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Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 16:22
von Wolfgang EG
Ja, so etwas passiert manchmal ... Aber ich kann etwas die Spannung nehmen: Meine Anke ist eine ganz normale Hobelbank. Und warum ich die auf den Rücken gelegt habe, will ich mal kurz schildern.

Trennung

Aufmerksame Leser werden wissen, dass ich eine Schubkarre voll prima Hobeln geschenkt bekommen habe. Die wollten auch einen Platz haben, von dem sie nicht immer wieder verräumt werden mussten. Also kam mir die Idee, unter die Hobelbank Schubladen zu bauen. Soweit zur Grundidee ... Also ging es an die Umsetzung. Eigentlich hätte ich die Finger von lassen sollen, weil 1. mein Gesundheitszustand diese Aufgabe fraglich erscheinen ließ und 2. ich als »Alleinunterhalter« schlichtweg überfordert sein würde. Aber wie es mit dem Altersstarrsinn so ist, fing ich an.

Um besser arbeiten zu können, sollte die Arbeitsplatte runter, damit ich die Schubkästenhalterungen besser einbauen könnte. Also habe ich mal versucht, die Platte anzuheben. Dazu schraubte ich zwei Schrauben ab, mit denen die Platte am Untergestell festgeschraubt war. Damit begann das Unheil. Leicht angehoben, um zu sehen, was darunter war ... und ab ging die Post. Die Platte rutschte ab, ich konnte sie nicht halten. Hat wohl gefühlt wenigsten 50 kg. Abgerutscht, auf die Vorderzange gefallen und dann lag sie auf dem Rücken, sprich: auf der Arbeitsfläche. Und ich stand wie ein Depp daneben ...

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Vorteil: Ich hatte das nackte Unterteil vor mir. Nachteil: Die Mechanik der Vorderzange war gebrochen und die Hinterzange hat auch etwas abbekommen. Ich hatte die Schn.... voll.

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Mein Sohn half mir, die Platte erst einmal auf die Tischkreissäge zu hiefen, damit ich sie begutachten konnte. Dabei stellte ich fest, dass die Platte lediglich mit zwei Sechskant-Holz-Schrauben befestigt war. Die Schrauben reichten etwa 2 cm in die Unterseite der Platte und waren schon fast ausgerissen. Nun gut, ich habe eine neue Befestigung gebaut, eine recht simple Sache. Jetzt hält die Platte bombenfest ...

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Nun mal im Schnelldurchgang: Aus Resten habe ich drei Schubkästen gebaut. Sie gehen auf und zu, was will ich mehr ...

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Mein Beitrag gegen das Sommerloch.

Wolfgang

PS: Ja, Sebastian, hätte bei meiner Fußbekleidung böse ausgehen können ...

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: Sa 25. Jul 2026, 18:30
von pumuckel
Oh Sch... nochmal gutgegangen. Wo sind die Hobel? Was machst du mit der Vorderzange/Hinterzange? Das wären doch noch ein paar schöne Projekte mit Bildern gegen das Sommerloch. :lol:

Gruß Michael, der im Augenblick nur Fahrradfahren im Kopf hat

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: So 26. Jul 2026, 09:45
von Wolfgang EG
Michael, tut mir leid, die Fotos der Hobel hatte ich vergessen. Hiermit reiche ich sie nach.

Auf dem ersten Foto sind die Hobel aus der Schublade unter der Werkbank zu sehen. Da habe ich die Hobel rein, die bereits scharf/gebrauchsfertig sind. Somit stehen sie mir dort, wo ich sie benötige, zur Verfügung.

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Auf dem nächsten Foto sind die »neuen« Hobel drin, die ich aber erst noch schärfen muss.

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Die Vorderzange lasse ich so, wie sie ist – gebrochen. Sie funktioniert aber problemlos. Muss ich eben etwas aufpassen. An der Hinterzange habe ich die Befestigungsschrauben gelöst. Dann konnte ich sie wieder parallel ausrichten. Sie funktioniert also auch wieder.

Wolfgang

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: So 26. Jul 2026, 12:11
von Klaus
Servus Wolfgang,

erst mal Glückwunsch, dass Dir die Platte nicht auf die ungeschützten Zehen gefallen ist. Das hätte Deinen Gesundheitszustand ganz sicher nicht verbessert.

Jetzt hält alles besser und Stauraum ist auch geschaffen. Aber sofort wieder belegt, kommt mir doch SEHR bekannt vor 8-) Die Vorderzange sollte ja als Ersatzteil zu bekommen sein, wenn Dich die Bruchstelle doch noch stört.

Gruss, Klaus

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: So 26. Jul 2026, 20:50
von pumuckel
Hallo Wolfgang
Da hast du ja eine schöne Sammlung an Hobeln. :Daumen: Viel Spaß beim Benutzen. Spart das Fitnessprogramm.
Gruß Michael

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: So 26. Jul 2026, 21:19
von Sebastian
Ich kann mich nur anschließen, schöne Hobelsammlung. Ich habe extra gewartet, bis jemand dein Schuhwerk anspricht, damit ich nicht immer als böser BGler dastehe😇

Gegen die Unlust zu Sicherheitsschuhen kann ich tolle Überschuhe empfehlen.

Link

Garantiert heilsam diese zu tragen. :D

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: Mo 27. Jul 2026, 05:51
von Wolfgang EG
Klaus, ich hatte schon im Internet nach einer neuen Vorderzange geschaut, aber keine identische gefunden. Bevor ich anfange, neue Befestigungen zu bohren, nutze ich die alte Zarge. Lediglich der Gedanke, die Brüche schweißen zu lassen, geht mir nicht aus dem Kopf.

Michael, da fehlen in den Fotos noch einige Metallhobel, die ich an der Wand zu hängen habe ... Allerdings ist es eher eine Sammlung nostalgischer Handwerkszeuge. Regelmäßig benutze ich drei, vier Hobel.

Sebastian, sachlich vorgetragenen Argumenten stehe ich grundsätzlich offen gegenüber. Es ist ja auch so, dass man in den ollen Schlappen keinen sicheren Halt hat.

Wolfgang

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: Mo 27. Jul 2026, 07:24
von Claus P
Hallo Wolfgang,

das ist natürlich sehr ärgerlich. Ich habe mir die Fotos von der gebrochenen Führung angesehen. Schweißen wäre ein Versuch, aber ich mir ziemlich sicher, dass das nicht halten wird.
Die Führung ist aus normalen Grauguß mit hohem Kohlenstoffanteil. Das bricht während oder nach dem Abkühlen. Ich könnte dir schon so eine Führung aus Stahl nachbauen. Dabei sehe ich aber zwei Probleme:

1. Die Gewindemutter von der Trapezspindel wird sich mit der Zeit fressen, denn Stahl auf Stahl läuft nicht
2. Die Bohrungen von den Führungen müssen aus Bronze oder Messing sein, damit du Notlaufeigenschaften hast, sonst fressen sie auch.

Meiner Meinung ist die einfachste Lösung eine komplett neue Führung bei Dieter Schmid Feine Werkzeuge zu bestellen und die Vorderzange auf die neue Führung anzupassen. Das dürfte nicht all zu schwer sein.
In der Bankplatte drei Bohrungen setzen ist nicht so schlimm. In die alten Bohrungen kannst du Stopfen aus Buche einleimen und sie so verschließen. Wenn du Stopfen brauchst, das ist kein Problem, die kann ich dir drechseln.

Bei der Vorderzange genauso: Bohrungen verschließen und neue Bohrungen für die neue Führung setzen. Wie oben schon geschrieben wirst du mit Gußschweißen nur Ärger haben. Es kann halten, aber große Hoffnung hab ich nicht. Wenn dann mit Gußelektroden probieren, aber Anpassarbeit wirst du auch haben, denn die Schweißnaht steht über. Entweder du setzt die Führung ein bisschen zurück und legst dann Holz unter, oder du stemmst im Bereich von den Schweißnähten die Tischplatte aus. Das ist alles nichts halbes und nichts ganzes.

Re: Hoppla, ich habe meine Anke auf den Rücken gelegt ...

Verfasst: Mo 27. Jul 2026, 08:51
von Wolfgang EG
Claus, wenn meine Vorderzange nicht mehr funktionieren sollte, habe ich eine neue ins Auge gefasst. Aber ich bin optimistisch, dass sie mich noch eine Weile begleitet.

Wolfgang