So kurzes Update, bevor es dann nach einem Mittagsschlaf wieder in die Werkstatt geht:
@Klaus
ja, die Zapfen habe ich mit der Stichsäge ausgesägt. Wichtig! Aufpassen, dass der Fuß wirklich im rechten Winkel zum Sägeblatt steht, sonst wird alles krumm und buckelig.
Beim Grund habe 2mm Aufmaß gelassen und dann bin ich mit der Oberfräse und einem T- Nutenfräser drüber gegangen. So ist gewährleistet, dass die Tiefe wirklich exakt ist. Hier habe ich 0,5mm Aufmaß dazu gegeben. Das heißt, die Zapfen sind 0,5 länger, als die Plattendicke. Nach dem Auskeilen schleife ich den Überstand bei, damit das schön aussieht.
@Sebastian
Den Winkel habe ich gar nicht gemessen. In der Ecke steht heute mein kleiner Schreibtisch, den hab ich so positioniert, dass das Eck von der Tischplatte genau im Eck von der Mauer steht. Ich habe mit einem Meterstab an der Tischplatte vorne angehalten und weiter bis zur Mauer gemessen. So hatte ich einen Schenkel vom Winkel. Die Tiefe der Tischplatte ergibt den zweiten Winkel.
Diese Maße habe ich auf die Tischplatte übertragen. Ich habe heute Vormittag noch schnell den Winkel gemessen. Maß siehe Foto.
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Dann ging es mit den Zapfenlöchern weiter. Die große Bohrung hab ich ja schon gestern gesetzt. Die Mickeymaus Ohren heute. Eigentlich wollte ich die Löcher mit dem Kettenstemmer ausstemmen, aber die normale Stemmgarnitur ist zu groß und die Stemmgarnitur von der Stationärmaschine passt nicht in den mobilen. Also war Handarbeit angesagt. Ging besser als erwartet. Bis zum Mittag waren die Löcher gestemmt. Ein bisschen nacharbeiten muß ich noch, da die Beine zwar alle anschnäbeln, aber sie lassen sich nur mir großer Kraft fügen. Da spielen 1/10 bis 2/10 oft schon eine große Rolle.
Macht aber nix, es soll ja passen.
Damit mir auf der Oberseite beim Durchstemmen die Kanten nicht ausbrechen und ich auch nicht in die Tischplatte von der Werkbank Macken schlage, habe ich ein Opferholz untergelegt. Da war noch ein Fichtenbrett übrig, das ich für solche Zwecke nutze.
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Bei der Gelegenheit hab ich auch meine Locheisen ausprobiert. Fazit: Funktionieren prinzipiell. Allerdings sind sie für die Arbeit zu filigran. Ich möchte ja eine breitere Fläche abarbeiten und da ist das 6er Eisen zu schmal.
Deswegen nutze ich zwei Eisen ein 25er und ein 35er.
Bis 25 mm hab ich zwei Sätze Stemmeisen. Normale handelsübliche Stemmeisen, bei denen seitlich die Schneide nicht spitz ausgearbeitet ist und Schreinerstemmeisen bei denen die Seitenschneide ausgezogen ist und scharf geschliffen ist.
Die ersten nehme ich um die Flächen abzustemmen. Die Schreinerstemmeisen um die Ecken auszuarbeiten. Das geht damit viel besser. Die Stemmeisen mit den seitlichen Schneiden sind aber empfindlich, wenn man hebelt, deswegen nutze ich die sehr ungern für grobe Arbeiten.
Auf dem Bild, bei dem die Schneiden der beiden Eisen abgebildet sind, sollte der Unterschied erkennbar sein.
Wenn beim Arbeiten die Schneiden abstumpfen ziehe ich zwischendurch immer wieder leicht über den Abziehstein. Ein 1000er reicht. Ein paar mal drüber gezogen und die Schneide ist immer rasiermesserscharf. So kann man auch Stechen, ohne dass man mit dem Klüpfel arbeiten muß. Das ist wichtig wenn man die Flächen verputzen möchte.
Damit sich ein schöner Schmirgel bildet, nehme ich als Bindemittel, was gerade da ist. In dem Fall Getriebeöl. Das ist allerdings etwas dick, deswegen verdünne ich es ein wenig mit Isopropanol. So ergibt sich eine schöne schmierige Schmirgelschicht, die gut abträgt.
Letzte Reihe
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