Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Meine Erfahrungen bei Amaranth sind folgende. Nach der Bearbeitung (Schleifen, Hobeln, Drechseln) hat es einen helleren rötlichbraunen Ton. Dann färbt es sich relativ schnell lila, so wie Uli beschrieben hat. Sonne kann da nicht der Grund für sein, daß geht viel zu schnell. Sauerstoff finde ich eine gute Erklärung. Danach wird es langsam dunkler, so wie viele Hölzer. Sehr wahrscheinlich eben auch durch die Sonneneinstrahlung. Dass der lila Ton ganz verschwindet, hab ich noch nicht erlebt. Evtl vielleicht bei Hirnholz, da habe ich noch nicht so genau drauf geachtet. Aber es wurde insgesamt dunkler und auch brauner.
Gruß Michael
P.S. wieder eine schöne Mühle geworden.
Gruß Michael
P.S. wieder eine schöne Mühle geworden.
- Holzduebel
- Beiträge: 855
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Moin,
Amaranth kann nicht versiegelt werden (bringt zumindest nichts) aber ich habe schon seit 6 Jahren ein paar Kanteln hier, sie schimmern immernoch schön.
Man kann das Holz auffrischen wenn man es neu abschmirgelt bzw drechselt, die Kantel der Mühle oben war aus einem sehr alten Bestand, ich vermute ü20 Jahre und ich dachte beim drechseln das es überlagert und alt war da die Späne wirklich langweilig im gelsenkirchener Barock braun waren.
Nach ca.3 Tagen kam das Lila und ich vermute das es die Luftfeuchtigkeit ist die das Holz auch noch hervorragend reagieren lässt.
Oft sind edle Anschlagwinkel (war hier mal ein Thema), Messergriffe oder andere Stehrümchen mit Amaranth veredelt, vielleicht gibt's hier jemanden der seine Erfahrungen teilen kann.
Amaranth kann nicht versiegelt werden (bringt zumindest nichts) aber ich habe schon seit 6 Jahren ein paar Kanteln hier, sie schimmern immernoch schön.
Man kann das Holz auffrischen wenn man es neu abschmirgelt bzw drechselt, die Kantel der Mühle oben war aus einem sehr alten Bestand, ich vermute ü20 Jahre und ich dachte beim drechseln das es überlagert und alt war da die Späne wirklich langweilig im gelsenkirchener Barock braun waren.
Nach ca.3 Tagen kam das Lila und ich vermute das es die Luftfeuchtigkeit ist die das Holz auch noch hervorragend reagieren lässt.
Oft sind edle Anschlagwinkel (war hier mal ein Thema), Messergriffe oder andere Stehrümchen mit Amaranth veredelt, vielleicht gibt's hier jemanden der seine Erfahrungen teilen kann.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Moin
Ich denke schon, dass Sonneneinstrahlung für das Abdunkeln bzw. die bräunliche Verfärbung verantwortlich ist. Der Grund der Annahme ist, weil ich mein Deco Stück in meinem Regal in der Werkstatt zu stehen habe und es vorne bräunlicher ist als auf der Rückseite.
Ist auf den Bildern vielleicht nicht ganz so gut zu erkennen, ist aber so.
Grüße Mario
Ich denke schon, dass Sonneneinstrahlung für das Abdunkeln bzw. die bräunliche Verfärbung verantwortlich ist. Der Grund der Annahme ist, weil ich mein Deco Stück in meinem Regal in der Werkstatt zu stehen habe und es vorne bräunlicher ist als auf der Rückseite.
Ist auf den Bildern vielleicht nicht ganz so gut zu erkennen, ist aber so.
Grüße Mario
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Da kann man den lila Ton wirklich nur noch erahnen. Wie lange steht das gute Stück schon bei Dir. Sehr schön. Handgeschnitzt oder hast du eine CNC?
Gruß Michael
Gruß Michael
- Holzduebel
- Beiträge: 855
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Sobald es mit schmirgeln aufgefrischt ist kommt das Lila wieder.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Das ist CNC gefräst, aber nicht von mir, sondern von einem lieben Holzwurmtreff Mitglied, der leider nicht mehr dabei ist.pumuckel hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 06:21 Da kann man den lila Ton wirklich nur noch erahnen. Wie lange steht das gute Stück schon bei Dir. Sehr schön. Handgeschnitzt oder hast du eine CNC?
Gruß Michael
Ich besitze keine CNC.
Grüße Mario
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Ich lese aus all den Antworten, dass es nicht ganz klar ist, wodurch die Farbänderung genau kommt. Aber Danke für die vielen Hinweise.
Aus chemischer Sicht ist nur klar, dass darin ein Stoff bzw Stoffgemisch ist der durch Kontakt zu Luft /Licht/ Luftfeuchtigkeit seinen elektronischen Zustand ändert. Typischerweise kenne ich es, dass Oxidation oder UV Licht solche Änderungen verursacht, aber auch pH Wert (z.B. Indikatorpapier oder Blau-/Rotkraut)
Ich schau mal ob ich mehr dazu finden kann.
Aus chemischer Sicht ist nur klar, dass darin ein Stoff bzw Stoffgemisch ist der durch Kontakt zu Luft /Licht/ Luftfeuchtigkeit seinen elektronischen Zustand ändert. Typischerweise kenne ich es, dass Oxidation oder UV Licht solche Änderungen verursacht, aber auch pH Wert (z.B. Indikatorpapier oder Blau-/Rotkraut)
Ich schau mal ob ich mehr dazu finden kann.
live long and prosper
Sebastian
Sebastian
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Ganz vergessen,pumuckel hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 06:21 Wie lange steht das gute Stück schon bei Dir.
Gruß Michael
steht bei mir schon mindestens 5 Jahre im Regal.
Grüße Mario
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Dann bin ich mal gespannt. Die letzten Stifte, die ich aus Amaranth gedrechselt hatte, sind jetzt etwas über vier Jahre alt und liegen bei meinem Sohn, allerdings verschlossen in einer Schatulle. Das letzte Mal waren sie schon rötlicher, aber immer noch weit weg von dem Ton, den man bei Dir erkennt. Ich werde es mal im Auge behalten.
Gruß Michael
- Holzduebel
- Beiträge: 855
- Registriert: Do 18. Mai 2017, 12:10
- Kontaktdaten:
Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Moin,
Für einen Mühlenuntersetzer hab ich ein Stück Mango aus einem Vespabrett versucht, das Brett gab es mal für kleines Geld im 1€ Laden und wartet seit Jahren auf eine neue Bestimmung. Mango war mir völlig unbekannt, es ist härter, ähnlich Buche oder Eiche, nur viel leichter.
Ein Versuch war es wert aber so richtig meins ist es nicht.
Ich hätte einen 60mm Forstner nehmen können aber der mittige Zentrierdorn stört mich und so habe ich es gedrechselt. Eine Hilfsvorrichtung war schnell gebaut aber ich konnte sie mit nur 600 Umdrehungen laufen lassen weil es schon sehr schlägt, Google sagt das man höhere Drehzahlen verwenden sollte aber das geht leider nicht mit einer Bank die nur so 80kg wiegt. Eine 60mm Loch wurde dann eingebracht, eine Rundung innen kam noch hinzu da das Holz leider ein bisschen verrutschte und ein unschönen Rand hinterließ. Die Bohrungen sind ca.10mm tief.
An der Bandsäge habe ich die äußere Kontur vorgesägt und dann mit einer Schleifwalze in der Standbohrmaschine angepasst da ein Fräser mir zu viel Brandspuren hinterlässt.
Was ist noch über Mango zu sagen?
Es enthält viele mineralische Einschlüsse und so musste ich mein Werkzeug bestimmt 4-5x nachschärfen.
Mango hat gelbe Einschlüsse die sich durch das Holz ziehen. Das Foto zeigt es nicht richtig und ich hoffe das sich das mit der Zeit ähnlich wie das Ameranth verhält und auf Dauer verschwindet.
Nachtrag: das Gelbe fällt nicht mehr nach dem ölen auf.
Nach dem Motto: der Schuster hat die schlechtesten Schuhe wird das Teil zur Arbeit mit genommen und steht demnächst auf meinen Schreibtisch für Salz- und Pfeffermühlen.
Nach dem ölen zeigen sich noch Schleifspuren und wird leider dunkel. Egal, der Tisch bleibt nun sauber und ich hab keinen Zentierrückstand vom Forstner, es war mal was anderes und hat Spass gemacht.
Für einen Mühlenuntersetzer hab ich ein Stück Mango aus einem Vespabrett versucht, das Brett gab es mal für kleines Geld im 1€ Laden und wartet seit Jahren auf eine neue Bestimmung. Mango war mir völlig unbekannt, es ist härter, ähnlich Buche oder Eiche, nur viel leichter.
Ein Versuch war es wert aber so richtig meins ist es nicht.
Ich hätte einen 60mm Forstner nehmen können aber der mittige Zentrierdorn stört mich und so habe ich es gedrechselt. Eine Hilfsvorrichtung war schnell gebaut aber ich konnte sie mit nur 600 Umdrehungen laufen lassen weil es schon sehr schlägt, Google sagt das man höhere Drehzahlen verwenden sollte aber das geht leider nicht mit einer Bank die nur so 80kg wiegt. Eine 60mm Loch wurde dann eingebracht, eine Rundung innen kam noch hinzu da das Holz leider ein bisschen verrutschte und ein unschönen Rand hinterließ. Die Bohrungen sind ca.10mm tief.
An der Bandsäge habe ich die äußere Kontur vorgesägt und dann mit einer Schleifwalze in der Standbohrmaschine angepasst da ein Fräser mir zu viel Brandspuren hinterlässt.
Was ist noch über Mango zu sagen?
Es enthält viele mineralische Einschlüsse und so musste ich mein Werkzeug bestimmt 4-5x nachschärfen.
Mango hat gelbe Einschlüsse die sich durch das Holz ziehen. Das Foto zeigt es nicht richtig und ich hoffe das sich das mit der Zeit ähnlich wie das Ameranth verhält und auf Dauer verschwindet.
Nachtrag: das Gelbe fällt nicht mehr nach dem ölen auf.
Nach dem Motto: der Schuster hat die schlechtesten Schuhe wird das Teil zur Arbeit mit genommen und steht demnächst auf meinen Schreibtisch für Salz- und Pfeffermühlen.
Nach dem ölen zeigen sich noch Schleifspuren und wird leider dunkel. Egal, der Tisch bleibt nun sauber und ich hab keinen Zentierrückstand vom Forstner, es war mal was anderes und hat Spass gemacht.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
