Herstellung Lochbeitel
Verfasst: Sa 17. Jan 2026, 19:23
Nachdem Klaus bei seiner Hobelbank zum Stemmen von den Zapfenlöchern Lochbeitel benutzt, hab ich mich mit dem Thema beschäftigt.
Lochbeitel kannte ich vorher nicht, obwohl ich eines zu Hause habe und immer gedacht habe das ist eine Urform von einem alten Stemmeisen aus der Nachkriegszeit.
Ich wollte mir einen ganzen Satz kaufen, habe aber von Kirschen nur die Möglichkeit gefunden einzelne Eisen zu bestellen, aber keinen ganzen Satz. Hier kostet ein Beitel um die 40 Euro. Da hab ich ganz schön geschluckt. Ein ganzer Satz von Narex kostet rund 150 Euro. Das war mir zu teuer, da nur 4 Stück in dem Satz enthalten sind.
Also habe ich kurzer Hand die Halbzeuge (HSS- Stahl auf 62 HRC vergütet) bei Ebay bestellt. Insgesammt sind das 9 Rohlinge in unterschiedlichen Breiten und Dicken von 2mm bis 6mm. Für die 9 Rohlinge habe ich bei Ebay 80 Euro bezahlt.
Dicker macht keinen Sinn, da meine Stemmeisen bereits ab 4mm beginnen.
Die Rohlinge habe ich auf der Flachschleifmaschine geschliffen und anschließend mit einem 8000er Stein abgezogen. Die Schneide ist rasiermesserscharf. Die Angeln habe ich einfach auf dem Schleifbock geschliffen und immer wieder im Wasserbad abgeschreckt, damit sie nicht ausglühen.
Die Hefte drechsle ich mir aus Esche. Davon habe ich sehr viele Reste. Allerdings mußte ich hier eine Lernkurve durchlaufen. Die Passungen am Schlagstück und an der Angel habe ich zuerst zu locker gedrechselt. Beim Einstielen ist mir dann ein Heft aufgerissen.
Beim zweiten Heft habe ich die Passungen mit 2mm Übermaß gedrechselt. So ließ sich die Zwinge nur mit sanfter Gewalt auf den Absatz auftreiben, aber es geht. Innen habe ich eine Seite aufgesenkt, damit der Ring leichter "schlüpft". Die andere Seite der Zwinge ist leicht eingebrödelt. Das ergibt sich automatisch, wenn man die Ringe mit dem Rohrabschneider trennt und sich so das Material nach innen wölbt.
Nach dem Mittagessen ist leider noch ein Heft aufgegangen, aber das habe ich gleich nochmals gedrechselt und neu gemacht. Links sieht man den Riss.
Morgen mache ich die letzten 3 Hefte noch fertig. Für heute ist Feierabend. Das ist das Ergebnis für heute:
Die Hefte für die drei verbliebenen Eisen mache ich morgen Vormittag fertig. Ich weis ja jetzt wie es geht.
Ausprobiert hab ich natürlich ein Beitel auch. Sie funktionieren hervorragend und das Ausstemmen von einem Zapfenloch geht wirklich schneller als mit einem Stemmeisen.
Lochbeitel kannte ich vorher nicht, obwohl ich eines zu Hause habe und immer gedacht habe das ist eine Urform von einem alten Stemmeisen aus der Nachkriegszeit.
Ich wollte mir einen ganzen Satz kaufen, habe aber von Kirschen nur die Möglichkeit gefunden einzelne Eisen zu bestellen, aber keinen ganzen Satz. Hier kostet ein Beitel um die 40 Euro. Da hab ich ganz schön geschluckt. Ein ganzer Satz von Narex kostet rund 150 Euro. Das war mir zu teuer, da nur 4 Stück in dem Satz enthalten sind.
Also habe ich kurzer Hand die Halbzeuge (HSS- Stahl auf 62 HRC vergütet) bei Ebay bestellt. Insgesammt sind das 9 Rohlinge in unterschiedlichen Breiten und Dicken von 2mm bis 6mm. Für die 9 Rohlinge habe ich bei Ebay 80 Euro bezahlt.
Dicker macht keinen Sinn, da meine Stemmeisen bereits ab 4mm beginnen.
Die Rohlinge habe ich auf der Flachschleifmaschine geschliffen und anschließend mit einem 8000er Stein abgezogen. Die Schneide ist rasiermesserscharf. Die Angeln habe ich einfach auf dem Schleifbock geschliffen und immer wieder im Wasserbad abgeschreckt, damit sie nicht ausglühen.
Die Hefte drechsle ich mir aus Esche. Davon habe ich sehr viele Reste. Allerdings mußte ich hier eine Lernkurve durchlaufen. Die Passungen am Schlagstück und an der Angel habe ich zuerst zu locker gedrechselt. Beim Einstielen ist mir dann ein Heft aufgerissen.
Beim zweiten Heft habe ich die Passungen mit 2mm Übermaß gedrechselt. So ließ sich die Zwinge nur mit sanfter Gewalt auf den Absatz auftreiben, aber es geht. Innen habe ich eine Seite aufgesenkt, damit der Ring leichter "schlüpft". Die andere Seite der Zwinge ist leicht eingebrödelt. Das ergibt sich automatisch, wenn man die Ringe mit dem Rohrabschneider trennt und sich so das Material nach innen wölbt.
Nach dem Mittagessen ist leider noch ein Heft aufgegangen, aber das habe ich gleich nochmals gedrechselt und neu gemacht. Links sieht man den Riss.
Morgen mache ich die letzten 3 Hefte noch fertig. Für heute ist Feierabend. Das ist das Ergebnis für heute:
Die Hefte für die drei verbliebenen Eisen mache ich morgen Vormittag fertig. Ich weis ja jetzt wie es geht.
Ausprobiert hab ich natürlich ein Beitel auch. Sie funktionieren hervorragend und das Ausstemmen von einem Zapfenloch geht wirklich schneller als mit einem Stemmeisen.