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Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Di 30. Dez 2025, 17:47
von Klaus
Auf geht's, die Tische werden gemacht :)

Allerdings zuerst noch alle 16 Lamellen auf 70mm breite und die maximale Stärke hobeln. Nachdem das erledigt ist werden die Bretter für die zwei Tischhälften zusammen gestellt
Hobelbank_20251229_0001.jpg
Verleimt wird dann mit den Verleimhilfen, der Zahnspachtel, Propellerleim aus dem Eimer und jeder Menge Zwingen
Hobelbank_20251229_0002.jpg
Nach dem trocknen über Nacht sieht das Ergebnis zumindest nicht ganz schlecht aus
Hobelbank_20251230_0003.jpg
Die gröbsten Leimüberstände werden mir dem Bandschleifer und P60er Papier flott beseitigt
Hobelbank_20251230_0004.jpg
Und dann wird die zweite Hälfte in die Leimpresse gesteckt
Hobelbank_20251230_0006.jpg
Wenige Bilder von ein paar doch recht zeitintensiven Schritten. Dabei hab ich auch einen weiteren Vorteil der geteilten Tischplatte entdeckt - ich kann die zwei Hälften gerade noch alleine rumtragen :)

Die Leimhilfen haben sich recht gut bewährt. Durch die Ausgleichshölzer von oben haben sich doch noch einige Absätze weitgehend gerade gezogen. Die Leimfugen sind oben und unten soweit dicht, obwohl ich nicht ganz 46 Revo Zwingen eingesetzt hab :mrgreen:

Sobald die zweite Platte auch noch fertig ist geht's an eine weitere Runde auf der Hobelmaschine, zuerst abrichten und dann auf die endgültige Stärke bringen. Hab noch ca. 10mm Zugabe, das reicht hoffentlich. Werde da aber doch die Hilfe meines Sohnes in Anspruch nehmen, die Zeiten als ich dachte, ich kann alles alleine sind leider vorbei ...

Gruss, Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Di 30. Dez 2025, 18:12
von Sebastian
Schöner Fortschritt, Klaus.

Wie bekommst du diese langen Teile überhaupt in den Dickenhobel. Gefühlt hast du da wenig Spielraum in der Werkstatt. Vom Gewicht her mal ganz abgesehen, aber da hast du ja wenigstens die Einsicht und nutzt Hilfe.

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Di 30. Dez 2025, 18:36
von Claus P
Sehr schön Klaus,

gefällt mir sehr gut, was du da machst. An der Stirnseite sieht man auch, dass du die Lamellen gestürtzt hast, damit die Bankplatten später einigermaßen gerade bleiben. So hab ich das auch gemacht.
Meine Platte ist einigermaßen gerade geblieben. Nur wenn man mit der Hand über die Oberfläche fährt merkt man, dass die Lamellen ein bisschen gearbeitet haben, aber nicht schlimm. Das wird bei dir auch so sein. Das läßt sich leider nicht ganz vermeiden, Mich störts nicht.

Die beiden Hälften sind ganz schön schwer. Gut, dass du dir Unterstützung geholt hast. Ich bin momentan auch dabei eine Esche zu bearbeiten. Die ist schon sehr schwer.

Ich freue mich schon auf das Ergebnis, wenn die Hobelbank Formen annimmt.

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mi 31. Dez 2025, 09:00
von Mandalo
Mein lieber Mann, das gibt schon ein Monstrum. Das Foto mit dem Bandschleifer wirkt schon sehr "abgespacet" - ich musste da echt 2x hinschauen. 8-)

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mi 31. Dez 2025, 14:03
von Klaus
Danke euch für die netten Rückmeldungen :)
Sebastian hat geschrieben: Di 30. Dez 2025, 18:12 Wie bekommst du diese langen Teile überhaupt in den Dickenhobel. Gefühlt hast du da wenig Spielraum in der Werkstatt. Vom Gewicht her mal ganz abgesehen, aber da hast du ja wenigstens die Einsicht und nutzt Hilfe.
Das ist jedes Mal ein Drahtseilakt. In einer grösseren Halle wäre das Gewicht kein Problem, ich muss halt nicht nur heben sondern auch gleichzeitig jonglieren mit den Teilen :lol:
Claus P hat geschrieben: Di 30. Dez 2025, 18:36 Meine Platte ist einigermaßen gerade geblieben. Nur wenn man mit der Hand über die Oberfläche fährt merkt man, dass die Lamellen ein bisschen gearbeitet haben, aber nicht schlimm. Das wird bei dir auch so sein. Das läßt sich leider nicht ganz vermeiden, Mich störts nicht.
Damit rechne ich auch. Wenn es wirklich störend wird sollte der Bandschleifer schnell Abhilfe schaffen können. So eine Hobelbank ist ja ein Werkzeug und kein Wohnzimmermöbel :)
Mandalo hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 09:00 Mein lieber Mann, das gibt schon ein Monstrum. Das Foto mit dem Bandschleifer wirkt schon sehr "abgespacet" - ich musste da echt 2x hinschauen. 8-)
Und dabei hab ich die Platte schon 40mm dünner gemacht als zuerst geplant. Bin da aber wirklich sehr froh drüber. Heute Nacht ist mir durch den Kopf geschossen, wie ich die denn auf Endmass formatieren soll ... Wahrscheinlich zuerst auf die 60mm Endmass aushobeln und dann hoffen, dass die TS60 durch kommt. Alternativ muss ich halt wieder die Werkstatt umbauen damit ich die FKS nutzen kann.

Gruss und einen guten Rutsch heute Abend
Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Mi 31. Dez 2025, 18:35
von Mario
Sieht sehr vielversprechend aus Klaus,
ich bin auf jeden Falls sehr gespannt auf das Endergebnis...aber nicht nur, den Weg verfolge ich natürlich auch sehr interessiert.

Eine Guten Rutsch ins neue Jahr wünsche Ich!

Grüße Mario

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Do 1. Jan 2026, 11:59
von Klaus
Mario hat geschrieben: Mi 31. Dez 2025, 18:35 Eine Guten Rutsch ins neue Jahr wünsche Ich!
Vielen Dank, Mario :) Der Rutsch ging durch viele Jahre Erfahrung problemlos über die Bühne, wir haben mit den Kindern und Schweizer Raclette geduldig den Jahreswechsel abgewartet. Feuerwerk kaufen wir auch keines mehr, gute Idee, das in Holz zu investieren :)

Gruss und ein gesundes 2026
Klaus

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Do 1. Jan 2026, 16:53
von RudiHB
Wahnsinn bis hier her, Klaus! Ein Genuss, dass ich mir das heute angeschaut habe. Ich bleibe auf jeden Fall gespannt und dabei.

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 12:45
von Klaus
Danke Dir, Rudi :) Und schön, auch im neuen Jahr wieder was von Dir zu hören :)

Mal schauen, ob ich den Sohnemann heute dazu motivieren kann mit mir die Tische zu hobeln ...

Re: Hobelbank aus Esche

Verfasst: Fr 2. Jan 2026, 21:56
von Klaus
So, Sohn konnte motiviert werden, es konnte also mit dem hobeln der Tischplatten weitergehen :)

Erst mal die Fläche abrichten und die Kante rechtwinklig anstossen
Hobelbank_20260102_0001.jpg
Dann ab durch den Dickenhobel
Hobelbank_20260102_0003.jpg
Auch bei 3mm Spanabnahme und 270mm Hobelbreite wirkt die A3-31 nicht überfordert :) Die gemessenen Werte vorne und hinten differieren um 1-2 Zehntel - damit kann ich gut leben.

Dann die vordere Platte noch auf die geplante Breite bringen mit der TS60 ...
Hobelbank_20260102_0005.jpg
... sie schafft aber nur 59mm
Hobelbank_20260102_0006.jpg
Den Rest also mit der Dozuki gesägt, war schnell erledigt (auf jeden Fall schneller als 60mm damit abzusägen ;) )

Die Sägespuren an den Kanten sollten noch mit dem Kantenschleifer beseitigt werden
Hobelbank_20260102_0009.jpg
Auch mit P60 ist der Abtrag einfach zu gering, also mit dem EC und P80 erst mal vorgearbeitet.

Lohn der nicht unbeträchtlichen Mühe
Hobelbank_20260102_0011.jpg
Zwei Bankplatten, die absolut gleich dick und auch noch gleich lang sind (nachdem die Enden mit der TS60 gekappt wurden).

Und wieder ein voller 200l Sack mit Hobelspänen, der dritte inzwischen.

Gruss, Klaus