm Bohrer, der durch das Loch im Fuss gesteckt wird angekörnt ...
Hobelbank_20251220_0002.jpg
... und dann mit diesem abenteuerlichen Konstrukt möglichst senkrecht gebohrt
Hobelbank_20251220_0003.jpg
Wäre im Nachhinein wahrscheinlich auch frei Schnauze gegangen, ich wollte da aber kein Risiko eingehen. Wenn die Muffen mal drin sind, gibt's kein Zurück mehr ;) Deshalb auch beim eindrehen auf Hilfsmittel zurück gegriffen
Hobelbank_20251220_0005.jpg
Mit dem Ergebnis bin ich einigermassen zufrieden,
Hobelbank_20251220_0008.jpg
endgültige Klarheit bringt natürlich nur ein Test am lebenden Objekt
Hobelbank_20251220_0010.jpg
Beim zweiten Gestell haben seltsamerweise drei von vier Schrauben nicht gegriffen und mussten mit sanfter Gewalt überredet werden. Schliesslich passt das dann aber auch. Die Dinger werden ganz schön schwer und der Schreibtischtäter kommt ins Schnaufen ... :oops:

Nachdem die grössten konstruktiven Hürden genommen sind, noch etwas Feinarbeit vor dem Feierabend.
Die Beine müssen noch gerotexed werden.
Hobelbank_20251220_0011.jpg
Mit P80 und Zwangsantrieb sind sie doch glatt um einen guten Millimeter schmaler geworden :shock: Wäre vielleicht doch sinnvoll gewesen, diesen Schritt vor den Zapfenlöchern zu machen. Aber ist ja richtiges Holz, da richtet das dann der Hobel :)
Unten kommen noch breitere Fasen dran,
Hobelbank_20251220_0012.jpg
die restlichen Kanten werden nur mit zwei zarten Hobelstössen leicht gerundet. Schliesslich noch der Feinschliff mit P120 und weniger gewalttätigem Gerät
Hobelbank_20251220_0013.jpg
Dann hat der Magen heftig geknurrt, Muskulatur und alte Knochen haben auch so langsam protestiert. Also war's das erst mal. Mal schauen ob ich heute noch die Zapfen oben an den Beinen fräsen kann, die für die Verbindung zur Tischplatte gebraucht werden.

Noch eine Anmerkung - der Rotex (Festool findet den männlich) ist vor allem auf den schmaleren Seiten recht hüpffreudig gewesen. Reduktion der Saugleistung auf die Hälfte hat da eine wesentliche Verbesserung gebracht. Vielen Dank nochmal für den hilfreichen Tipp :)

Gruss und schönen Sonntag
Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 21. Dez 2025, 14:49
von Claus P
Klaus,

ganz tolle Arbeit. Sehr sauber und überlegt umgesetzt. Mir fällt nichts dazu ein, was ich an deiner Arbeit bemängeln könnte. Also bleibt mir nur, dir Anerkennung und Respekt auszusprechen. Ich liebe Esche und deine Holzauswahl zeigt mir wieder warum. Die Maserung, der helle Splint und der dunkle Kern... einfach ein sehr schönes Holz.
Gefällt mir sehr sehr gut, was und wie du arbeitest.

Sehr schön!

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 21. Dez 2025, 15:09
von Klaus
Servus Claus,

vielen herzlichen Dank - die Tipps von Dir sind ja schon eingeflossen, vielen Dank nochmal dafür. Und bei der Esche stimme ich Dir zu, zu der Schönheit kommt noch die zähe Stabilität. Das sollte für eine Hobelbank genau das richtige sein.

Gruss, Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 21. Dez 2025, 15:20
von oldtimer
Hallo Klaus,

toller Fortschritt, den Du da zeigst. Den großen Festool Falzkopf hatte ich auch mal, gut Deiner scheint von Klein zu sein. Diesmal musste ich ein wenig lächeln, mittlerweile hat mein größter Fräskopf 160 mm Durchmesser.

Und endlich hast Du auch eine Rotex im Einsatz :D


Gruß
Volker

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: So 21. Dez 2025, 15:28
von Claus P
Hallo Klaus,

es freut mich, wenn ich dir mit meinen Tipps ein bisschen helfen konnte. Allerdings glaube ich auch, dass du von alleine auf die verschiedenen Fettnäpfchen gekommen wärst.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass sich für ein eine Hobelbank Esche als Holz mitunter am besten eignet. Die Zähigkeit und die Biegsamkeit sind bei Esche sehr gute Voraussetzungen, dass die Hobelbank den Beanspruchungen standhält. Auch das Gewicht ist nicht zu verachten. Esche steht Eiche nur geringfügig hinten an, was das Gewicht und die Festigkeitseigenschaften angeht. Ich kann nur sagen, dass sich nach über 2 Jahren im intensiven Gebrauch bei meiner Hobelbank weder etwas verzogen hat oder etwas knarrt oder wackelt. Das wird bei deiner Hobelbank wird das genauso sein.
Buche wäre auch gut, aber Esche ist besser. Zum Schluß kommt es darauf an, dass man mit der Bank arbeiten kann und man damit zufrieden ist.

Ich freue mich schon auf deine nächsten Bilder. Sehr schöne Arbeit - ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen.