Und weiter geht es mit dem Baubericht, immerhin war gestern Samstag.
Leider bin ich nicht ganz so gut vorangekommen wie erhofft. Zum einen war irgendwie der Wurm drin (nein, nicht der Holzwurm) und es lief nicht alles wie geplant, zum anderen musste ich mit meinem Maschinenpark zwischendrin meinem Mann beim Kaminholzunterstand-Bau helfen.
Am morgen habe ich mich noch einmal der Deckelplatte gewidmet. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass die Platte sich etwas verzogen hat.
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Ich hoffe, das zieht sich durch die Befestigung am Korpus wieder gerade. Denn sonst wird ja der ganze Aufbau darauf wackeln...
Der Deckelplatte habe ich auf der Oberseite und den Kanten noch eine dritte Schicht TOPoil gegönnt. Nur noch sehr dünn und nach ca. 15 Minuten habe ich alle Überstände abgewischt. Diesmal war ich auch schlauer und habe das ganze so geplant, dass der Deckel den Rest des Tages in der Garage trocknen konnte und meine Werkbank frei blieb.
Als nächstes großes Stück habe ich mir das Mittelteil des Schranks vorgenommen. Einerseits sollen die Schubladen für den Unterschrank nicht aus der Tischlerplatte gebaut werden und der Korpus ist mit Plastikboxen auch schon gut nutzbar. Andererseits liegt das ganze Holzlager immer noch in unserem Gästezimmer und blockiert dort jegliche Nutzung.
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Zum Glück hatte ich mir vor dem Baubeginn die ganzen Pläne und Schnittlisten gemacht und alle Zuschnitte schon gekennzeichnet. Insbesondere nach der ungeplanten längeren Baupause hätte ich sonst überhaupt nicht mehr gewusst was hier was ist.
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Natürlich werden ein paar Maße noch der Realität angepasst, aber alles in allem passt es immer noch ziemlich gut. Nur die Schranktiefe wird einen Zentimeter kürzer, damit die Rahmen-Türen etwas dicker werden können.
Außerdem habe ich entschieden statt jeweils zwei Türen übereinander nur eine große Tür pro Seite zu bauen und auch den Zwischenboden nicht fest einzuleimen, sondern variabel zu halten. Dadurch lassen sich die Fächer flexibler unseren Anforderungen anpassen.
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Um den markierten, mittleren Teil geht es.
Als erstes steht wieder das Vorbereiten der Anleimer an. Um möglichst wenig Holz zu verlieren möchte ich dazu mein Festool-Sägeblatt nutzen, da das nur 2,2mm im Gegensatz zu 2,6mm Bosch-Sägeblatt Stärke hat. Ein Blick in die Verpackung zeigt, dass das erst einmal keine gute Idee ist. Rost!
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Leider war es in diesem extrem feuchten Sommer auch in meiner Kellerwerkstatt des Öfteren ein bisschen muffig. Ich hoffe, das wird nicht zum Dauerzustand, werde aber ein paar Dinge auf jeden Fall ändern - z.B. die Sägeblätter nicht in den Pappboxen herumhängen lassen, sondern irgendwo luftdicht verstauen.
Dem Rost begegne ich mit Essig-Essenz.
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Um ein größeres Stück für die Anleimer von der Leimholzplatte abzutrennen tut es auch das Bosch-Sägeblatt.
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Hätte ich zumindest gedacht. Es ist allerdings etwas Spannung im Holz, meine Säge bei 26mm vielleicht etwas schwach (oder ich?) oder sonst irgendwas - nach einem Drittel klemmts. Das bedeutet sofort die Säge aus!
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Ich nehme das zum Anlass meinem Ehemann zu eröffnen, dass wenn ich mehr mit Massivholz arbeiten möchte, dann muss vielleicht doch noch eine stärkere Säge einziehen.
Muss natürlich nicht. Denn die kleine Maffell Handkreissäge schafft das locker. Aber das muss er ja nicht wissen.
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Diesmal habe ich auch die Absaugung richtig angeschlossen, so dass sich die Schiene am Holz festsaugt.
Nach dem Sägen geht es ans Dickenhoblen.
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Auch hier klappt's irgendwie nur mäßig. Die Metabo hat anscheinend echte Absaug-Probleme bei so breiten Brettern.
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Nach den ersten Millimetern lege ich eine Pause ein und eröffne meinem Ehemann, dass ich einen stärkeren Hobel plus Absauganlage und daher mehr Platz benötige. Da die Staubteilchen schon im Kellerflur herumschweben stimmt er dem vorbehaltlos zu. Leider kann er nichts davon aus dem Hut zaubern (er hat nämlich gar keinen auf).
Aber es nutzt ja alles nichts, ich muss erstmal etwas sauber machen und saugen. Nun stelle ich fest, dass die Absaugung am Hobel völlig verstopft ist! Von wegen also Absaug-Probleme! Ich habe vermutlich beim ersten Durchlauf zu viel abgenommen und damit alles verstopft!
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Dass es zu viel war ist mir sogar beim Hobeln aufgefallen, nur die Verbindung zum Absaugproblem habe ich nicht gezogen...
Wenn ich nur alle paar Wochen (oder Monate) mit einer Maschine arbeite vergesse ich manchmal, was ich eigentlich in einer früheren Lektion schon einmal gelernt hatte. Daher habe ich mir angewöhnt diese Dinge einfach sichtbar zu machen:
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Irgendwann wird meine Werkstatt vermutlich aussehen wie die Wohnung eines Alzheimer-Patienten, aber sicher ist sicher.
Beim zweiten Anlauf produziert das Hobeln dann schon viel weniger Späne im Raum (wenn auch immer noch genug). Kleinmütig gestehe ich meinem Ehemann, dass es wohl doch nicht an der Maschine lag und mir vielleicht ein Raumfilter schon reichen würde. Die Saat ist allerdings gepflanzt - beim Mittagessen erwähnt er, dass ich vielleicht doch noch den halben Heizungskeller für meine Werkstatt bräuchte. Und ich beginne in Gedanken schon mal meine Werkstatt umzuplanen ...
Nach dem Hobeln ist das Leimholz auf passender Stärke für die Anleimer und kann zugeschnitten werden. Dazu kommt das Festool-Sägeblatt wieder aus dem Essigbad und wird noch etwas abgebürstet. Sieht doch schon besser aus:
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Leider produziert es beim ersten Schnitt eine Menge Gestank und Brandflecken. Es ist vermutlich generell schon nicht mehr wirklich scharf und die Ablagerungen vielleicht doch noch zu viel. Ich entscheide mich es mit einem Aufkleber "Schärfen" zu kennzeichnen (um in einem Monat nicht wieder die gleiche Prozedur zu durchlaufen) und dann halt doch das etwas dickere Bosch-Blatt zu nehmen. Damit klappt auch alles.
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Nach einigem Sägen komme ich zu einem Haufen Anleimer. Es sind mehr als ich für den mittleren Schrank benötige. Denn nachdem beim Unterschrank alles gut geklappt hat, produziere ich gleich genügend für den kompletten Rest des Schranks.
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Da ich beim Zuschnitt nicht alle Einzelteile für den Schrank aufgeteilt habe, sondern nur handliche Platten, muss ich noch ein paar Bretter aufteilen. Das ist mit der TKS aber schnell gemacht.
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Und schon können die ersten Anleimer angeleimt werden.
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Damit war der Tag auch vorbei. Heute werde ich vielleicht Stück für Stück noch ein paar Anleimer leimen, das ist immerhin so leise, dass es auch eine gute Sonntagsarbeit ist.
Und natürlich schon mal ein bisschen recherchieren, was ich noch alles an größeren Maschinen brauchen könnte und wo was im Heizkeller platziert werden kann.
Viele Grüße,
Jana