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Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 15:28
von Klaus
Hallo zusammen,
nachdem der Claus mir mit seiner Hobelbank den Mund wässrig gemacht hat muss ich mich da auch endlich mal ranmachen. Esche liegt ja noch hinter dem Haus und nach längerer Recherche nimmt auch der Bau im Kopf klare Formen an. Das hab ich mal mit Sketchup zu Papier gebracht:
Hobelbank_v1.jpg
Die Bankplatte soll ca. 100mm stark werden und aus aufrecht stehenden Lamellen zusammengeleimt sein. Damit ich sie noch durch den Dickenhobel bekomm wird sie aus zwei Teilen mit 270 bzw. 250mm Breite zusammen gesetzt. Eine Beinzange ist mir dann doch deutlich zu aufwändig, genauso wie eine "richtige" Hinterzange. Ich werd da ganz einfach Vorderzangen für beides einsetzen, aktuell schwebt mir die hier vor:
https://www.feinewerkzeuge.de/Vorderzan ... ung/300651
VIelleicht gibt's auch noch Rollen unten dran (
https://www.feinewerkzeuge.de/Laufrolle ... nke/353010). Aber das wäre eigentlich nur zum Aufbau und ggf. für Reparaturen notwendig. Ggf. reichen da auch die Wikingerarme
Die Zargen werden mit Schlitz/Zapfen verbunden
Hobelbank_Gestell_v1.jpg
Ich bin noch am überlegen, ob ich eine Gewindestange M16 mit ca. 1500mm dazu benutze, die unteren langen Zargen zusammen zu spannen. Vielleicht reichen ja auch ein paar schöne lange Tellerkopfschrauben.
Die Löcher in der Bankplatte werden 20mm gross werden damit ich das gleiche Zubehör wie für den MFT verwenden kann. Zudem habe ich eine natürliche Abneigung gegen archaische Bemassung
Jetzt hoffe ich mal auf einen schönen sonnigen Tag, damit ich meinen Baumstamm zersägen kann ohne Frostbeulen zu bekommen
Gruss, Klaus
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 16:23
von Claus P
Hallo Klaus,
toll, dass du eine Hobelbank baust. Falls du Anregungen brauchst, helfe ich dir jederzeit gerne. Meine Hobelbank ist ja inzwischen schon ein paar Jahre in Gebrauch und ich würde sie genauso wieder bauen. Ein paar Anmerkungen habe ich für dich. Vielleicht helfen sie dir:
1. die Zapfen oben würde ich von der Oberseite weiter absetzen, damit mehr Fleisch im Zapfenloch an der Oberseite der Steher bleibt.
2. Ich hab mit Gewindehülsen und langen M10 Inbusschrauben gearbeitet. Die halten bombastisch und sehen noch dazu gut aus. Ich habe diese wirklich im Überfluß aus dem Ausbau von einem Werkzeug. Von M10x60 bis M10x220 ist da jede Größe mehrfach vorhanden. Falls du da etwas brauchen solltest, melde dich bei mir. Da kann ich dir aushelfen.
3. Ich kann verstehen, dass die Bankplatte geteilt ist, weil dein Dickenhobel nicht mehr hergibt. Hier kann ich dir aushelfen. Ich kann bis zu einer Breite bis 900 hobeln und ich würde auf jeden Fall empfehlen die Bankplatte durchgehend zu machen. Der Schlitz in der Mitte würde mich stören. Ich brauche immer Fläche zum arbeiten.
4. Bei den langen unteren Zargen würde ich dir in der Mitte noch ein Querholz empfehlen. Solltest du mal Schubläden nachrüsten wollen, dann kannst du darauf deine Steher stellen und die Auszüge befestigen.
5. Die vorne abschließende Hinterzange ist gut. Hab ich auch so gemacht, dass die Hinterzange mit der Tischplatte abschließt. Das hat sich schon oft bewährt.
6. Solltest du die Bankplatte tatsächlich noch verleimen und durchgehend machen, nur vorne Zapfen. Hinten nicht. Sonst kann die Platte nicht arbeiten und bekommt womöglich Risse.
7. Die Zargen oben und unten würde ich gleich dick machen. Durch ist die Verwechselungsgefahr geringer und oben bekommt die Bank mehr Stabilität durch die größeren Anlageflächen.
Liebe Grüße
Claus
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 17:10
von Klaus
Servus Claus,
vielen herzlichen Dank für Deine Tipps, werde sie bei der Planung einfliessen lassen. Zum Teil sind sie sogar schon berücksichtigt

Die Lücke zwischen den Tischplatten wird mit einer Leiste geschlossen. Die kann dann auch so eingestellt werden, das sie als Stopper beim Hobeln fungiert. Einen offenen Schlitz wöllte ich da auch nicht haben. Und auch gut zu wissen, dass eine Vorderzange als Hinterzange funktioniert
Die Tischplatten werden in die Zapfen oben gelegt, aber nicht verleimt sondern nur mit einer Schraube durch die Zargen gesichert. Dadurch kann die Platte arbeiten und ich kann sie bei grösseren Reparaturen auch wieder abnehmen. Da ich ja die Lamellen aufrecht stehend zusammen leim, erwarte ich da bei 250mm Breite aber auch nicht ZU viel Bewegung zumal es in meiner Werkstatt recht gleichmässig feucht ist. Die Zapfen werde ich anpassen, danke für den Tipp.
Die Zarge oben brauche ich eigentlich nur um die Zangenmechanik einbauen zu können. Je nach Zange pass ich das an, sobald ich die Teile im Haus hab. Der Raum unter der Bankplatte ist viel zu wertvoll, den muss ich ganz sicher für Schränke oder Schubladen nutzen. Wie ich das genau mach seh ich dann, das mit dem Querholz ist schon mal ein guter Hinweis.
Und vor allem vielen herzlichen Dank für Dein Angebot zum hobeln. Da bist Du mir aber leider dann doch ein paar hundert Kilometer zu weit weg
Gruss, Klaus
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 19:32
von Mandalo
Ja klasse! Ein tolles Projekt, ich freue mich darauf!

Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 20:00
von oldtimer
Ich freue mich mit.
Ich habe keine Hobelbank sondern nur einen massiven Arbeitstisch, alles aus 100/100 Material und die Verbindungen geschraubt.
20251019_192314.jpg
Das Teil steht jetzt seit einigen Jahren, absolut fest, nichts wackelt.
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 20:03
von oldtimer
20251019_192314.jpg
Auch wenn ich das Bild drehe wird es in der Forendarstellung nicht besser.
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 20:04
von oldtimer
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: So 19. Okt 2025, 20:25
von Sebastian
Hallo Klaus
Da hast du dir ja etwas tolles vorgenommen. Ich nehme schon mal platz um dir zuzuschauen.
VG
Sebastian
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: Mo 20. Okt 2025, 09:49
von Klaus
Liebe Mitholzwürmer,
Danke für eure Rückmeldungen
@Volker: ich hab ja auch meinen MFT Tisch und bin damit sehr zufrieden. Es fehlt aber eine Möglichkeit, längere Teile zum Hobeln zu spannen. Zudem federt der MFT bei Stemmarbeiten doch erheblich. Die Tische, die durch die Hobelbank ersetzt werden sollen sind sowieso "suboptimal" und es schlummert ja noch mehr als ein Stamm Esche hinterm Haus ...
Bei Dieter Schmid hatte ich angefragt, ob es ggf. ein Problem ist wenn ich die Spannzange direkt unter die 100mm Bankplatte schraube. Heute morgen war schon eine fundierte ausführliche Antwort in der Mehlbox - super Service! Fazit: es geht, der Hebel ist aber (natürlich) entsprechend vergrössert und damit sinkt die Stabilität und Passgenauigkeit. Ich werde als ggf. die Bankplatte in dem Bereich der Zangenmontage dünner fräsen.
Gruss und einen schönen Start in die Woche
Klaus
Re: Hobelbank aus Esche
Verfasst: Mi 5. Nov 2025, 22:55
von Mario
Moin Klaus
Da bin ich ja auch sehr gespannt drauf, sowas interessiert mich sehr!
Grüße Mario