Hallo zusammen,
so endlich geht es hier richtig weiter! Ein paar Kleinigkeiten habe ich unter der Woche mal zwischendurch gemacht, richtig losgelegt dann ab gestern wieder. Eine kleine Hilfe zur Erinnerung, die letzte Aktion im Baubericht war das Anleimen von Deckeltraversen und Boden:
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Auch die Traversen für die Seiten habe ich noch einmal separat verleimt. Das ging mäßig gut. Mit den verlängerten Zwingen war das doch eine etwas wackelige Angelegenheit. Die Bessey-Zwingenverbinder sind zwar mehr als stabil und auch die resultierende Zwinge ist sehr stabil, aber nur etwas aus der Mitte gerutscht und schon zieht es das Holz zur Seite weg, da es ja bisher nur an der Innenwand mit Lamellos befestigt ist. Am Ende hat es aber funktioniert und später war ich froh diese Stücke bei den Außenteil nicht auch noch verleimen zu müssen.
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Denn obwohl ich eigentlich nur noch die Seitenteile anleimen musste war es doch ein bisschen schweißtreibend alles genau auszurichten und alle Abstände passen zu bekommen. Nächstes Mal (beim Oberschrank) werde ich doch meinen Mann zu Hilfe holen. Irgendwie ging aber auch das und alles war ordentlich ausgerichtet. Jetzt erst einmal durchatmen.
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Am Boden in der Mitte sind leider die Seiten nicht ganz bündig geworden. Das lag vermutlich daran, dass ich dort keine Zwingen angesetzt habe. Eigentlich dachte ich das wäre nicht nötig und als es notwendig wurde war das Problem, dass ich keine so langen Zwingen mehr hatte.
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Auch an einer der hinteren Traversen ist nicht alles bündig. Ich habe es einfach nicht zusammen bekommen, obwohl dort direkt eine Zwinge saß. Durch das stückweise Verleimen war da vermutlich schon irgendwas einen Millimeter aus dem Lot. Wenn man aber nicht gerade mit der Nase - oder Kamera - so nah ran geht, fallen beide Lücken nicht auf.
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Was schon viel früher passiert ist, ich aber am Ende erst entdeckte: die mittlere obere Traverse ragt ein ganzes Stück über die Rückwand hinaus! Ich bin sicher, dass ich das beim Verleimen fünfmal überprüft habe (doch, ganz sicher!).
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Nachdem alles verleimt ist widme ich mich also diesem Überstand mit der Säge. Hand-Sägen muss ich irgendwann auch noch mal üben, ganz so schön ist es nicht geworden. Aber auch nicht so schlimm, dass ich es euch zeigen muss. Am Ende ist diese Kante ja auch nicht mehr sichtbar - nicht mal für das Kind, das seinen Kopf in den Korpus steckt.
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Wer nach den vier Wochen gedanklich noch nicht abgehängt ist, der wird sich erinnern, dass ich die Außenflächen des Korpus noch nicht oberflächenbehandelt habe. Es ist also Zeit für die Ölung. Tatsächlich werden diese Flächen zwar von außen auch nicht wirklich zu sehen sein, da der Schrank ja in eine Nische eingebaut ist, aber wer weiß wo er irgendwann einmal stehen wird. Und dann soll ja alles passen. Geölt wird nach den ausgiebigen Oberflächentests mit Osmo TopOil natural matt.
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Was mir beim Test mit dem kleinen Probetütchen natürlich nicht aufgefallen ist: das Zeug stinkt ganz schön! In geschlossenen Räumen besser nur in kleinen Mengen verarbeiten und dann auch nur mit Filter auf der Nase. Außerdem werden die Einmal-Handschuhe ziemlich spröde und sind tatsächlich nur einmal zu verwenden (bei anderen Ölen nutze ich sie zwei bis dreimal).
Und die Dose ist auch nicht gerade nutzungsfreundlich. Egal wie man das Öl ausgießt, es rinnt immer über den Rand, so dass man den am Ende abwischen muss (und das Öl natürlich verschwendet).
Aber die Oberfläche ist schön. Hier direkt nach dem ersten Auftrag.
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Nach einem Zwischenschliff per Hand folgte noch ein zweiter Auftrag. Auf der Dose steht zwei bis dreimal auftragen. Ich habe nach dem zweiten Mal einen Spritzwasser-Test gemacht und entschieden, dass das für mich reicht. Wie bereits geschrieben, die Seiten sind am Ende sowieso kaum sichtbar. Leider sind die Bilder nicht ganz so gut geworden, bei den Pfeilen könnt ihr die abgeperlten Tropfen sehen:
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Als nächstes wollte ich eigentlich die Löcher für die Schubladenführungen bohren. Ich habe mich für Blum Movento Auszüge entschieden, die man nach dem Einbau noch in allen möglichen Dimensionen verstellen kann. Höhenausgleich, Front-Neigung, Seitenausgleich, etc. Der perfekte Auszug für den Pfuscher.

Erst wollte ich die etwas einfacheren Tandem-Auszüge verwenden, aber auf die 2 € pro Schubkasten kommt es dann auch nicht mehr drauf an. Denn am Ende habe ich ja 7 Schubladen, die alle ordentlich zu einer einzigen Fläche ausgerichtet sein sollen!
Nachdem ich mir noch einmal die Montageanleitung für die Movento Auszüge angesehen habe, habe ich dann aber entschieden doch noch keine Löcher zu bohren. Man muss die Schubladen ja sehr genau fertigen und mir ist es dann doch wohler erst einmal eine einzubauen und danach mit der Serienfertigung zu beginnen. Und auch erst dann alle Löcher zu bohren - bevor alle falsch sind.
Also weiter am Korpus. Es fehlte nur noch die Rückwand. Da ich
keine Kraft keinen Mann verfügbar hatte um den Korpus schonend von der Werkbank und aus der Werkstatt zu transportieren, habe ich die Rückwand in der Garage zugeschnitten. Auf die Mafell KSS 300 passt übrigens wunderbar der Staubfangsack der Makita Flachdübelfräse. Ich hatte nämlich keine Lust auch noch den Staubsauger in die Garage zu schleppen und so gab es weniger Staub.
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Und was soll ich sagen, die Rückwand passt auf Anhieb einwandfrei! Wahnsinn! Natürlich, ich habe auch dreimal gemessen, aber trotzdem wenn etwas dann so gut passt, dann bin ich doch immer wieder ganz erstaunt!
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Die Rückwand und den irgendwann vorher schon zugeschnittene Sockel habe ich dann noch per Hand abgeschliffen, und anschließend wieder mit Aqua Clou Holzlack lackiert.
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Irgendjemand (ich meine es waren Micha und noch jemand) hatte hier im Forum den Trick mit Alufolie oder einer Tüte für die Lackierwanne veröffentlicht. Absolut fantastisch! Nie wieder die Lackierwanne auswaschen.
Das Lackieren ging auch wieder gut von der Hand. Der Holzlack von Clou ist wirklich sehr einfach zu verarbeiten, hat sehr wenig Geruch und ergibt eine tolle Oberfläche.
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Mit dem Sockel ging es dann in die Küche. Ich hatte ja Pocketholes vorgebohrt. Damit war der Sockel schnell zusammengeschraubt.
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Viel schwieriger war es ihn in der Waage auszurichten. In unserem Haus gibt es nichts, das gerade, in der Waage oder im Lot wäre...
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Am Ende hat es einige Keile gebraucht. Die blauen sind eigentlich zum Laminat verlegen. Aber mittlerweile haben wir nur noch ein Zimmer, in dem noch kein Laminat verlegt ist, und falls wir das jemals noch machen werden sind noch genug andere Keile da.
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Danach war auch endlich ein Ehemann verfügbar und hat mir geholfen den Korpus in die Küche zu tragen. Unser Keller ist nach hinten zum Glück ebenerdig, so dass ich meine Werkstücke nicht durch die enge Treppe, sondern bequem ums Haus herum schaffen kann. Da der Rahmen-Transport einfacher war, habe ich auch die Rückwand erst in der Küche angeschraubt. Habe ich schon erwähnt wie cool das ist, wenn etwas perfekt passt?
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Und so ging es dann auch weiter, denn auch der Korpus passt wirklich perfekt in die Nische! Etwas Platz rundherum damit noch Luft zirkulieren kann, aber sonst wie angegossen.
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Das Ende einer Ära! Nämlich der provisorischen wir sind gerade eingezogen Ärä!
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Na gut, bis die Schubladen drin sind ist es weiterhin etwas provisorisch, aber sieht doch schon viel besser aus!
Und gleich ... kurz vor der dem Ende des ersten Viertels...