PV-Port
Verfasst: Fr 27. Feb 2026, 09:59
Eigentlich dachte ich, dass heuer kein größeres Bauprojekt ansteht. Es liegt nur noch der übrig gebliebene Rollschotter im Vorgarten, den ich sinnvoll verarbeiten möchte.
Als vor zwei Wochen endlich wieder die Sonne schien, habe ich mich vor die Garage auf die Bank gesetzt, die Sonne genossen und mir Gedanken gemacht, wie ich den Weg von der Einfahrt in den Vorgarten pflastern könnte. Der vorhandene Rollschotter würde sich dafür ideal als Teil des Unterbaus eignen.
Zuerst dachte ich, eine kleine Rampe wäre ausreichend und ich müsste die Pflasterung nicht bis ganz nach vorne zur Einfahrt ziehen. Allerdings wäre der WAF vermutlich eher grenzwertig – und letztlich geht es nur um etwa einen Quadratmeter mehr. Also gleich ordentlich machen und die Pflasterfläche bis zur Einfahrt vorziehen (orangene Fläche im Bild).
Dann kam mir der nächste Gedanke: Wenn ich hier ohnehin schon arbeite, könnte ich auch gleich den Bereich bei den Mülltonnen mitpflastern. So müsste man im Winter oder bei Schlechtwetter beim Müllraustragen nicht ständig im Gatsch stehen. Bei der gelb markierten Fläche – etwa 1,2 × 2 Meter – ließe sich eine kleine Pflasterzone schaffen, sodass man sauberen Fußes den Müll entsorgen kann.
Zufrieden mit meinem Plan genoss ich weiter die Sonne – bis mir der Gedanke kam: Was passiert eigentlich mit dem schmalen Streifen rechts neben dem neuen Weg?
Durch den Dachvorsprung bekommt dieser Bereich kaum Regen ab, gleichzeitig aber sehr viel Sonne. Das Gras tut sich dort ohnehin schon schwer: Im Frühjahr kommt es halbwegs, im Sommer verabschiedet es sich wieder. Wenn davor nun auch noch der gepflasterte Weg entsteht, wird das vermutlich ganzjährig ein Wüstenstreifen.
Mein erster Gedanke war, dort etwas zu pflanzen und eine automatische Bewässerung vorzusehen. Aber das wäre mit einigem Aufwand und ungewissem Erfolg verbunden. Also warum nicht gleich konsequent sein und auch diesen Streifen mitpflastern?
Mein Blick wanderte weiter in die Ecke mit dem blauen Fass. Dort hinten wuchert es meist ordentlich, bis ich irgendwann motiviert genug bin, alles wieder auszumähen. Im Grunde blieben ohnehin nur noch ein paar Quadratmeter mehr oder weniger ungenutzte Wiese übrig. Und im Einreichplan hat der Baumeister die gesamte Fläche ohnehin als gepflastert eingezeichnet – also eigentlich ist es eh schon wurscht. Dann mache ich halt gleich alles. Das erspart mir zumindest das lästige Ausmähen in der Ecke, und mit dem Rasenmäher dort herumzurangieren ist sowieso mühsam.
Moment – wenn ich hier schon eine schöne, befestigte Fläche herstelle, könnte ich sie doch auch sinnvoll nutzen. Wir haben ja noch einen Autoanhänger, der mangels Platz derzeit bei meiner Oma im Stadl steht. Der müsste hier doch eigentlich gut hinpassen.
Begeistert von meiner Idee bin ich kurzerhand ins Auto gestiegen, habe den Anhänger geholt und den Praxistest gemacht.
Und siehe da: Passt.
(wir wohnen nicht im Wald, ich hab die KI gebeten die benachbarten Häuser zu entfernen und sie hat Bäume gesetzt
)
Für den Anhänger braucht es natürlich noch einen Schutz vor Sonne und Regen – also eine Überdachung.
Da die Fläche südseitig ausgerichtet ist, drängte sich eine Nutzung als PV-Dach förmlich auf. Besser kann man eine Dachfläche kaum zur Sonnenstrom-Ernte nutzen.
Seit November haben wir ein E-Auto, der Strombedarf ist also ohnehin gestiegen. Die Erweiterung der bestehenden PV-Anlage um einen Batteriespeicher ist sowieso in Kürze geplant – warum also nicht gleich auch die Modulfläche vergrößern?
Dieser Gedanke hat mich noch mehr begeistert. Also habe ich meine Mädels zusammengerufen und meinen Plan samt seiner schrittweisen Entstehung präsentiert. WAF: positiv. Heureka!
Eine abendliche Recherche ergab dann, dass es durchaus „Carports nach Maß“ aus Aluminium gibt. Man bekommt fertige Bausätze geliefert – um mehrere tausend Euro – und darf die Aluteile trotzdem noch an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Wenn schon Bausatz, dann kann ich auch gleich KVH kaufen. Das kostet gefühlt ein Viertel vom Alu-Zeug.
Und ganz nebenbei wäre im PV-Port dann auch gleich eine neue Kappsäge budgetiert. Mit der kleinen Bosch kann man KVH schließlich nicht ordentlich ablängen – nein, das geht keinesfalls.
Da ich für die Genehmigung des Bauvorhabens – sowohl durch die Gemeinde als auch durch die Ehefrau – ohnehin eine Skizze brauche, habe ich meine Gedanken in SketchUp visualisiert. Anhand der halbwegs maßhaltigen Zeichnung ließ sich erfreulicherweise bestätigen: Auf das Holzkonstrukt gehen sich insgesamt zehn Module aus.
Für die Steher sind aktuell 120x120er Balken geplant, für die beiden Querbalken 140x240er Balken und für die Sparren 100x160er Balken. Die Dimensionen habe ich von https://www.bauen.de/a/carport-selber-bauen-so-gehts/ abgeleitet. Die Dachfläche wird circa 6m x 4m, die gepflasterte Fläche 6x3m. Am liebsten wär mir, wenn es vorne keinen Mittelsteher bräuchte. Ich frage mich ob der 140x240er Balken dann noch ausreichend dimensioniert ist. Kopfbänder würde ich dem Konstrukt auch verpassen, die war ich zu faul zu zeichnen. Ich glaube der gefundene Holzhändler berät auch in punkto Statik zumindest bieten sie Carports auch an, aber zuerst einmal die Genehmigungen einholen
Als vor zwei Wochen endlich wieder die Sonne schien, habe ich mich vor die Garage auf die Bank gesetzt, die Sonne genossen und mir Gedanken gemacht, wie ich den Weg von der Einfahrt in den Vorgarten pflastern könnte. Der vorhandene Rollschotter würde sich dafür ideal als Teil des Unterbaus eignen.
Zuerst dachte ich, eine kleine Rampe wäre ausreichend und ich müsste die Pflasterung nicht bis ganz nach vorne zur Einfahrt ziehen. Allerdings wäre der WAF vermutlich eher grenzwertig – und letztlich geht es nur um etwa einen Quadratmeter mehr. Also gleich ordentlich machen und die Pflasterfläche bis zur Einfahrt vorziehen (orangene Fläche im Bild).
Dann kam mir der nächste Gedanke: Wenn ich hier ohnehin schon arbeite, könnte ich auch gleich den Bereich bei den Mülltonnen mitpflastern. So müsste man im Winter oder bei Schlechtwetter beim Müllraustragen nicht ständig im Gatsch stehen. Bei der gelb markierten Fläche – etwa 1,2 × 2 Meter – ließe sich eine kleine Pflasterzone schaffen, sodass man sauberen Fußes den Müll entsorgen kann.
Zufrieden mit meinem Plan genoss ich weiter die Sonne – bis mir der Gedanke kam: Was passiert eigentlich mit dem schmalen Streifen rechts neben dem neuen Weg?
Durch den Dachvorsprung bekommt dieser Bereich kaum Regen ab, gleichzeitig aber sehr viel Sonne. Das Gras tut sich dort ohnehin schon schwer: Im Frühjahr kommt es halbwegs, im Sommer verabschiedet es sich wieder. Wenn davor nun auch noch der gepflasterte Weg entsteht, wird das vermutlich ganzjährig ein Wüstenstreifen.
Mein erster Gedanke war, dort etwas zu pflanzen und eine automatische Bewässerung vorzusehen. Aber das wäre mit einigem Aufwand und ungewissem Erfolg verbunden. Also warum nicht gleich konsequent sein und auch diesen Streifen mitpflastern?
Mein Blick wanderte weiter in die Ecke mit dem blauen Fass. Dort hinten wuchert es meist ordentlich, bis ich irgendwann motiviert genug bin, alles wieder auszumähen. Im Grunde blieben ohnehin nur noch ein paar Quadratmeter mehr oder weniger ungenutzte Wiese übrig. Und im Einreichplan hat der Baumeister die gesamte Fläche ohnehin als gepflastert eingezeichnet – also eigentlich ist es eh schon wurscht. Dann mache ich halt gleich alles. Das erspart mir zumindest das lästige Ausmähen in der Ecke, und mit dem Rasenmäher dort herumzurangieren ist sowieso mühsam.
Moment – wenn ich hier schon eine schöne, befestigte Fläche herstelle, könnte ich sie doch auch sinnvoll nutzen. Wir haben ja noch einen Autoanhänger, der mangels Platz derzeit bei meiner Oma im Stadl steht. Der müsste hier doch eigentlich gut hinpassen.
Begeistert von meiner Idee bin ich kurzerhand ins Auto gestiegen, habe den Anhänger geholt und den Praxistest gemacht.
Und siehe da: Passt.
Für den Anhänger braucht es natürlich noch einen Schutz vor Sonne und Regen – also eine Überdachung.
Da die Fläche südseitig ausgerichtet ist, drängte sich eine Nutzung als PV-Dach förmlich auf. Besser kann man eine Dachfläche kaum zur Sonnenstrom-Ernte nutzen.
Seit November haben wir ein E-Auto, der Strombedarf ist also ohnehin gestiegen. Die Erweiterung der bestehenden PV-Anlage um einen Batteriespeicher ist sowieso in Kürze geplant – warum also nicht gleich auch die Modulfläche vergrößern?
Dieser Gedanke hat mich noch mehr begeistert. Also habe ich meine Mädels zusammengerufen und meinen Plan samt seiner schrittweisen Entstehung präsentiert. WAF: positiv. Heureka!
Eine abendliche Recherche ergab dann, dass es durchaus „Carports nach Maß“ aus Aluminium gibt. Man bekommt fertige Bausätze geliefert – um mehrere tausend Euro – und darf die Aluteile trotzdem noch an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Wenn schon Bausatz, dann kann ich auch gleich KVH kaufen. Das kostet gefühlt ein Viertel vom Alu-Zeug.
Und ganz nebenbei wäre im PV-Port dann auch gleich eine neue Kappsäge budgetiert. Mit der kleinen Bosch kann man KVH schließlich nicht ordentlich ablängen – nein, das geht keinesfalls.
Da ich für die Genehmigung des Bauvorhabens – sowohl durch die Gemeinde als auch durch die Ehefrau – ohnehin eine Skizze brauche, habe ich meine Gedanken in SketchUp visualisiert. Anhand der halbwegs maßhaltigen Zeichnung ließ sich erfreulicherweise bestätigen: Auf das Holzkonstrukt gehen sich insgesamt zehn Module aus.
Für die Steher sind aktuell 120x120er Balken geplant, für die beiden Querbalken 140x240er Balken und für die Sparren 100x160er Balken. Die Dimensionen habe ich von https://www.bauen.de/a/carport-selber-bauen-so-gehts/ abgeleitet. Die Dachfläche wird circa 6m x 4m, die gepflasterte Fläche 6x3m. Am liebsten wär mir, wenn es vorne keinen Mittelsteher bräuchte. Ich frage mich ob der 140x240er Balken dann noch ausreichend dimensioniert ist. Kopfbänder würde ich dem Konstrukt auch verpassen, die war ich zu faul zu zeichnen. Ich glaube der gefundene Holzhändler berät auch in punkto Statik zumindest bieten sie Carports auch an, aber zuerst einmal die Genehmigungen einholen