Re: Arzneischrank, Medizinschrank
Verfasst: So 15. Jan 2017, 22:53
Hallo,
es ist heute am heiligen Sonntag etwas voran gegangen mit meinem Giftschrank.
Gestern hatte ich ja nochmal einige Probefräsungen für die Füllung gemacht.
Da tauchte das Problemchen auf, dass wenn ich die Rückseite 3 mm anfräse (damit die Füllung bündig oder plan mit den Friesen ist) die kleine Fase an der Vorderseite wegfällt, weil ich nicht tief genug komme mit dem Fräser.
Problem gelöst. An einem schon fertig gefrästen Musterstück mit einem Nutfräser eine Fase angefräst.
Sieht gut aus und die kleine Kante von 2-3 Zehntel ist einfach wegzuschleifen.
Also habe ich nun endlich die Füllung fräsen können. Ging ohne weitere Probleme.
Bilder habe ich nicht davon und eine weitere Beschreibung dieses Tuns kann ich mir ja wohl auch ersparen.
Ist schon ausreichend dokumentiert.
Die Füllung hatte ich ja umläufig 3 mm kleiner als die Nutbreite geschnitten weil sie doch ein wenig arbeitet.
Darum beschäftigte mich eine Frage:
Leime ich nun den Rahmen incl. Füllung zusammen und mache dann erst die Oberflächenbehandlung so könnte es sein, wenn die Füllung schwindet, dass man die unbehandelten Kanten sieht.
Also entschied ich mich zuerst die Füllung zu lackieren und erst dann alles zusammen zu leimen.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen das ich evtl. vorhatte den Schrank zu ölen. Dafür hatte ich extra im Thread für Oberflächenbehandlung um Tips gebeten.
Letztendlich entschied ich mich dann aber doch für Lack. Clou L11. Davon habe ich nicht nur reichlich Lack sondern auch Erfahrung mit dessen Anwendung.
Ausserdem feuert er in Verbindung mit dem Schnellschliffgrund das Holz genauso an wie ich es gern haben wollte.
Aber vor dem Lackieren musste erst Schnellschliffgrund gestrichen werden. Der bereitet das Holz optimal für den Lack vor und verhindert auch das sich die Fasern aufstellen. Nach dem Grundieren könnte man meinen die Oberfläche wäre schon fertig. Spiegelglatt.
Aber ersmal das Gefräste glatt schleifen. Die Fläche war ja schon bis 240.
Und dann den Grund aufragen. (Das folgende Bild zeigt bereits die Lackierung.)
Und weil ich gerade dabei war und es auch gerade so schön nach Nitro stank, habe ich durchgezogen und alle Teile bis auf den Korpus grundiert.
Dafür habe ich mich in den Heizungskeller zurückgezogen. Dort ist eine ziemlich dichte Feuerschutztür vor und es stört nicht wenn ich das Fenster groß aufmache.
Die Grundierung war in 10 min. trocken. So konnte ich die Füllung leicht anschleifen und den Lack auftragen.
Der L11 Lack benötigt auch keine langen Trockenzeiten. Eigentlich ist die Oberfläche nach 30 min. grifffest.
Um eben diese Zeit zu überbrücken habe ich die Vorderkanten mit der kleinen Katsu-Makita leicht abgerundet.
Die anderen Korpuskanten wurden nur gebrochen.
Als ich das erledigt hatte wurde auch der Korpus grundiert.
Zwischenzeitlich war der Lack der Füllung getrocknet und ich konnte die Tür zusammenleimen.
Vie Druck ist dafür nicht nötig, eher schädlich. Dafür reichten die kleinen Bastelzwingen.
In der Zwischenzeit war auch die Grundierung getrocknet und die Flächen und Kanten konnten angeschliffen, entstaubt und lackiert werden.
Das musste nun nicht mehr im Heizungskeller geschehen. Aqua-Lack sinkt nicht. Also alles wieder in die Werkstatt und dort alle Teile einmal lackiert.
Der Leim der Tür hat zwischenzeitlich auch abgebunden und so konnte diese auch noch mit lackiert werden.
Und weil es so schön ist hier noch einmal ein Gruppenfoto meines Tagwerks.
Ich bin ganz zufrieden mit diesem Sonntag. Eigentlich wäre noch mehr passiert, wären da nicht die üblichen 3 sonntäglichen Zwangspausen zur Nahrungsaufnahme.
Morgen muss ich mir erstmal Scharniere und Knöpfe besorgen. Dann wird noch die 2. Lackschicht aufgetragen und alles zusammengebaut. Aber nicht alles auf einmal.
Ulli
es ist heute am heiligen Sonntag etwas voran gegangen mit meinem Giftschrank.
Gestern hatte ich ja nochmal einige Probefräsungen für die Füllung gemacht.
Da tauchte das Problemchen auf, dass wenn ich die Rückseite 3 mm anfräse (damit die Füllung bündig oder plan mit den Friesen ist) die kleine Fase an der Vorderseite wegfällt, weil ich nicht tief genug komme mit dem Fräser.
Problem gelöst. An einem schon fertig gefrästen Musterstück mit einem Nutfräser eine Fase angefräst.
Sieht gut aus und die kleine Kante von 2-3 Zehntel ist einfach wegzuschleifen.
Also habe ich nun endlich die Füllung fräsen können. Ging ohne weitere Probleme.
Bilder habe ich nicht davon und eine weitere Beschreibung dieses Tuns kann ich mir ja wohl auch ersparen.
Ist schon ausreichend dokumentiert.
Die Füllung hatte ich ja umläufig 3 mm kleiner als die Nutbreite geschnitten weil sie doch ein wenig arbeitet.
Darum beschäftigte mich eine Frage:
Leime ich nun den Rahmen incl. Füllung zusammen und mache dann erst die Oberflächenbehandlung so könnte es sein, wenn die Füllung schwindet, dass man die unbehandelten Kanten sieht.
Also entschied ich mich zuerst die Füllung zu lackieren und erst dann alles zusammen zu leimen.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen das ich evtl. vorhatte den Schrank zu ölen. Dafür hatte ich extra im Thread für Oberflächenbehandlung um Tips gebeten.
Letztendlich entschied ich mich dann aber doch für Lack. Clou L11. Davon habe ich nicht nur reichlich Lack sondern auch Erfahrung mit dessen Anwendung.
Ausserdem feuert er in Verbindung mit dem Schnellschliffgrund das Holz genauso an wie ich es gern haben wollte.
Aber vor dem Lackieren musste erst Schnellschliffgrund gestrichen werden. Der bereitet das Holz optimal für den Lack vor und verhindert auch das sich die Fasern aufstellen. Nach dem Grundieren könnte man meinen die Oberfläche wäre schon fertig. Spiegelglatt.
Aber ersmal das Gefräste glatt schleifen. Die Fläche war ja schon bis 240.
Und dann den Grund aufragen. (Das folgende Bild zeigt bereits die Lackierung.)
Und weil ich gerade dabei war und es auch gerade so schön nach Nitro stank, habe ich durchgezogen und alle Teile bis auf den Korpus grundiert.
Dafür habe ich mich in den Heizungskeller zurückgezogen. Dort ist eine ziemlich dichte Feuerschutztür vor und es stört nicht wenn ich das Fenster groß aufmache.
Die Grundierung war in 10 min. trocken. So konnte ich die Füllung leicht anschleifen und den Lack auftragen.
Der L11 Lack benötigt auch keine langen Trockenzeiten. Eigentlich ist die Oberfläche nach 30 min. grifffest.
Um eben diese Zeit zu überbrücken habe ich die Vorderkanten mit der kleinen Katsu-Makita leicht abgerundet.
Die anderen Korpuskanten wurden nur gebrochen.
Als ich das erledigt hatte wurde auch der Korpus grundiert.
Zwischenzeitlich war der Lack der Füllung getrocknet und ich konnte die Tür zusammenleimen.
Vie Druck ist dafür nicht nötig, eher schädlich. Dafür reichten die kleinen Bastelzwingen.
In der Zwischenzeit war auch die Grundierung getrocknet und die Flächen und Kanten konnten angeschliffen, entstaubt und lackiert werden.
Das musste nun nicht mehr im Heizungskeller geschehen. Aqua-Lack sinkt nicht. Also alles wieder in die Werkstatt und dort alle Teile einmal lackiert.
Der Leim der Tür hat zwischenzeitlich auch abgebunden und so konnte diese auch noch mit lackiert werden.
Und weil es so schön ist hier noch einmal ein Gruppenfoto meines Tagwerks.
Ich bin ganz zufrieden mit diesem Sonntag. Eigentlich wäre noch mehr passiert, wären da nicht die üblichen 3 sonntäglichen Zwangspausen zur Nahrungsaufnahme.
Morgen muss ich mir erstmal Scharniere und Knöpfe besorgen. Dann wird noch die 2. Lackschicht aufgetragen und alles zusammengebaut. Aber nicht alles auf einmal.
Ulli