Der "NEUE" zieht ein...
Verfasst: Sa 29. Aug 2026, 19:43
Servus liebe Holzwurmgemeinde,
heute wage ich mit euch, wieder einmal, einen Blick über den hölzernen Tellerrand, rein in die Welt der geschmolzenen Kunststoffschnüre.
Ich liebe halt den Geruch von geschmolzenem Filament am Morgen...
Evtl. interessiert es ja den ein oder anderen ...
Vieleicht könnt Ihr euch noch an diesen, schon etwas älteren, Thread erinnern: viewtopic.php?t=2300
Hier kam mein allererster 3D-Drucker ins Haus. Seit dieser Zeit hat sich sehr viel getan auf diesem Gebiet. Musste man zu Beginn erst viel Zeit damit verbringen, den Druckkopf mittels Messlehren bis zum Erbrechen zu justieren, oder nach fast jedem mehr oder weniger erfolgreichem Druck, den Drucker wieder dazu zu bewegen, doch wieder seiner geregelten Arbeit nachzugehen.
Mit der Zeit kam es dann dazu, dass man den Drucker, wie seinerzeit bei der Bundeswehr mit dem G3, seinen Drucker mit einem über den Kopf gestülpten Schuhsack zerlegen und wieder zusammenbauen konnte.
Wer jetzt in das Thema 3D-Druck einsteigt, der findet Drucker vor, die (fast) keine Wünsche mehr offenlassen, was Bedienfreundlichkeit, Wiederholgenauigkeit und Endergebnis anbelangt. Es ist nicht mehr nötig, sich mit dem "Innenleben" seines Druckers auseinander zu setzen. Auch der Schuhsack kann getrost im Schrank bleiben.
"Meinen Schuhsack habe ich übrigens noch - bei meiner Entlassung stand auf dem Verlustformular, genau wie beim Spaten "ich bin bereit zu bezahlen"."
Wer meinen Blog verfolgt und auch hier im Forum die ein oder andere Äußerung von mir aufgeschnappt hat, wird wissen, dass ich zur Firma BAMBU-Lab ein besonders "inniges" Verhältnis habe. Zurzeit werkeln in meiner Werkstatt vier P1S und ein X1C vor sich hin und produzieren meine DOMINATOREN und vieles andere mehr.
Um noch mehr Kundenspezifischen Anfragen gerecht zu werden habe ich mich entschlossen, auch das größte und neueste Flaggschiff aus dem Hause BAMBU-Lab ins Boot zu holen - den H2C.
Dieser verfügt über ein größeres Druckbett als die anderen 4 Schwestern - diese verfügen über einen Bauraum von 256 x 256 x 256 mm, was für viele Sachen ausreichend ist, aber leider nicht für alle.
Wer sich für einen kurzen Abriss der Bauraumgrößen des H2C interessiert:
Einzel-Düsendruck: 325mm*320mm*320mm (Links)
Einzel-Düsendruck: 305mm*320mm*325mm (Rechts)
Dual-Hotend: 300mm*320mm*320mm
Gesamtvolumen bei zwei Düsen: 330mm*320mm*320mm
Ich habe diesen Drucker aber ohne Laser- und Schneideplotter-Einheit angeschafft.
In meiner Werbetechnik-Werkstatt steht ein Schneideplotter mit einer Schnittbreite von 125 cm und einer mit 60 cm.
Ernsthafte Plott-Arbeiten bei einer Schneidfläche von ca. 30 x 30 cm des H2C (ausser für den Bastelbereich) sind damit nach meiner Meinung nicht wirklich möglich. Auch was das Lasern angeht, sehe ich die Sache sehr kritisch. Wer einen Laser sein Eigen nennt, wird wissen, worauf ich hinaus will. 3D-Druck erfordert absolute Sauberkeit und Staubfreiheit im Druckraum. Das genaue Gegenteil, dass im Bauraum eines Lasers stattfindet.
In meinem ersten Auto, einem Opel-B-Kadett, hatte ich eine "Kompakt-Anlage" eingebaut. Radio - Kassettendeck und Funkgerät in einem. Konnte alles - aber leider alles nicht wirklich gut. So kommt mir dieser "Geistesblitz" von BAMBU-Lab bei diesem Drucker vor.
Aber, zum Glück bietet BAMBU-Lab diese Druckergeneration in drei verschiedenen Ausführungen an - so auch nur als reinen 3D-Drucker.
Und genau dieser kam gestern bei mir per UPS (gibt es bei UPS eigentlich keine braunen Fahrzeuge und Fahrer mit Uniform mehr? ) am recht späten Nachmittag an.
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass es in der Zwischenzeit vollkommen egal zu sein scheint, welcher Paketdienst einem die Pakete vor die Haustüre wirft?
So kam die ca. 40 kg schwere Schachtel bei mir an. Auf die Frage, warum den der Karton so absolut "unbeschädigt" aussehe, gab es nur ein Schulterzucken und keinerlei Möglichkeit, einen "unter Vorbehalt der Beschädigung" Vermerk zu platzieren. Nur das zur Unterschrift drängende unter die Nase halten dieses widerwärtigen Scanner-Teils, auf dem man nur mit dem Finger unterschreiben kann - war die Antwort. Widerwillig setzte ich dann meinen "Krakel, der alles Mögliche heißen könnte" mittels Zeigefinger-Bleistift auf das vollkommen verkratzte Display. Der Fahrer brummte noch was Unverständliches, als ich ihn fragte, wo den seine Uniform und das schöne braune Fahrzeug sei und machte sich vom Acker.
Ich muss dazu anmerken, dass BAMBU-Lab diese Drucker EXTRA auf einer kleinen Einweg-Palette ab Werk liefert - und sie verlangen dafür ja auch stolze 75 EURO Transportkosten. Nach Auskunft aus der 3D-Druck Szene von Leuten, die denselben Drucker gekauft haben, wird dieser in der Regel durch eine Spedition mit Hebebühne und Hubwagen ausgeliefert. Hier wurde mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, ein Transportauftrag an einen "zuverlässigen" Partner verkauft, dem es vollkommen egal ist, wie die Ware bei einem ankommt.
Material für die Werbetechnik zu bestellen, gleicht jedesmal einem Glücksspiel wie die Ware angeliefert wird. Der krasseste Fall bisher war: Es läutet - Fahrer steht vor der Tür und schreit laut: "LIEFERER DU LKW". Nachdem ich, noch, freundlich nachfrage, was er mir den mit seinen astreinen Deutschkenntnissen sagen will, meint er doch glatt, ich soll auf den LKW klettern und abladen. Tja, gut, dass das Material nicht zu sehr geeilt hat. Leider lag meine volle Palette oben auf seinem Material-Stapel und er durfte unverrichteter Dinge wieder abziehen. Am nächsten Tag - es läutet - selber Fahrer - als ich rauskomme ist er schon fleißig am abladen....
Unter Mithilfe der besten aller Ehefrauen, haben wir den Karton dann "rutschenderweise" über die Treppe nach unten in die Werkstatt transportiert, in der Hoffnung, dass das Teil nicht beschädigt ist und wir den Drucker dann, diesmal ohne Verpackung, wieder die drei Treppen hochzerren müssten.
Die nächsten Bilder zeigen den "extrem erregenden" Drucker-Striptease...
Verpacken können sie ja, die Chinesen...
Zubehörbox gut verpackt...
Noch verhüllt...
...langsam lässt die Kleine die Hüllen fallen...
Das Teil wiegt gut 34 kg - zu viel für mein Renter-Kreuz. Meine Holde musste nochmal mit anpacken. Dickes Bussi dafür...
Es gibt einiges an Folien, Klebestreifen und Transportsicherungen zu entfernen.
Der erste Einblick ins "Innenleben" des H2C. Gut zu sehen im Vordergrund, das AMS (Automatisches Material System) in dem die vier Filament-Spulen ihren Platz finden werden.
Um Platz beim Transport zu sparen, haben die Entwickler das AMS im Bauraum des Druckers "untergebracht". Weit gefehlt, wer meint, die hätten das Teil da einfach "mal so" da reingepackt. Man muss da erst einige Schrauben an speziellen Transporthalterungen lösen, die extra dafür sorgen, dass das AMS während des Transports felsenfest an seinen Platz bleibt.
Nachdem alle Transportsicherungen entfernt sind, erfolgt auch schon die "Geburt" des AMS aus dem Bauch seiner Mami...
Wie das AMS dann in seiner vollen Pracht aussieht, erfahrt ihr später...
Der Bauraum ist nun schon ein wenig "übersichtlicher". Wie es mit der Einrichtung und dem ersten Probedruck weitergeht, erfahrt ihr dann im nächsten Teil....
Servus, der Lothar
heute wage ich mit euch, wieder einmal, einen Blick über den hölzernen Tellerrand, rein in die Welt der geschmolzenen Kunststoffschnüre.
Ich liebe halt den Geruch von geschmolzenem Filament am Morgen...
Evtl. interessiert es ja den ein oder anderen ...
Vieleicht könnt Ihr euch noch an diesen, schon etwas älteren, Thread erinnern: viewtopic.php?t=2300
Hier kam mein allererster 3D-Drucker ins Haus. Seit dieser Zeit hat sich sehr viel getan auf diesem Gebiet. Musste man zu Beginn erst viel Zeit damit verbringen, den Druckkopf mittels Messlehren bis zum Erbrechen zu justieren, oder nach fast jedem mehr oder weniger erfolgreichem Druck, den Drucker wieder dazu zu bewegen, doch wieder seiner geregelten Arbeit nachzugehen.
Mit der Zeit kam es dann dazu, dass man den Drucker, wie seinerzeit bei der Bundeswehr mit dem G3, seinen Drucker mit einem über den Kopf gestülpten Schuhsack zerlegen und wieder zusammenbauen konnte.
Wer jetzt in das Thema 3D-Druck einsteigt, der findet Drucker vor, die (fast) keine Wünsche mehr offenlassen, was Bedienfreundlichkeit, Wiederholgenauigkeit und Endergebnis anbelangt. Es ist nicht mehr nötig, sich mit dem "Innenleben" seines Druckers auseinander zu setzen. Auch der Schuhsack kann getrost im Schrank bleiben.
"Meinen Schuhsack habe ich übrigens noch - bei meiner Entlassung stand auf dem Verlustformular, genau wie beim Spaten "ich bin bereit zu bezahlen"."
Wer meinen Blog verfolgt und auch hier im Forum die ein oder andere Äußerung von mir aufgeschnappt hat, wird wissen, dass ich zur Firma BAMBU-Lab ein besonders "inniges" Verhältnis habe. Zurzeit werkeln in meiner Werkstatt vier P1S und ein X1C vor sich hin und produzieren meine DOMINATOREN und vieles andere mehr.
Um noch mehr Kundenspezifischen Anfragen gerecht zu werden habe ich mich entschlossen, auch das größte und neueste Flaggschiff aus dem Hause BAMBU-Lab ins Boot zu holen - den H2C.
Dieser verfügt über ein größeres Druckbett als die anderen 4 Schwestern - diese verfügen über einen Bauraum von 256 x 256 x 256 mm, was für viele Sachen ausreichend ist, aber leider nicht für alle.
Wer sich für einen kurzen Abriss der Bauraumgrößen des H2C interessiert:
Einzel-Düsendruck: 325mm*320mm*320mm (Links)
Einzel-Düsendruck: 305mm*320mm*325mm (Rechts)
Dual-Hotend: 300mm*320mm*320mm
Gesamtvolumen bei zwei Düsen: 330mm*320mm*320mm
Ich habe diesen Drucker aber ohne Laser- und Schneideplotter-Einheit angeschafft.
In meiner Werbetechnik-Werkstatt steht ein Schneideplotter mit einer Schnittbreite von 125 cm und einer mit 60 cm.
Ernsthafte Plott-Arbeiten bei einer Schneidfläche von ca. 30 x 30 cm des H2C (ausser für den Bastelbereich) sind damit nach meiner Meinung nicht wirklich möglich. Auch was das Lasern angeht, sehe ich die Sache sehr kritisch. Wer einen Laser sein Eigen nennt, wird wissen, worauf ich hinaus will. 3D-Druck erfordert absolute Sauberkeit und Staubfreiheit im Druckraum. Das genaue Gegenteil, dass im Bauraum eines Lasers stattfindet.
In meinem ersten Auto, einem Opel-B-Kadett, hatte ich eine "Kompakt-Anlage" eingebaut. Radio - Kassettendeck und Funkgerät in einem. Konnte alles - aber leider alles nicht wirklich gut. So kommt mir dieser "Geistesblitz" von BAMBU-Lab bei diesem Drucker vor.
Aber, zum Glück bietet BAMBU-Lab diese Druckergeneration in drei verschiedenen Ausführungen an - so auch nur als reinen 3D-Drucker.
Und genau dieser kam gestern bei mir per UPS (gibt es bei UPS eigentlich keine braunen Fahrzeuge und Fahrer mit Uniform mehr? ) am recht späten Nachmittag an.
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass es in der Zwischenzeit vollkommen egal zu sein scheint, welcher Paketdienst einem die Pakete vor die Haustüre wirft?
So kam die ca. 40 kg schwere Schachtel bei mir an. Auf die Frage, warum den der Karton so absolut "unbeschädigt" aussehe, gab es nur ein Schulterzucken und keinerlei Möglichkeit, einen "unter Vorbehalt der Beschädigung" Vermerk zu platzieren. Nur das zur Unterschrift drängende unter die Nase halten dieses widerwärtigen Scanner-Teils, auf dem man nur mit dem Finger unterschreiben kann - war die Antwort. Widerwillig setzte ich dann meinen "Krakel, der alles Mögliche heißen könnte" mittels Zeigefinger-Bleistift auf das vollkommen verkratzte Display. Der Fahrer brummte noch was Unverständliches, als ich ihn fragte, wo den seine Uniform und das schöne braune Fahrzeug sei und machte sich vom Acker.
Ich muss dazu anmerken, dass BAMBU-Lab diese Drucker EXTRA auf einer kleinen Einweg-Palette ab Werk liefert - und sie verlangen dafür ja auch stolze 75 EURO Transportkosten. Nach Auskunft aus der 3D-Druck Szene von Leuten, die denselben Drucker gekauft haben, wird dieser in der Regel durch eine Spedition mit Hebebühne und Hubwagen ausgeliefert. Hier wurde mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, ein Transportauftrag an einen "zuverlässigen" Partner verkauft, dem es vollkommen egal ist, wie die Ware bei einem ankommt.
Material für die Werbetechnik zu bestellen, gleicht jedesmal einem Glücksspiel wie die Ware angeliefert wird. Der krasseste Fall bisher war: Es läutet - Fahrer steht vor der Tür und schreit laut: "LIEFERER DU LKW". Nachdem ich, noch, freundlich nachfrage, was er mir den mit seinen astreinen Deutschkenntnissen sagen will, meint er doch glatt, ich soll auf den LKW klettern und abladen. Tja, gut, dass das Material nicht zu sehr geeilt hat. Leider lag meine volle Palette oben auf seinem Material-Stapel und er durfte unverrichteter Dinge wieder abziehen. Am nächsten Tag - es läutet - selber Fahrer - als ich rauskomme ist er schon fleißig am abladen....
Unter Mithilfe der besten aller Ehefrauen, haben wir den Karton dann "rutschenderweise" über die Treppe nach unten in die Werkstatt transportiert, in der Hoffnung, dass das Teil nicht beschädigt ist und wir den Drucker dann, diesmal ohne Verpackung, wieder die drei Treppen hochzerren müssten.
Die nächsten Bilder zeigen den "extrem erregenden" Drucker-Striptease...
Verpacken können sie ja, die Chinesen...
Zubehörbox gut verpackt...
Noch verhüllt...
...langsam lässt die Kleine die Hüllen fallen...
Das Teil wiegt gut 34 kg - zu viel für mein Renter-Kreuz. Meine Holde musste nochmal mit anpacken. Dickes Bussi dafür...
Es gibt einiges an Folien, Klebestreifen und Transportsicherungen zu entfernen.
Der erste Einblick ins "Innenleben" des H2C. Gut zu sehen im Vordergrund, das AMS (Automatisches Material System) in dem die vier Filament-Spulen ihren Platz finden werden.
Um Platz beim Transport zu sparen, haben die Entwickler das AMS im Bauraum des Druckers "untergebracht". Weit gefehlt, wer meint, die hätten das Teil da einfach "mal so" da reingepackt. Man muss da erst einige Schrauben an speziellen Transporthalterungen lösen, die extra dafür sorgen, dass das AMS während des Transports felsenfest an seinen Platz bleibt.
Nachdem alle Transportsicherungen entfernt sind, erfolgt auch schon die "Geburt" des AMS aus dem Bauch seiner Mami...
Wie das AMS dann in seiner vollen Pracht aussieht, erfahrt ihr später...
Der Bauraum ist nun schon ein wenig "übersichtlicher". Wie es mit der Einrichtung und dem ersten Probedruck weitergeht, erfahrt ihr dann im nächsten Teil....
Servus, der Lothar