Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

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Ghostwriter
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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Ghostwriter » Fr 11. Sep 2020, 14:19

Vielen Dank, ich werde berichten wie es angekommen ist :)

Werkstattupdate KW 37/20:

Diese Woche hat sich nicht viel getan in „der“ Werkstatt, dafür einiges in meiner anderen Werkstatt.
Da Anfang Oktober ja im Kreise der Familie ein Elektroauto Einzug hält, musste sich mein Elektriker mal die Gegebenheiten anschauen. Normale Steckdose an die Leitung die eh schon die Werkstatt, den Aussenbereich etc. versorgt bedeutet bei komplett leerer Batterie 31 Stunden Ladedauer und überhaupt das ganze wird ja nur von einem 3x1,5er Kabel versorgt.

Mir schwante schon Böses und seine nächsten Worte bestätigten es. Da muss min. ein 6 Quadrat Kabel hin, 5 Adrig versteht sich. Und eine neue Unterverteilung, ach was heißt hier neu, es muss überhaupt eine hin. Und wenn du schon über gut 27 Meter Leerohre ziehst, davon 12 Meter in einem engen Winkel in dem die Leiter nur komplett senkrecht stehen kann und zudem noch gut 4,5 Meter mit einem Drahtseil abgespannt werden müssen, dann mach es gleich richtig!

Gleich richtig heißt in dem Fall 5x10 Quadrat vom Sicherungskasten zur neuen Unterverteilung in der Werkstatt und von dort zurück in 6 Quadrat zum Anschluss für das E- Auto.

Oh man, was hatte ich da nen Bock drauf, Quälerei hoch drei, Akropatik auf einer senkrecht stehenden Leiter im Winkel, Löcher für die Dübel konnten nur leicht schräg gebohrt werden....
Drei Abende hat mich der Spaß beschäftigt, in „der“ Werkstatt habe ich in der Zeit natürlich nichts geschafft aber dafür ist jetzt „die“ Werkstatt ebenfalls Stromtechnisch gut ausgerüstet, zumindest bis zur Unterverteilung.

Damit wäre „die“ Werkstatt vorbereitet für weitere Arbeiten Stromtechnischer Seite im Winter, in „der“ Werkstatt leuchten immerhin die Lampen und die Unterverteilung ist ebenfalls mit 10 Quadrat versorgt. In meiner Dritten Werkstatt ist eh ein komplett eigener Stromanschluss von Seiten des Versorgers in 2014 reingekommen. Damit bin ich meinem großen Ziel, in zwei Jahren die Räumlichkeiten der Firma renoviert und technisch auf einen vernünftigen Stand gebracht zu haben, einen großen Schritt weiter, auch wenn die Aktion der letzten Tage nicht eingeplant war.
Dafür gibt’s jetzt die Belohnung, Familienwochenende ohne Baustellen oder Büro, ich freu mich :D

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Ghostwriter
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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Ghostwriter » Sa 3. Okt 2020, 20:03

Eigentlich wollte ich in letzter Zeit mal beginnen mit dem Kappsägenuntergestell und dem Ausbau/Bau des Hubtisches.
Es kam aber mal wieder anders und „Schuld“ daran war ein Freund. Er brauchte kürzlich was von mir und das Befand sich im Hochlager meiner Firma. Das Hochlager ist ein mehr oder weniger ausgebauter Dachboden über der Garage und der Werkstatt der Firma. Eine andere Bezeichnung für das von uns genannte Hochlager ist „Schmeiß es mal da rein, wir räumen das Morgen auf Lager“.

Nun, kurz und knapp, hier herrscht permanent Chaos pur, ich finde zwar Dinge wieder aber nur welche die Größer wie DIN A3 sind oder so ähnlich. Es ist meistens schneller Dinge neu zu kaufen wie sie stundenlang zu suchen, günstiger natürlich nicht.

Jedenfalls musste etwas passieren und darum habe ich die vergangene Woche Abends und den heutigen Feiertag zum Teil damit verbracht um Ordnung zu schaffen.

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Über diese Leiter gelangt man ins Lager. Sie hat Breitsprossen und lässt sich sehr bequem laufen wenn man sich einmal dran gewöhnt hat.

Viele Bilder von vorher gibt es nicht, es war kaum Platz sich zu drehen Und das ganze auch eher zum schämen.

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An der einen Wandseite standen bereits Korpusse von alten Schränken, jedoch nur mit einem Boden Mittig. Der Boden ganz Links ist unter der Last von zig Fliesen heruntergekracht. Auf der Rechten Seite ist der Korpus von meinem Dad damals selbst gebaut wurden, als Platte oben drauf dient eine beschädigte Gerüstbohle und unten waren Schrankteile mit Lochreihen drin.
Wenn man den Platz sieht und erkennt was man für Möglichkeiten hat sieht man auch erstmal wieviel Platz verschwendet wird.

Bei so viele Chaos viel es mir schwer einen Anfang zu finden. Ich räumte von rechts nach Links und zurück, stolperte über Dinge die dort nichts zu suchen hatten.
Zuerst hab ich 5 Müllsäcke aufgemacht und den Entschluss gefasst diese zu füllen. Das lief ganz gut. Anschließend einen ganzen Schwung alter Fliesen weggeschmissen und so Platz bekommen die ersten grauen Eurokisten in den Korpus zu setzen. Neue Böden mussten her, doch auf die Plastikregalträger hatte ich keine Lust, also suchte ich in meinem Bestand was ich dort so hatte.

Ein Freund von mir verkauft in seiner Firma Waschmaschinen und Trockner, diese werden mit Holzumrahmungen geliefert und ab und an hole ich mir davon mal etwas weg. Also Kappsäge parat gemacht und losgeschnitten

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Die Leisten sind rund 90 cm lang, so bekam ich aus einer Leiste immer die Träger für einen Fachboden.
Zuerst wollte ich diese Leisten mit der Hand oder der Stichsäge schneiden weil ich zu Faul war die Kappsäge aus dem Regal zu holen, entschied mich dann aber Glücklicherweise doch dafür denn das ging viel schneller von der Hand.

Für die Regalböden hatte ich noch genügend Reste von dem Bau meiner Maschinenlagerregale. Die OSB Abschnitte hatte ich erstmal aufgehoben in der Hoffnung sie nochmal verwenden zu können, waren sie doch alle so um die 65x62,5 cm.

Was soll ich sagen, sie passten nach dem Zuschnitt Ideal und der Zuschnitt auf der Tischkreissäge hat mir riesig viel Spaß gemacht. Klar ist es kein hochwertiges Möbelstück aber zum Üben des Umgangs und zur Resteverwertung erstklassig gewesen.

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Nachdem Leisten und Böden zugeschnitten waren, war der Einbau ein Kinderspiel. Leisten vorbohren, Eurokiste rein stellen, Abstandsholz rein, Leiste drauf und anschrauben, Boden rein und mit zwei Schrauben fixieren- fertig.

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Ganz oben musste ich Platz lassen für Fliesen die nicht in die Kisten passten. So arbeitete ich mich von rechts nach links durch und gewann den Platz den ich brauchte.

Es gab noch tausend andere Baustellen auf diesem Boden, stapelweise saubere Eimer und Eimer die für Schutt bestimmt sind, Müll, Müll und nochmals Müll, zumindest habe ich ihn dazu gemacht. Ich habe so rigoros weggeschmissen wie schon lange nicht mehr, allein gestern habe ich mir von diesem Boden 370 Kilo Müll auf die Deponie gefahren, den Bauschutt und den Sperrmüll noch nicht mit eingerechnet.

Der weitere Weg führte mich diese Woche drei mal in den Baumarkt um Kisten zu kaufen

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Jetzt Schaut das ganze schon etwas anders hier aus
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Alle Kisten sind beschriftet, ich finde schnell was ich suche und es steht nicht nur hier ein Karton mit Tapetenresten zum Unterlegen und dort ein Karton mit Gläsern zum Teilen von Lack herum, nein es ist ordentlich und ich kann mich bewegen.

Auch die anderen Seiten des Raumes können sich meiner Meinung nach sehen lassen
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Hier lag früher das Rollgerüst rum, zwar an der Wand mehr oder weniger ordentlich aber doch nicht praktisch. Nun sind die Rückenlehnen und Diagonalen am Balken festgebunden und liegen nicht mehr auf der Erde. Der Platz ist sinnvoll genutzt denn bei einem Walmdach sind gerade Wandflächen Mangelware.

So musste ich mir ständig die ein oder andere Lösung einfallen lassen. Wir haben etliche Schippen, Spaten, Schieber und ähnliches die nur in einer Ecke rumgeflogen sind. Sauberhalten war unmöglich und das was man suchte war immer unten drunter, auch wenn wir da nur ein paar mal im Jahr dran müssen. Durch die Dachschräge war das Befestigen nicht ganz so einfach, bzw musste ertseinmal eine Idee her. Der Baumarktbesuch und die Eisenwarenabteilung dort hat mir weitergeholfen, und oh Wunder, ich hab das Problem mit meinen Lieblingen, den Direktabhänger aus dem Trockenbaubereich, gelöst. Diese Teile sind meine Allzweckwaffe. Dazu noch eine Dachlatte und Reststücke der Nut- und Federbretter meiner Werkstattdecke und Fertig ist die Halterung.

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Kurz noch die Noppenbahn an der Wand befestigt und die Gerüsttische mit bestehend Haken befestigt und „ schon“ war das Hochlager fertig und ordentlich. „Schon“ sind knapp 28 Stunden gewesen. Gekostet hat es mich eine 3 Stellige Summe für die Kiste. Aber das war es mir Wert. Jetzt kann ich anfangen die restlichen Räume, Garagen und Werkstätten aufzuräumen und ordentlich zu verstauen.

Damit wären die ersten 32,41 Quadratmeter des Projektes „Werkstatt 2022- Ordnung muss sein“ fertig und das Hochlager bereit für die Zukunft.

Gruß Stefan
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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon oldtimer » Sa 3. Okt 2020, 21:53

Hallo Stefan,

dann haben wir wohl beide heute etwas Sinnvolles gemacht.

Gruß
Volker

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Klaus
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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Klaus » Sa 3. Okt 2020, 21:59

Hallo Stefan,

sieht ja nach ordentlich Arbeit aus, die Du da hinter Dich gebracht hast :shock: Das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand aber deutlich - vor allem die Aufbewahrung der Schaufeln hat mir's angetan :)

Gruss und viel Spass bei Teil 2
Klaus

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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Woswasi » Sa 3. Okt 2020, 22:17

Schön ordentlich, die Schaufelaufhängung ist genial :-)
LG Gerald

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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Baumbart » Sa 3. Okt 2020, 22:25

Hallo Stefan,
Wow alles wieder wieder sauber und ordentlich, nicht schlecht deine Arbeit hat sich gelohnt :D
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit :lol:

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Mandalo
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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Mandalo » So 4. Okt 2020, 08:25

Ghostwriter hat geschrieben: ...Es kam aber mal wieder anders und „Schuld“ daran war ein Freund...

Für was doch Freunde alles gut sein können! :D Sauber gearbeitet! *Daumenhoch*
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter

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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon oldtimer » So 4. Okt 2020, 08:44

Klaus hat geschrieben:Hallo Stefan,

sieht ja nach ordentlich Arbeit aus, die Du da hinter Dich gebracht hast :shock: Das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand aber deutlich - vor allem die Aufbewahrung der Schaufeln hat mir's angetan :)

Gruss und viel Spass bei Teil 2
Klaus


Das werde ich auch kopieren, die Idee mit den Direktabhängern gefällt mir.

Egbert
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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Egbert » So 4. Okt 2020, 10:49

Hallo Stefan,
Ich finde deine Idee auch brauchbar. Werde ich bei Gelegenheit auch einsetzen. Danke für die Anregung.
Grüße
Egbert

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Re: Werkstatt der „Zukunft“- Was, Wie, Wo

Beitragvon Ghostwriter » Mo 5. Okt 2020, 06:20

Vielen Dank für euer Feedback :)

Bezüglich der Aufbewahrungsmöglichkeiten an den Dachschräge habe ich Abends nebenbei einige Stunden im Netz nach etwas brauchbarem gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Die jetzige Lösung stammt aus einem Baumarktrundgang und einer Idee die über Nacht gereift ist, manchmal hilft das recht gut.
Nach dem Bau habe ich etliche Male diverse Dinge aus Ihrer Halterung entnommen und wieder eingesetzt um zu testen ob mir nichts auf den Kopf fällt, bisher habe ich aber keine Schwachstelle finden können, selbst wenn man mal etwas unkonzentrierter und ruppiger etwas von der Halterung nimmt.

Gruß Stefan


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