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Ritzen füllen | Dielenboden Fichte

Verfasst: Mi 27. Mai 2026, 19:11
von bluezomo
Meinen Boden (1ster Stock, ca. 30m2) werde ich mit Holzdielen, Fichte, 21mm, Nut und Feder bestücken. In der Mitte des Raumes gibt es einen alten Lärchenbalken und ich überlege, ob ich die Dielen anstatt auf den Balken an den Balken setze. Schliesslich ist die alte Lärche ein Markenzeichen des Baita.
Dann bleibt aber ein ca. 10mm breiter Spalt zwischen Dielen und Balken und den sollte ich auskitten. Silikon passt nicht zum naturnahen Stil, den ich anstrebe.
Was könnte ich verwenden?

Re: Ritzen füllen | Dielenboden Fichte

Verfasst: Mi 27. Mai 2026, 19:38
von Dikado
Wenn es dort etwas gibt, dann muss das hochelastisch sein, ähnlich wie Silikon oder Acryl, etwas Anderes fällt mir nicht ein.

Re: Ritzen füllen | Dielenboden Fichte

Verfasst: Mi 27. Mai 2026, 20:43
von Claus P
10mm Breite ist schon eine Ansage. Mit Fugenfüller oder Kitt kommst du an der Stelle nicht weit. Fugenfüller, oder der Osmo- Fugenkitt, mit dem ich momentan sehr gerne arbeite, füllen Spalte in der Größenordnung 1 bis max. 2 mm, nicht mehr.

Ich hätte da schon eine Idee. Ich würde die Spalten mit einem Designelement betonen. Ich gehe mal davon aus, dass du nur den Kern der Lärche verarbeitet hast. Dann wird das Holz ja rot, wenn du den Boden ölst. Also würde ich entweder mit Einleger aus Fichte oder dem Splint von Kiefer arbeiten. Das Holz ist sehr hell und hebt sich ab. So betonst du die Stellen und das sieht optisch sicherlich sehr schön aus. Meiner Meinung nach wesentlich besser, als der Versuch mit Kitt oder Spachtel die Stelle zu überdecken.

Re: Ritzen füllen | Dielenboden Fichte

Verfasst: Mi 27. Mai 2026, 21:14
von pumuckel
Mir ist da auf Anhieb Hanfschnur eingefallen. Wäre das eine Möglichkeit?
Gruß Michael

Re: Ritzen füllen | Dielenboden Fichte

Verfasst: Fr 29. Mai 2026, 09:15
von bluezomo
KI hat folgendes vorgeschlagen:

Korkschnur – Die flexible Naturlösung

Kork ist ein bemerkenswertes Material: Er ist komprimierbar, nimmt kaum Feuchtigkeit auf und ist schwer verrottbar .
Vorgehen: Eine Korkschnur mit etwas größerem Durchmesser (ca. 12 mm) vorsichtig in den Spalt eindrücken.
Vorteil: Selbst wenn der Spalt durch Quellen der Dielen schmaler wird, federt der Kork einfach nach.
Optik: Warme, natürliche Korkstruktur – ein bewusster, gestalterischer Akzent.

3. Hanfkabel mit Leinölfirnis – Die traditionelle Handwerkerlösung

Das ist eine moderne Variante der klassischen Werg-Abdichtung für Holzböden, ganz im Geist Ihres Baita.
Vorgehen: Hanfkabel in den Spalt legen und mit einem Spachtel etwas eindrücken, dann mit Leinölfirnis tränken. Das Öl härtet aus und macht die Fuge wasserabweisend und fest.
Optik: Sehr rustikal und traditionell. Das getränkte Hanfkabel nimmt eine dunkle, warme Bernsteinfarbe an.
Hinweis: Nicht zu dick auftragen und gut durchtrocknen lassen.

Leider habe ich den Lärchenbalken schon zu stark reduziert und er ist auch teilweise morsch, somit hat sich die Frage erledigt.
Rein theoretisch wäre wohl gar kein Spalt nötig gewesen, da die Dimensionen des Raums (links, rechts vom Balken: 2m/3m) so gering sind und die Dielen 90° zum Balken stehen.