So, und nun wie versprochen weiter im Projekt.
Früh am Morgen bin ich zur großen Werkstatt gefahren und wir haben den Kühlschrank-Schrank und die ganzen Fronten aufgeladen. Der Schreiner hatte mit der Beize gestern noch viel Spaß. Wir haben sie per Farbkarte ausgesucht und da hat sie wunderbar gepasst. Nach dem Test kam statt einem Rot-Braun aber ein Grünton heraus. Das ist anscheinend keine Seltenheit bei diesen Farbkarten. Zum Glück hat er für solche Fälle verschiedene Beizen da und hat dann etwas zusammen gemischt. Und - wie ihr gleich sehen werdet, das passt perfekt. Geölt hatte er dann auch noch.
Zuhause haben wir den Schrank dann aufgestellt und den Kühlschrank eingebaut, sowie die Passleiste an die Wand angepasst. Außerdem auch noch ein kleines Brettchen-Regal aufgehängt (rechts neben den Hänge-Rollschränken). Das füllt die Lücke aus, die mit allen Oberschränken in unserem Raum entstanden ist.
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Außerdem haben wir noch die neue Dekor-Front an der Kücheninsel befestigt. (Ohne Bild). Danach war der Vormittag auch schon vorbei. Der Schreiner musste Feierabend machen, weil die Nischenverkleidung dann in die Werkstatt geliefert wurde und er noch einen anderen Termin hatte.
Für mich gab es natürlich noch keinen Feierabend. Dieses Regal hier hat eine sehr unpassende Rückwand aus Birke-Multiplex.
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Ich meine mich zu erinnern, dass es erst in der zweiten Wohnung meiner Eltern dazu gekommen ist und vermutlich hatte mein Vater keine passende Rückwand mehr. Bei ihnen hing das in einer Ecke und ist nicht weiter aufgefallen, in unserer Küche ist es nun aber doch recht prominent. Zum Glück hatte der Schreiner die Restplatte Esche auch gleich mitgebeizt, so dass ich noch etwas Holz für diese Kleinarbeiten hatte.
Nach dem Zurechtsägen der passenden Rückwände musste auf die unterste noch eine Kante drauf, da man diese von rechts her sieht.
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Und natürlich brauchte diese Kante auch noch den passenden Farbton. Im Glas ist das fertige Beizen-Gemisch.
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Weil ich schonmal dabei war, habe ich dann schnell noch die Kante vom Spülen-Unterschrank gebeizt. Den hatten wir gestern ja schon eingebaut, dass wir die Arbeitsplatte montieren konnten.
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Links: gebeizte Kante. Rechts: original Kante.
Für das Brettchenregal habe ich dann auch noch Rückwände geschnitten. Außerdem für das breite Regal noch eine kleine Gewürztreppe. Und dazu noch den Sockel für die Spülmaschine. Wo nötig eine Kante aufgebügelt und gebeizt.
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Die Gewürztreppe soll am Ende mit Taschenlochbohrungen verschraubt werden.
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Anschließend wurde noch alles geölt.
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Die Schublade für über den Kühlschrank hatte der Schreiner nicht gebeizt, weil ich ich noch überlegt hatte, sie Esche-hell zu lassen. Allerdings sind alle Schubkästen oder Fächerböden in rotbraun (Erle oder das unbekannte Holz), daher habe ich sie dann doch auch noch gebeizt.
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Da nun alles trocknen musste, und ich immer noch Zeit hatte, habe ich mich noch der Seiten-Dekorplatte der "Insel" angenommen. Die Seite war früher neben dem Herd befestigt und es gab ein Lüftungsgitter. Da ist nun ein Loch.
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Die Seite selbst wollte ich gerne verwenden, aber das Loch ist natürlich nix. Und irgendwas in dieses Loch stecken ist auch blöd. Ein Stück von der neuen gebeizten Esche-Dekorplatte ansetzen ist naja, da die alte Platte 16mm, die neue 19mm hat. Das wäre also nur eine Notlösung.
Ich habe mich also entschieden, dass ein breiter schwarzer Streifen ganz gut wäre - das würde das Schwarz aus dem Muster und der Arbeitsplatte aufgreifen.
Ich bin nicht überzeugt, dass das so funktioniert. Tja, und ihr müsst auch bis morgen warten, ob es geklappt hat.
Angefangen hat alles mit Schleifen. Ich hatte nämlich nur eine halbwegs große Platte in 15er Stärke da, die allerdings Wasserlack-lackiert war. Das musste natürlich ab.
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Ein Test mit Wasser zeigt, der Lack ist ab!
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Einmal durchtrennt soll das ganze eine lange Platte geben. Also erst einmal stumpf verleimt. Ohne weitere Verbinder - am Ende wird die Platte sowieso von Schrauben an der Kücheninsel gehalten, muss also nicht sonderlich stabil sein.
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Sah ganz gut aus. Ein Leichter Buckel auf 1mm ist in der Mitte, aber wie gesagt, das macht nichts.
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Nachdem ich sie nochmal etwas in der Breite reduziert hatte, wurde alles dick mit Leim bestrichen.
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Und da soll sie drauf: schwarzes Furnier (durchgefärbt).
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Natürlich hätte ich auch irgendeine schwarze Platte kaufen können. Aber das Furnier hat eben eine schöne Holz-Oberfläche, die gut zur Küche passt. Ich vermute, das Muster wurde auch aus eben diesem Furnier geschnitten. Das stammt nämlich ebenfalls aus meiner Erbmasse und endlich habe ich mal eine Verwendung dafür gefunden.
Zum Furnier-Pressen braucht es vieeeeeeeeel Druck. Normalerweise eine Furnierpresse. Ich hoffe einfach, dass auf der kleinen Fläche genügend Zwingen ausreichen.
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Noch eine kleine humoristische Einlage zum Schluss: gerade als ich die vorletzte Zwinge ansetzen wollte, höre ich auf einmal wie irgendwo das Wasser rauscht. Ein Blick durchs Kellerfenster bestätigt: es regnet, nein, es schüttet. Da war von mir nur ein "Sch**ße, verdammte Sch**ße! Mann, Sch**ße nochmal!" zu vernehmen während ich wie von der Tarantel gestochen durch den Keller gerast bin.
Warum? Tja, weil ich aus Platzmangel meine geölten Bretter alle nach draußen verlagert hatte zum Trocknen.
Zum Glück war mein Mann auch schnell da - er hat es erst nur rauschen hören und dann mich schimpfen und gedacht, es wäre irgendwo eine Wasserleitung kaputt - und das Öl schon ziemlich trocken, so dass sich das Wasser recht gut abwaschen ließ. *puh* nochmal Glück gehabt!
Nach den zwei letzten Zwingen am Furnierbrett war dann Feierabend. Ob es was geworden ist, das werdet ihr morgen erfahren.
Ein schönes Wochenende euch allen!
Jana